Hochgefühl

Am gestrigen Abend überkam mich ein Glücksgefühl nach dem anderen, deshalb scheine ich heute den ganzen Tag an der Decke zu schweben. Ich hoffe, das hält noch etwas an, bevor mich die Realität wieder gnadenlos auf den Boden zurückholt.

Angefangen hat es damit, dass ich am Hauptbahnhof schnell noch das neueste Perry Rhodan Heft gekauft habe, bevor ich mich auf den langen Weg nach Thüringen machte. Schon beim Durchblättern des Heftes bin ich im Laden fast aus den Latschen gekippt, wie man so schön sagt.
Da stand sie – schwarz auf weiß – eine Anzeige zu meiner FanEdition. Ich war platt. Dann schoss mir der Gedanke durch den Kopf, dass die Heftromane eine Auflage von etwa 80.000 Stück haben, und das dort jetzt überall mein Name steht. Spätestens da bekam ich weiche Knie.
Später im Zug las ich auf der Leserkontaktseite auch noch den Bericht bzw. das Interview zur PRFZ, in dem nochmals Werbung für meinen Roman gemacht wurde. Ich war hin und weg.
An alle Verantwortlichen der PRFZ und der Perry Rhodan-Redaktion: Leute ihr seid Spitze.

Als ich dann am späten Abend meine E-Mails gelesen habe, traf es mich erneut: Klaus N. Frick, Chefredakteur bei Perry Rhodan, bespricht in seinem Blog meine Rezension zu seinem „Chaos en France“.
Ganz ehrlich – besser kann ein Tag nicht zu Ende gehen.

Bei so viel Ehre kriege ich fast schon wieder ein schlechtes Gewissen.

AnzeigeAch, und das in dem Heft ein Druckfehler steckt (in der Überschrift auf der dritten Seite), ist mir vor lauter Aufregung entgangen.

Atlan ist zurück

PR2779Ich bin ein wenig ratlos, nachdem ich gestern Abend die Heftroman-Triologie von Michael Marcus Thurner (MMT) fertig gelesen habe. Die PR-Hefte 2777-2779 beschäftigen sich mit der Suche nach Atlan. Der von vielen Fans heißgeliebte Arkonide, ist seit Heft 2599 nicht mehr in der Erstausgabe (EA) aufgetaucht und seine Rückkehr wurde sehnsüchtig erwartet. Doch sowohl die Suche nach ihm, als auch sein Auftauchen auf Wanderer, das in den Romanen von MMT beschrieben wird, können mich irgendwie nicht vom Hocker reißen. Inzwischen glaube ich auch zu wissen, warum. Es ist nicht, dass ich mehr erwartet hätte, es liegt wohl eher am Zuviel, dass mir als Leser hier zugemutet wird.

MMT’s Romane zeichnen sich durch eine überbordende Kreativität aus. Egal ob er Charaktere, Völker, Technik oder Umwelt beschreibt, alles sprüht vor unglaublichen Einfällen. Der Mann scheint eine unbändige Phantasie zu besitzen. Wenn es da nicht einen Haken gäbe. Durch die Vielzahl an kreativen Ideen geht etwas Entscheidendes verloren, nämlich der Kern der Geschichte. Statt die Zyklusinterne Handlung voranzutreiben, scheint man auf der Stelle zu treten. Da wird noch ein neuer Charakter hinzugefügt und noch eine neues Superartefakt und noch ein neuer Planet, von all denen wir später nie wieder etwas hören werden. Kann man das nicht einwenig eindämmen? Denn in den Romanen stecken durchaus tolle Szenen, manche anrührend andere wieder lustig. Und das alles liest sich auch nicht schlecht. Nur hat mich die Fülle an Charakteren und die exakte Beschreibung abgedrehter Orte und Handlungen völlig überfordert. Hier wäre weniger, mehr gewesen.

