NEO im Aufwind?

Ein kleines Erdbeben gab es diese Woche auch bei Perry Rhodan. Frank Borsch, langjähriger Exposé-Autor von Perry Rhodan NEO, gibt sein Amt ab. Nach einhundert Bänden übernehmen Rüdiger Schäfer und Michael H. Buchholz das Zepter. Und das sehr zu meiner Freude.

Ich habe ja schon oft geschrieben, dass ich ein großer Fan von Rüdiger Schäfer bin. Auch wenn er nur eine Handvoll Romane für die NEO-Serie verfasst hat, so scheint es mir doch, als habe er die Serie mehr verinnerlicht als andere Autoren. Von seinen Romanen geht stets ein besonderer Reiz aus, dem ich mich nicht entziehen kann. Sein erzählerischer Stil artet nie in die wirre Komplexität aus, die manchem NEO-Roman anhaftet. Seine Bücher bleiben auch dann lesbar, wenn im Exposé mal wieder Purzelbäume geschlagen werden.
Mit seinem Einstieg in die Riege der Exposé-Autoren erhoffe ich mir, dass er einen Schritt zurück macht, um den NEO-Handlungsbogen zu entwirren und zu endschleunigen, denn hier ist weniger ganz eindeutig mehr.

Von Michael H. Buchholz weiß ich nur, dass der Autor schwer erkrankt war (ist?). Alle Achtung! Davor, das er es sich dennoch zutraut eine Serie als Exposé-Autor zu betreuen, ziehe ich den Hut und wünsche ihm alles Gute dafür.

Da muss ich mir doch gleich den NEO-Band Nr. 89 (Tschato, der Panther) zu Gemüte führen, den die beiden Autoren gemeinsam verfassten. Da ich die Figur von Nome Tschato schon im Plophos-Zyklus der Erstauflage toll fand, bin ich schon sehr gespannt darauf, wie er sich im NEO Universum macht.

Hörspiele aus den Plejaden

Quelle: Perrypedia

Seit Anfang März ist sie auf dem Markt, die neue Perry Rhodan Hörspielreihe. Jetzt kam ich auch dazu, sie mir anzuhören.

In den ersten beiden Folgen geht es richtig zur Sache, viel Action, atemlose Spannung und schnelle Dialoge. Die Sprecher sind allesamt sehr gut ausgewählt, sogar Gucky. Bei ihm war ich mir ja nicht so sicher, ob die deutsche Stimme von Steve Urkel so richtig passt, aber ich musste mich eines Besseren belehren lassen.
Schön finde ich, dass Perry mit Taisha Konta mal wieder eine Frau an die Seite gestellt bekommt, die ihm selbstbewusst ihre Meinung sagt. Da bin ich schon sehr gespannt darauf, ob und was sich daraus entwickelt. Auch das Einbeziehen von zivilen Forschern ist eine wunderbare Abwechslung, im sonst eher militärisch geprägten Perryversum.

Einziger Wermutstropfen: Die Hörspiele sind einfach viel zu kurz, von so spannend gemachtem Kopfkino, möchte man viel mehr hören.

Die Hörspiele erscheinen bei Zaubermond und können dort oder bei Amazon bzw. iTunes gekauft werden. Wobei sie bei iTunes mehr kosten, als bei Zaubermond selbst.

Für den einen oder anderen Nichtfan mag so ein Hörspiel vielleicht ein Einstieg in die Serie sein. Wer weiß!

Weltenbau bei Perry Rhodan

Quelle: Perrypedia

PR 2793: Die Weltenbaumeister von Oliver Fröhlich

Heute habe ich den Perry Rhodan-Heftroman 2793 von Oliver Fröhlich beendet und muss zugeben, dass ich sehr gut unterhalten wurde. Der Roman liest sich wie ein Agenten-Thriller. Der Autor versteht es sehr gut seine Leser auf die falsche Fährte zu locken. Mittendrin wird man von den Geschehnissen ganz schön überrumpelt; gerade als man denkt, man wüsste, was kommt. Toll, sowas gefällt mir. Da macht es mir auch nichts aus, dass der Roman für den laufenden Zyklus völlig unwichtig ist und die Haupthandlung nicht voranbringt. Aber warum auch, wenn der nächste Zyklus sowieso nahtlos in den Jetzigen übergeht.

