Frustbewältigung und Fingerübung

Auf der Bahnfahrt am Donnerstagabend wollte ich eigentlich an meinem Geheimprojekt arbeiten. Aber ich habe seit ein paar Wochen so eine fixe Idee im Kopf, die mich nicht mehr losgelassen hat.

Ausgelöst durch den Dauerfrust beim Lesen meiner Lieblingsserie PERRY RHODAN NEO, musste ich irgendetwas dazu schreiben. Mir fiel ein, dass, wenn man schon so viele Menschen sterben lässt, man am Ende auch konsequent sein müsste. Deshalb schrieb ich ein fiktives Ende zur aktuellen Staffel und habe es ins PERRY RHODAN-Forum gestellt. Leider ist die Textformatierung dort nur rudimentär möglich. Somit präsentiere ich den Text auch noch mal an dieser Stelle.

Der Text diente auch als kleine Fingerübung. Da ich immer noch das große Problem habe, beim Schreiben zu viele Adjektive zu verwenden. Ziel der Übung war also mit so wenig Adjektiven und Adverbien auszukommen wie möglich. Das ist echt nicht einfach.

Spoiler NEO Band 1xx

Perry Rhodan verließ die Schleuse der Space Jet mit banger Erwartung. Die Stille, die ihn empfing, war so laut, dass es ihm in den Ohren schmerzte. Heißer Wind wirbelte eine Staubwolke auf, die ihm die Sicht nahm. Die Luft brannte in der Nase. Der Geruch erinnerte ihn an die Kammer in der High-School, in der die Chemikalien für den Chemieunterricht aufbewahrt wurden. Er hustete, während er sich vorantastete. Steinchen knirschten unter seinen Stiefeln, als er sich von der Jet entfernte. Nach und nach senkte sich der Staub und gab den Blick auf die trostloseste Landschaft frei, die er je gesehen hatte.
Nein! Das konnte, das durfte einfach nicht sein.
Terrania! Das Fanal der Zukunft, der Ort an dem die Menschheit zusammenwachsen sollte, war nur noch ein Trümmerfeld … nein, es war nicht einmal mal mehr das. Es war nur noch eine Ebene aus Geröll und Schutt. Kein Stein war auf dem anderen geblieben. Mit welcher Gewalt musste der Sturm gewütet haben, dass er die Stadt bis auf die Grundmauern geschleift hatte?
Er blickte nach oben. Das Gelb des Himmels erinnerte ihn an eine Giftbrühe. Das Sonnenlicht brach sich nur schwer den Weg durch die tiefhängenden Wolkenschichten.
Die Sonne, indirekt hatte sie Milliarden Menschen den Tod gebracht. Eigentlich waren die Sitarakh daran schuld, weil sie das Sonnenchasma angezapft hatten, um Halatium zu schürfen.
Das hätte nie geschehen dürfen. Ich hätte bleiben und es verhindern müssen, doch stattdessen …
Rhodan ging noch ein paar Schritte und sank dann auf die Knie. Sie waren zu spät gekommen. Die Modifikatoren der Sitarakh hatten die Erde verwüstet. Zuvor war ein Teil der Bevölkerung einen grausamen Tod durch Schlafentzug gestorben. Der Rest wurden von den Stürmen und Flutwellen dahingerafft und selbst die Solare Flotte, hatte sich nicht retten konnten. In einem Akt der Verzweiflung hatte Julian Tifflor versucht, Überlebende von Terra zu retten. Doch die Sitarakh schossen die Raumschiffe der Terraner eines nach dem anderen ab, bis es auch hier keine Überlebenden mehr gab.
Als die LESLIE POUNDER ins Sonnensystem zurückkehrte, fand sie kein menschliches Leben mehr vor. Selbst den Mars hatten die Fremden in eine Staubkugel ohne Atmosphäre verwandelt.
Der Anblick der Erde hatte Perry Rhodan das Herz gebrochen. Er war in eine Space Jet gestiegen, um sich Masmer Tronhk auszuliefern, nur damit die Sitarakh das Flaggschiff der Solaren Flotte ziehen ließen. Doch die Bestie dachte gar nicht daran. Im Gegenteil, die LESLIE POUNDER mit Rhodans Familie an Bord wurden von den Schiffen der Sitarakh unter Beschuss genommen.