Ich glaube zu wissen, warum bei vielen Fans die alten Zyklen so beliebt sind, weil dort die Handlung zügig vorangebracht wurde. Es gab zwar auch hier Füllromane, also Hefte die nichts zur Zyklushandlung beitrugen. Aber die Haupthandlung wurde unbeirrt, manchmal schon Reportagenhaft, durchgezogen, was wiederum ins andere Extrem umschwenkte. Nämlich, das man kaum etwas über das Innenleben der Figuren erfuhr. Letzteres klappt in der EA heute besser und ich wünschte, man würde das mit weniger abgedrehten Ideen kombinieren. Das wäre dann solide Science Fiction, die wahrscheinlich nicht nur mir gefallen würde.

Das Cover von Arndt Drechsler zum Heft 2779 ist einfach genial. Genauso habe ich mir Atlan immer vorgestellt. (Es erinnert ein bisschen, an den britischen Schauspieler Alan Rickman.)

Mit Perry in Brasilien

Seit letzter Woche ist meine Telepathin auch in Brasilien unterwegs. Irgendjemand hat die Zusammenfassung sogar ins Portugiesische übersetzt. Das finde ich cool. Leider wird das potentiellen Lesern nichts nützen, sofern der Inhalt nicht auch übersetzt wird. Aber vielleicht gibt es ja einige deutschkundige unter den brasilianischen Perry-Fans.
Ich bin dennoch begeistert, und es zeigt mir mal wieder mehr als deutlich, wie klein das Internet unsere Welt gemacht hat.

Zur brasilianischen Seite geht’s hier lang.

brasil

Wie ich den Unsterblichen traf

In ein paar Tagen werden es fünfundzwanzig Jahre, seit ich zum ersten Mal Perry Rhodan begegnete. Die Geschichte ist so ungewöhnlich, dass ich sie unbedingt erzählen möchte.

Sie beginnt an einem kalten Tag im Februar 1990 an einem Bahnhof. Es muss sehr früh am morgen gewesen sein, vielleicht auch mitten in der Nacht, so genau weiß ich das nicht mehr. Mein Vater und ich wollten zum ersten Mal nach der Grenzöffnung zu meiner Tante in den Schwarzwald fahren. Der Interzonenzug fuhr zwar durch Saalfeld, hielt dort aber nicht an, sondern erst einige Kilometer weiter an der noch bestehenden innerdeutschen Grenze. Dort wurden Pässe kontrolliert und der Zoll nahm den halben Zug auseinander. Noch wenige Wochen zuvor durfte dort niemand zusteigen, nun bot sich für uns diese einzigartige Möglichkeit.
Doch einfach war es dennoch nicht, da der Zug (ein alter IC mit Abteilen) heillos überfüllt war. Die Menschen standen, saßen und lagen in den Gängen und sogar in den Durchgängen zwischen den Wagons. Irgendwie quetschten wir uns mit ein paar weiteren Reisenden noch hinein. Ich fand einen Platz vor der Toilette, den ich jedoch jedes Mal räumen musste, wenn einer aufs Klo wollte. So standen wir (ich saß zeitweise auf meinem Koffer) bis Stuttgart. In Nürnberg leerte sich der Zug zwar etwas, aber einen Sitzplatz bekamen wir nicht. Doch wir erlangten zumindest etwas mehr Bewegungsfreiheit.
Von Stuttgart ging die Reise in einem InterRegio weiter nach Karlsruhe. Ich weiß noch, wie beeindruckt ich von dem modernen Zug war, als er durch die vielen Tunnel rauschte. Und das beste war, wir hatten sogar einen Sitzplatz. In Karlsruhe stiegen wir in einen D-Zug nach Basel (Schweiz). Basel hat mehrere Bahnhöfe, in einem davon hielten und halten die Züge aus Deutschland. Dort stiegen wir in eine Regionalbahn, die uns endlich ans Ziel brachte. Ich habe keine Ahnung, wie viele Stunden wir unterwegs waren, aber es müssen acht bis zehn gewesen sein.
Meine Tante wohnte in Zell im Wiesental, einem kleinen Ort am Fuße des Hochschwarzwald. Sie hatte ein großes Haus, in dem sie, seit dem Tod ihres Mannes (dem Bruder meines Vaters) und ihrer Tochter, allein lebte. Ich durfte im Zimmer meiner verstorbenen Cousine schlafen, das so aussah, als hätte es die achtundzwanzigjährige gerade erst verlassen. Von hier aus, gelangte man über eine kleine Terrasse ins Dachgeschoss einer Doppelgarage, das als Speicher genutzt wurde.
Neugierig wie Fünfzehnjährige eben sind, sah ich mich dort um und machte eine Entdeckung nach der anderen. Denn dort lagerten Hunderte von Rätselheften, Comics, Büchern und Heftromanen. Letztere waren meist Arzt- oder Heimatromane, hin und wieder fanden sich auch Western und Kriegshefte darunter. Ich stöberte so lange, bis ich auf ein paar Hefte stieß, auf denen Raumschiffe und außerirdische Welten abgebildet waren. Irgendwie faszinierten mich die Abbildungen, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt noch kein großer Science Fiction-Fan war. Ich schnappte mir die Hefte und las sie abends im Bett. Sie hatten leider keine zusammenhängende Nummerierung; es waren teilweise schon etwas zerfledderte Erstausgaben aus den frühen Sechzigern. Dennoch nahmen mich die Geschichten gefangen. Es ging um eine Gruppe Raumfahrer, die auf dem Mond das Raumschiff gestrandeter Außerirdischer entdeckt hatten und um Mutanten. In einem Heft gab es einen Außerirdischen, der wie eine große Maus aussah und immer Mohrrüben futterte, das gefiel mir gut.
Am nächsten Tag durchsuchte ich den Speicher fieberhaft nach weiteren solcher Heften, fand aber keine mehr.
Bevor wir wieder nach Hause fuhren, fragte ich meine Tante, ob ich die drei Hefte mitnehmen dürfte. Sie hatte nichts dagegen und so kam ich in den Besitz meiner ersten PERRY RHODAN-Hefte.

