Bye, Bye Weihnachtsbaum

Gestern haben wir unseren Weihnachtsbaum „entschmückt“ und der forstwirtschaftlichen Weiterverwertung (sprich meinem Schwiegervater) zugeführt. Unser kleines Wohnzimmer ist jetzt wieder ein paar Quadratmeter größer und wir können endlich unsere Weihnachtsgeschenke (Bücher und DVD’s) im Regal verstauen.

An sich finde es ja traurig nur wegen zwei Wochen im Jahr so ein Bäumchen zu fällen. Es hat viele Jahre gebraucht, bis es so groß geworden ist. Schon aus rein ökologischen Gesichtspunkten und auch deshalb, weil wir Weihnachten ja nicht mal daheim verbracht haben, hätte ich in diesem Jahr keinen Baum gebraucht. Aber mein Mann hat in diesem Punkt keinen Widerspruch geduldet, also habe ich gute Miene dazu gemacht.

Ich weiß nicht, aber irgendwie war mir diesmal nicht so richtig nach Weihnachten. Woran das lag, konnte ich aber an nichts festmachen. Ich hatte einfach keine Lust in Besinnlichkeit den Baum zu schmücken und dabei waren wir sogar für zwei Weihnachtsbäume (unseren und den meiner Eltern) zuständig.

Jetzt ist es vorbei und ich bin ganz froh darüber. Geblieben sind nur ein paar Fotos und das schlechte Gewissen, dass es nun mindestens zwei Bäume weniger im Wald gibt.

Baum_2 Baum_1 Baumschmuck

Smartphonewahnsinn hoch zu Ross

Verrückte Welt könnte man meinen! Da sitzt jemand reitend auf einem Pferd und spricht nebenher in sein Smartphone. Da stellt sich mir doch gleich die Frage: An sich ist telefonieren am Steuer ja verboten, bezieht sich das jetzt auch auf Pferde und andere Reittiere? Nun hat ein Pferd den einscheidenden Vorteil, es wird schon wissen, wo es hin soll und vor einem Hindernis anhalten, sofern es nicht darüber springen kann. Oder?

In solchen Momenten kann ich eigentlich nur mit dem Kopf schütteln. Muss man sich von der Technik so sehr vereinnahmen lassen, dass man sich dabei von einer so naturverbundenen Tätigkeit wie dem Reiten, ablenken lässt? Ist es nicht die Suche nach Ruhe und Erholung, die uns dazu bringt auf ein Tier zu steigen, das uns durch die Natur trägt?

Vielleicht sehe ich das ja ein wenig zu verklärt, ich weiß es nicht. Ich habe mir angewöhnt, mein Telefon daheim zu lassen, wenn ich spazieren gehe.  Ich finde, dass ein Mensch das Recht hat, unerreichbar sein zu dürfen, um einfach mal mit sich und der Natur ins Reine zu kommen. Die Menschen, denen das nicht gelingt, kann ich nur zutiefst bedauern. Besonders solche die anscheinend die essentielle Bedeutung der Einheit von Pferd und Reiter irgendwie vergessen haben. Das Pferd machte nämlich keinen besonders glücklichen Eindruck.

pferdundreiter

Endlich Winter!

Seit etwa einer Woche hat der Winter Einzug gehalten. Ich mag den Winter mit seiner Kälte und den Schneefällen, das gehört einfach dazu. Da ja der letzte Winter die Bezeichnung eigentlich nicht verdient hatte, freue ich mich um so mehr über den vielen Schnee, der in den letzten Tagen gefallen ist. So haben wir es doch noch geschafft, wenigstens einmal im Jahr 2014 die Langlaufski auszuführen. Es ging zwar etwas zäh, was vor allem am Neuschnee und den schlecht präparierten Ski lag, aber es hat mein Gewissen beruhigt, mich zwischen den Feiertagen wenigstens ein wenig sportlich betätigt zu haben. Gestern und heute waren wir wieder und es ging schon viel besser. Es schien auch noch die Sonne, und da wir morgens um 10 Uhr die ersten in der frisch präparierten Loipe waren, war es einfach traumhaft.

