Eine große und eine klein Tasche

Neues von der Kamihimo-Front: Ich war nicht untätig und habe zwei neue Taschen geflochten.

In die große Tasche habe ich einiges an Arbeit investiert. Der Grundkörper ging zwar schnell, aber die kleinen gelben und roten Stränge einzuflechten, war eine herausfordernde und eine echte Geduldsprobe. Weil das alles sehr eng und fest geflochten wurde, gingen die Streifen manchmal nicht gleich durch. Aber das Ergebnis überzeugt. Mit 30 Zentimeter Breite und 28 Zentimeter Höhe ist die Tasche recht groß ausgefallen. Für die Henkel habe ich auf Leder genommen. Ich hätte sie auch aus Kamihimo-Band machen können, finde aber, das wäre zu viel gewesen. So ist der Henkel eher schlicht und das Muster wird besser betont.

Die kleine Tasche habe ich an einem Tag gemacht. Die geht sehr einfach und sieht durch das bunte Band trotzdem sehr schick aus. Sie ist nur zwei Drittel so groß, wie die große Tasche, hat dafür aber Henkel aus Kamihimo. Wer genau hinguckt, kann erahnen, dass das Band die amerikanische Flagge darstellen soll. Das ist zwar momentan nicht gerade der richtige Zeitpunkt, aber das konnten die Hersteller des Kamihimobandes in Japan nicht voraussehen. Ich hatte das Band auch schon zwei Jahre hier rumliegen.

Hier noch ein paar weitere Fotos von den beiden Taschen:

Edle Taschen in Schwarz

Nachdem ich nun keine Taschen mehr auf Vorrat habe, musste ich ran und Neue produzieren. Zuerst arbeitete ich den Auftrag ab, den ich bekommen hatte. Jemand wollte so eine Clutch wie ich sie schon mal gemacht hatte, nur halt in schwarz. Die ging relativ zügig und problemlos. Beim zweiten Mal tut man sich immer leichter. Ich hatte die Tasche diese Woche mal mit auf Arbeit genommen und die Kollegen hätten sie mir fast aus den Händen gerissen. Jedenfalls habe ich das gute Stück gestern ausgeliefert. Die Käuferin war ganz begeistert.

 

 

Weil ich so viel Material von der Clutch übrig hatte, habe ich mir ein Muster rausgesucht, was mich schon lange gereizt hat. Wie ich zu den Mustern komme? Ich brauche meistens nur ein oder zwei Bilder von einer Tasche, dann weiß ich genau, wie man sie herstellt. Es gibt in Japan Plattformen wie Etsy, bei denen Leute ihre Taschen zum Verkauf anbieten. Da stöbere ich hin und wieder mal und hole mir Inspirationen. Meist variiere ich die Muster dann, wähle eine andere Form oder Farbe oder verändere die Größe.

Bei der Tasche war es ähnlich. Hier habe ich die Form etwas angepasst und die Tasche höher gemacht, als beim Originalmuster. Außerdem hat meine diese kurvige Form, die ein bisschen an eine Taille erinnert. Das kniffligste war der Deckel. Da mussten die Stränge genau aneinander passen, so dass er sich dann problemlos hochklappen lässt. Als Henkel habe ich gemustertes Leder genommen, das passte am besten dazu. Und weil ich mir für die Clutch diverse Verschlüsse bestellt habe, konnte ich einen davon gleich verwenden.

Ich finde, sie schaut richtig gut aus.


Kamihimo-Konditorei zum Zweiten

Ich habe wieder Törtchen gebastelt – ich habe ja sonst nichts besseres zu tun. Zwinker!

Aber ich empfinde diese Tätigkeit nunmal als äußerst befriedigend, obwohl sie viel Geduld erfordert. Vielleicht gerade deswegen. Die Idee mit der Fimo-Dekoration gefällt mir immer besser. Auch wenn ich inzwischen herausgefunden habe, wie man Miniatur-OREO-Kekse aus Kamihimo macht.

Ganz großer Vorteil der Minuaturtörtchen: Beim Basteln leert sich meine Restekiste, da man nicht sehr viel Material benötigt. Passend dazu habe ich noch weitere Regale gebastelt, um die Törtchen entsprechend zu präsentieren.