Ein Vierteljahr später kam die Währungsunion und bescherte uns Ostdeutschen ungeahnte Möglichkeiten. Erst dann konnte ich meine Liebe zu PERRY RHODAN vertiefen, aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Übrigens, diese drei PERRY RHODAN-Hefte von damals, besitze ich heute noch. Es sind die Hefte mit der Nummer 10, 56 und 164.

Atopische Spannung

„Das Atopische Tribunal“ heißt der derzeitige Zyklus der Perry Rhodan Erstauflage (EA). Ich lese nicht jeden Roman, so viel Zeit habe ich gar nicht, aber ich kaufe mir die Hefte meist wenn irgendetwas Besonderes geschieht, der Heftroman viel Lob bekommen hat oder ein Gastautor den Roman geschrieben hat. Oder auch nur wenn im PR-Journal ein, für mich, interessanter Artikel steht.

Toll fand ich den ersten Roman von Andreas Eschbach, „Der Techno-Mond“ war ein würdiger Einstieg in den Zyklus. Besonders gut gefallen haben mir auch „Das Sorgenkind“ von Gastautorin Tanja Kinkel und „Die Engel der Schmiege“ von Caroline Brandt (Wer auch immer sich hinter dem Pseudonym verstecken mag.).

Der Zyklus ist tatsächlich spannend und vielschichtig. Die Protagonisten handeln logisch und mit Köpfchen und die Antagonisten sind schwer zu durchschauen. Das mag ich.

Ich hinke ja mit dem Lesen der EA immer etwas hinterher. Am Mittwoch nahm ich den Roman „Der Kosmoglobus“ von Hubert Haensel mit auf den Weg zur Arbeit. Ich habe ja im Zug genügend Zeit zum Lesen und die kleinen Hefte nehmen in meiner Tasche nicht viel Platz ein (weniger als ein E-Book-Reader). Der Roman war so gut, dass ich mir gleich am Donnerstag den Anschlussroman „Stadt der Kelosker“ von Oliver Fröhlich vom Stapel gegriffen habe. Der Roman war überaus spannend und gut erzählt. Blöd nur, dass ich nach der Arbeit am Donnerstagabend nach Thüringen gefahren bin und nun bis Dienstag warten muss, bis ich im nächsten Roman „Störfaktor Gholdorodyn“ von Uwe Anton erfahre, wie es weitergeht.

