Papierbaumeister

Ich habe einen Transmitter gebaut, korrekterweise einen Torbogentransmitter und das war anspruchsvoller, als ich erwartet hatte …

Doch halt! Beginnen wir von vorn: Als Jürgen Müller vom Garching Con bei der PRFZ nachfragte, ob man auf dem Con nicht die Papiermodelle der PR Paper-Reihe in Natura ausstellen könnten, wandten sich die Verantwortlichen der PRFZ zunächst an den Papier-Modellbauexperten Marco Scheloske. Da Marco leider nicht zum Con nach Garching kommen kann und seine Prototypen verständlicherweise nicht aus der Hand gibt, sah es zunächst so aus, als könnte der Wunsch des Veranstalters nicht erfüllt werden. Doch dann fielen mir die Bastel-Bögen aus den SOL-Ausgaben 70-74 in die Hände und in mir reifte die Idee, es doch selbst einmal auszuprobieren.

Gesagt getan! Wer mich kennt, weiß: Ich bin in solchen Dingen nicht ganz unbedarft. Außerdem habe ich daheim so viel Bastelmaterial, dass ich einen Bastelladen aufmachen könnte. Material und Werkzeug standen also ausreichend zur Verfügung. Anleitung studieren, ausschneiden, anritzen, kleben und erneut in die Anleitung sehen. So stand der sommerlich heiße Samstagnachmittag im Zeichen des Papiermodellbaus.

Beim Papiermodellbau kommt es auf Präzision an, etwas dass ich an diesem Tag sehr schnell lernte. Die wichtigste Voraussetzung zum Gelingen ist gutes Werkzeug. Mit einer stumpfen Schere oder einem verbrauchten Skalpell braucht man gar nicht erst loslegen. Außerdem benötigt man Geduld, nicht nur beim Zusammenfügen der Papierelemente sondern auch beim Warten. So müssen einige der halbfertigen Elemente zunächst getrocknet und gepresst werden – 24 Stunden lang. Das wiederum erfordert eine organisatorische Planung, welche Bauteile zuerst gebaut werden müssen und welche später, damit man nicht zu viel Zeit verliert. Als besonders knifflig erwies sich der kleine Energiekegel, nicht nur wegen der Rundung sondern auch wegen des Verklebens der Kanten. Nach eineinhalb Stunden war der Grundstein des Transmittermodells gelegt und die meisten Einzelteile trockneten zwischen zwei Magnetfolien. Das ist übrigens ein sehr guter Tipp von Marco.

Am Sonntagnachmittag hatte es sich draußen inzwischen abgekühlt und regnete. Ideales Wetter also zum Basteln. Jetzt musste ich nur noch die Einzelteile des Transmitters zusammenfügen. Nach noch einmal eineinhalb Stunden, in denen ich hauptsächlich mit dem fädenziehenden Klebstoff kämpfte, war das Modell fertig. Ich gebe ehrlich zu, ich war ein wenig stolz, als ich das fertige Model endlich in der Hand hielt. So ein Papiermodell ist eine echte Herausforderung selbst für einen erfahrenen Bastler wie mich. Meine neu gewonnenen Erfahrungen werde ich demnächst in die Modelle des Zellaktivators und des Kristallpalastes einfließen lassen.

Die fertigen Modelle werden dann auf dem Garching Con am Stand der PRFZ präsentiert.

Vorderseite
Vorderseite
Rückseite
Rückseite
Gut zu erkennen der kleine Kegel
Gut zu erkennen der kleine Kegel
Fertig!
Fertig!

Perfekter Schwimmbadbesuch

Wir hatten uns die ganze Woche vorgenommen, heute morgen ins Freibad zu gehen. Auch wenn das Wetter sehr sonnig aussah, hielten die Temperaturen nicht ganz was der Himmel versprach, es waren nur ungefähr fünfzehn Grad. Nichtsdestotrotz fuhren wir nach Bergen ins Freibad.