Ich gebe ja zu, dass ich jetzt nicht wirklich eine gute Figur auf Skiern abgebe. Obwohl ich als Thüringerin es eigentlich besser können sollte, aber ich kämpfe mich tapfer voran. Auch wenn ich froh bin, dass die von uns favorisierte Loipe relativ eben ist und ich keinen Hügel runterfahren muss. (Ich kann nämlich nicht bremsen.)
Mein Mann hatte mir vor Jahren mal einen Skatingkurs zu Weihnachten geschenkt. Das hat unheimlichen Spaß gemacht, mich konditionell aber einfach überfordert. Skating ist anstrengender, als es aussieht. Deshalb beneide ich immer die Leute, die in diesem Stil an mir vorbei rauschen, während ich in der Loipe nur langsam voran schleiche. Mich treibt vor allem der Ehrgeiz an, der dann aber meist größer ist als mein Durchhaltevermögen.

Am Nachmittag waren wir noch spazieren und ich konnte ein paar schöne Fotos vom tief verschneiten Waging machen. Die Salzburger Berge versteckten sich leider hinter einer Dunstschicht, aber es war auch so schön anzusehen.

Winter_Waging_2015

Mit Schweinkram ins neue Jahr

41q0DzQ0LqLAlan Bennett, „Schweinkram – Zwei unziemliche Geschichten“

Das geht ja gut los! Das Jahr hat gerade begonnen und schon überfalle ich meine Blog-Leser mit Sauereien. :)
Als ich das Buch auspackte, sagte mein Mann gleich: „Das ist das Richtige für dich.“
Dem kann ich nicht widersprechen, er kennt mich eben. :)

Jetzt aber mal ernsthaft. Die beiden Geschichten drehen sich tatsächlich um „das Eine“, ohne jedoch schlüpfrig zu sein oder gar pornographisch. Bennett gelingt es, erotische Spannung zu erzeugen, ohne das Offensichtliche zu beschreiben. Die Worte klingen gewählt und wie es sich für einen Engländer eben gehört, ganz Gentlemanlike. So hat der Aufdruck auf der Buchrückseite, „Prüde Briten? Von wegen!“, durchaus seine Berechtigung, auch wenn sich der Leser nicht all zuviel davon erhoffen sollte, denn ins Detail geht der Autor nicht.

Ich möchte nicht viel über den Inhalt erzählen, denn das könnte das Lesevergnügen schmälern. Mir war vorher nichts über den Roman bekannt und ich war nach anfänglicher Verwirrung – Worum geht es hier eigentlich? – sehr schnell Feuer und Flamme. Nur soviel: „Mrs. Donaldson erblüht“ handelt von einer Witwe, die auf sehr ungewöhnliche Weise ihren Lebensunterhalt aufbessert. Als sie auch noch ein Zimmer in ihrem Haus an ein junges Pärchen vermietet, hat das unvorhersehbare Konsequenzen.
„Mrs. Forbes wird behütet“ ist eine Fünfecksgeschichte (in Anlehnung an Dreiecksgeschichte) und überrascht den Leser mit allerlei verzwickten Wandlungen.

Alan Bennetts britischer Humor ist scharfzüngig und unterschwellig aber stets treffend. Manche seiner Formulierungen sind einfach köstlich. Doch eines hat mich an dem Buch verwirrt. Jemand wie ich, der sich gerade mit Erzählperspektiven und Zeitformwechseln auseinandersetzt, hat am Anfang so seine Probleme. Denn der Autor hält sich so gar nicht an die Gesetze, die einem als Nachwuchsautor eingetrichtert werden. Da stehen drei Dialoge in einem Absatz, die in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft stattfinden und dazwischen wechselt die Erzählperspektive mindestens zweimal. Das ist echt verwirrend, verleiht dem Ganzen aber einen besonderen Reiz. Wenn man sich daran gewöhnt hat, ist das sogar recht unterhaltsam. Aber wenn ich das als Anfänger genauso schriebe, würde ich vom Lektor wahrscheinlich einen mahnenden Verweis ernten. Da sieht man mal wieder, je etablierter man als Autor ist, desto mehr darf man sich herausnehmen.

Weil es aber amüsant und spannend geschrieben ist, bekommt das Buch dennoch von mir das Prädikat lesenswert. Außerdem ist der edle Leineneinband im Bücherregal durchaus hübsch anzusehen.

Jahresrückblick

Heute am letzten Tag des Jahres ist es an der Zeit einen Blick aufs alte Jahr zurückzuwerfen. Wie immer verging es viel zu schnell, ein Eindruck der sich mit zunehmenden Alter wohl steigert. Wo soll das bloß hinführen? :)

Gesellschaftspolitisch gehört das Jahr 2014 zu einem der katastrophalsten der letzten Jahrzehnte, doch darüber möchte ich nicht schreiben, dass haben genügend andere in den vergangenen Tagen und Wochen vor mir getan. Ich möchte mich hier auf meine persönlichen Erlebnisse beschränken.