Gucky teleportierte auf die Erdoberfläche zu Tronkh, um die Bestie mittels seiner telekinetischen Fähigkeiten aufzuhalten. Doch er schaffte es nicht. Es war Conrad Deringhouse, dem es gelang, Masmer Tronkh ein für alle Mal zu erledigen. Dafür opferte er das Flaggschiff, in dem er das Wrack in die Atmosphäre steuerte und es auf die Bestie stürzen ließ. Masmer Tronkh wurden unter Millionen Tonnen Stahl begraben. Ein Grab dem er nie wieder entkommen würde. Die Menschen hatten alles geopfert, damit die Bestie keiner Lebensform in der Milchstraße mehr Schaden zufügen konnte.
Jetzt war nur noch er übrig – Perry Rhodan, der letzte Mensch auf Erden. Er hatte alles verloren: Freunde, Familie, sein Volk und seine Heimat.
Das Antlitz der Erde war für immer verändert. Niemals wieder würde man vom Blauen Planeten sprechen. Die Atmosphäre und die Oberfläche bargen keinerlei Leben mehr, die Ozeane waren verdampft. Das Paradies hatte sich in die Hölle verwandelt.
Und es war seine Schuld … alles war seine Schuld.
Perry Rhodan schluckte. Er spürte Feuchtigkeit auf seinen Wangen. Nun war er der Letzte seiner Art und es fühlte sich schlimmer an als der Tod.
Wie konnte er mit einer solchen Schuld leben? Und überhaupt, wo sollte er hin? An welchem Ort der Galaxis würden ihn die Bilder des zerstörten Terrania nicht einholen? Er ahnte, dass er nirgendwo Ruhe finden konnte.
Seine Hand glitt durch den Sand. Er nahm ein wenig davon auf und ließ ihn durch die Finger rieseln. Asche zu Asche, Staub zu Staub – eine Zivilisation vernichtet und das Universum nahm keine Notiz davon.
Wieso hatte er geglaubt, dass die Liduuri ihn unterstützen würden? Ein Volk, das durch ihre eigenen Fehler dahin gerafft wurde. Er hatte nur Zeit verloren bei der Rekalibrierung der Weißen Welten, aber nichts gewonnen. Avandrina hatte ihn die ganze Zeit belogen. Die Liduuri waren nicht in der Lage die Menschen zu retten, sie waren ja nicht mal in der Lage, sich selbst zu retten. Wie hatte er nur so blind sein können? Wieso hatte er das nicht von Anfang an erkannt? So wie Atlan, der jetzt in den Trümmern der LESLIE POUNDER ruhte, zusammen mit Theta, den Offizieren und allen Mutanten. In der Zeit hätten sie die Sitarakh bekämpfen und die Erde womöglich retten können.
Die Wenigsten hatten verstanden, warum er den Liduuri den Vorzug gab und nicht an sich selbst und sein Volk dachte. Nun war ihm seine Selbstlosigkeit zum Verhängnis geworden.
»Nein!«, brüllte er in die Hitze, doch sein Ruf verhallte ungehört.
Seine Nase tropfte. Er wischte mit der Hand übers Gesicht und betrachtete den Streifen aus Blut auf seinem Handrücken. Die Atmosphäre verätzte seine Schleimhäute.
Er lachte. Er hätte den Helm schließen sollen. Doch wozu eigentlich? Alles war sinnlos geworden. Erneut entrang sich ein Lachen seiner Kehle.
Wie lächerlich diese Situation doch war. Er kniete auf der Oberfläche des Planeten, den er zerstört hatte. Jetzt begriff er, warum Callibso vor Jahren verhindern wollte, dass er zum Mond flog und somit keinen Kontakt zu den Arkoniden aufnehmen konnte. Hätte der Puppenspieler es doch nur geschafft, ihn aufzuhalten. Dann wäre die Erde zwar kein friedlicher Ort, mit perfekten Menschen, aber wenigstens wären diese Menschen noch am Leben. All jene die ihm vertraut hatten.
Seine Finger tasteten zum Gürtel, fanden das Objekt seiner Begierde und holten es hervor. Einen Augenblick wog er es in der Hand, gestattete sich einen Gedanken an seine Familie, die ebenfalls den Tod gefunden hatte, an Thomas und Natalie und an Thora, die Frau, die er über alles liebte.
Lächelnd hob er den Arm. Alles würde gut werden, bald.
Der Wind schickte Staubteufel über die Wüste. Die Wirbel tanzten schwerelos zwischen den Steinen. Das sah hübsch aus. Er blinzelte. Selbst die Hölle schien Sinn für Schönheit zu haben.
Sinn!
Plötzlich ergab alles einen Sinn und Perry Rhodan drückte ab …

