Ohne angeben zu wollen, bin ich stolz auf den Newsletter mit der Nummer 13. Nicht nur weil ich erstmalig acht Seiten füllen musste, sondern weil ich das Interview mit dem Layouter der »SOL« – Günter Puschmann – genial fand. Es sieht so aus als hätte das Frage-Antwort-Spiel nicht nur mir viel Freude bereitet.
Die PRFZ-Obersten haben mir das Okay gegeben, dass ich mich ab jetzt auf noch mehr Seiten »austoben« darf. Darüber freue mich, obwohl es mehr Arbeit bedeutet. Mir macht es tatsächlich Spaß, vor allem wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen und ihre Beiträge pünktlich abliefern.
Das den Newsletter auch die PERRY RHODAN-Redaktion würdigt, erfüllt mich natürlich mit noch mehr Stolz. Gestern erschien zum Newsletter ein Artikel auf der PERRY RHODAN-Homepage, der auch gleich ein paar zusätzliche Anmeldungen einbrachte.
Für die PRFZ tätig zu sein, finde ich sehr erfüllend. Viel mehr als bei manchem, was ich für meine Arbeitgeber tue. Als Nächstes steht die NEO-Kolumne für die »SOL« an, das wird ein weiterer großer Schritt für mich sein.
PERRY RHODAN NEO 120 – »Wir sind wahres Leben« von Rüdiger Schäfer
Auf der Heimatwelt des Plasmas kommt es zum Showdown zwischen dem bösen Posbi Aashra und den Menschen auf der CREST. Durch mehrere Ablenkungsmanöver gelingt es, einen Teil der Posbiflotte wegzulocken. Während Perry Rhodan, Tuire Sitareh, John Marshall, Tim Schablonkski und Cel Rainbow mit einer Spacejet ins Herz der Plasmawelt vordringen, bringt die CREST die Plasmaentität Anich ins Kian zurück. Rhodan hofft, mit Hilfe der Iilahatan die von Aashra manipulierten Posbis durch einen Neustart rebooten zu können. Das erweist sich als schwierig und gelingt nur durch das Opfer eines Mumarrad.
Am Ende ist Aashra besiegt, die Posbi stehen wieder unter der Herrschaft Anichs, die aus lauter Dankbarkeit den Menschen die Konstruktionspläne der Transformkanone sowie die Zugangsdaten zum Netz der Sonnentransmitter überlässt.
Alles in allem bildet der Roman einen versöhnlichen Abschluss der Posbi-Staffel. Es wird noch einmal richtig spannend. Wichtige Fragen werden beantwortet, Neue aufgeworfen und auch die Gefühlsebene kommt nicht zu kurz. Als Thoras Schwangerschaft erwähnt wird, klappte mir kurzzeitig die Kinnlade herunter. Werden wir einen Michael sehen oder eine Suzan oder vielleicht sogar beide oder jemand völlig anderen? Ich bin gespannt, was sich die Expokraten dazu ausdenken.
Leider ist es keine Punktlandung geworden, denn am Ende schreitet die Handlung so hastig voran, dass ich mich stellenweise fragte: was, wie und warum passierte? Zum Beispiel hätte das Manöver mit den Bestienschiffen ausführlicher beschrieben werden müssen. Außerdem war ich verwirrt, als bei Thoras Angriff plötzlich Posbischiffe mitmischten. Ein paar Erklärungen im Vorfeld, wie das Bündnis zustande kam, wären hilfreich gewesen. Da es ja im letzten Roman noch hieß, dass alle Posbis den Menschen feindlich gegenüberstehen. Vielleicht hätte man die Handlung auf zwei Romane verteilen müssen, um alles ausführlicher zu schildern.
Auch zwei essentielle Dinge aus den letzten Romanen wurden nicht aufgegriffen. Zum einen: Wo ist die Bujun! Befindet sie sich noch an Bord der CREST? Was ist mit ihr passiert? Wurde sie endgültig deaktiviert? Und zum zweiten: Was ist eigentlich aus der Zeitbombe geworden, die die LI-KONNOSLON an Bord hatte und für die Atlan die Verantwortung übernehmen sollte? Diese beiden Dinge hätten auf jeden Fall angesprochen werden müssen.
Ich will keine Plotholes auflisten, aber es gab Dinge, die mich gestört haben. Wenn der Impuls von Anich die Posbi quasi rebootet – im Roman klang der Vergleich zu einer formatierten Festplatte an – hätte er damit nicht auch die Erinnerungen aller Posbi und damit auch die von Kaveri und Atju löschen müssen? Ich meine, wenn ich meine Festplatte wegen eines Virus formatieren muss und kein Datenbackup habe, sondern nur die CD mit dem Betriebssystem, habe ich am Ende nur das bloße Betriebssystem auf meinem Computer aber keine Daten mehr. Möglicherweise funktioniert das bei Posbis anders und sie können ihre Erinnerung irgendwo virenfrei abspeichern, aber wenn nicht, wieso erinnern sich Kaveri und Atju an die Besatzung der CREST und helfen ihnen bei der Kommunikation mit Anich?