Im Gegensatz zur „PR-Stardust“-Serie machen die Verantwortlichen im derzeitigen Zyklus der PR-EA alles richtig. In wenigen Heften steht das Finale an und ich bin schon gespannt, wie der Handlungsbogen endet.

Ich möchte an dieser Stelle mal der Bahnhofsbuchhandlung in Traunstein ein Lob aussprechen. Die haben stets alle aktuellen PR-Hefte vorrätig. Und dort bekommt man auch mal Ausgaben von vor ein paar Wochen, wenn einem erst reichlich spät einfällt, dass man vergessen hat den Roman kaufen. Ansonsten wird es zunehmend schwerer an die Heftromane heranzukommen. Viele Kioske und Zeitschriftenläden führen die Serie gar nicht mehr. Am Münchner Hauptbahnhof hat ein einziges der vielen Zeitungsgeschäfte PR-Hefte. Und das finde ich echt schwach. Wie will man so Gelegenheits- oder Neuleser gewinnen. Darüber sollte sich der Verlag echt mal Gedanken machen.

MdI – nostalgisch verklärt?

Seit gut zwei Jahren lese ich jetzt die Perry Rhodan Silberbände. Inzwischen bin ich bei Band 23 „Die Maahks“ und damit am Beginn des „Meister der Insel“ – Zyklus (kurz MdI). Ein Zyklus, der bei den meisten Fans als einer der Besten der ganzen Reihe angesehen wird. Bisher will ich dem noch nicht so recht zustimmen, aber was nicht ist, kann ja bekanntlich noch werden. Durch die Bände 21 und 22 („Die Straße nach Andromeda“ und „Die Schrecken der Hohlwelt“ musste ich mich regelrecht quälen. Ich glaube, ich habe noch nie so lange für einen Silberband gebraucht. „Die Maahks“ ist zwar etwas besser, aber ich habe dort einen ziemlich groben Fehler entdeckt. Da wird aus dem japanischen Seher-Mutant Wuriu Sengu kurzerhand ein Afro-Terraner gemacht. Ich habe erstmal gestutzt, weil ich mir nicht sicher war, dann aber in der Perrypedia nachgeschlagen und festgestellt, das mich meine Erinnerung doch nicht getrogen hatte. Sengu ist Japaner.
Das ist sicher eine Kleinigkeit, aber angesichts dessen, dass es genügend Perryfans gibt, die über den Zyklus der gerade laufenden Erstausgabe („Das Atopische Tribunal“) herziehen und schreien, dass früher ja alles besser gewesen sei, möchte ich da ganz eindeutig widersprechen. Die damaligen Geschichten sind viel abgefahrener, als das, was heute erzählt wird. Dafür würden Redaktion und Autoren heutzutage wahrscheinlich gelyncht. Und Widersprüchlichkeiten waren damals sicher häufiger an der Tagesordnung, als heute zu Zeiten der Perrypedia.

Vielleicht ist es eine Art nostalgische Verklärung, die viele Altfans von den alten Zyklen schwärmen lässt? Ich weiß es nicht. Ich hoffe nur, dass die Inhalte der Silberbände, die noch vor mir liegen, interessanter und weniger zäh und ausgedehnt erzählt werden, als bei den drei vergangenen Bänden.

Ich persönlich fand bisher den „Plophos“ – Zyklus am besten und der erschien nicht einmal als Silberband-Ausgaben. Was ich sehr schade finde, da mich gerade die Innenpolitische Handlung sehr gefesselt hat.

