Das Osterparadoxon

Da stand ich nun … mit meinen bunten Ostereiern vor dem Kirschbaum und überlegte, ob ich sie wirklich aufhängen sollte. Die Zweige zeigten schon dicke Knospen, die in den nächsten Tagen aufplatzen würden. Doch Ostern würde erst in vier Wochen sein. Bis dahin hatte der Baum sein grünes Blätterkleid und ich würde die Fäden durchschneiden müssen, um die Ostereier wieder abnehmen zu können. Kurzerhand packte ich die Eier wieder zurück in die Schachtel. Dieses Jahr würde es keinen Ostereierbaum im Garten geben.

Doch warum ist in diesem Jahr Ostern so spät? Das liegt am sogenannten Osterparadoxon. Kein Scherz, das heißt wirklich so. Wer möchte, kann sich den dazugehörigen Wikipedia-Artikel durchlesen. Ich habe es getan, aber nur Bahnhof verstanden. Es liegt wohl daran, dass der diesjährige Frühjahrsvollmond nicht an dem Tag stattfindet, der normalerweise für die Berechnung des Osterfests hergenommen wird. Irgendwie spielt da auch der Gregorianische Kalender eine Rolle. Nun, so richtig verstanden habe ich es nicht, ich finde aber das Wort »Positive Äquinoktial-Paradoxie (A+)« spannend. Das klingt wie der Titel eines Science-Fiction-Romans und nicht nach etwas, dass man mit dem Osterfest in Verbindung setzen würde.

Jedenfalls ist das ein ziemlich seltenes Phänomen. Das letzte Mal liegt unglaubliche 57 Jahre zurück. Da war ich noch gar nicht geboren. Das nächste Osterparadoxon findet im Jahr 2038 statt, dann wird der Ostersonntag auf den 25. April fallen.

Also heuer keine Ostereier am Baum, dafür lege ich welche in eine Schale auf dem Tisch. Positiv an dem Datum ist, dass es in diesem Jahr höchstwahrscheinlich mal nicht schneien wird, so wie in den vergangenen Jahren.

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