Und noch etwas ist mir aufgefallen. In der Szene, in der Eric Leyden mit Professor Oxley zusammentrifft, ist die Rede von dem Hibernal-Ejektor, den Oxley’s Team entwickelt hat. Die Wunderwaffe gegen die Posbi wird großartig erklärt und ich freute mich schon, sie im Einsatz zu erleben. Aber leider wurde sie nur in einem Nebensatz erwähnt. Wenn ich mir als Autor die Mühe mache und ein ganzes Kapitel (dass mir im Übrigen gut gefallen hat) in die Vorstellung einer Waffe stecke, dann muss ich sie dem Leser anschließend auch präsentieren. Dagegen wird irgendwann am Rande erwähnt, dass sich die Posbis darauf eingestellt hätten. Wobei ich an dieser Stelle nicht fragen werde, wie sie das bewerkstelligten. Vielleicht ist diese Szene auch einfach der Schere zum Opfer gefallen, wie Drehbuchautoren sagen würden.
Nachdem ich jetzt genug gemeckert habe, möchte ich auch noch etwas Positives loswerden, nämlich ein paar persönliche Anmerkungen zum Schreibstil des Autors. Wenn ich einen Text, wie den von Rüdiger Schäfer, an meinen Schreibcoach geschickt hätte, bin ich mir sicher, dass ich ihn mit vielen rot markierten Stellen zurückbekommen hätte, über denen »Geschwafel« gestanden hätte. Wahrscheinlich sehen auch einige Fans das so. Da sieht man mal, wie unterschiedlich die Geschmäcker sind, denn genau diese Stellen mag ich. Die Innansichten, die der Autor in seinen Romanen liefert, möchte ich genau so lesen. Für mich ist das kein Geschwafel, sondern ein wichtiger Bestandteil der Geschichte. Ebenso wie die kleinen persönlichen Szenen aus Perry Rhodans Privatleben. So etwas gefällt mir – darum sind die Romane von Rüdiger Schäfer für mich immer etwas Besonderes – im Gegensatz zu den hochtechnisierten Beschreibungen aus dem letzten Roman von Rainer Schorm. Mir ist als Leserin wichtig, dass ich mich mit den Figuren identifizieren kann, mich vielleicht in der einen oder anderen wieder entdecke und das beherrscht der Autor perfekt.
Mein Fazit: »Wir sind wahres Leben« bietet mir perfektes Leseerlebnis, neben einer durchdachten Handlung, die zwar nicht alle Fragen beantwortet, dennoch einige wichtige Aussagen bereithält.
PERRY RHODAN NEO Band 119 – »Die Wut der Roboter« von Rainer Schorm
Wie jetzt? Gucky war die ganze Zeit an Bord der CREST und Rhodan nimmt stattdessen psychisch labile oder anderweitig eingeschränkte Mutanten auf gefährliche Missionen mit? Das glaub ich jetzt nicht! Den ganzen Roman über hoffte ich, eine sinnvolle Antwort darauf zu bekommen, leider vergebens. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Expokraten den Mausbiber nach dem Tod von Fancan Teik einfach nur vergaßen. Ich weiß, Gucky stellt Autoren vor große Herausforderungen, weil er sowas wie der »Überallzugleichproblemlöser« ist. Mit einer Figur, welche die Protagonisten aus allen Lebenslagen retten kann, einen spannenden Plot zu entwickeln, ist schwierig. Deshalb wäre es mir lieber gewesen, die Exposéautoren hätten den Mausbiber daheim gelassen. Vielleicht mit der Erklärung, dass ihn der Tod des Haluters überforderte; er seine Mausbiberfreunde besuchen muss oder im Koma liegt, weil er versuchte durch einen Repulsorwall zu teleportieren … Halt, falsche Serie. Egal! Nur ein Satz der Guckys plötzliches Auftauchen erklärt hätte und ich wäre zufrieden gewesen. Aber so, kam ich mir verschaukelt vor.
Der Rest der Geschichte ist … Nun ja, schwer zu beschreiben. Sie liest sich wie ein rasanter Actionfilm. Es passiert viel, womöglich zu viel. Über die Anzahl der Handlungsstränge habe ich irgendwann den Überblick verloren. Was mich aber nur bedingt störte. Womit ich richtig zu kämpfen hatte, waren die Szenenbeschreibungen. Die waren oftmals zu kompliziert. Bei dem Versuch mir vorzustellen, wie es auf Uwawah aussieht, scheiterte ich kläglich. Und auch die Handlung verlief oft zu hastig. Ich fand keinen Leserhythmus und somit auch keinen Zugang zur Geschichte. Bei so viel Technobabble waren höchstens drei oder vier Kapitel drin, dann legte ich den Roman zu Seite. Kein NEO-Roman aus der Posbi-Staffel hat sich so anstrengend lesen lassen wie »Die Wut der Roboter«. Die andauernde Zerstörung und die Flucht der Protagonisten wiederholten sich irgendwann.