*

»Och, Menno!«
»Verloren, verloren!« ANDROS warf die Figur auf dem Spieltisch um.
»Das war unfair. Solch eine Invasion konnten die Menschen nicht überleben.« ES fuhr sich durch das lange blonde Haar. »Du bist ein rücksichtsloser Bastard.«
ANDROS lehnte ich selbstzufrieden zurück. »Wo steht geschrieben, dass wir nachsichtig sind.«
»Mistkerl!« Sie verschränkte die Hände vor der Brust.
»Ach komm, wir spielen dieses Spiel schon eine Ewigkeit. Mal gewinnst du, mal ich.«
ES stieß wütend den Atem aus. »Musste es ausgerechnet dieses Universum sein, in dem du die Menschen auslöscht?«
»Dieses Universum oder ein anderes, was spielt das für eine Rolle. Im Grunde unterscheiden sie sich nicht sehr voneinander. Außerdem können wir jederzeit ein neues Universum machen.« ANDROS vollzog eine Geste, die sein Interesse an einer körperlichen Vereinigung ausdrückte.
»Das machst du immer so. Erst lässt du mich verlieren, um dann mit mir ins Bett zu hüpfen.«
»Und du gehst jedes Mal darauf ein.«
Sie schürzte die Lippen und sah beleidigt zur Seite.
ANDROS lachte. »Und schon hab ich dich!«
ES fuhr herum.
»Den Blick kenn ich.« Er griff nach ihrer Hand. »Komm schon!«
»Na gut, lass uns ein neues Universum machen!« Sie verzog die Lippen zu einem Lächeln, ergriff seine Hand und setzte sich auf seinen Schoß. »Vielleicht gibt es dort wieder einen Perry Rhodan.«
Seufzend schüttelte ANDROS den Kopf. »Ich frage mich, was du an dem Kerl findest. Nur weil er der Star im Universum von Onkel Thez ist, musst du ihn auch haben.«
»Er ist besonders!«, verteidigte ES.
ANDROS küsste sie auf die Wange. »Wenn du mich fragst, ich finde den Maddrax Typen viel cooler.«
Sie umfasste sein Gesicht mit beiden Händen. »Ich will aber einen Perry Rhodan. Also streng dich gefälligst an.« Dann steckte sie ihm die Zunge in den Mund.

Erneute Werbung für meinen Fanroman

Da habe ich mich doch mal gefreut. Im heute erschienenen PERRY RHODAN-Heftroman ist wieder eine Anzeige zu meiner FanEdition. Cool!

Und das solche Anzeigen tatsächlich etwas bringen, davon konnte ich mich in einem Gespräch mit dem Verantwortlichen des SpaceShop der PRFZ überzeugen. Solche Aktionen ziehen immer eine erhöhte Anzahl an Bestellungen nach sich.

Da freut sich das Autorenherz. Meines jedenfalls.

Vielen Dank von dieser Stelle an die PERRY RHODAN-Redaktion, die das möglich gemacht haben!

 

 

Fanfiction im Fokus

Quelle: Amazon

Ich hatte so meine Bedenken, als 2015 ein Buch herauskam, in dem es um Fanfiction geht. Unter dem Titel: »With Love Mary Sue – Das Phänomen Fanfiction« nehmen zwei Autorinnen das Thema Fanromane unter die Lupe. Konnte das gutgehen? Würden die schreibenden Fans auf eine angemessene Art und Weise gezeigt oder würde man uns Hobbyautoren wieder als verklärte Träumer abstempeln? Ich war mir nicht sicher, was ich davon halten sollte, deshalb ließ ich zunächst die Finger davon.

Auf der FedCon 2016 kaufte ich mir schließlich doch das Buch. Unteranderem deshalb, weil eine der Autorinnen vor Ort war und ich mit ihr einige Worte wechseln konnte. Sie erklärte mir, was sie mit dem Buch versuchen wollten; das sie für all die schreibenden Fans eine Lanze brechen wollten und zeigen, was Fanfiction bedeutet und warum es so beliebt ist. Zwischen den Feiertagen kam ich nun endlich dazu, dass Sachbuch zu lesen. Und tatsächlich, es ist eine sehr umfassende wissenschaftliche Abhandlung über Fanfiction im Allgemeinen und in Deutschland im Besonderen. Es kommen bekannte Autoren wie Andreas Eschbach, Tommy Krappweis oder Markus Heitz zu Wort aber auch PR-Chefredakteur Klaus N. Frick findet ein paar Worte, um Fanromane aus Sicht der PERRY RHODAN-Serie zu beleuchten.