Hochzeitstorten aus Kamihimo

Während ich die Törtchen gemacht habe, kam mir die Idee einer mehrstöckigen Hochzeitstorte. Und siehe da, ich habe unterschiedlich große Dosen in meiner Sammlung gefunden, mit denen ich das realisieren konnte. Zudem lagen jetzt schon seit Jahren kleine Fimo-Röschen herum, die hatte ich mal für ein Perlentörtchen gekauft. Die eigneten sich natürlich super als Dekoration.

Schaut zum Anbeißen aus, nicht wahr.

Kamihimo-Konditorei

Ich bin ganz aus dem Häuschen. Ich hatte nämlich eine grandiose Idee, die ich am Wochenende und auch schon letzte Woche umgesetzt habe. Ich musste einfach. Dafür habe ich alles stehen und liegen lassen, auch diesen Blog. Ich habe nämlich mein Faible für Miniaturtörtchen mit Kamihimo verknüpft. Herausgekommen ist was ganz »großartiges« Kleines. Als ich die Törtchen heute auf Arbeit meinen Kollegen gezeigt habe, hätten sie sie mir beinahe aus den Händen gerissen. Aber die sind so schön, die will ich noch nicht hergeben. Vielleicht später mal. Ich bin ja auch noch nicht fertig. Ich habe noch welche in Arbeit und Grundmaterial habe ich auch noch genug.

Da bestätigt sich mal wieder, dass man nichts wegwerfen sollte, weil man es nochmal gebrauchen kann. So habe ich von meinen Perlenarbeiten viele kleine Plastikdöschen herumliegen, eine ganze Kiste voll. Die habe ich als Grundlage genommen und mit Kamihimo umwickelt. Dazu sind drei Arbeitsschritte notwendig. Erst mit Papier bekleben, damit das Kamihimo besser hält. Anschließend den Boden und den Deckel mit Kamihimo bekleben sowie die Seite der unteren Dosenhälfte, damit die beiden Dosenhälften gerade abschließen. Im dritten Schritt werden dann die Seiten beklebt.

Zum Schluss, und das macht am meisten Spaß, wird das Törtchen noch dekoriert. Wie durch Zufall hatte ich unlängst beim Tedi kleine Fimo-Früchte gekauft. Die nimmt man z. B. als Nagelschmuck her. Die kleinen Kiwi und Zitronenscheiben eignen sich hervorragend als Dekoration. Aber auch ausgestanztes Kamihimo Konfetti kann man nutzen. Dazu loche ich mit meiner Crop-A-Dile-Zange kleine runde Blättchen aus dem Band und belege damit den Deckel der Dose.

Das beste ist, man braucht dafür nicht viel Material. Da ich sehr viele Reste herumliegen habe, konnte ich aus dem Vollen schöpfen und vieles wieder verwerten. Ich schmeiße die Reste nicht weg, dafür ist mir das Kamihimo-Band zu schade, selbst wenn ich es recht günstig aus Japan beziehe. Schön ist, dass hier bei den Törtchen die mehrfarbigen Kamihimo-Bänder so richtig zur Geltung kommen.

Edle Handtasche und ein luftiges Körbchen

Da hat mich die Frau aus dem Geschäft, in dem ich meine Taschen anbiete, doch glatt auf eine Idee gebracht. Sie zeigte mir ein italienisches Label das sündhaft teuere Handtaschen herstellt. Die kosten ab 4000 Euro aufwärts und sind aus Leder. Von der Machart sehen sie aber so ähnlich aus, wie mit Kamihimo geflochten. Sie meinte, dass könnte ich doch auch. Also habe ich es ausprobiert. Das Ergebnis sieht man hier. Wobei das Muster für mich nicht herausfordernd genug ist. Den Verschluss und die Kette habe ich gekauft. Heutzutage gibt es alles, was man sich vorstellen kann und noch mehr.

Nebenstehendes Körbchen habe ich auf einer Abbildung gesehen und fand es sehr ansprechend. Zwar hatte ich schon mal sowas ähnliches gemacht, aber es hat dennoch ein bisschen gedauert, bis ich die Flechtreihenfolge hinbekommen habe. Wichtig ist, es hat funktioniert. Das Verkleben der Enden war ebenfalls recht herausfordernd. Man könnte es sich auch als Schmuck an die Wand hängen.