Vor allem der Versuch in die Bujun einzudringen und sie zu manipulieren, hat sich mir in seiner Umsetzung nicht erschlossen. Ich fand das nicht nur ziemlich weit hergeholt, sondern fragte mich die ganze Zeit über: Das Ding steht in einem Hangar, warum sprengen die nicht die Hangartore? Die explosive Dekompression hätte die Bombe ins All geblasen und damit runter vom Schiff. Überhaupt, warum an etwas manipulieren, was a extrem gefährlich ist und man b nicht mal annähernd versteht? Mutantenfähigkeiten hin oder her. Die Technologie der Bujun beruht auf einer völlig fremdartigen Konstruktion und folgt keinen den Menschen bekannten Mustern. Woher weiß Josue Moncadas was er tun muss? Wenn es einer der beiden Posbi versucht hätte, wäre es glaubwürdig gewesen. Und überhaupt: Trigital? – Nein! Das war mir zu abwegig.
Figurenzeichnung. Zwischenzeitlich hatte ich echt Mitleid mit Kai Hirdt. Da baut er mit viel Mühe eine glaubhafte Beziehung zwischen Tim Schablonski und Tani Hanafe auf, die vom Folgeautor in eine Farce verwandelt wird. Auch wenn Tani ärgerlich auf Tim ist, weil er sie in den Rücken geschossen hat, so passen ihre zickigen Reaktionen so gar nicht zu der Figur, die ich im vorherigen Roman kennengelernt habe. Überhaupt wirkten die albernen Streitereien aufgesetzt und nicht nur die zwischen den beiden. Ich finde dem Autor fehlt ein bisschen das Gespür dafür, Emotionen über die Figuren auf den Leser zu übertragen. Das Rainer Schorm Gefühle zur Nebensache deklariert, um dafür mehr Technik und Action in die Handlung zu bringen, mag nicht jedem gefallen. Hauptsache es knallt schön und es geht etwas zu Bruch. Nein, sowas mag ich nicht lesen, schon gar nicht in dieser Fülle.
Die Idee, die Gedankengänge der Posbi als Pseudoquellcode zu schreiben, war gut gemeint. Letztendlich ist sie aber nur ein Trick, die Handlungsflut zu bändigen, ohne auktorial zu werden. Ich fand dieses Stilmittel etwas unglücklich, weil es zwei völlig verschiedene Dinge miteinander zu vereinbaren versucht. Zum einen der in »Englisch« verfasste Code und andererseits die Erläuterungen der Posbi, die mehr an den Logbucheintrag einer Person erinnern. Für mich passte das nicht zusammen. Schon klar, dass das Plasma organische Züge trägt und vielleicht auch organisch denkt, dann hätte man aber die Computerbegriffe weglassen sollen. Oder man hätte alles in Quellcode schreiben müssen, wovon dann aber der Leser nichts verstanden hätte.
Zuletzt dann doch etwas Positives. Es gab einen Lichtblick in diesem Roman und das war die Szene, in der sich Eric Leyden Vorwürfe macht, den Posbi Char erschossen zu haben. Das war glaubhaft und gefiel mir außerordentlich gut. Von solchen Szenen hätte ich gern mehr im Roman gehabt.
Fazit: »Die Wut der Roboter« ist ein Beispiel dafür, dass zu viel Handlung einem Roman schaden kann. Mehr ruhige Phasen und ein bisschen mehr Realitätsnähe, was den Umgang der Menschen mit der Technologie der Liduuri betrifft und es wäre ein perfekter Roman geworden. Na ja fast. Die Sache mit Gucky nehme ich Rüdiger Schäfer und Michael H. Buchholz immer noch übel.
PERRY RHODAN NEO – Band 118 – »Roboter-Revolte« von Kai Hirdt
So so, die »judäische Volksfront« und die »Volksfront von Judäa« haben jetzt auch ihren Weg zu PR-NEO gefunden. Es ist doch immer wieder interessant, wie mir als Leser ein kleines Detail soviel Freude bereiten kann. Dabei habe ich den Monty-Python-Film seinerzeits höchstens ein- oder zweimal gesehen. Dennoch brachte die Erwähnung des »Brianismus« die Erinnerungen zurück. Gemeinsam mit dem darauffolgenden Dialog hatte mich der Autor schon an der Angel …
Ein zweites Ultimatum der Posbis zwingt Eric Leyden und die Wissenschaftler an Bord des Mehandor-Frachters dazu, die defekte Komponente der Roboter zu finden und zu reparieren. Sie bekommen zwar schnell heraus, was die Störung verursacht, aber nicht, wie man das entsprechende Ersatzteil herstellen kann. Damit am Ende nicht nur sie, sondern auch die Mehandor überleben, brauchen sie einen Plan B. Durch eine Meuterei der Mehandor-Besatzung gerät dieser Plan aber in Gefahr.