Das alles ist gut und umfangreich recherchiert. Man bekommt einen Einblick von der Historie (auch Shakespeare hat Fanfiction geschrieben) über die Zeit der Fanzines, bis hin zu den heutigen Fanfiction-Foren im Internet. Wobei Letzteres ziemlich umfangreich am Beispiel der Seite Fanfiction.de abgehandelt wird. Stellenweise lesen sich die Fakten etwas trocken, da hätte ich mir mehr Lebendigkeit gewünscht. So wie Christian Humberg und Andrea Bottlinger das in ihrem Buch »Geek Pray Love« gemacht haben. Ich bin auch nicht immer einer Meinung mit den Autorinnen, was den persönlichen Umgang als schreibender Fan mit dem Objekt seiner Begierde, sprich der Serie, der Figur oder dem Schauspieler der Figur angeht. Auch der Kommentar, dass man sich irgendwann von der Fanfiction lösen und etwas eigenes schreiben sollte, mag für diejenigen gelten, die professionell schreiben wollen. Aber wie viele von den Fans wollen das schon. Für die meisten ist es ein erfüllendes Hobby, mehr nicht. Das empfand ich dann ein bisschen von oben herab. Aber im Großen und Ganzen ist das Buch sehr informativ und auch eingefleischte Fanfictionautoren wie ich, können daraus noch etwas lernen.

Besonders lesenswert fand ich den Gastbeitrag von Sol Deande, der Betreiberin des Star Wars Fanfiction Archivs sowie das Interview mit Betsy Rosenblatt vom Archive of Our Own über die rechtliche Situation von Fanfiction. Gerade das Rechtliche scheint auch in Deutschland nach wie vor eine Grauzone zu sein.

»With Love Mary Sue – Das Phänomen Fanfiction« stellte sich also nicht als ganz so schlimm heraus, wie von mir befürchtet und so kann ich das Buch nur jedem empfehlen, der sich intensiver mit Fanfiction und ihren Auswüchsen beschäftigen möchte.

Eines jedoch habe ich vermisst, bei all den Foren, die im Buch genannt wurden, tauchte in keiner Zeile das STAR TREK Fanfiction Archiv TrekNation auf. In dem es inzwischen immerhin fast genauso viele deutsche STAR TREK Geschichten gibt, wie bei Fanfiction.de und wo sich viele Autoren tummeln, die mit Fanfiction begonnen haben und heute professionell schreiben.

Das Sachbuch von Bettina Petrik und Stefanie Zurek erschien 2015 im Verlag in Farbe und Bunt und ist überall im Buchhandel erhältlich.

Überraschende Aufzeichnungen gefunden

tcai-cover_small
Copyright: Christina Hacker

In den letzten Tagen kramte ich viel in alten Sachen, zum einen weil ich etwas suchte, aber auch um mal auszumisten. Dabei stieß ich auf Dinge, die sich meiner Erinnerung längst entzogen hatten. So fand ich in einem zerfledderten Notizbuch einen Text, den ich Anfang der Neunziger mit Bleistift hineingekritzelt hatte. Wie sich herausstellte, gehören die Einträge zu meinem allerersten Roman, den ich geschrieben habe.

Das ist jetzt mehr als fünfundzwanzig Jahre her. Normalerweise beginnt man als Anfänger mit Kurzgeschichten und arbeitet sich dann voran. Ich stieg gleich mit einem Roman ein, was dann auch einige Zeit in Anspruch nahm. Bei den ersten Worten war ich 17 Jahre alt und als ich die Geschichte endlich zu Ende erzählt hatte bereits 20. Veröffentlicht wurde er aber erst 1996 als Star Trek Forum Produktion über einen Fanclub.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass es eine klassische Mary Sue-Story ist, wie sie viele Teenager schreiben. Aber davon abgesehen bin ich noch heute stolz darauf, dass ich so viel Durchhaltevermögen hatte, um das Projekt damals tatsächlich zu Ende zu bringen. Warum ich das geschafft habe, ist mir erst vorgestern aufgegangen. Und hier kommen wir wieder auf das Notizbuch zurück. Ich war ziemlich überrascht, als ich darin so eine Art Exposé zu dem Roman fand. Die Struktur und die Kapitel waren ausgearbeitet und der Inhalt jeder Szene mit einem oder zwei Sätzen beschrieben. Da war ich platt. Ich hatte tatsächlich ein Exposé geschrieben. Hätte man mich damals gefragt, was das ist, hätte ich die Frage nicht mal beantworten können, aber ich hatte instinktiv das Richtige getan.