2014 war ein Jahr, das in vielerlei Hinsicht etwas besonderes darstellt. Nicht nur das ich in diesem Jahr meinen 40. Geburtstag gefeiert habe, nein ich denke auch, dass ich in diesem Jahr endlich die Weichen für meine Zukunft neu gestellt habe. Was ich seit Jahren vor mir herschiebe, hat sich heuer wie von selbst verwirklicht. Meine Unschlüssigkeit darüber, was ich aus meinem, verkorkst möchte ich es zwar nicht nennen, aber recht unbefriedigenden Berufsleben machen möchte, hat sich gelegt. Mir ist inzwischen sehr viel klarer, wo ich hin will und was ich tun möchte. Aber ich weiß auch, dass es bis dahin noch ein weiter Weg ist und viel Durchhaltevermögen von mir erfordert. Für 2015 sieht es für meinen derzeitigen Brotberuf düster aus, doch vielleicht ist das genau der Anstoß, den ich brauche, um endlich etwas zu ändern.

Auch in diesem Jahr habe ich alte Freunde verloren und neue hinzugewonnen, bin Menschen begegnet, die mich beeindruckten, oder über die ich mich geärgert habe. Ich habe neue Dinge gelernt und alte Meinungen über Bord geworfen. Dabei bin ich dankbar für jede Erfahrung, egal ob positiv oder negativ, die mir zuteil wurde.

Kurioserweise bin ich durch einen einzigen deutschen Spielfilm darauf gestoßen, dass wir Deutschen sehr wohl gute Filme machen können und es so phantastische Schauspieler wie David Rott und Maximilian Brückner in Deutschland gibt. Seit dem finden sich im heimischen DVD-Regal eine Reihe sehr guter deutscher Spielfilme mehr. Natürlich habe ich nicht nur gute Filme gesehen, sondern auch ein paar sehr gute Bücher gelesen. Ein paar nicht so gute waren auch dabei, aber das gehört dazu. Über einiges davon habe ich hier bereits geschrieben.

Was sich im letzten Jahr mit der Lektüre diverser Perry Rhodan Silberbände bereits angedeutet hatte, hat sich in diesem Jahr fortgesetzt und mich zu einem Fandom-Wechsel bewogen. Vielleicht ist Wechsel nicht gerade das richtige Wort, denn ich habe Star Trek ja nicht wirklich den Rücken gekehrt, aber meine Prioritäten haben sich doch etwas verschoben. Inspiriert durch das Perryversum habe ich damit begonnen PR-Fanfiction zu verfassen und war mutig genug, sie auch an der richtigen Stelle einzureichen. Das war eine der wichtigsten Entscheidungen, die ich im Frühjahr getroffen habe. Zusammen mit der besten Entscheidung meines Lebens an einem professionellen Schreibseminar teilzunehmen. Beides hatte viele positive Konsequenzen: Unteranderem der Beitritt zur Perry Rhodan Fan Zentrale, bei der ich meine Geschichte im Rahmen der FanEdition veröffentlichen durfte und die mich daraufhin kurzerhand zum Redakteur des alle zwei Monate erscheinenden Newsletters gemacht haben. Die neue Perspektive die ich durch das Seminar in Wolfenbüttel auf mein bisheriges schriftstellerisches Tun bekommen habe, hat mich auch in meiner Persönlichkeit mehr verändert, als vieles vorher. Und wird hoffentlich auch im nächsten Jahr Früchte tragen.

„Das passt ja so gar nicht zu dir!“ Die Aussage bekam ich im letzten Vierteljahr, des öfteren zu hören, wenn ich mit meinem selbst gemachten Punk-Schmuck irgendwo erschien. Ja, noch vor einem Jahr hätte ich dem zugestimmt. Punk war etwas Fremdes, dass ich stets als negativ eingestuft habe. Heute sieht das anders aus. Ich würde nicht soweit gehen, das mich der anarchistische Grundgedanke völlig umgekrempelt hätte, aber er hat meinen Kontrollzwang gebremst und meine Existenzängste gelindert. Seitdem sehe ich offener und lockerer in die Zukunft, frei nach dem Motto: Irgendwie geht’s immer weiter.