Aktiv im Fandom

Als Mitte der 2000er mein Lieblings-Star Trek-Fanclub – das Star Trek-Forum – seine Pforten schloss, war ich sehr traurig. Denn die Leute dort hatten mir und unzähligen anderen Fans eine Plattform geboten, auf der wir unsere Kreativität und Hingabe für Star Trek ausleben konnten. Sie veröffentlichten unsere Geschichten und Artikel genauso wie unsere Zeichnungen und Comics. Die Clubzeitschrift „Starbase“ und der monatlich erscheinende Newsletter (in Papierform), ließen uns stets teilhaben an der großartigen Sache, die sich Star Trek nannte und machte jeden von uns zu einem Teil davon.
Doch damit war plötzlich Schluss. Ob es nun daran lag, dass keine neue Star Trek Serie mehr gedreht wurde oder am Boom des Internets, wo man die Informationen viel schneller bekommen konnte und fast dauernd „up to date“ war. Mit dem Aus des kleinen Clubs (der es zu seinen besten Zeiten auf fast 1000 Mitglieder geschafft hatte) ging etwas zu Ende, dass viel mehr war, als bloße Informationsverteilung.
Damals beschwor ich im Intro einer der letzten Starbase-Ausgaben den Niedergang von Star Trek, wozu es dann Gott sei Dank nicht gekommen ist.
Was aber folgte, war tatsächlich ein Niedergang der Fanaktivitäten im analogen Sinne. Die Dinge verlagerten sich zusehends ins Internet. Es entstanden Internetclubs, Blogs, Wikipedias und vieles mehr, die schließlich irgendwann von Facebook und Co abgelöst wurden. Die Community wurde digital und wer nicht dabei war, blieb ausgeschlossen. Die Technik nahm den Fans einen Teil der Kreativität, weil sie sie beschäftigt hielt.
Ich bedauere das sehr. Natürlich nutze auch ich das Internet und seine Möglichkeiten, habe mir aber eine gewisse analoge Arbeitsweise erhalten. Das heißt, ich tue Dinge gern noch mit der Hand und benütze dazu meinen Kopf. Ich lasse mich nicht berieseln, sondern versuche selbst etwas auf die Beine zu stellen, entgegen aller Widrigkeiten und ohne den Arbeitsaufwand zu scheuen. Oftmals werde ich dafür belächelt, das tut weh, doch ich weiß, dass diese Herangehensweise für mich persönlich richtig ist. Nur so fühlt es sich wirklich echt an.

Es gibt aber auch ein paar positive Beispiele aus dem Star Trek-Fandom die Hoffnung machen. Eines davon ist „das ultimative Archiv deutscher Star Trek Fanfiction“ – Treknation, in dem sich viele ehemalige Mitglieder des Star Trek-Forums ein Stelldichein geben. Sowas freut mich natürlich, auch wenn ich selbst nicht mit von der Partie bin.

Heute, fast 10 Jahre später, habe ich bei der PRFZ ein neues Zuhause gefunden. Der Club trägt zwar nicht das Label Star Trek, sondern Perry Rhodan, aber die Menschen dort sind Gleichgesinnte, mit denen ich mich identifizieren kann. Und außerdem, wenn ich genau darüber nachdenke, habe ich schon Perry Rhodan gelesen, als ich noch kein Star Trek Fan war. :)
Die Verantwortlichen der PRFZ setzen sogar so viel Vertrauen in mich, dass sie mir die Redaktion des Newsletters überlassen haben. Eine Zuversicht die ich natürlich nicht enttäuschen möchte. Gestern erschien die erste Ausgabe des Newsletters unter meiner Regie. Nachdem ich das Layout vollständig umgebaut habe und dem Ganzen einen etwas professionelleren Look verpasst habe, werden wir sehen, wie die Abonnenten des Newsletters darauf reagieren. Über mangelnden Einsatz meinerseits, können sie sich jedenfalls nicht beschweren.

PRFZNL

„Die Telepathin“ im Netz

Gestern habe ich in einem Beitrag auf st-ebooks.de auf meinen Roman „Die Telepathin“ zur PR-FanEdition hingewiesen. Jeder der mag, kann ab sofort seinen Kommentar zum Buch dort abgeben.

Seit heute morgen gibt es auch auf der offiziellen Verlagsseite einen Eintrag, in dem auf das Erscheinen der FanEdition 15 hingewiesen wird. Ich freu mich wahnsinnig, dass ist so richtig motivierend.