Und dann hat letzte Woche ein Kollege geheiratet. Wir haben dann gesammelt und ich habe aus den Geldscheinen kleine Herzchen gefaltet und auf Herzpralinen geklebt. Das ganze kam dann in ein Herzkörbchen aus Kamihimo. Das ist sehr einfach herzustellen, sieht aber wertvoll aus und der Kollege hat sich sehr gefreut, als ich es ihm heute überreicht habe.

Die neuesten Schmuckstücke aus der Kamihimo-Werkstatt

Wie ich ja schon geschrieben hatte, muss ich neue Sachen produzieren, weil ich in den letzten Wochen einiges losgeworden bin. Außerdem habe ich endlich die 2-Faktor-Authentifizierung bei Amazon-Japan geknackt. Ich konnte mich eine Weile nicht einloggen, weil die E-Mails mit dem PIN-Code zu lange unterwegs waren, um sie rechtzeitig einzugeben. Offenbar hat man das Problem jetzt gelöst und ich konnte wieder Material bestellen. Nicht, dass ich keins mehr hatte, aber ein paar Farben fehlten mir dann doch und dann gab es beim Anbieter auch noch einiges an Rabatt. Da ist dann mitunter der Transport teurer als das, was man bestellt. Ich habe deshalb noch ein paar Magazine über Kamihimo mitbestellt. Da sind tolle Ideen drin.

Langer Rede kurzer Sinn, ich war wieder fleißig und habe nebenher einiges an übriggebliebenem Material aufgebraucht. Zum Beispiel für den Papierkorb. Da waren von den vorherigen Körben viele schmale Bänder übrig und so habe ich mir einen Papierkorb geflochten. Der gefällt mir so gut, dass ich den behalten werde. Das orange mit dem gestreiften Band gibt einen tollen optischen Effekt. Und ich habe für den Boden ein neues Muster ausprobiert, bei dem ich lernen musste, dass Symmetrie nicht bedeutet, ein symmetrisches Grundgerüst mit einer geraden Anzahl an Streifen haben zu müssen, damit am Ende ein symmetrisches Muster entsteht.

Die Frau, die für mich die Sachen in ihrem Laden verkauft, brachte mich auf eine Idee für eine kleine Handtasche. Die ist noch nicht komplett fertig, weil mir noch der Verschluss fehlt. Dafür habe ich die Reste genutzt, um eine weitere größere Tasche zu flechten. Etwas ähnliches habe ich schon mal gemacht, dieses Mal habe ich aber edlere Farben gewählt und die fertige Tasche noch mit einem Einlegeboden, Füßen und edlen Henkeln gepimpt. Sieht auch edel aus. Rosa und Schwarz passen einfach perfekt zueinander.

Das sieht man auch am dritten Stück. Das Körbchen entstand aus den Abfällen der Tasche. Etwas ähnliches hatte ich schon mal gemacht und das hat sich sofort verkauft. Ich denke, dass wird auch in diesem Fall schnell weggehen. Inzwischen bin ich geübt und brauche auch nicht lange dafür.

Die nächsten Projekte sind schon am werden und ich habe noch einiges auf der To-Do-Liste stehen.

Taschenproduktion ankurbeln

Man merkt das Sommer ist und sich viele Touristen in Waging tummeln, nicht nur an den überfüllten und teils leergekauften Supermärkten und den vollen Cafés. Ich merke es daran, dass ich in den vergangenen Wochen mehr Taschen verkaufen konnte, als im ganzen letzten Jahr. Die Dame aus dem Laden, bei der ich die Taschen auf Kommission anbiete, hatte mich letzte Woche darauf aufmerksam gemacht. Da habe ich gleich wieder einen Schwung hingeschafft.