Mir gefiel besonders die lebensnahe Charakterisierung der Figuren und die spannend erzählte Agentengeschichte, ohne exotischen Firlefanz. Außerdem waren die Schilderungen rund um die Weltenbauer und ihre Arbeit sehr gelungen, die Kapiteleinleitungen, Zitate aus einem fiktiven Buch über Holosionen, inklusive. Das ganze erinnerte mich ein wenig an die Programmierung von Holodecksimulationen bei Star Trek. Sehr nett.

Das Einzige was ich bemängele, ist die vorherrschende Brutalität. Für meinen Geschmack gab es in diesem PR-Heft zu viele Tote bzw. unschuldige Opfer. Aber so ist das, wenn man mit knallharten Terroristen zu tun hat. Wobei ich ja gern mehr über die Beweggründe der Tefrodischen Attentäter erfahren hätte.

Perry Rhodan selbst, bleibt in diesem Roman eher im Hintergrund, wobei mir irgendwie nicht eingehen will, wozu man im Jahr 5000 noch so eine altmodische Maskerade, wie Schminke, einen Fatsuite und aufgeklebte Biomolhaut im Gesicht braucht, um sich zu tarnen, wenn es SERUNs mit Mimikryfunktion gibt. Bei Gucky hat es ja auch funktioniert, warum benutzt Rhodan sie nicht auch? Nur weil der LFT-Agent, den er täuschen möchte, das durchschauen könnte? Perry Rhodan musste sich in letzter Zeit sehr oft verkleiden, für einen verurteilten und dazu noch so legendären Mann, gehört das inzwischen zur Normalität. Nur hätte man sich dafür eine originellere Technik ausdenken können.

Ach ja, mir ist noch etwas aufgefallen. Im Roman ist die Rede vom jungen Haluter Avan Tachrol, der als Pilot für das Richterschiff in Frage kommt. Aber irgendwie ist mir aus PR 2786 in Erinnerung, das Avan Tachrol zusammen mit Icho Tolot in der Galaxie Lahartoon zurückgeblieben ist. Wie passt das zusammen? Da hat sich doch nicht etwa ein logischer Fehler in die Serie eingeschlichen, oder hab ich da schlicht was überlesen?

Perry ist also zurück auf der Erde, was er dort noch so erlebt, darauf freue ich mich schon in den nächsten Romanen.

Neues von der Telepathin

CoverTelepathin_SUps! Das habe ich doch glatt übersehen.

Als ich heute Nachmittag den PR 2791 von Uwe Anton beenden will, fällt mein Blick auf die kleine Anzeige auf Seite 57. Ich stutze, weil mir das Bild bekannt vorkommt. Und tatsächlich, da ist noch einmal eine Anzeige zu meiner Fan-Edition. Kein Wunder das sie sich so gut verkauft, wenn der Verlag gleich zwei Anzeigen für mich schaltet.

Mein Dankeschön geht an die Perry Rhodan-Redaktion!

Und weil ich gerade dabei bin, will ich hier auch nochmal Werbung machen. Es gibt nämlich eine zweite Auflage, weil die erste schon beinahe vergriffen ist. Wer den Roman bis jetzt noch nicht bestellt hat, kann das ab sofort im Shop der PRFZ nachholen.

… Und vielleicht auch mal eine Rezension verfassen. Meinungen können auch gerne hier als Kommentar hinterlassen werden. Ich würde mich freuen.

Abenteuer mit dem Mausbiber

Quelle: Perrypedia

Michelle Stern aus dem PR-Autorenteam durfte ich auf der Buchmesse im März persönlich kennenlernen. Grund genug auch mal über einen ihrer Romane zu sprechen.

„Faktor IV“ erschien ja schon vor ein paar Wochen, leider hinke ich der Heftserie immer ein wenig hinterher. Aber Michelles Roman konnte mich von vorn bis hinten überzeugen. Nicht nur weil ich den Mausbiber Gucky so mag, sondern weil ihre Geschichte ungemein spannend geschrieben ist, da fiebert man bis zum Showdown mit. Die Idee einen „Meister der Insel“ zu erwecken ist genial und trotz des Technobabble sehr gut beschrieben. Auch der Schauplatz Connoort ist exotisch, bleibt aber immer glaubhaft. Die Beschreibungen halten sich in Grenzen, so das man sich als Leser selbst ein Bild davon malen kann.