Ups, jetzt ist meine „Telepathin“ auch noch bei Facebook gelandet. Ich bin ja selbst kein großer Facebookfan, aber wie das so ist, klappern gehört eben zum Handwerk und da kommt man heute an Facebook nicht vorbei.

Telepathin auf stebooks Kopie screenFE15

Perry Rhodan Stardust – Ein Fazit

Die Stardust-Woche ist rum und ich möchte an dieser Stelle mein Fazit kundtun:

Ich würde jetzt nicht so weit gehen, den Konsum von PR-Stardust Zeit- und Geldverschwendung zu nennen. Schließlich wurde ich zwischenzeitlich gut unterhalten und die Leistungen der einzelnen Autoren waren durchaus positiv. Vom einen oder anderen Autor würde ich in Zukunft gern mehr lesen. Auch die großartige Optik der Hefte hat mir gut gefallen und entschädigt mich etwas für die schwache Handlung.
Aber als großen Wurf kann man PR-Stardust leider wirklich nicht bezeichnen. Das mag daran liegen, dass die Rahmenhandlung für eine 12-teilige Reihe nicht dicht genug war und der Rote Faden nur bedingt zu erkennen war. Mit zu vielen logischen Löchern, zu vielen Raumschlachten mit zu vielen Toten und einer sich hoffnungslos ausbreitende Seuche, hinterließ die Serie bei mir einen negativen Beigeschmack.
Ich weiß, dass SF-Serien gern ein Spiegel unserer Zeit sein wollen. Doch wenn man schon in den täglichen Nachrichten mit Krieg und Virusepidemien konfrontiert wird, möchte man nicht auch noch in den wenigen ruhigen Stunden seiner Freizeit davon hören. So zeugt die Handlung der Stardust Miniserie von zu wenig fantastischen Elementen die eine positive Zukunft zeigen. Skrupellose gefährliche Gegner, die aus dem Nichts auftauchen, Superintelligenzen, die ihr eigenes Spiel spielen – Die Grundidee ist zu ausgelutscht, als das sie noch zu begeistern vermag.
Auch alle Versuche dem Unsterblichen – Perry Rhodan – einen moralischen Stempel aufzudrücken und ihn aus der Heldenrolle zu holen, müssen zwangsläufig scheitern. Sind wir doch ehrlich: Er ist nun mal der Held und wird es immer sein, sonst würde die Romanserie nicht seinen Namen tragen. Jeder Ansatz aus ihm einem Teamplayer zu machen, wird der Erwartungshaltung der Fans nicht gerecht werden. Das sieht man deutlich an PR-Neo, hier dominieren andere Figuren die Handlung und viele Alt-Fans, mich eingeschlossen, kommen damit nicht klar.

Da ich aber nicht nur Kritik üben möchte, weil es ja immer leicht ist, über die Fehler anderer herzuziehen, habe ich mir Gedanken gemacht, wie man die Geschichte anders hätte erzählen können:

Ein guter Startpunkt ist die zu Beginn angesprochene Abstimmung: Was wäre, wenn die Stardust-Menschheit sich für einen neuen Namen des Kugelsternhaufens ausgesprochen hätten, welche politischen Konsequenzen hätte das gehabt und wie hätte Polyport Präfekt Rhodan als Vertreter der Milchstraßenmenschheit darauf reagieren müssen?
Aus der Geschichte mit Eritrea Kushs Sohn hätte man ebenso mehr rausholen können: Wenn zum Beispiel der TALIN-Jäger Rhodan entführt hätte, um mit seiner Hilfe das Kosmische Rätsel zu lösen, wobei sie dann auf Whistlers Botschaft gestoßen wären. Auf der Suche nach dem Splitter von Vatrox-Vamu hätten man dann auch die Immateriellen Städte mit einbeziehen können. Dort hätte man meinetwegen auch mehr über die Geschichte der Pahl-Hegemonie erfahren und dabei immer die Admiralin und die Flotte an ihren Fersen, um den Polyport Präfekten zu befreien.
Man hätte das Ganze als eine Art Schnitzeljagd gestalten können an deren Ende Eritreas Sohn vielleicht tatsächlich das Rätsel TALINs gelöst und seinen Zellaktivator bekommen hätte und sich anschließend mit seiner Mutter versöhnen können.
Währenddessen Rhodan und Whistler der Superintelligenz in den Hintern getreten hätten, weil sie mal wieder als Werkzeuge missbraucht wurden.
Das wäre besser gewesen, als wieder mal einen übermächtigen, gesichtslosen Gegner aus dem Nichts hervorzuzaubern und sich mit Seuchen und Amöbenschiffen herumzuschlagen. Denn manchmal sind es doch die simplen Geschichten, die spannender sind. Ganz wie im richtigen Leben auch.