Jetzt muss ich mich ranhalten und wieder neue Projekte angehen. Den Anfang macht eine spezielle Kreation. Das Körbchen ist eine Abwandlung von meinem letzten Projekt. Meine Eltern haben so etwas ähnliches aus Weidengeflecht. Das ist ein bisschen größer und man kann Flaschen reinstellen. Flaschen würde ich in meinen Korb jetzt nicht tun, aber Getränkedosen oder eine Weinflasche sind gut möglich. Der Henkel ist nicht so starr, wie ich das gern gehabt hätte, aber fest genug. Wenn ich das wieder mache, werde ich zwei Holzstäbe mit einflechten.

Dann hatte ich noch ein paar größere Nadelkissen gemacht und mit einer Filzblüte gefüllt, die ich beim Rossmann entdeckt hatte. Mal sehen, ob sich dafür ein Käufer findet. Alternativ kann man die Filzteile herausnehmen und das Körbchen für allerlei Kleinteile verwenden. Sieht jedenfalls nett aus, finde ich.

Und das hier ist meine neueste Kreation. Das Muster ist komplett neu und ich musste erstmal experimentieren, wie es funktioniert. Ich habe zuerst ein Quadrat gemacht und es anschließend schräg gestellt und die Seiten hochgeklappt. Leider waren dann einige Bänder zu kurz und ich musst viel anstückeln. Das hat Zeit und Mühe gekostet. Es ist nicht ganz perfekt geworden, aber sieht nicht schlecht aus. Ich werde demnächst eine Tasche mit dem Muster machen, aber nicht schräg, sondern erstmal nur gerade. Zunächst muss ich aber die Längen der Bänder ausrechnen. Ich finde das den spannendsten Teil beim Kamihimo, das Austüfteln der Projekte.

Gesammelte Kamihimo Projekte

Ist es tatsächlich schon ein halbes Jahr her, seit ich hier das letzte Mal etwas über meine Kamihimoprojekte gepostet habe? Dann wird es Zeit für eine Werkschau aus den vergangenen Monaten.

Los gehts mit einem Körbchen, das ich jetzt schon zum dritten Mal gemacht habe. Anfangs hat mich das Muster richtiggehend geärgert, inzwischen komme ich immer besser damit klar. Es sieht auch immer perfekter aus. Zumindest habe ich durch die erneute Produktion endlich die korrekten Längen und Maße der Kamihimobänder notieren können. Ich sollte das immer gleich machen.

Da sich von den vergangenen Projekten so viel Restmaterial angesammelt hatte, wollte ich mal etwas Kleines machen, bei dem ich die Reste aufbrauchen kann. Dann fiel mir mein etwas zerzaustes Nadelkissen in die Hände und die Idee war geboren. Kleine Körbchen für Nadelkissen. Den Stoff habe ich mit einem Stempel verziert und mit einem Filzboden ausgestattet. Gefüllt wurden die Stoffkugeln mit Füllwatte. Beides lässt sich übrigens trennen. Sprich, man könnte die kleinen Körbchen auch anderweitig verwenden.

Vor dem Urlaub fiel mir das Muster eines kleinen Körbchens in die Hände, das ich unbedingt ausprobieren wollte. Es ging fix von der Hand, wenn man mal die Reihenfolge der geflochtenen Stränge in den Griff bekommen hat. Ich habs gleich mit in den Urlaub genommen, falls es im Hotel keine Brotkörbchen gibt. Macht sich super dafür.

Da ich jetzt so viele mehrfarbige Kamihimobänder habe, sollen die auch verarbeitet werden und möglichst dabei gut zur Geltung kommen. Wobei ich auch immer schaue, dass ich nicht immer die gleichen Taschenmuster hernehme und auch hier immer mal was neues probiere. Das längliche Körbchen mit den gestreiften Bändern macht sich sehr schön. Es wurde auch schon von alles Seiten bewundert. Es ist im übrigen super stabil, durch den Zusammengeflochtenen Griff. Ein weiteres ist schon in Arbeit.

Rosenkamihimo

Nachdem sich die Tasche mit dem Rosenmuster so schnell verkauft hat und immer wieder nachgefragt wurde, ob ich wieder so was machen könnte, habe ich mich hingesetzt und jede Menge Rosen geflochten. Aber dieses Mal nicht auf Taschen, sondern auf Körbchen, weil die sich leichter verkaufen lassen. Hinzugekommen sind noch zwei Taschentuchboxen, ebenfalls im Rosen-Design.