Während die meisten Leute in die großen Freibäder der Umgebung strömen, ist das Freibad in Bergen ein Geheimtipp. Allein die Zufahrt im Ort findet nicht jeder und nicht jeder (Einheimische eingeschlossen) weiß, dass es dort überhaupt ein Freibad gibt. Von der Fläche kann das Gelände durchaus mit den anderen Freibädern mithalten und auch die beiden Becken, ein 25 m Sportbecken mit fünf Bahnen und ein 100 m x 25 m großes Naturbecken, sind ganz ansehnlich. Das übliche Freibad-Entertainment wie Wasserrutsche und Co sucht man vergeblich. Es gibt zwei aufblasbare Gummirutschen und Autoschläuche sowie ein paar Baumstämme im Naturbecken, dafür aber eine große Liegewiese am Hang und einen Kiosk, in dem man wie früher zu moderaten Preisen Getränke, Snacks oder Eis kaufen kann. Sonnenschirme kann man gegen fünf Euro Kaution ausleihen und der Eintrittspreis beträgt für Einheimische 2,80 Euro am Tag (Touristen zahlen siebzig Cents mehr, aber die verlaufen sich eh nicht hierher). Für eine 25er Karte (zwölf Besuche) zahlt man sogar nur zwanzig Euro.

Im Gegensatz zu unserem letzten Besuch vor zwei Wochen war es heute sehr ruhig. Was wohl der verhältnismässig niedrigen Temperaturen geschuldet war. So hatten wir das Sportbecken für uns allein, was ich ausgiebig zu nutzen wusste. Aber das Beste war, dass die Wassertemperatur mit vielleicht fünfundzwanzig Grad, deutlich über der Außentemperatur lag. So wollte man gar nicht wieder raus aus dem Wasser. Nach den tropischen Temperaturen der letzten Wochen war das sehr eine angenehme Erfrischung.

Je nachdem wie sich die Temperaturen in den nächsten Wochen entwickeln, werden wir sicher wieder unserem Lieblingsfreibad einen Besuch abstatten. Obwohl wir direkt am wärmsten See Oberbayerns wohnen, gehen wir dort nicht baden, weil ich grundsätzlich in kein Gewässer gehe, dass nicht gefliest ist.

Hier noch ein Foto von unserem letzten Besuch.

Freibad Bergen
Freibad Bergen

Heißes Trekdinner im Juli

Heiß und stickig … so konnte man den gestrigen Star Trek Stammtisch bezeichnen. Der Wirt hatte zwar die Fenster geöffnet, aber das half nicht wirklich. Nach dem Essen flüchteten sich dann einige nach draußen, an die zwei provisorisch aufgestellten Tische auf dem Gehweg. Der Rest saß drin und ertrug tapfer die Hitze. Der Unterhaltung tat das aber keinen Abbruch. Die Themen waren gut durchmischt und reichten vom redigieren von Fanfiction und dem Erlernen der Klingonischen Sprache, über das „must see“ in New York City ( das Spaceshuttle „Enterprise“) bis hin zu „Girls und Panzer“ (Anime aus Japan). Das Essen war wie immer hervorragend, auch wenn ich dieses Mal nichts Portugiesisches von der Speisekarte genossen habe, sondern Wiener Schnitzel. Hin und wieder darf das auch mal sein. Die Happy Hour wurde von vielen genutzt, um leckere Cocktails zu bestellen, deren Genuss bei der abendlichen Sommerhitze fast schon wie Urlaub anmutete.

Alles in allem war es wieder ein vergnüglicher Abend. Beim nächsten Mal geht’s zum Grillen nach Ottobrunn.

Fotos gibt es hier zu sehen.

Moderne Arbeitszeiten

Soso! Die Arbeitgeber fordern von der Politik die Abschaffung des Acht-Stunden-Tages.

„Um mehr Spielräume zu schaffen und betriebliche Notwendigkeiten abzubilden, sollte das Arbeitszeitgesetz von einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit umgestellt werden“

Aha! Wenn ich sehe, wieviel Zeit meine Freunde und Kollegen täglich im Büro verbringen … oder die Angestellten im Handel sowie die Ärzte in Krankenhäusern, habe ich irgendwie das Gefühl, dass wir schon längst keinen Acht-Stunden-Tag mehr haben.

Für die sogenannten „Spielräume“ gibt es etwas, das sich Gleitzeit nennt oder Schichtbetrieb. Das ist doch völlig ausreichend. Warum legen die Arbeitgeber nicht die Karten auf den Tisch und sagen, dass sie am liebsten hätten, wenn ihre Arbeitnehmer rund um die Uhr verfügbar wären. Viele arbeiten doch bereits weiter auch nachdem sie das Büro verlassen haben, und sei es auch nur, dass sie Telefongespräche führen oder E-Mails beantworten. Am schlimmsten finde ich ja, dass viele ihre Überstunden nicht bezahlt bekommen oder nicht die Möglichkeiten erhalten, sie abzufeiern.