Eric Leyden ist ein besonderer Charakter und für einen Autor eine dankbare Figur, weil er im Gegensatz zu Perry Rhodan Ecken und Kanten aufweist, an den man ihn reiben kann. Kai Hirdt illustriert, meiner Meinung nach, den Wissenschaftler am schillerndsten von allen Autoren des NEO-Teams. Vielleicht sehe nur ich in seinem Eric Leyden den Sherlock-Darsteller Benedict Cumberbatch. Aber die Macken erinnern schon sehr an Sherlock Holmes oder Alan Turing (in »The Imitation Game«). Kritiker werfen den Expokraten vor, dass Charaktere wie Leyden überzeichnet sind und im realen Leben niemals bestehen könnten. Ich muss widersprechen. Wahrscheinlich kenne nicht nur ich Leute, die genauso sind, einen super Job haben, aber nicht annähernd die Genialität des Wissenschaftlers besitzen (im Gegenteil). Mit solchen Leuten arbeiten zu müssen, ist noch viel viel schlimmer. Dagegen ist Leyden ein Traum. Aber eigentlich will ich nicht nur über Eric Leyden sprechen, sondern vor allem auf Bell McGraw eingehen. Denn auch diese Figur gewann in dem Roman richtig an Format und ist mir inzwischen mit all ihren Unzulänglichkeiten richtig ans Herz gewachsen. Sie ist als Perspektive für den Leser ideal, weil man sich in ihr wiederentdeckt. Die Situation auf dem, von den Posbis kontrollierten, Schiff wurde vom Autor glaubhaft und mit einer Menge origineller Ideen beschrieben. Das dabei nicht jede Figur ins rechte Licht gerückt werden kann, ist nachvollziehbar und so bleiben Atlan und Tuire in diesem Roman nur Nebenfiguren. Was mich persönlich nicht gestört hat. Sogar bei den Auftritten von Kater Hermes nahm sich der Autor zurück, traf dabei dennoch genau den Ton, um Katzenbesitzern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
Im zweiten Handlungsstrang stand Tim Schablonski als tragender Charakter im Mittelpunkt. Nachdem Rhodan und seine Mitstreiter wohlbehalten aus der Vergangenheit zurückgekehrt sind, finden sie das Posbi-Schiff so gut wie verlassen vor und machen sich auf die Suche nach Aashra und der CREST. Ihr steiniger Weg führt sie auf den Heimatplaneten des Zentralplasmas. Plasmaintelligenz Anich wird von feindlichen Posbis angegriffen, die alle dem Befehl des bösen Posbi Aashra folgen.
Allein der »Ritt« auf den Posbis mit fünf Prozent Lichtgeschwindigkeit durch das System im Leerraum, war für mich weniger überzeugend. Es fällt mir schwer zu glauben, dass die NEMEJE nur über eine Fluchtkapsel verfügte. Aber darauf will ich nicht herumreiten. Neben den Posbis Kaverie und Atju gefiel mir in diesem Teil des Romans die Charakterisierung von Mutantin Tani Hanafe. Natürlich ist es ein Wagnis, eine psychisch labile Person auf eine so gewagte Expedition mitzunehmen. Im Nachhinein betrachtet, mag die Entscheidung vielleicht falsch gewesen sein. Ändern kann Rhodan daran aber nichts und so muss das Team damit leben. Die Annäherung zwischen ihr und ihrem Aufpasser Schablonski fühlte sich sehr glaubhaft an. Da standen Emotionen zwischen den Zeilen, die ich so vom Autor noch nicht kannte. Emotionale Kopplung nennt man das wohl, wenn der Leser in den Figuren aufgeht. Das klappt vielleicht nicht bei jedem, aber mir gefällt so etwas immer. Überhaupt zeigt der Autor mit Band 118 eine völlig neue Seite. So viel Gefühl in der Handlung und zwischen den Figuren kenne ich sonst nur von Exposéautor Rüdiger Schäfer. Ist es seinem Einfluss zu verdanken oder war es eine natürliche Entwicklung des Autors? Mit »Roboter-Revolte« ist Kai Hirdt über sich hinausgewachsen und hat ein neues erzählerisches Niveau erreicht. Das war so gut gemacht, dass im Gegensatz zu Schablonski und Hanafe Perry Rhodan stellenweise richtig schroff wirkte.
Mein Fazit: Ein spannender Roman mit einer durchdachten Geschichte, die das gesamte Gefühlsspektrum abdeckte. Meine Lieblingspassage ist der letzte Teil von Kapitel 11 (Schablonski versinkt im Plasma). So etwas möchte ich öfter lesen. Großartig! Und weil ich aus sicherer Quelle weiß, dass der Autor den Roman in gerade mal zwei Wochen geschrieben hat, ist meine Achtung vor Kai Hirdt nochmals um ein großes Stück gewachsen. Der Mann ist ein Phänomen!
