Punkiger Vertipper

Ein Satz auf Seite 5 im PR 2787 von Christian Montillon zauberte mir heute morgen ein Lächeln aufs Gesicht. Ja, da war tatsächlich ein genialer Tippfehler. Wer auch immer den gemacht hat, und an alle die ihn im Anschluss übersehen haben. Danke, danke, danke! :)
Warum ich mich so darüber freue? Seht selbst:

„… Wenn das Atopische Tribunal in diesem Punk recht hatte …“

Wenn aus einem „Punkt“ ein „Punk“ wird, dann hat das bei Perry Rhodan einen tieferen Sinn als irgendwo anders.

Genial!
Wobei … der Tippfehler wäre im ersten Satz des nächsten Abschnitts noch besser gekommen. :)

vertippt

Ritterschlag

Der heute erschienene PR 2793 beinhaltet die 506. Ausgabe der PR-Clubnachrichten. Zusammengestellt wird die vierwöchentliche Beilag von Hermann Ritter. Und zum ersten Mal bespricht er den von mir seit Dezember redaktionell betreuten Newsletter der PRFZ. Scheinbar gefällt ihm der bunt zusammengewürfelte Inhalt im neuen Layout. Das sein Name nicht in der Gästeliste des angekündigten Perry Rhodan-Tages in Osnabrück auftaucht, dafür kann ich wenig, denn ich muss mit den Informationen arbeiten, die mir die PRFZ zusteckt. Die Infos waren zu diesem Zeitpunkt wohl nicht mehr ganz aktuell, aber ich kann ihm versprechen, dass er in der nächsten Ausgabe ausdrücklich erwähnt werden wird.
Schön finde ich auch seine Bemerkung zur Lernfähigkeit der Herausgeber. Hier geht es um das von mir eingeführte Impressum. Denn als aufmerksame Leserin erinnerte ich mich, wie er dies in einer der letzten Ausgaben der Clubnachrichten bemängelt hatte.
Wenn das alles ist, was Hermann Ritter am Newsletter zu beanstanden hat, dann sehe ich das als ein Ritterschlag im wahrsten Sinne des Wortes. Und bin gespannt, was er zu dem am 23.2.2015 veröffentlichten Newsletter mit der Nr. 6 sagen wird. In dem ich nicht nur ein Interview mit Papiermodellbauer Marco Scheloske führe, sondern auch noch den einen oder anderen kleinen Artikel selbst formuliert habe. Schauen wir mal …

Ich habe mir die heutige PR-Ausgabe gleich doppelt gekauft, schließlich steht man nicht jeden Tag in einem Heft mit einer Auflage von 80.000 Stück.

NL05_Kritik

„Verhalten“ im Forum

Interessehalber stöbere ich hin und wieder in diversen SF-Foren. Ab und zu schreibe ich selbst einen Beitrag, tue dies aber eher zurückhaltend und das hat einen Grund.
Was mir nämlich häufig auffällt, sind die schlechten Umgangsformen, die von einigen Forumsmitgliedern an den Tag gelegt werden. Besonders wenn es darum geht über PR-Autoren und PR-Redaktion herzuziehen.
Bestes Beispiel Jubiläumsband 2800: Da werden Vorurteile gepflegt und über die Autorin gelästert, ohne das dieser Band überhaupt erschienen ist. Da glauben selbsternannte Experten, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen und dürften Stil und Inhalt eines Romans beurteilen, den es noch gar nicht gibt. Nur weil ihnen frühere Romane der Autorin nicht gefallen haben. Da werden Lektoren schlechtgemacht und die Redaktion der Unfähigkeit beschimpft.
Ehrlich, wenn ich das lese, kommt mir die Galle hoch. Kritik gern, aber wenn, dann doch bitte konstruktiv. Aber nein, es werden Pauschalurteile gefällt und auf Nichtigkeiten herumgetreten. Mich wundert’s, dass Autoren und Redaktion nicht schon längst die Flinte ins Korn geschmissen haben. Sollen die, die es besser zu wissen glauben, doch ihre eigenen Heftromane verfassen, mal sehen, ob sie’s denn wirklich besser könnten.

Nein, ich reg mich nicht auf.

