Teufelsgold und Kardinalschnitten

Nicht ganz nach Plan verlief das Programm des AustriaCon am Sonntag. Dafür war es interessant und prominent besetzt mit Uwe Anton und Andreas Eschbach.

Sonntagmorgen suchte ich mir gleich einen Platz ganz vorn, um den Con-Opener von Raimund Peter in voller Größe und Länge zu sehen. Am Tag zuvor hatte ich ziemlich weit hinten gesessen und nur wenig mitbekommen. Und natürlich war ich gespannt darauf was Uwe Anton  über die geplante Miniserie zu sagen hatte, die nächsten April starten soll. Roman Schleifer versuchte sein Möglichstes, Uwe eine Information zu entlocken. Aber der Autor blieb standhaft. Das einzige was die Zuschauer erfuhren, war, dass er sich noch für keines der dreißig Konzepte entschieden hat, das aber die Autoren für die Romane schon so gut wie feststehen. Und er konnte schon sagen, dass es keine Fortsetzung der »Stardust«-Reihe werden würde. Dabei warf er einen sehr selbstkritischen Blick auf »Stardust«, jene Miniserie die er vor zwei Jahren als Exposéautor betreut hatte.

Dem nächsten Programmpunkt hatte ich schon am Vortag entgegengefiebert – die Buchpräsentation von »Teufelsgold« von Andreas Eschbach. Moderator Roman hatte sich auch für diesen Autor bestens vorbereitet, in dem er per E-Mail und im Forum Fragen der Fans gesammelt hatte. So ergab sich ein lockeres Gespräch, dem ich fasziniert folgte. Ich bin nachhaltig beeindruckt, mit welcher Ruhe und Gelassenheit Andreas Eschbach auftrat und seinen Standpunkt mit wenigen Worten auf den Punkt bringt. Er erzählte, dass er die Storyidee viele Jahre mit sich herumschleppt, bevor er beginnt, sie als Exposé festzuhalten. So hatte er die Idee seines aktuellen Romans bereits vor zwanzig Jahren. Nach dem Gespräch signierte er noch Bücher und Heftromane.

Im Anschluss gab es eine Programmänderung, denn die ausgefallene Versteigerung musste nachgeholt werden, damit die Organisatoren des Con nicht auf Schulden sitzenblieben. Die Auktion zog sich hin, weil die Ehrengäste viele tolle und seltene Stücke beigesteuert hatten. Nach der Versteigerung sollte eigentlich das Panel von Roman und mir stattfinden. Mit jeder Minute die verging, war mir klar, dass das wohl nichts werden würde. Denn Norbert Frischauf stand schon bereit, um über seine Arbeit am CERN zu berichten. Ich machte Roman klar, dass ich nicht traurig sein würde, wenn wir den Programmpunkt streichen würden. Er kämpfte zwar ein bisschen mit sich, sah es aber dann ein. Das Publikum dagegen war sichtlich begeistert von dem Wissenschaftler. Ich behielt die Kartons am Stand im Auge, den wir bereits abgebaut hatten. Während das Team vom TCE ihren Programmpunkt absolvierte, verabschiedeten wir uns. Draußen war es kühler geworden und hatte es angefangen zu nieseln.

Wir wollten am Nachmittag unseren Besuch in Wien ganz Standesgemäß mit einem Cafébesuch krönen. Romans Freundin Iwi hatte uns vom Café »Aida« und den Kardinalschnitten erzählt und die müssten wir natürlich ausprobieren. Im Internet fanden wir schnell heraus, dass 500 Meter vom Hotel eine »Aida« Filiale ist und wir spazierten dorthin. Was soll ich sagen, das Torten- und Kuchenangebot war bombastisch. Wir probierten die Kardinalschnitten in zwei Varianten und fanden sie hervorragend. Weniger hervorragend entwickelte sich das Wetter. Auf dem Rückweg zum Hotel wurden wir ziemlich nass.

Am Abend trafen wir uns mit den verbliebenen Fans im Restaurant auf eine Pizza, bis uns eine lärmende Reisegruppe ins Zimmer vertrieb. Chillend ließen wir einen schönen AustriaCon ausklingen.

5 thoughts on “Teufelsgold und Kardinalschnitten

  1. Hoffentlich haben Organisatoren und Händler unterm Strich positiv abgeschnitten! Wo doch so viele Leser auf eBooks umsteigen/umgestiegen sind. Die Buchverkaufszahlen sinken und irgendwann wird dann kein Händler mehr einen ConStand mieten wollen/können. Und wie soll man dann noch eine Convention kostendeckend organisieren? :`-(

    1. Ich kann nur von der Fanzentrale sprechen, aber dem Umsatz nach, war der Con ein voller Erfolg. Sehr viele Fans kaufen die Publikationen aber auch aus reinem Sammlerzwecken. Die PR-Paper-Reihe zum Beispiel, da wird oftmals ein Bastelbogen zum basteln und einer zum ins Regalstellen gekauft.
      Problem ist die Vor- und Nachorganisation eines solchen Standes. Dafür muss man erstmal jemand finden.

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