PERRY RHODAN NEO – Band 117 – »Exodus der Liduuri« von Susan Schwartz
Wenn ich einen NEO-Roman von Susan Schwartz in der Hand halte, bin ich ja immer ein wenig skeptisch. Bisher haben mich ihre Beiträge zur Serie nicht überzeugen können. Deshalb blieb der Roman auch eine Weile liegen, bis mein Mann ihn mir vor der Nase weg las und ihn für sehr gut befand. Neugierig gemacht, stürzte ich mich ins Lesevergnügen. Und was soll ich sagen: Er hatte recht.
Die Zeitreisegeschichte um Perry Rhodan, Cel Rainbow, Tim Schablonski und Tani Hanafe war originell. Man erfuhr mehr über das Volk der Liduuri, ohne das die Autorin Infodump ablieferte, sondern die Informationen geschickt in die Handlung verwob. Welche schon fast als Familiensaga durchgehen könnte. Perry’s Suche auf Tiamur nach Dorain di Cardelah zog sich zwar etwas arg lang hin, war aber angesichts der Rahmenhandlung um die beiden di Cardelah Schwestern und den Exodus der Liduuri zu verschmerzen. Hin und wieder schüttelte ich angesichts der Mühelosigkeit, mit der sich Perry und seine Begleiter durch den Planeten bewegten, den Kopf. Das klang ziemlich unglaubwürdig. Doch als am Ende die Lösung präsentiert wurde, war ich echt baff. Da fügten sich plötzlich alle Puzzleteile zusammen. Das war großartig konzipiert.
Viele Fans werden jetzt sagen, dass ist ja alles überhaupt nicht logisch. Richtig, es ist deshalb nicht logisch, weil es sich um ein Prädestination-Paradoxon handelt. »Das Prädestination-Paradoxon ist eine temporale Kausalitätsschleife, bei der die bestehende Zeitlinie erst durch eine Manipulation derselben ihren jetzigen Zustand hat. Eine temporale Interferenz ist dazu vorbestimmt ein bestimmtes Ereignis in der Vergangenheit auszulösen.« (Quelle: Star Trek Wiki) Sprich, linear lebende Menschen können es nicht verstehen, weil es nicht der Logik ihres linear denkenden Verstandes entspricht. Kurz gesagt, Dorain hat die beiden Posbi manipuliert, weil er Rhodan getroffen hat. Und er hat ihnen die Anzüge hinterlassen, weil er wusste, dass sie zu viert sein werden. Schließlich saßen sie zu viert in seiner Wohnung. Dorain hat den Zeitsprung ermöglicht, nachdem er bereits passiert war. Und weil es eine Schleife ist, so hat sie auch keinen Beginn. Wie die Frage nach der Henne und dem Ei. Ich finde es toll, wenn man so um die Ecken denken muss und am Ende doch keine Lösung findet, weil einem der eigene Verstand im Weg ist.
Der Roman bietet außerdem viel Spielraum für Spekulationen. Anathema ist also die »Mirona Thetin« bei NEO, während ich mal darauf spekuliere das Agaior Thoton ein Nachfahre von Ges di Verren ist, vielleicht sogar Anathemas Sohn. Aus den zurückgelassenen infizierten Liduuri, haben sich wahrscheinlich die Menschen entwickelt, was ihre Immunität gegen den Taal-Staub erklären würde. Die Exposé-Autoren haben noch genügend Fragen offen gelassen, um sie in den nächsten Staffel hoffentlich aufzugreifen und fortzuführen. Denn ich würde gern wissen, wie es den Liduuri nach dem Exodus ergangen ist und was aus den Personen wurde, die die Autorin so plastisch zum Leben erweckte.
Nach dem ich mich jetzt beim Schreiben dieses Artikel ständig mit der Autokorrektur wegen der Begriffe herumschlagen musste, muss ich an dieser Stelle doch ein wenig Kritik loswerden. Ich hatte mitunter enorme Schwierigkeiten, die vielen Namen und Begriffe auseinanderzuhalten und fragte mich mehr als einmal: Wer war das jetzt nochmal, und was bedeutete das jetzt wieder? Es kann sein, dass nur mir das so geht, weil ich mir prinzipiell Namen schlecht merken kann, aber wenn sie schon so gehäuft vorkommen müssen, sollten sie nicht so kompliziert sein. Das gilt jetzt nicht nur für diesen Roman, sondern auch für alle anderen. Hier fiel es mir nur extrem auf.
Mein Fazit für »Exodus der Liduuri«, fällt dennoch durchweg positiv aus. Er gehört definitiv zu den Höhepunkten der Posbi-Staffel. Ich denke, dass es Susan Schwartz‘ bisher bester Beitrag zum NEO-Neustart war. Nicht nur was die Originalität der Geschichte anging, sondern auch in ihrer Umsetzung. Das die »Familiensaga« vielen männlichen Lesern nicht gefallen wird, ist ohnehin klar. Geschmäcker sind verschieden und genau deshalb wird PERRY RHODAN NEO auch von vielen unterschiedlichen Autoren geschrieben, damit jeder von uns Lesern auf seine Kosten kommt.