Frauen in der Solaren Flotte …

… so steht’s in der Anzeige der aktuellen „phantastisch!“

Meine Freunde vom Trekdinner haben mich vor ein paar Tagen darauf aufmerksam gemacht, dass in dem bekannten Magazin auf einer kompletten A4-Seite Werbung zu meiner FanEdition gemacht wird. Sogar mit einem Bild von mir. Der Text ist jener, den ich für die Internetseite der PRZF geschrieben habe.
Die etwas reißerische Überschrift ist aber nicht von mir. Eigentlich ist sie so nicht ganz richtig, denn es werden keine Frauen in der Solaren Flotte gezeigt, sondern es geht um den Umgang der Solaren Flotte mit Frauen. Doch ich glaube, jetzt bin ich spitzfindig.  :)

Was mich aber heute wirklich gefreut hat, ist folgende Nachricht von der Perry Rhodan Homepage:
Zum allerersten Mal in der mehr als 50jährigen Perry Rhodan-Geschichte schreibt eine Frau einen Jubiläumsband. Michelle Stern durfte den Heftroman 2800 mit dem Titel „Zeitriss“ verfassen. Somit scheinen die Frauen tatsächlich in der Solaren Flotte angekommen zu sein. Dazu sollte man („Frau“) ihr herzlichst gratulieren. ;)

anzeigePhantastisch

Sternenkinder

Quelle: Perrypedia

Perry Rhodan NEO 86 – Sternenkinder; von Rüdiger Schäfer

Mit Perry Rhodan NEO verbindet mich so etwas wie eine Hassliebe. Von den ersten vier Bänden der Serie war ich hellauf begeistert. Nur leider ließ diese Begeisterung sehr rasch nach. Beim Wega-Zyklus habe ich mich an den Hörbüchern versucht und enttäuscht aufgegeben. Die Handlung war mir zu hastig, zu verzettelt und der Versuch aus Perry Rhodan einen Teamplayer zu machen endete darin, dass er zu einem Waschlappen mutierte. Ich gab auf.
Mit Band 50 versuchte ich nochmals einzusteigen, weil ich der Serie und mir eine Chance geben wollte. Doch das ging genauso daneben. Mit dem Zyklus „Protektorat Erde“ haben mich die Macher letztendlich doch gekriegt, auch wenn ich immer noch meine, dass die Handlung zu verworren und viel zu überstürzt geschieht. Wenigstens haben sie aus Perry Rhodan das gemacht, was er sein sollte – einen Helden. (Na, ja zumindest ein bisschen.)

Ich lese nicht jeden der zweiwöchig erscheinenden Romane, sondern suche mir meist die mit dem Perry Rhodan Handlungsstrang raus oder von jenen Autoren, die ich mag. So zum Beispiel die Romane von Rüdiger Schäfer.

Mit Band 86 hat er sich übertroffen. Das Schöne an „Sternenkinder“ ist, das man nicht viel Hintergrundinformationen über PR-NEO benötigt. So gesehen, könnte der Roman als solcher auch alleine stehen … Ja, er würde sogar ohne das Label Perry Rhodan funktionieren.
Der Roman spielt komplett in der Schwerelosigkeit und stellt eine Zivilisation in den Mittelpunkt, die am Rande unseres Sonnensystems heimisch ist. Faszinierend und sehr intensiv beschreibt der Autor die Abenteuer von Ras Tschubai und seinem Begleiter, die im Kuipergürtel von den „Sternenkindern“ gefangen wurden. Diese verborgene Zivilisation wird sehr sorgfältig und spannend beschrieben. Neben gesellschaftlichen und sozialen Einblicken erfährt der Leser auch über innenpolitische Spannungen, die sich durch das Auftauchen der Arkoniden im Solsystem ergeben. Das alles ist gleichzeitig sehr fremd, aber auch so vertraut, dass man sich gut in die Charaktere hineinversetzen kann. Die geheimnisvolle Vergangenheit des Volkes trägt das Ihre dazu bei.
Allein mit dem plötzlichen Auftauchen einer weiteren ähnlichen Spezies am Ende des Romans wird die kompakte Erzählung auseinandergerissen. Der Leser fragt sich zurecht, was das soll und wohin ihn die Geschichte führen wird… Wieder so ein unbefriedigendes, weil überstürztes Ende, wie bei den meisten NEO-Romanen zuvor. Die große Frage ist, wann werden wir wieder etwas über die „Sternenkinder“ erfahren? Denn im Folgeroman geht es um eine der vielen anderen Baustellen im NEO-Universum. Ich finde, dass sich die Exposéautoren zu sehr in der Zyklushandlung verzetteln. Die Anzahl an Handlungssträngen ist zu groß und zu komplex und verlangt dem Leser viel Ausdauer ab. Für „Sternenkinder“ hätte ich mir ein anderes, ein versöhnlicheres Ende gewünscht. Doch der billige Cliffhanger führt wiederholt dazu, dass mein Lesevergnügen geschmälert wurde. Schade! Eigentlich!