Für uns alle hoffe ich, dass das Jahr 2015 ein wenig friedlicher verläuft und das wir uns vor der Zukunft nicht fürchten müssen.
In diesem Sinne wünsche ich all meinen Lesern ein gutes neues Jahr!

Bild des Jahres

MEDION DIGITAL CAMERANebenstehendes Bild entstand im Jahr 2004 in meiner Münchner Wohnung.
Es zeigt mich, wie mich wahrscheinlich die wenigsten kennen: Sehr „Offenherzig“ und mit Kontaktlinsen. Der Grund dafür war eigentlich ein rein trivialer: Ich brauchte ein Bild von mir, dass ich ins Fenster eines Holzhäuschen kleben konnte, das ich als Spardose für einen guten Freund gebastelt hatte. Und natürlich sollte das Bild zu dem dortigen Blumenkasten und den Fensterläden passen. :)
Aufgenommen wurde das Foto von einem Kollegen, mit dem ich diesen Spaß bedenkenlos durchziehen konnte. Am Ende gefiel mir das Bild so gut, dass ich davon ein paar Magnete in Postkartengröße anfertigen ließ. Besagter Kollege bekam als Dankeschön eben einen dieser Magnete und seitdem prangte mein Konterfei am Kühlschrank der Technikabteilung eines großen Medienbetriebes in München. Und das obwohl ich immerhin schon ein paar Jahre nicht mehr dort arbeitete.
Letztens bekam ich einen Anruf, bei dem mir von einem herben Verlust berichtet wurde. Irgendjemand hatte sich wohl den Magneten mit meinem Bild unter den Nagel gerissen und die Kollegen trauerten nun darum. Da erinnerte ich mich, dass irgendwo im Chaos (zumindest für Außenstehende) meines heimischen Schreibschranks noch ein paar der Magnete liegen mussten und tatsächlich … Ich fand sie und schickte einen davon zusammen mit lieben Weihnachtsgrüßen an die ehemaligen Kollegen.
Heute bekam ich die Nachricht, dass das Bild nun wieder an Ort und Stelle hängt.

Es ist schön zu sehen, wie man Menschen mit ganz einfachen Dingen glücklich machen kann.

Fürs Internet wurde das Bild von mir mit einem Zensiert-Stempel versehen, denn man weiß ja heutzutage nie, wo sowas am Ende landet. :)

MdI – nostalgisch verklärt?

Seit gut zwei Jahren lese ich jetzt die Perry Rhodan Silberbände. Inzwischen bin ich bei Band 23 „Die Maahks“ und damit am Beginn des „Meister der Insel“ – Zyklus (kurz MdI). Ein Zyklus, der bei den meisten Fans als einer der Besten der ganzen Reihe angesehen wird. Bisher will ich dem noch nicht so recht zustimmen, aber was nicht ist, kann ja bekanntlich noch werden. Durch die Bände 21 und 22 („Die Straße nach Andromeda“ und „Die Schrecken der Hohlwelt“ musste ich mich regelrecht quälen. Ich glaube, ich habe noch nie so lange für einen Silberband gebraucht. „Die Maahks“ ist zwar etwas besser, aber ich habe dort einen ziemlich groben Fehler entdeckt. Da wird aus dem japanischen Seher-Mutant Wuriu Sengu kurzerhand ein Afro-Terraner gemacht. Ich habe erstmal gestutzt, weil ich mir nicht sicher war, dann aber in der Perrypedia nachgeschlagen und festgestellt, das mich meine Erinnerung doch nicht getrogen hatte. Sengu ist Japaner.
Das ist sicher eine Kleinigkeit, aber angesichts dessen, dass es genügend Perryfans gibt, die über den Zyklus der gerade laufenden Erstausgabe („Das Atopische Tribunal“) herziehen und schreien, dass früher ja alles besser gewesen sei, möchte ich da ganz eindeutig widersprechen. Die damaligen Geschichten sind viel abgefahrener, als das, was heute erzählt wird. Dafür würden Redaktion und Autoren heutzutage wahrscheinlich gelyncht. Und Widersprüchlichkeiten waren damals sicher häufiger an der Tagesordnung, als heute zu Zeiten der Perrypedia.

Vielleicht ist es eine Art nostalgische Verklärung, die viele Altfans von den alten Zyklen schwärmen lässt? Ich weiß es nicht. Ich hoffe nur, dass die Inhalte der Silberbände, die noch vor mir liegen, interessanter und weniger zäh und ausgedehnt erzählt werden, als bei den drei vergangenen Bänden.