Die Charaktere sind überzeugend, nicht nur Gucky, Lordadmiral Monkey und der Feline Vazquarion sondern auch die Antagonisten wie Lan Meota und natürlich der Bösewicht Vetris-Molaud sind treffend gezeichnet. Von letzterem kann ich ja nicht genug lesen, weil die Figur so herrlich bipolar ist. Er ist nicht einfach nur böse; seine logischen Handlungen sind stets nachvollziehbar und gerade das macht einen guten Bösewicht aus. Man kann sich in ihn hineinversetzen, so wie in Khan aus Star Trek-„Into Darkness“.
Gut dargestellt, fand ich auch das Dilemma, indem sich Gucky befindet. Einerseits muss er die Befehle des Lordadmirals ausführen, andererseits will er aber auch seine moralischen Grundsätze nicht verraten. Zum Glück, wird ihm am Ende die Entscheidung zum Teil abgenommen und er bekommt seine Teleporterfähigkeiten zurück.

„Faktor IV“ ist ein rundum gelungener Roman, auch wenn ich eine Woche für seine Lektüre gebraucht habe, weil ich von solchen Katastrophen wie Stürmen unterbrochen wurde. Dafür habe ich es um so mehr genossen. Danke Michelle!

Übrigens, Gucky wurde von Zeichner Arndt Drechsler, der ja auch auf der Buchmesse war, wieder sehr gut getroffen. Der Mausbiber wie er leibt und lebt.

Der etwas andere Perry Rhodan Film

ForbiddenPlanetErst kürzlich fielen mir meine Urlaubsfotos von Teneriffa wieder in die Hände. Und als ich die Bilder vom Teide betrachtete, musste ich unwillkürlich an den ersten und einzigen Perry Rhodan Film denken. Der lief vor gut einem Jahr auf Tele 5 unter der Rubrik: „Die schlechtesten Filme aller Zeiten“. Naja so ganz unrecht haben die Fernsehmacher damit nicht. Er ist wirklich nicht besonders gut. Als faszinierend empfand ich noch den Drehort, denn ein Großteil der Szenen entstand in der Caldera des Teide auf Teneriffa. Wenn man aufmerksam hinsieht, kann man im Hintergrund den Gipfel des Vulkans erkennen.

Aber eigentlich will ich gar nicht über „SOS aus dem Weltall“ sprechen, sondern über einen anderen Film mit einem ähnlichen Titel, der jedoch schon fünf Jahre vor dem Start der Heftromanserie in die Kinos kam und den man getrost als die Mutter aller Science Fiction Serien bezeichnen kann. Gestern Abend habe ich ihn wieder aus dem Regal geholt und angesehen; und bin wie immer fasziniert daran hängen geblieben.

„Forbidden Planet“ oder „Alarm im Weltall“ wie der deutsche Titel lautet, ist ein Meisterwerk und seiner Zeit weit voraus, nicht nur was die Tricktechnik angeht. Es ist eigentlich eine SF-Verfilmung von Shakespeares „Der Sturm“, woran man mal wieder sieht, wie viel Potenzial in den Klassikern steckt.
Es ist schon kurios wie sehr sich die deutschen Titel der beiden Filme ähneln und nicht nur das: Schon mal daran gedacht, das „Forbidden Planet“ der perfekte Perry Rhodan Film wäre? Eine neue Synchronisation und vielleicht ein paar Spezialeffekte am Beginn würden genügen, um daraus den Film zu machen, den sich die Fans schon immer wünschen.

Schaut man genau hin, so landet Perry Rhodan mit einer Spacejet auf einem fremden Planeten, der einst von einer hochentwickelten Rasse besiedelt war. Zusammen mit Bordarzt Manoli lüftet er ein Geheimnis der Spezies, die sich selbst als Lemurer bezeichneten. Am Ende muss er mit seiner Crew fliehen, bevor die alte Station der Lemurer sich selbst vernichtet …

Okay! Ich gebe zu, es gibt ein paar Einschränkungen:
Erstens, die Terraner würden nicht nur mit einer Spacejet landen, sondern mit einem Schlachtschiff der Imperiumsklasse. Zweitens, würden sie alles tun, um sich die Technologie der Lemurer für das Solare Imperium einzuverleiben. Naja zumindest bekommen sie im Film den Roboter. Und drittens, und das ist am unwahrscheinlichsten, Perry Rhodan würde nie das Mädchen verführen, obwohl mir das gefallen würde, im Gegensatz zu vielen anderen Perryfans.