So, das war erstmal genug aus dem Perry Rhodan Universum. Morgen geht es dann mal wieder um irdischere Dinge. :)

 

Stardust – Das Finale

Band 12 – TALIN erwacht – von Uwe Anton

Perry Rhodan trifft hier ein paar sehr fragwürdige Entscheidungen. Nun ja, dass lässt ihn zumindest menschlich erscheinen und wäre noch nachvollziehbarer gewesen, wenn seine Sorge um Eritrea auch in den vergangenen Romanen tiefer und eindeutiger thematisiert worden wäre. Aber außer Rüdiger Schäfer hat das keiner der Autoren so richtig hinbekommen, schade.
Der ARA-Mediziner löst endlich das Rätsel um das Virus und entwickelt ein Gegenmittel. Jetzt war dann die Pflanze aus der Vergangenheit doch noch hilfreich. Also wenn ich es nicht genau wüsste, würde ich sagen, der Autor wäre Biologe. Für die weit ausholenden abstrakten virologischen Erläuterungen benötigt man als Leser fast schon ein abgeschlossenes Biologiestudium. Nicht das mich das gelangweilt hätte, ich verbuche es als Wissensgewinn, bin mir aber nicht sicher, ob das jeder so sieht.
Endlich erfährt man auch, warum der Generex nicht auf Sepura 2 angeriffen wurde. Dass System war von Amöbenraumern abgeriegelt. Ein klitzekleiner Hinweis dazu in einem der letzten Romane wäre schön gewesen.
Und wieder werden in einer gigantischen Schlacht im Stardust-System viele Raumschiffe und Flottenmitglieder sinnlos geopfert. Das ist etwas, was mich bei den Stardustromanen am meisten gestört hat, diese zielstrebige Sinnlosigkeit, mit der sich die Beteiligten in die Schlacht werfen. Als hätten sich die Menschen in 3000 Jahren nicht signifikant weiterentwickelt.
Das Rätsel um Posimons Herkunft wird nun doch nicht aufgelöst, stattdessen macht sich die Positronik selbst auf die Suche. Wie es scheint, wusste der „Expokrat“ selbst nicht, was er damit machen soll.
Das Ende des Generex kommt überraschend schnell und ein wenig zu unspektakulär. Gut, sein riesiges Schiff zerfällt nachdem es nochmal richtig Schaden auf der Heimatwelt der Stardustterraner angerichtet hat. Aber irgendwie hatte ich da etwas mehr erwartet. Wenigstens wird Rhodan dabei seiner Heldenrolle gerecht.
TALIN – die Superintelligenz – gibt sich menschenfeindlich. Das ist keine große Überraschung. Wenn TALIN etwas an den Stardustterranern gelegen wäre, hätte er das Auftauchen des Generex von Anfang an verhindert. Und sind wir mal ehrlich, im Grunde genommen ist ES auch kein wirklicher Menschenfreund. Immer wieder nutzt er die Aktivatorträger und die Menschheit für seine Spielchen aus.
Eritrea Kush spielt im Abschlußband leider nur noch eine untergeordnete Rolle und die Abschiedsszene deutet es an, wir werden von der Admiralin wohl lange Zeit nichts mehr hören, wenn sie überhaupt mal wieder zum Einsatz kommen sollte. Ich versteh’s nicht – da baut man eine Figur auf und lässt sie sang und klanglos fallen.

Morgen gibt’s dann zum Abschluß der Stardust-Woche mein Fazit.