Ich persönlich fand bisher den „Plophos“ – Zyklus am besten und der erschien nicht einmal als Silberband-Ausgaben. Was ich sehr schade finde, da mich gerade die Innenpolitische Handlung sehr gefesselt hat.

Rezension zu „Mein Freund Perry“ bei Robots & Dragons

fanedition14_smallIm September habe ich an dieser Stelle die PR-FanEdition Nr. 14 von Ben Calvin Hary besprochen.

Heute nun erschien dazu eine Rezension von Thomas Harbach auf der Seite von „Robots  & Dragons“. In der sich auch der Literaturkritiker sehr ausführlich zu Ben’s Roman äußert. So positiv war lange keine Kritik mehr von Harbach zu einem Perry Rhodan Roman. Da kann man dem Autor nur gratulieren, was ich hiermit auch tue.

Ich empfehle jeden, den Beitrag bei „Robots & Dragons“ zu lesen. Er ist wunderschön geschrieben, genauso wie der Roman selbst.

Support für Hirnkost

Weihnachten ist die Zeit auch mal an andere zu denken. Bevor ich etwas spende oder unterstütze, informiere ich mich immer sehr genau, weil ich wissen möchte, wo mein Geld landet.

In diesem Jahr habe ich etwas Besonderes unterstützt. Und zwar: Das Startnext von Hirnkost, weil ich die Idee dahinter einfach toll finde.

Hirnkost – ist ein Projekt des Archivs der Jugendkulturen. Auf der Startnext-Seite heißt es dazu: … Gesucht sind literarische Texte zum Thema Jugend(kulturen). Egal, ob coole Storys, zornige Raps oder avantgardistische Lyrik – es gibt keine einengenden Vorgaben bzgl. der Form, Textlänge oder Inhalte und auch keine bezüglich des Alters der AutorInnen: Was zählt, ist ausschließlich die literarische Qualität der Texte. Jede veröffentlichte Arbeit wird mit 500 Euro honoriert. Werden in einem Buch mehrere (kürzere) Texte veröffentlicht, wird das Honorar entsprechend dem Seitenanteil aufgeteilt. Eine Jury wählt aus. Und wenn Du möchtest, kannst Du selbst dieser Jury angehören …

Das coole an dem Growdfunding Projekt ist, dass man, wenn man will, mit seiner Spende auch etwas bekommt. Buchpakete, signierte Poster oder sogar Vorträge mit Autoren.

Jetzt heißt es nur Daumendrücken, das auch genug zusammenkommt, damit das Projekt starten kann.

Kein Fan von Fantasy

Obwohl ich als Kind Märchen sehr gern mochte, kann ich mit Fantasy so gar nichts anfangen. Ich mag weder die meist Mittelalterliche Kulisse, noch epische Erzählungen über Elben, Drachen und Könige. Auch mit Hexen, Magiern und Einhörnern tue ich mich schwer.
Ich gestehe, dass ich nie Tolkien gelesen habe und den „Herr der Ringe“ nur aus Filmausschnitten kenne. Das mag eine Bildungslücke sein, aber eine mit der ich bisher gut leben konnte.
Mich stört an Fantasy grundsätzlich das sinnlose Gemetzel. Da wird mit Schwertern aufeinander eingeschlagen statt mit Worten. Da werden Heerscharen von Rittern aufgeboten, die gegen Elben o.ä. kämpfen und es wird meist nur zwischen Gut und Böse unterschieden.
Umso verwunderlicher ist es, dass ich mir gestern „Snow White and the Huntsman“ angesehen habe. Irgendwie lief nichts anderes und ich war neugierig auf diese Version von Schneewittchen.
Letztendlich hat mich der Film enttäuscht und mich in meinem Gefühl bestätigt, dass ich keine Fantasy mag. Was da über den Bildschirm flimmerte, war eine verunglückte Mischung aus „Game of Thrones“, „Herr der Ringe“ und Schneewittchen. Es war weder lustig noch anspruchsvoll, gänzlich ohne Romantik dafür aber mit martialischen Schlachten und unzähligen Toten. Das ist definitiv nicht das, was ich mir unter einem Märchenfilm vorstelle, schon gar nicht am ersten Weihnachtsfeiertag. Wenn das Fantasy ist, werde ich wohl auch in Zukunft einen großen Bogen drumherum machen. Da ist mir ein klassischer SF-Streifen hundertmal lieber.