Dennoch gibt es viele Parallelen. Ich kann mir gut vorstellen, dass nicht nur Gene Roddenberry seine Ideen aus diesem Film gezogen hat, sondern auch die Herren Ernsting und Scheer.

Im Übrigen finde ich Leslie Nielsen in der Rolle des Kommandanten perfekt. Das traut man ihm nicht zu, wenn man seine späteren Filme kennt.

Manta, Manta

Quelle: Perrypedia

Keine Angst, ich erzähle hier nichts über Mantafahrer, obwohl ich das könnte. :)
Nein, ich möchte über den PR 2788 „Die drei Tage der Manta“ von Christian Montillon berichten.

Schon die letzten vier Perry Rhodan-Romane habe ich verschlungen, aber diesen fand ich besonders gelungen. Das ist genau die Art Science Fiction bei Perry Rhodan die ich mag: Keine abgedrehten Figuren, keine komplizierten Beschreibungen von absurden Phänomenen, keine Namen, die ich nicht aussprechen kann; dafür jede Menge interessante Charakter, eine spannende Spionagegeschichte und viel intergalaktische Politik und alles an einem außergewöhnlichen, aber dennoch greifbaren Ort. Das machte unheimlich viel Spaß.
Neben Perry Rhodan und dem USO-Chef „Monkey“, erfährt man mal wieder von Vetris Molaud, jenem Bösewicht und Gegenspieler, der neben dem Atopischen Tribunal auf eine sehr clevere Art und Weise die Milchstraße unsicher macht. Das Ende des Romans ist tragisch, aber schlüssig und auch dieses Element hat mich grundlegend überzeugt.

Christian Montillons Romane klingen immer ein bisschen nach Jugendbuch, nun, schließlich schreibt er auch für „Die drei Fragezeichen“. Aber das soll keine Kritik sein, im Gegenteil, mit dieser Art des Erzählens kann er sicher sein, mehr als nur eine Generation anzusprechen.

Das beeindruckende Titelbild von Arndt Drechsler, welches den Ort der Handlung, eine gigantische Station im Orbit eines fremden Planeten zeigt, unterstreicht den positiven Eindruck, den der Roman bei mir hinterlassen hat. Von dieser Sorte Romane hätte ich gerne mehr.

Was koschd denn des Hefdle? …

… war der beste Satz des gestrigen Abends.

Gesehen haben wir eine Aufzeichnung der Sendung „Sag die Wahrheit“ vom SWR. In der Rate-Show musste eine Jury aus Prominenten unteranderem erraten, wer von drei Kandidaten, die alle behaupteten Perry Rhodan Autor zu sein, die Wahrheit sagt. Als Fan wusste man natürlich schon bei der Vorstellung der Kandidaten, wer der Gesuchte ist. Neben dem österreichischen Autor Michael Marcus Thurner (MMT), war auch Peter Dülp zu sehen, der die PRFZ leitet. Von der Jury kamen teils treffende Fragen, aber auch so manche Peinlichkeit. Wie der obige Satz einer älteren Dame aus dem schwäbischen (deren Namen ich schon wieder vergessen habe), die sogleich abwinkte und mit dem ganzen Thema überfordert schien. Genauso gebärdete sich auch Kim Fischer, frei nach dem Motto, dass ist ja nichts für uns Frauen. Es wurden wieder mal einige alte Klischees bedient.
Interessant fand ich den Auftritt von MMT, dessen stoische Gelassenheit zeitweise an einen Vulkanier erinnerte. Entweder ist der Mann wirklich so, oder er war nur aufgeregt.

Die meiner Meinung nach etwas schräge Show ist noch diese Woche in der Mediathek der ARD verfügbar. Man kann sie sich ansehen, muss es aber nicht.

News zum Newsletter

Das hätte ich ja fast vergessen…

Es gab noch eine positive Reaktion auf den neuen Newsletter (Nr.6), den ich im Februar für die PRFZ gemacht habe. Diesmal kam das Lob von ganz oben! :)

PERRY RHODAN-Redaktion: PRFZ-Newsletter zum sechsten

Da hab ich mich so richtig gefreut, das war mir die stundenlange Arbeit wert.
Nur der komische Kommentar des anonymen Users ist etwas seltsam. Der hat wohl noch nie was von HTML gehört? Mal davon abgesehen, dass der Newsletter als PDF verschickt wird. Es soll ja Leute geben, die ihn sich ausdrucken und ins Regal stellen wollen.