Viel Feedback bekommt man als Hobbyautor in der Regel nicht, aber ich bin dennoch stolz darauf, dass es im Netz immer noch eine Rezension gibt. Diese Ehre wurde damals nicht vielen Hobbyautoren zu Teil. Vor allem weil die Kritik sowohl positives als auch negatives herausstellt. So findet der Rezensent, dass ich die die Action-Elemente ruhig noch etwas hätte ausbauen können und dass einige Reaktionen meiner Protagonistin überzogen wirken. Das stimmt natürlich und ich würde es heute nicht anders kritisieren. Dennoch erfreuen mich seine Worte noch heute: »Dieser Roman war das Erstlingswerk der Autorin. Respekt, Respekt ! Das Buch macht Appetit auf weitere Romane oder Stories von ihr. Christina Hacker kann mit Worten umgehen. Der Stil ist flüssig und die Figuren wirken lebendig. Auch die Story ist gut ausgedacht und hat einige überraschende Wendungen. Die Spannung entsteht mehr aus inneren Konflikten der Hauptpersonen als aus Phaserfeuer und Raumschlachten.«

Genauso war die Geschichte auch gedacht. Schön zu lesen, dass sie auch so beim Leser angekommen ist.

Inzwischen habe ich bereits vier Fortsetzungen zu der Geschichte geschrieben. Es ist also schon fast so etwas wie ein Epos entstanden. Alle Geschichten findet man als E-Books auf meiner E-Book-Seite.

Werbung für die FanEdition

fe_2883Während ich mich heute meinem derzeitigen Schreibprojekt gewidmet habe und dabei in einer zeitnahen Vergangenheit unterwegs war, machte ich heute Nachmittag in der Bahnhofsbuchhandlung eine überraschende Entdeckung aus der Zukunft.

Im aktuellen PERRY RHODAN-Heftroman der Erstauflage (Band 2883) ist eine Anzeige zur FanEdition 18 abgedruckt. Ich gebe zu, dass ich mit stolz geschwellter Brust aus der Bahnhofsbuchhandlung geschwebt bin.

Ich finde es schöne Geste von der PERRY RHODAN-Redaktion, die hoffentlich ein paar Käufer anlockt. Und vielleicht findet sich dann auch mal jemand, der die Geschichte rezensiert. Ob negative oder positive Kritik, ich freue mich über jede Rückmeldung zu »Am Abgrund der Unsterblichkeit«.

 

Travel Guide für exotisches Reiseziel

Quelle: Amazon
Quelle: Amazon

Einen Reiseführer der besonderen Art entdeckte ich dieser Tage bei Amazon.

Es handelt sich in diesem Fall um einen Reiseführer des Planeten Vulkan. Edel aufgemacht mit vielen farbigen Zeichnungen, ein paar netten Gimmicks und jeder Menge Infomaterial über die Kultur der Vulkanier und ihres Planeten. Es gibt sogar Landkarten zu Orten, die in der STAR TREK-Serie erwähnt oder sogar gezeigt wurden. Dazu kommen vulkanische Berühmtheiten zu Wort wie Spock, Saavik, T’Pau, T’Pol und Tuvok. Es gibt Tipps zu Übernachtung und Gastronomie genauso wie zu Sehenswürdigkeiten und Naturwundern. Witzig sind Verhaltensratgeber wie: Was tut man, wenn man ungewollt ein Katra (Seele) übertragen bekommt oder in ein vulkanisches Hochzeitsritual verwickelt wird? Nützliche Dinge, die man durchaus auf Vulkan gebrauchen kann.

Für Vulkan Fans ist der Reiseführer ein unbedingtes Muss, aber auch für Hobbyautoren ist er nicht uninteressant, weil sich darin, jede Menge verwertbares Infomaterial für Geschichten befindet.