Ein Dankeschön an die Autorin und die Expokraten für diesen exzellenten Roman. Das war ganz großes Kino.
Endlich! Ich hatte es ja schon lange vor, aber endlich hat es mit einem Besuch des PERRY RHODAN-Stammtischs in München geklappt.
Der PR-Stammtisch »Ernst Ellert« wurde nach einer Figur der Serie benannt, die aus München stammte. Er findet jeden ersten Donnerstag im Monat statt. Obwohl ich bereits auf dem Garching Con einige der Fans vom Stammtisch kennengelernt hatte, war ich dennoch neugierig, was mich so erwarten würde.
Gleich nach der Arbeit machte ich mich auf den Weg und kam dabei durch Münchner Stadtviertel, die ich noch nie besucht hatte. Zwölf Jahre habe ich in der Landeshauptstadt gewohnt, aber durch die Straßen, durch die mich die Trambahn an diesem Tag mitnahm, war ich nie gekommen. Vom Sendlinger Tor aus durchs Glockenbachviertel, über die Isarauen, den Nockerberg hinauf bis nach Giesing, entdeckte ich ein völlig neues Gesicht von München. Allein das war den Stammtischbesuch wert.
Im Lokal »St. Bennos Einkehr« waren bereits viele Plätze besetzt. Ich fragte mich zum PR-Stammtisch vor und wurde von der Bedienung in einen Nebenraum geschickt. Dort hatten sich schon ein paar Fans eingefunden. Ich setzte mich zu Peter Duelp, dem langjährigen Vorstand der PRFZ, an den Tisch und bestellte bei der Bedienung etwas zu trinken. Wir unterhielten uns über die verschiedenen Münchner Stammtische und die wechselnde Qualität der Lokalitäten. In der Zwischenzeit trafen weitere Fans ein. Wie zu erwarten, war der Altersdurchschnitt recht hoch. Die Ausnahme bildete ein junger Student, der im Laufe des Abends seine Studienarbeit zum PERRY RHODAN-Film präsentierte. Später kam auch mein Mann dazu, dessen Daily Perry-Shirt mit den »Lubots« allgemeinen Anklang fand. Nach einem schmackhaften Essen unterhielt ich mich sehr nett mit Ekkehard Brux, dem Redakteur des letzten Garchinger Conbuchs und sprach mit dem Studenten über klassische Science Fiction-Verfilmungen. Dabei legte ich ihm den Film »Forbidden Planet« ans Herz, den ich immer noch für den besseren »PERRY RHODAN-Film« halte.
Gegen neun Uhr verabschiedeten wir uns. Ein bisschen überrascht, war ich ja schon, dass ich die einzige Frau an diesem Abend geblieben war. Uschi Zietsch (PR-Fans besser bekannt unter ihrem Pseudonym Susan Schwarz) war dieses Mal nicht dabei und auch von den anderen weiblichen Fans war keine gekommen. Vielleicht ist das ja beim nächsten Mal besser. Wenn es mal wieder klappt, werde ich dem Stammtisch sicher erneut einen Besuch abstatten.
Als wir zum Auto gingen, entdeckte ich auf der gegenüberliegenden Seite der Strasse ein sehr hohe Mauer, hinter der sich Gebäude mit vergitterten Fenstern verbargen.
»Ist es das, was ich denke?«, fragte ich meinen Mann.
Er lachte und antwortete: »Du bist in der Stadelheimer Straße, was sollte es sonst sein.«
Es war tatsächlich die bekannte Justizvollzugsanstalt Münchens. So habe ich die auch endlich mal in echt gesehen.
Eineinhalb Jahre betreue ich jetzt den Newsletter der PRFZ. Ich versuche ihn so regelmäßig wie möglich erscheinen zu lassen. Also alle zwei Monate. Natürlich klappt das nicht immer, weil dann doch die eine oder andere Neuheit auf sich warten lässt oder weil unvorhergesehene Dinge passieren, die eine sofortige Reaktion erfordern, wie zum Beispiel nach dem Tod des Autors Rainer Castor, wo wir uns entschieden, einen Sondernewsletter herauszubringen.
So ist es auch in diesem Monat. Der aktuelle Newsletter mit der Nummer 13 verzögert sich, weil viele Dinge noch im Fluss sind und erst Anfang Mai feststehen werden. Publikationen, die zum Colonia Con erscheinen sollen, gehen erst dieser Tage in den Druck und so tröpfeln die Informationen nur nach und nach herein. Um aber den Fans zu zeigen, was sie auf dem Colonia Con am Stand der PRFZ erwartet, müssen diese Informationen zwingend in den kommenden Newsletter. Zumindest das Interview und ein Großteil der Beiträge sind fertig, auch das Layout steht bereits.
