Blutiges Staffelende

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 389 – »Wenn Sterne bluten« von Rüdiger Schäfer

Den Plan zwei Artefakte des dunklen Imperators zu erbeuten und den Gegner damit zu schwächen, bevor er die arkonidische Flotte pulverisieren kann, um sich zum Imperator von Perrys Chronophase aufzuschwingen, können Perry Rhodan und seine Mitstreiter erfolgreich durchziehen. Varek da Sharib und seine Flotte treten den Rückzug in ihre angestammte Chronophase an. Doch die drei rätselhaften Artefakte, die sich dadurch nun an Bord der TERRANIA II befinden, lösen zerstörerische Phänomene aus. Unteranderem ziehen sie alle anderen Artefakte an, um sich mit ihnen zu verbinden und eine Negasphäre zu bilden. Dies würde nicht nur Schiff und Besatzung zerstören, sondern die Realität im weiteren Umfeld auflösen.
Eric Leydens von NATHAN auf den Mond zurückversetzes Bewusstsein muss in seinen menschlichen Körper zurücktransferiert werden, weil der Krellblock sich auflöst in dem er seit mehreren Jahrhunderten steckt.
An Bord der TERRANIA II kommt Eric Weidenburn zu dem Schluss, dass man das Raumschiff und seine Besatzung nur retten kann, wenn man den Chronophasen-Übergang so manipuliert, dass sich die Proto-Negasphäre dort bildet und nicht auf der TERRANIA II. Der gleichen Meinung ist auch Eric Leyden, denn er kommt mit der MAGELLAN um Weidenburn dabei zu unterstützen. Sie schaffen es, die Proto-Negasphäre in sicherer Entfernung von den Raumschiffen der Menschen und der Flotte der Arkoniden zu etablieren, sterben aber dabei.
Während die MAGELLAN und die TERRANIA II zur Erde zurückkehren, hüllt die Negasphäre immer größere Bereiche des Heimatgebiets der Arkoniden ein.

Uff! Beide Erics tot, M13 mit Arkon quasi vernichtet und die Negaspäre als Bedrohung des Universums etabliert. Nur Nathalie wurde nicht gefunden, dafür erbeutet Dao-Lin-H’ay ganz nebenbei das gesuchte Artefakt, um die Freundin zu retten. Natürlich ohne Perry und Thora an der Mission teilhaben zu lassen.

Da steckt schon sehr viel Theorie dahinter. Mir sind die seitenlangen Beschreibungen und Innenansichten beinahe schon ein bisschen zu viel des Guten, obwohl ich dies normalerweise an Rüdiger Schäfers Romanen sehr schätze.

Das Zusammenspiel der Charaktere hat mir dennoch gut gefallen. Bull in seiner Rolle als pragmatischer Protektor, der an den Argumentationen beiden Erics fast verzweifelt. Thora, die über ihre dunkle Doppelgängerin sinniert. Perry, der sich nach dem großen Plan hinter all dem Ganzen fragt. Und natürlich Gucky, dessen Charakter hier zwischen lustigen Kommentaren und nachdenklichem Ernst wechselt. Das ist insgesamt sehr unterhaltsam geschrieben und in sich stimmig. Von der Fülle der Handlung ist es mir für einen Staffelabschluss aber zu wenig, vor allem verglichen mit dem überfrachteten Vorgängerroman von Lucy Guth.

Der Zeitrahmen zwischen Leydens Verschwinden, seiner Rückübertragung in den menschlichen Körper und sein Wiederauftauchen mit der MAGELLAN halte ich aber nicht für realistisch. Auch wenn die MAGELLAN schnell ist, so schnell kann sie nicht sein, dass Leyden nach nur ein paar Tagen zurück in M13 ist. Sorry, aber das widerspricht der Serienkonformität.

Mit »Wenn Sterne bluten« schließt Rüdiger Schäfer die Staffel »Artefakte« ab und führt erneut Handlungsstränge aus vorangegangenen Staffeln zusammen. Konsequent setzt er einige Schlusspunkte. Obwohl ich glaube, dass wir Arkon auf alle Fälle wiedersehen werden, bei den beiden Erics bin ich mir nicht so sicher.