Allein die Tatsache, das es diesen Reiseführer jetzt gibt, ärgert mich ein bisschen. Denn vor gut zehn Jahren begann ich, für meinen Roman »Suraks Erben« umfangreiches Datenmaterial zu sammeln, das ich anschließend in einem Reiseführer verarbeiten wollte.  Ich habe das Projekt in zwei Jahren auch ziemlich weit gebracht, bis ich krankheitsbedingt keinen Antrieb mehr hatte, damit weiterzumachen. Ich schloss zwar den Roman ab, aber der Reiseführer blieb auf der Strecke. Megabytes an Daten schlummern noch irgendwo auf einer der vielen Festplatten und warten darauf gehoben zu werden. Weil ich damals sehr gründlich recherchiert habe und sowohl Kapitel über Flora & Fauna, als auch über Gesellschaft, Politik, Kultur und Medizin angelegt habe. Dazu umfangreiches Bildmaterial. Aber weil ich niemals dachte, dass irgendjemand auf die Idee käme, einen Reiseführer über Vulkan zu machen, habe ich das Projekt nicht mit der notwendigen Inbrunst vorangetrieben. Und wie heißt es so schön: wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Nun war jemand schneller. Ärgerlich, aber nicht zu ändern. Spannend finde ich ja, dass im Quellenverzeichnis einige der Publikationen und Quellen angegeben sind, die auch ich genutzt habe.

Ach ja, der Reiseführer ist in englischer Sprache, erschien bei Insight Editions und kann bei allen Onlinehändlern und im Buchhandel unter der ISBN: 978-1-60887-520-7 bestellt werden.

Bundesakademie 2017

progwb2017Das Programm der Bundesakademie für kulturelle Bildung trudelte vergangene Woche bei mir ein. Dieses Mal in dezentem Türkis gehalten.

Inzwischen habe ich mich auch durch das umfangreiche Angebot gelesen. Wenn Wolfenbüttel nicht so weit von mir entfernt wäre, würde ich ja glatt mehrmals im Jahr dorthin fahren. Aber bei neun Stunden Anfahrt muss ich schon sehr genau überlegen, woran ich teilnehmen möchte. So habe ich mir zumindest schon mal den Termin fürs Romanseminar vorgemerkt.

Allerdings veranstaltet die BA im nächsten Jahr noch eine ganz besondere Tagung. Und die finde ich ebenfalls sehr reizvoll. Sie trägt den schönen Namen »Danke, Jesus!« und beschäftigt sich mit dem Werk von Andreas Eschbach. Da bin ich ja glatt versucht, mich anzumelden.

Sehen wir mal, vielleicht klappt es ja!

Zines

Den Begriff Fanzine las ich zum ersten Mal in einer Anzeige des STCE (Star Trek Central Europe), in der der Club Werbung für sein Fanzine »Trekworld« machte. Das war Anfang der neunziger Jahre. Selbst zu diesem Zeitpunkt gab es Fanzines schon ewig. Ich hatte nur noch nichts davon gehört. Später arbeitete ich selbst an einem Fanzine mit, der »Starbase« dem Clubmagazin des ST-Forum.

Ein Fanzine ist eine von Fans erstellte, meist im A5-Format vervielfältigte, Zeitung. Ich kannte Fanszines nur aus dem SF- und Fantasygenre. Das es sie auch in anderen Bereichen gab/gibt, erfuhr ich erst vor ein paar Jahren. Damals hörte ich auch zum ersten Mal den Begriff Egozine.

Ein Egozine ist nichts anderes, als der Vorgänger eines Blogs. Es wird von einer Person gemacht und richtet sich an dessen Freunde und interessierte Leser. In dem Zine pflegt der Hersteller sein Ego in dem er Reiseberichte, kurze Geschichten, Rezensionen oder allerlei andere Sachen veröffentlicht. Nichts anderes, als was wir Blogger täglich tun, nur viel viel mühevoller, weil so ein kleines Heft zu layouten, selbst heute noch viel Arbeit macht. Wie schwer das vor zwanzig Jahren gewesen sein muss, wage ich mir heute gar nicht mehr vorzustellen.

Wenn ich mir überlege, ich wäre schon vor zwanzig Jahren darauf gestoßen, hätte mir so ein Egozine, glaube ich, auch viel Spaß gemacht. Aber da es mit meinem Ego nie so weit her war, hätte ich mir das wahrscheinlich gar nicht getraut. Schade eigentlich!

BuchmesseCon Dreieich 2016

Ich war gespannt. Hatte ich doch schon so viel über den legendären BuchmesseCon in Dreieich gehört und gelesen. Und da eine Freundin ganz in der Nähe wohnt, nutzte ich die Gelegenheit der Traditionsveranstaltung einen Besuch abzustatten.