Im Endeffekt ist es doch nur ein billiger Trick um Arbeitsplätze abzubauen. Ein paar Wenige sollen möglichst doppelt soviel arbeiten, während andere arbeitslos daheim rumsitzen. Es gibt so viel Arbeit in Deutschland, wenn man die gerechter verteilen würde, müsste keiner von Arbeitslosengeld oder Hartz IV leben. Aber das hieße ja, mehr Personal einzustellen, und das wiederum könnte ja den Gewinn schmählern, was am Ende die Aktionäre nicht befriedigt.

Traurig! Heute zählt nur noch das schnöde Geld, damit wird unsere Gesellschaft immer mehr entmenschlicht.

Übrigens, als Selbständige habe ich schon oft genug mehr als acht Stunden gearbeitet. Aber wenn ich das tue, dann weiß ich wenigstens, dass ich es für mich tue.

Lichtspiele mit Schloss

Dieses Video muss ich unbedingt teilen. Ich bin so begeistert davon, dass ich es mir gestern gleich zwei Mal angesehen habe. So was Tolles habe ich noch nicht gesehen – das ist einfach der Hammer.
Nur zur Erklärung: Karlsruhe feiert heuer 300 Jahre Stadtjubiläum. Dafür hat sich die Stadt mächtig ins Zeug gelegt, es gibt jede Menge Kultur zu bestaunen. Ein Highlight sind die täglich stattfindenden Schlosslichtspiele. Da werden 3D-Animationen mit Projektoren auf die Fassade des Stadtschlosses geworfen, dazu gibts Musik. Das klingt zunächst nicht unbedingt spannend, aber was die Künstler daraus gemacht haben, kann sich echt sehen lassen.

Toll, dass würde ich zu gern mal live sehen.

Zynisches von der Bahn

Als BahnCard-Inhaber bekommt man hin und wieder E-Mails von der Deutschen Bahn. Meist sind es Angebote zu Reisen, manchmal ist sogar ein Gutschein dabei, worauf ich natürlich nicht verzichten möchte, allein deshalb habe ich den Newsletter noch nicht abbestellt.

Was ich aber gestern in meinem Postfach fand, war zugegebenermaßen etwas befremdlich. Unter dem Betreff „Zur Zeit können Sie hier klicken“ zeigte die E-Mail ein Bild von einem nachdenklichen jungen Mann mit Kopfhörern, der offensichtlich in einem ICE sitzt. In einer großen Sprechblase steht die Frage „Was machen zwei Studenten in einer langgezogenen Linkskurve bei 214 km/h zwischen Frankfurt und Köln.“ Diese Frage macht neugierig, auch wenn sie mich zunächst etwas verwirrte. Aber den folgenden Text, kann ich eigentlich nur zynisch nennen. „Wenn Sie sehen wollen, was man Tolles im Zug machen kann, dann besuchen Sie doch einfach mal unser neues Portal … Hier finden Sie unzählige Inspirationen zum Zeitvertreib, Anregungen für Ihre Reisen … und vieles mehr … Tun Sie, was Sie schon immer tun wollten: Zeigen Sie uns … was Sie Neues im Zug ausprobiert haben und gewinnen Sie …“ Anschließend folgt noch ein Link, wo man seine Fotos oder Videos hochladen kann.

Ist die Situation bei der Deutschen Bahn schon so verzweifelt, dass sie ihren Fahrgästen Anregungen zum Zeitvertreib geben muss, damit die sich in den ständig verspäteten Zügen nicht langweilen und vielleicht auf den dummen Gedanken kommen, dass nächste Mal vielleicht nicht wieder den Service der Deutsche Bahn zu nutzen. Anders kann ich das nicht interpretieren. Oder versucht die Bahn ihre jungen Fahrgäste bei der Stange zu halten, bis es endlich kostenloses W-Lan an Bord aller Züge gibt. Dieser Service ist nämlich ein nicht zu vernachlässigender Grund für die Beliebtheit der Fernbusse – vom günstigen Preis mal abgesehen.

