Star Trek „Made in Germany“

… bei dieser Schlagzeile fiel mir gestern die Kinnlade runter. War das echt oder ein verspäteter Aprilscherz?

Doch da sowohl Robots & Dragons als auch dieZukunft diese Nachricht vermeldeten, konnte es sich nicht um einen Scherz handeln. Den Leuten vom Cross Cult Verlag ist es tatsächlich gelungen, CBS zu überzeugen eine deutsche Star Trek-Romanreihe zu genehmigen; geschrieben von deutschen Autoren. Ich war baff. Zum 50. Jahrestag von Star Trek scheinen tatsächlich Wunder zu geschehen.

Die Reihe wird den Titel „Star Trek – Prometheus“ tragen und sich mit den Geschehnissen in der Föderation der vereinten Planeten ab 2385 beschäftigen. Autoren sind Christian Humberg und Bernd Perplies, die beide in den letzten Jahren für die Übersetzungen der Star Trek-Bücher bei Cross Cult verantwortlich waren. Christian Humberg ist Autor zahlreicher Sachbücher mit Star Trek Bezug; zum Beispiel das von mir hochgelobte »Geek Pray Love«. Bernd Perplies schreibt unter anderem auch für Perry Rhodan.

Was für eine Nachricht. Für mich als langjährige Star Trek-Fanfictionautorin klingt das ungefähr so, als würde man Gläubige bitten am Heiligen Buch mitzuschreiben. Und für Paramount und CBS war Star Trek bisher eine heilige Kuh, an die niemand herangelassen wurde; schon gar nicht aus Europa. Deutschland hat nach den USA das größte Star Trek Fandom in der Welt. Nirgendwo sonst in Europa gibt es so viele aktive Star Trek-Fans. Das es einem deutschen Verlag gelungen ist, CBS die Rechte für eigene Star Trek Romane aus dem Kreuz zu leiern, ist eine kleine Sensation. Möglicherweise hat es auch damit zu tun, dass CBS mit Paramount seit Jahren im Clinch liegt. Paramount besitzt die Filmrechte und CBS ist Rechteinhaber über alle TV-Serien. Im Januar 2015 lief ein Vertrag aus, der es CBS verbot eine TV-Serie zu produzieren. Angeblich ausgesprochen von J.J. Abrams, der Konkurrenz für seine Filme befürchtete. Nun bekommen wir ab 2017 eine neue Serie und die deutschen Fans noch eine im eigenen Land produzierte Buchreihe. Na wenn das mal keinen guten Nachrichten sind.

Mehr zu Star Trek – Prometheus auf den Seiten des Verlags.

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