Damit das Warten in diesem Monat nicht zu lange währt, wird es einen EXTRA-Newsletter zum Austria Con 2016 geben. Der ist fertig und wurde gestern von mir an die PRFZ weitergegeben. Wann er verschickt wird, ist noch offen. Je nachdem, wann die Verantwortlichen Zeit haben. Schließlich arbeiten die genauso ehrenamtlich für die PRFZ wie ich. Das besondere an der EXTRA-Ausgabe des Newsletter ist, dass er auch an Nichtmitglieder weitergegeben werden darf. Er enthält einen Überblick über die Vorbereitungen zum Austria Con 2016 in Wien und ein Gespräch zwischen Roman Schleifer und mir zu dem laufenden Exposé-Wettbewerb.
Den EXTRA-Newsletter stelle ich an dieser Stelle allen Interessierten zum Download zur Verfügung: PRFZ NL 13-Austria Con
PERRY RHODAN-ARKON Band 2 – »Aufstand in Thantur-Lok« von Susan Schwartz
Ich muss gestehen, dass mich der Roman von Susan Schwartz etwas unbefriedigt zurücklässt. Nach dem fulminanten Start durch Marc A. Herren und dem dritten ARKON-Band von Ben Calvin Hary fällt dieser Roman ein wenig ab. Warum das so ist, darüber habe ich lange nachgedacht und versuche mich hier an einer Erklärung.
In der Haupthandlung mit Perry Rhodan, Gucky und Sahira erzählt die junge/alte Frau in kurzen Rückblicken aus ihrem Leben. Man erfährt, nicht nur wie sie aufgewachsen ist sondern auch wer ihre Eltern sind und wer ihr Großvater ist. Und das ist einer der Punkte, die mich gestört haben. Meiner Meinung nach kommen diese Informationen, vor allem in ihrer Klarheit, etwas zu früh in der Serie. Das hätte man aus Spannungsgründen ruhig noch etwas nach hinten schieben können.
Für das Verständnis der Sahira-Kapitel musste ich bisweilen die Perrypedia konsultieren. Da ich nicht so fest im Perryversum verwurzelt bin, fehlen mir oft die notwendigen Kenntnisse. So musste ich erst einmal nachschlagen, was »Nocturnen« sind und auch »Moira« kannte ich nur vom Hörensagen. Das soll jetzt keine Kritik an der Geschichte sein, sondern im Gegenteil. Ich möchte meine Bewunderung ausdrücken, wie gut es Susan Schwartz gelungen ist, Sahiras Hintergrund im Perry Rhodan Kosmos zu verankern. Dazu gehört umfangreiches Wissen über die Zusammenhänge und eine ausführliche Recherche. Insoweit hat mir dieser Teil des Heftromans gut gefallen.
Weniger gut war die Schlaglichtartig aufgebaute Nebenhandlung, die die Auswirkungen des Impuls‘ auf die Arkoniden in Thantur-Lok zeigen sollte. Durch die vielen kleinen Szenen mit wechselnden Schauplätzen und Protagonisten wird die Gesamthandlung regelrecht zerrissen. Die Minigeschichten bleiben Bruchstücke ohne roten Faden. Erst am Ende bekommt man mit, dass der aktivierte Extrasinn die Gemeinsamkeit darstellt. Es war gut gemeint, aber für mich als Leser in der Fülle der Namen und Orte viel zu verwirrend, vor allem im Mittelteil. Ich weiß nicht, wessen Idee es war, aber so richtig hat es für mich nicht funktioniert und ich mag eigentlich Episoden-Geschichten.
An dieser Stelle möchte ich mich noch zum Stil der Autorin äußern, weil er sich doch von dem anderer PR-Autoren unterscheidet. Stellenweise, besonders bei den ersten Szenen um Sahira, erinnerte mich der Roman an FanFiction und das meine ich jetzt nicht negativ. Die Autorin geht sehr ambitioniert vor und verleiht ihren Protagonisten einen soliden emotionalen Hintergrund. Ich finde das immer sehr wichtig und leider wird es von dem einen oder anderen PR-Autor in dieser Form nicht umgesetzt. Andererseits fehlte mir jedoch in »Aufstand in Thantur-Lok« die Finesse – das Besondere, das einen professionellen Autor ausmacht. Ich weiß aus den NEO-Bänden, dass die Autorin das eigentlich gut kann. Hier ging es mir irgendwie ab.
Der letzte Punkt, um meinen Rundumschlag perfekt zu machen, betrifft den Lektor. Was war denn da los? Da hatte jemand einen ganz schlechten Tag. Bereits auf den ersten Seiten habe ich mehrere Passagen mit auktorialer Perspektive entdeckt, die für sich gesehen, mich nicht weiter gestört hätten, wenn sich die Perspektive nicht innerhalb des Kapitels (Szene) in eine personale umgewandelt hätte. Wenn mir das als Laie schon auffällt, sollte es einem Lektor erst recht ins Auge springen, oder …?