Hochgefühl

Am gestrigen Abend überkam mich ein Glücksgefühl nach dem anderen, deshalb scheine ich heute den ganzen Tag an der Decke zu schweben. Ich hoffe, das hält noch etwas an, bevor mich die Realität wieder gnadenlos auf den Boden zurückholt.

Angefangen hat es damit, dass ich am Hauptbahnhof schnell noch das neueste Perry Rhodan Heft gekauft habe, bevor ich mich auf den langen Weg nach Thüringen machte. Schon beim Durchblättern des Heftes bin ich im Laden fast aus den Latschen gekippt, wie man so schön sagt.
Da stand sie – schwarz auf weiß – eine Anzeige zu meiner FanEdition. Ich war platt. Dann schoss mir der Gedanke durch den Kopf, dass die Heftromane eine Auflage von etwa 80.000 Stück haben, und das dort jetzt überall mein Name steht. Spätestens da bekam ich weiche Knie.
Später im Zug las ich auf der Leserkontaktseite auch noch den Bericht bzw. das Interview zur PRFZ, in dem nochmals Werbung für meinen Roman gemacht wurde. Ich war hin und weg.
An alle Verantwortlichen der PRFZ und der Perry Rhodan-Redaktion: Leute ihr seid Spitze.

Als ich dann am späten Abend meine E-Mails gelesen habe, traf es mich erneut: Klaus N. Frick, Chefredakteur bei Perry Rhodan, bespricht in seinem Blog meine Rezension zu seinem „Chaos en France“.
Ganz ehrlich – besser kann ein Tag nicht zu Ende gehen.

Bei so viel Ehre kriege ich fast schon wieder ein schlechtes Gewissen.

AnzeigeAch, und das in dem Heft ein Druckfehler steckt (in der Überschrift auf der dritten Seite), ist mir vor lauter Aufregung entgangen.

Atlan ist zurück

PR2779Ich bin ein wenig ratlos, nachdem ich gestern Abend die Heftroman-Triologie von Michael Marcus Thurner (MMT) fertig gelesen habe. Die PR-Hefte 2777-2779 beschäftigen sich mit der Suche nach Atlan. Der von vielen Fans heißgeliebte Arkonide, ist seit Heft 2599 nicht mehr in der Erstausgabe (EA) aufgetaucht und seine Rückkehr wurde sehnsüchtig erwartet. Doch sowohl die Suche nach ihm, als auch sein Auftauchen auf Wanderer, das in den Romanen von MMT beschrieben wird, können mich irgendwie nicht vom Hocker reißen. Inzwischen glaube ich auch zu wissen, warum. Es ist nicht, dass ich mehr erwartet hätte, es liegt wohl eher am Zuviel, dass mir als Leser hier zugemutet wird.

MMT’s Romane zeichnen sich durch eine überbordende Kreativität aus. Egal ob er Charaktere, Völker, Technik oder Umwelt beschreibt, alles sprüht vor unglaublichen Einfällen. Der Mann scheint eine unbändige Phantasie zu besitzen. Wenn es da nicht einen Haken gäbe. Durch die Vielzahl an kreativen Ideen geht etwas Entscheidendes verloren, nämlich der Kern der Geschichte. Statt die Zyklusinterne Handlung voranzutreiben, scheint man auf der Stelle zu treten. Da wird noch ein neuer Charakter hinzugefügt und noch eine neues Superartefakt und noch ein neuer Planet, von all denen wir später nie wieder etwas hören werden. Kann man das nicht einwenig eindämmen? Denn in den Romanen stecken durchaus tolle Szenen, manche anrührend andere wieder lustig. Und das alles liest sich auch nicht schlecht. Nur hat mich die Fülle an Charakteren und die exakte Beschreibung abgedrehter Orte und Handlungen völlig überfordert. Hier wäre weniger, mehr gewesen.

Ich glaube zu wissen, warum bei vielen Fans die alten Zyklen so beliebt sind, weil dort die Handlung zügig vorangebracht wurde. Es gab zwar auch hier Füllromane, also Hefte die nichts zur Zyklushandlung beitrugen. Aber die Haupthandlung wurde unbeirrt, manchmal schon Reportagenhaft, durchgezogen, was wiederum ins andere Extrem umschwenkte. Nämlich, das man kaum etwas über das Innenleben der Figuren erfuhr. Letzteres klappt in der EA heute besser und ich wünschte, man würde das mit weniger abgedrehten Ideen kombinieren. Das wäre dann solide Science Fiction, die wahrscheinlich nicht nur mir gefallen würde.

