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Gedanken zum »kein Worldcon«

Diese Woche ließ eine Meldung auf der PERRY RHODAN-Homepage die Fangemeinde aufhorchen: Zum Erscheinen von Band 3000 wird es keinen Worldcon geben.

Einige Fans haben ihrem Ärger darüber sowohl im Forum als auch in den sozialen Medien Luft gemacht, andere spekulieren über die Gründe. Ich kann die Aufregung nicht so richtig nachvollziehen. Das es keinen Con geben wird, hat sich doch schon länger angedeutet. Schon allein deswegen, weil sich in den vergangenen Monaten keiner aus der Redaktion so richtig darüber äußern wollte. Klaus Bollhöfener schwieg sich bereits auf den 2. Perry Rhodan Tagen in Osnabrück im vergangenen Jahr verdächtig darüber aus. Chefredakteur Klaus N. Frick erklärte dann im Februar in einem Eintrag im Forum, das es keinen Con geben würde.

Nun, ich war nie auf einem Worldcon, aber ich war auf ähnlichen Veranstaltungen dieser Größenordnung und ich kann mir vorstellen, warum die Entscheidung in der Redaktion oder im Verlag gegen einen Con gefallen ist. Es kostet nicht nur unheimlich viel Geld, es kostet vor allem eines, nämlich Zeit.

Wie will eine kleine Redaktionsmannschaft einen großen Con aufziehen und dabei gleichzeitig das Tagesgeschäft abwickeln? Das ist schlicht unmöglich. Man könnte einwenden, dass es dafür professionelle Eventmanager gibt. Die lassen sich das Ganze aber gut bezahlen und stellen möglicherweise eine Veranstaltung auf die Beine, der schlicht das Herz fehlt, um im Fandom einzuschlagen. Eben weil Außenstehende Serie und Fans zu wenig kennen. Wahrscheinlich würden dann auch die Eintrittsgelder so hoch sein, dass viele potentielle Besucher abgeschreckt wären.

Es gibt in der PERRY RHODAN-Fanszene viele Aktive, die bereits Cons veranstaltet haben. Ich denke dabei an die Ausrichter des ColoniaCon oder des GarchingCon. Sie wissen, wieviel Arbeit dahinter steckt. Ich selbst habe es auf den 2. Perry Rhodan Tagen im letzten Jahr hautnah erlebt, was es heißt, einen Con zu veranstalten und dabei handelte es sich »nur« um eine Veranstaltung mit 200 Gästen. Ich denke, das wir Aktive mehr Verständnis haben für die Entscheidung der PR-Redaktion gegen einen Worldcon, da dort die Dimension nochmal eine andere ist.

Statt einem Con wird nun eine Ersatzveranstaltung stattfinden und zwar in München. Was ebenfalls einigen Fans sauer aufstößt, die meinen, dass es schon zu viele Veranstaltungen zu PERRY RHODAN im Süden gibt. Denen kann ich nur entgegenhalten, dass es aus meiner Sicht mehr Veranstaltungen im Norden gibt. Denn wenn ich in den letzten Jahren an einem Con teilnahm, dann fand der meist weit weg von mir statt. So gesehen freue ich mich, über eine Veranstaltung in München. Vor allem auch weil die Serie damit an den Ort ihrer Entstehung zurückkehrt. Und das finde ich eine schöne Geste zur Veröffentlichung des 3000. Bandes der größten Science-Fiction-Serie der Welt.

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3 Responses to “Gedanken zum »kein Worldcon«”

  1. April 27th, 2018 at 11:35

    Klaus N. Frick says:

    Sehr richtiger Beitrag, vielen Dank dafür!

    (In den Monaten vor dem WeltCon hatte ich eine 100-Stunden-Woche. Kein Schmarrn. Wir hatten ja nicht nur das Tagesgeschäft. Wir haben mit NEO eine neue Serie gestartet. Wir haben unser E-Book-Geschäft massiv angekurbelt. Wir haben ein Buch zu fünfzig Jahren PERRY RHODAN gemacht. Und unsere Buchhaltung wurde dichtgemacht, worauf wir mit Außenstellen in Hamburg und Magdeburg arbeiten mussten. Ächz.)

  2. April 30th, 2018 at 7:39

    Jonas says:

    Weltcon! nicht Worldcon.

    Dass der Ersatz in München stattfindet, na ja, da waren sie beim 45. Burzeltag auch, von daher hätten sie wirklich mal nach Hamburg oder Frankfurt gehen können.

  3. Mai 4th, 2018 at 7:51

    Johannes Kreis says:

    Ich find’s natürlich schade, aber ich kann es gut verstehen. Organisation und Logistik müssen bei solchen Großveranstaltungen ein Alptraum sein!

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