Das Bürgerhaus in Dreieich war schnell gefunden, ein Parkplatz dagegen eher schwieriger, vor allem wenn man erst am Nachmittag dort aufschlägt.
Im Foyer bezahlten wir unseren Eintritt und nahmen die obligatorische Contüte in Empfang. Ich hatte mich noch nicht gedreht, als ich schon von einer befreundeten Autorin begrüßt wurde, die ich aus Wolfenbüttel kannte. Gleich darauf stand eine Foristin aus dem PR-Forum vor mir. Kaum einen Schritt weiter, kam mir ein Fan entgegen, mit dem ich vor mehr als zwanzig Jahren zur Premiere von STAR TREK »Generations« in Berlin gewesen war, der sich aber nur noch dunkel an mich erinnerte.

Ich hatte die Treppe zum Foyer erglommen, da traf ich schon die nächsten Bekannten. Nach einer herzlichen Begrüßung, schlenderten wir erstmal zwischen den Ständen hindurch und bewunderten die Vielzahl der anwesenden Verlage und deren Publikationen. Während wir uns mit einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen stärkten, kamen weitere Freunde und Bekannte vorbei. Jedesmal gab es ein großes Hallo und viele interessante Gespräche. So flog der Nachmittag an mir vorüber, ohne das ich mir eine der Lesungen anhören konnte. Ich stand mit staunendem Blick herum und plauderte, lernte Personen kennen, von denen ich bisher nur gehört, oder mit denen ich telefoniert bzw. E-Mails ausgetauscht hatte und knüpfte neue Kontakte. Besonders gefreut, hat mich das Zusammentreffen mit Oliver Plaschka, der immer sehr rührig in meinem Blog die Rezensionen zu seinen NEO-Romanen kommentiert. Überrascht und gefreut hat mich auch das Zusammentreffen mit Michael Haitel, der für die FanEdition der PRFZ verantwortlich ist. An dieser Stelle gleich mal ein Hinweis, ihm liegen bereits Manuskripte für die FanEdition bis 2019 vor.
Einzig Hermann Ritter, den ich gern mal persönlich kennengelernt hätte, ging mir an diesem Nachmittag durch die Lappen.

Später plauderte ich vor dem Stand vom Verlag »in Farbe und Bunt« noch mit Kai Hirdt und Madeleine Puljic, im Foyer mit Verena Themsen. Gemeinsam warteten wir auf das Verlags-Panel der PERRY RHODAN Redaktion, dass um 18 Uhr beginnen sollte. Kurz vor Sechs nahm ich meinen Platz im Holodeck 4 ein und wunderte mich, dass der Raum nicht voll wurde. Ein Blick auf das Programm zeigte, dass im Nachbarraum Bernd Perplies und Christian Humberg aus ihrer Romanserie STAR TREK »Prometheus« lasen. Diese Parallelität fand ich etwas unglücklich, weil ich mir das auch gern angehört hätte. Doch das Perry-Panel wollte ich unter keinen Umständen verpassen.

Klaus N. Frick übernahm die Moderation. Am Tisch saßen außerdem Verena Themsen, Kai Hirdt und Neuling Madleine Puljic. Nach der Vorstellungsrunde hatte der PR-Chefredakteur einige Fragen vorbereitet, die er den Autorinnen und dem Autor stellte. Hauptsächlich ging es um das neue Taschenbuch »Die falsche Welt«, das die Heftromane 2812-2815 enthält und gerade bei Bastei-Lübbe erschienen ist. Klaus N. Frick erklärte, dass der Verlag mit Taschenbüchern mit abgeschlossenen Handlungen versuchen will, ehemalige Leser in die Serie zurückzuholen.

»Überallzugleichschreiber« Kai Hirdt sprach über die Fortsetzung der Comic-Reihe und nannte mit dem 23. Januar sogar ein voraussichtliches Erscheinungsdatum, an dem die PERRY RHODAN Comics in die zweite Runde gehen werden. Er verriet an dieser Stelle auch einen Spoiler. Er sorgt in der Geschichte nämlich dafür, dass das Dimesextatriebwerk der SOL zerstört wird und schafft damit eine Erklärung, warum die SOL mehr als vierzig Jahre braucht, um in die Milchstrasse zurückzukehren.

Die Wienerin Madeleine Puljic sprach vor allem über ihre Arbeit mit Kai Hirdt am NEO Roman »Das Cortico-Syndrom«, der in zwei Wochen erscheinen wird.

Im Anschluss stellten die anwesenden Fans Fragen. Im Blickpunkt stand vor allem der vergangene Zyklus der EA, wobei sich hier die Lager zwischen Begeisterung und Ablehnung die Waage hielten. Es gab Fragen zur kommenden Miniserie und Klaus N. Frick machte allen bewusst, dass zur Zeit fünf PERRY RHODAN Serien in Bearbeitung sind: EA, NEO, »Jupiter«, »Trivid« und die für Frühjahr geplante Miniserie.