Das Cover von Arndt Drechsler zum Heft 2779 ist einfach genial. Genauso habe ich mir Atlan immer vorgestellt. (Es erinnert ein bisschen, an den britischen Schauspieler Alan Rickman.)

Mit Perry in Brasilien

Seit letzter Woche ist meine Telepathin auch in Brasilien unterwegs. Irgendjemand hat die Zusammenfassung sogar ins Portugiesische übersetzt. Das finde ich cool. Leider wird das potentiellen Lesern nichts nützen, sofern der Inhalt nicht auch übersetzt wird. Aber vielleicht gibt es ja einige deutschkundige unter den brasilianischen Perry-Fans.
Ich bin dennoch begeistert, und es zeigt mir mal wieder mehr als deutlich, wie klein das Internet unsere Welt gemacht hat.

Zur brasilianischen Seite geht’s hier lang.

brasil

Wie ich den Unsterblichen traf

In ein paar Tagen werden es fünfundzwanzig Jahre, seit ich zum ersten Mal Perry Rhodan begegnete. Die Geschichte ist so ungewöhnlich, dass ich sie unbedingt erzählen möchte.

Sie beginnt an einem kalten Tag im Februar 1990 an einem Bahnhof. Es muss sehr früh am morgen gewesen sein, vielleicht auch mitten in der Nacht, so genau weiß ich das nicht mehr. Mein Vater und ich wollten zum ersten Mal nach der Grenzöffnung zu meiner Tante in den Schwarzwald fahren. Der Interzonenzug fuhr zwar durch Saalfeld, hielt dort aber nicht an, sondern erst einige Kilometer weiter an der noch bestehenden innerdeutschen Grenze. Dort wurden Pässe kontrolliert und der Zoll nahm den halben Zug auseinander. Noch wenige Wochen zuvor durfte dort niemand zusteigen, nun bot sich für uns diese einzigartige Möglichkeit.
Doch einfach war es dennoch nicht, da der Zug (ein alter IC mit Abteilen) heillos überfüllt war. Die Menschen standen, saßen und lagen in den Gängen und sogar in den Durchgängen zwischen den Wagons. Irgendwie quetschten wir uns mit ein paar weiteren Reisenden noch hinein. Ich fand einen Platz vor der Toilette, den ich jedoch jedes Mal räumen musste, wenn einer aufs Klo wollte. So standen wir (ich saß zeitweise auf meinem Koffer) bis Stuttgart. In Nürnberg leerte sich der Zug zwar etwas, aber einen Sitzplatz bekamen wir nicht. Doch wir erlangten zumindest etwas mehr Bewegungsfreiheit.
Von Stuttgart ging die Reise in einem InterRegio weiter nach Karlsruhe. Ich weiß noch, wie beeindruckt ich von dem modernen Zug war, als er durch die vielen Tunnel rauschte. Und das beste war, wir hatten sogar einen Sitzplatz. In Karlsruhe stiegen wir in einen D-Zug nach Basel (Schweiz). Basel hat mehrere Bahnhöfe, in einem davon hielten und halten die Züge aus Deutschland. Dort stiegen wir in eine Regionalbahn, die uns endlich ans Ziel brachte. Ich habe keine Ahnung, wie viele Stunden wir unterwegs waren, aber es müssen acht bis zehn gewesen sein.
Meine Tante wohnte in Zell im Wiesental, einem kleinen Ort am Fuße des Hochschwarzwald. Sie hatte ein großes Haus, in dem sie, seit dem Tod ihres Mannes (dem Bruder meines Vaters) und ihrer Tochter, allein lebte. Ich durfte im Zimmer meiner verstorbenen Cousine schlafen, das so aussah, als hätte es die achtundzwanzigjährige gerade erst verlassen. Von hier aus, gelangte man über eine kleine Terrasse ins Dachgeschoss einer Doppelgarage, das als Speicher genutzt wurde.
Neugierig wie Fünfzehnjährige eben sind, sah ich mich dort um und machte eine Entdeckung nach der anderen. Denn dort lagerten Hunderte von Rätselheften, Comics, Büchern und Heftromanen. Letztere waren meist Arzt- oder Heimatromane, hin und wieder fanden sich auch Western und Kriegshefte darunter. Ich stöberte so lange, bis ich auf ein paar Hefte stieß, auf denen Raumschiffe und außerirdische Welten abgebildet waren. Irgendwie faszinierten mich die Abbildungen, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt noch kein großer Science Fiction-Fan war. Ich schnappte mir die Hefte und las sie abends im Bett. Sie hatten leider keine zusammenhängende Nummerierung; es waren teilweise schon etwas zerfledderte Erstausgaben aus den frühen Sechzigern. Dennoch nahmen mich die Geschichten gefangen. Es ging um eine Gruppe Raumfahrer, die auf dem Mond das Raumschiff gestrandeter Außerirdischer entdeckt hatten und um Mutanten. In einem Heft gab es einen Außerirdischen, der wie eine große Maus aussah und immer Mohrrüben futterte, das gefiel mir gut.
Am nächsten Tag durchsuchte ich den Speicher fieberhaft nach weiteren solcher Heften, fand aber keine mehr.
Bevor wir wieder nach Hause fuhren, fragte ich meine Tante, ob ich die drei Hefte mitnehmen dürfte. Sie hatte nichts dagegen und so kam ich in den Besitz meiner ersten PERRY RHODAN-Hefte.