Wie ich im Forum mitbekommen habe, gab es nach ARKON-Band 3 einen Lektorenwechsel. Ich mutmaße, dass es zwingende Gründe gegeben haben muss, mitten in der Serie den Lektor auszutauschen, und das die Qualität der Arbeit an ARKON 2 einer der Gründe dafür gewesen ist. Aber das ist reine Spekulation.
Mein Fazit zum Schluss: »Aufstand in Thantur-Lok« ist eine routiniert geschriebene Geschichte mit emotionalem Tiefgang aber auch deutlichen Schwächen. Der Konzeption der Serie macht das keinen Abbruch, die finde ich nach wie vor sehr gelungen.
Es ist noch eine Weile hin bis zum AustriaCon, der vom 30.9. bis 2.10.2016 in Wien stattfindet. Aber noch sind die limitierten Tickets für den Bürgermeisterempfang am 30.9. im Wiener Rathaus erhältlich.
Für alle Unentschlossenen gibt es seit gestern noch einen zusätzlichen Anreiz sich anzumelden, denn zum AustriaCon hat sich ein weiterer Bestsellerautor angekündigt und was für einer: Er ist „DER“ deutschsprachige SF-Autor und man bekommt ihn, seit er nach Frankreich umgesiedelt ist, in Deutschland nur noch selten zu Gesicht. Die Rede ist von Andreas Eschbach.
Neben Andreas Gruber und Andreas Brandhorst ist er der dritte Thriller- und SF-Bestsellerautor der die Gästeliste bereichert.
Wer also Andreas Eschbach oder die beiden anderen Autoren mal Live und in Farbe erleben möchte: Nichts wie hin zum AustriaCon 2016 nach Wien. Ach ja, natürlich werden auch jede Menge PERRY-RHODAN-Autoren vor Ort sein.
Mehr Infos zum AustriaCon 2016 gibt es hier. Übrigens beim Con gibt es freien Eintritt.
PERRY RHODAN Arkon Nr. 1 »Der Impuls« von Marc A. Herren
Gerade erst hat Perry Rhodan seinen Urlaub angetreten und prompt wird er von Bully gebeten, ihn bei einer eiligst einberufenen Konferenz im Kugelsternhaufen M13 zu vertreten. Kein Geringerer als der arkonidische Imperator Bostich, der auch gleichzeitig der 1. Vorsitzende des Galaktikums ist, bittet die Vertreter der wichtigsten Welten des Galaktikums an einen Tisch. Doch es »ist etwas faul im Staate Dänemark«. Vor wenigen Tagen fingen Messstationen in der ganzen Galaxis einen starken Hyperimpuls auf. Der gleiche Impuls, der die geheimnisvolle Patientin eines Ara-Medikers aus dem Heilschlaf weckte. Sie warnt von einer dunklen Gefahr, die nur von Perry Rhodan aufgehalten werden kann. Und als Perry zusammen mit Gucky und der uralten und gleichzeitig jungen Patientin Sahira schließlich am Ort der Konferenz eintreffen, ist nichts so, wie es scheint. Imperator Bottich ist nicht mehr er selbst, denn er will plötzlich die freien Welten des Galaktikums für das arkonidische Imperium zu erobern. Die Konferenz war nur eine Falle, um die Residenten der betroffenen Planeten festzusetzen. Perry Rhodan gelingt die Flucht, doch er fragt sich, wer den Impuls ausgelöst hat und was dahinter steckt.
Schnörkellos und mit viel jugendlicher Frische erzählt der Autor seine Geschichte, ohne das der Leser auf das echte PERRY RHODAN-Feeling verzichten muss. Die Figurenzeichnung ist liebevoll und stimmig. Gucky ist Gucky, wie man ihn kennt und mag. Selbst mit Perry Rhodan, als Figur für jeden Autor ein Alptraum, gelingt ihm ein zielstrebig und offensiv handelnder Charakter. Während Sahira noch geheimnisvoll bleibt, werden viele Nebenfiguren, wie der Ara-Mediker mit dem »süßen« Namen Aspartamin, sehr schön dreidimensional geschildert. Das macht einen unterhaltsamen Roman aus. Das Tempo bleibt über den ganzen Roman hinweg hoch, ohne in Hektik auszuarten. Es werden keine Lösungen aus dem Hut gezaubert, die Handlungen sind nachvollziehbar und auch die beiden Helden Gucky und Rhodan machen den einen oder anderen Fehler. Die Geschichte ist gut ausgedacht und enthält für einen Einstiegsband genau die Dosis an Information und Spannung die notwendig ist, um Leser zum Weiterlesen zu animieren.
Gut gemacht! Ich bin schon gespannt, wie es mit der Geschichte weitergeht und was es mit dem geheimnisvollen Impuls auf sich hat.