Punkt 19 Uhr war das Panel beendet. Ich drehte noch eine Verabschiedungsrunde, bevor mich mein Chauffeur vor der Tür des Bürgerhauses abholte.

Ich fand den Tag in Dreieich sehr bereichernd, nicht nur wegen der fruchtbaren Gespräche, sondern auch wegen der vielen Eindrücke, die ich gewonnen habe. Das einzige war, dass ich anschließend kaum noch einen Ton herausbrachte. Nun, das kommt davon, wenn man gefühlte vier Stunden am Stück redet.
Eines ist aber ganz sicher: ich versuche im nächsten Jahr wiederzukommen.

Verena Themsen & Klaus N. Frick
Verena Themsen & Klaus N. Frick
Kai Hirdt & Madeleine Puljic
Kai Hirdt & Madeleine Puljic

Im Licht der Öffentlichkeit

Jetzt hätte ich es doch beinahe vergessen von der aufregendsten Begebenheit am Rande des Austria Con zu erzählen.

Seit der Veröffentlichung meines Fanromans und auch schon davor, werde ich mit vielen neuen Dingen konfrontiert, die für mich manchmal ziemlich verstörend sind.

Auf dem AustriaCon war das besonders zu spüren. Da waren Menschen, die mich interviewt haben, wildfremde Leute kamen auf mich zu, um mir zu gratulieren, oder wollten ein Buch signiert haben. Das war einerseits sehr schmeichelhaft, andererseits bin ich sowas nicht gewohnt. Und so fühlte sich so manche Begebenheit befremdlich an. In genau diese Kategorie fällt auch das Erlebnis, das ich in einem Wiener Zeitungskiosk (auch Trafik genannt) machte.

Da wir schon am Donnerstagvormittag anreisten, konnte ich in der Bahnhofsbuchhandlung in Traunstein nicht im aktuellen PERRY RHODAN-Heft der EA nachsehen, ob eventuell die Clubnachrichten drin sind. Deshalb holte ich das am Freitag in Wien nach.
Ich nahm also das PR-Heft 2876 aus dem Regal und blätterte es von hinten bis zur Mitte durch. Da sprang mir das Cover meiner FanEdition im PERRY RHODAN-Report entgegen.

Aha, dachte ich, das ist Roman Schleifers Bericht über unser Schreibcoaching. Ich kannte den Text, da ich ihn schon im August vorab zu lesen bekommen hatte. Roman und ich hatten uns kurz darüber abgestimmt. Damals sollte ich noch ein Foto liefern, wie ich vor dem Computer sitze und schreibe. Eigentlich wollte ich das nicht, aber folgsam wie ich bin, ließ ich mich von meinem Mann ablichten. Zum Glück achtete ich darauf, dass ich einigermaßen vernünftig aussah. Auch wenn ich wusste, dass die Fotos im Report nur klein und nur in SW abgedruckt werden. Es würde mich sowieso keiner erkennen, sagte ich mir.

Nun fand ich im Artikel nur das Cover meines Fanromans und war erleichtert, dass mein Bild offenbar doch nicht veröffentlicht wurde. Nichtsahnend blätterte ich nach vorn. Als mein Blick schließlich auf die Titelseite des PR-Reports fiel, wurde mir ganz anders


Da war ich. Formatfüllend!

Der Schreck, der mir in diesem Moment in alle Glieder fuhr, war so groß, dass ich das Heft sofort zuklappte und zurück ins Regal legte. Nachdem ich den Kiosk verlassen hatte, musste ich tief durchatmen. Mein Mann fand das sehr amüsant. Kunststück, es war ja auch nicht sein Gesicht, das in einem Romanheft mit einer Auflage von 80.000 Stück abgebildet war sowie die Tatsache, dass jetzt jeder Fan zu meinem Namen auch ein Gesicht hatte.

Am Abend erzählte ich die Geschichte meinen Eltern und sagte ihnen, dass sie mal in den Zeitungskiosk gehen sollten. Am nächsten Tag berichtete mir mein Vater, er habe von den letzten drei Heftromanen zwei gekauft. Und anschließend jedem Bekannten, den er in der Fußgängerzone traf, mein Bild gezeigt und gesagt, dass er jetzt einen Schriftsteller in der Familie hat.

image