Ein Vierteljahr später kam die Währungsunion und bescherte uns Ostdeutschen ungeahnte Möglichkeiten. Erst dann konnte ich meine Liebe zu PERRY RHODAN vertiefen, aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Übrigens, diese drei PERRY RHODAN-Hefte von damals, besitze ich heute noch. Es sind die Hefte mit der Nummer 10, 56 und 164.

Atopische Spannung

„Das Atopische Tribunal“ heißt der derzeitige Zyklus der Perry Rhodan Erstauflage (EA). Ich lese nicht jeden Roman, so viel Zeit habe ich gar nicht, aber ich kaufe mir die Hefte meist wenn irgendetwas Besonderes geschieht, der Heftroman viel Lob bekommen hat oder ein Gastautor den Roman geschrieben hat. Oder auch nur wenn im PR-Journal ein, für mich, interessanter Artikel steht.

Toll fand ich den ersten Roman von Andreas Eschbach, „Der Techno-Mond“ war ein würdiger Einstieg in den Zyklus. Besonders gut gefallen haben mir auch „Das Sorgenkind“ von Gastautorin Tanja Kinkel und „Die Engel der Schmiege“ von Caroline Brandt (Wer auch immer sich hinter dem Pseudonym verstecken mag.).

Der Zyklus ist tatsächlich spannend und vielschichtig. Die Protagonisten handeln logisch und mit Köpfchen und die Antagonisten sind schwer zu durchschauen. Das mag ich.

Ich hinke ja mit dem Lesen der EA immer etwas hinterher. Am Mittwoch nahm ich den Roman „Der Kosmoglobus“ von Hubert Haensel mit auf den Weg zur Arbeit. Ich habe ja im Zug genügend Zeit zum Lesen und die kleinen Hefte nehmen in meiner Tasche nicht viel Platz ein (weniger als ein E-Book-Reader). Der Roman war so gut, dass ich mir gleich am Donnerstag den Anschlussroman „Stadt der Kelosker“ von Oliver Fröhlich vom Stapel gegriffen habe. Der Roman war überaus spannend und gut erzählt. Blöd nur, dass ich nach der Arbeit am Donnerstagabend nach Thüringen gefahren bin und nun bis Dienstag warten muss, bis ich im nächsten Roman „Störfaktor Gholdorodyn“ von Uwe Anton erfahre, wie es weitergeht.

Im Gegensatz zur „PR-Stardust“-Serie machen die Verantwortlichen im derzeitigen Zyklus der PR-EA alles richtig. In wenigen Heften steht das Finale an und ich bin schon gespannt, wie der Handlungsbogen endet.

Ich möchte an dieser Stelle mal der Bahnhofsbuchhandlung in Traunstein ein Lob aussprechen. Die haben stets alle aktuellen PR-Hefte vorrätig. Und dort bekommt man auch mal Ausgaben von vor ein paar Wochen, wenn einem erst reichlich spät einfällt, dass man vergessen hat den Roman kaufen. Ansonsten wird es zunehmend schwerer an die Heftromane heranzukommen. Viele Kioske und Zeitschriftenläden führen die Serie gar nicht mehr. Am Münchner Hauptbahnhof hat ein einziges der vielen Zeitungsgeschäfte PR-Hefte. Und das finde ich echt schwach. Wie will man so Gelegenheits- oder Neuleser gewinnen. Darüber sollte sich der Verlag echt mal Gedanken machen.