Mich hat die E-Mail zu einem Kopfschütteln veranlasst. Schon allein aus dem Grund, weil ich in dieser Woche bereits zweimal länger im Zug sitzen musste, als geplant. Vielleicht sollte sich die Deutsche Bahn um wichtigere Dinge Gedanken machen, als um das Entertainment ihrer Fahrgäste. Denn das schaffen die meisten von uns auch allein.

Ein Eschbach für fünf Euro

Da staunte ich nicht schlecht. Im aktuellen Prospekt eines Discounters werden zwei Hardcover-Ausgaben von Andreas Eschbach für fünf Euro angeboten. Es handelt sich um die Romane „Der Herr aller Dinge“ und „Todesengel“. Zugegeben die Bücher erschienen bereits 2011 und 2013 und sind inzwischen als Paperback erhältlich, aber das die Romane derartig verschleudert werden, finde ich etwas ernüchternd.

Auch wenn diese Bücher als „Mängelexemplar“ gekennzeichnet sind … ich konnte bisher an keinem solcher Exemplare einen ausgewiesenen Mangel entdecken. Laut Gesetz ist es den Verlagen verboten, Romane, die keine offensichtlichen Mängel aufweisen, mit einem Stempel zu versehen, nur um sie günstiger zu verkaufen. Dies war/ist eine gängige Praxis die Buchpreisbindung zu umgehen, um die Lager zu räumen. Nach achtzehn Monaten dürfen die Verlage das wohl aber offiziell, wenn der originale Verkaufspreis unter zwanzig Euro lag. Oftmals handelt sich dabei um Rückläufer aus dem Buchhandel. Die Bücher werden dann an große Antiquariatshändler wie „Jokers“ (dem zu Weltbild gehörigen Versandhandel) verkauft. Das ganze läuft unter der Bezeichnung „modernes Antiquariat“. Das jetzt aber auch die Discounter damit auf den Markt drängen, ist mir neu.

Das dieses Vorgehen nicht ganz unumstritten ist, zeigt ein Artikel im Börsenblatt von 2008. Inzwischen gibt es sogar ein Gesetz, was den Verkauf von Remittenden regelt. In dem Artikel vom Börsenblatt ist von „Lebensdauer von Neuerscheinungen“ und „Verfallsdaten von Büchern“ die Rede. Buchhändler halten Neuerscheinungen anscheinend nur eine gewisse Zeit vor, alles was nicht verkauft wird, geht nach einiger Zeit an den Verlag zurück oder landet in der Papiertonne. Seltsam!

Ich überlege mir gerade, was ich als Autor dazu sagen würde, wenn meine Bücher beim Discounter zum Spottpreis angeboten werden. Ist es nur negativ zu bewerten oder sollte man es als Chance sehen. Vielleicht finden sich dort Leser, die sich das Buch nie im Buchhandel gekauft hätten. Und vielleicht gefällt es ihnen dann so sehr, dass sie weitere Bücher lesen möchten, für die sie dann mehr Geld ausgeben, weil sie vielleicht deren Wert erkennen …

… oder träume ich gerade und gebe mich nur einer Wunschvorstellung hin …

Science Fiction auf den zweiten Blick

Quelle: Amazon

Nachdem mich Spin, der erst Band der Trilogie von Robert Charles Wilson, so richtig in seinen Bann gezogen hat, wollte ich unbedingt wissen, wie die Geschichte um die, in die Zukunft versetzte Erde, weitergeht.

Der Spin, die Zeitmembran um die Erde ist seit Jahrzehnten erloschen. Die Menschen haben sich die Tore, die in eine neue Welt führen, zu Nutze gemacht und besiedeln den Planeten „Äquatoria“. Eine davon ist die junge Lise, die sich auf die Suche nach ihrem Vater begibt, der vor vielen Jahren hier verschwand. Mit Hilfe des Aussteigers Turk folgt sie den Spuren einer mysteriösen Fremden, mit der ihr Vater in Kontakt stand und die vor wenigen Tagen von der Erde gekommen ist. Was Lise nicht ahnt: Es gibt noch weitere Parteien, die sich für die Fremde interessieren und die Lise auf sich aufmerksam gemacht hat. Plötzlich steht sie im Fokus eines gefährlichen Geheimdienstes der sie und Turk zur Flucht in den westlichen Teil des Kontinents „Äquatoria“ zwingt. Doch auch der Planet entpuppt sich unerwartet als weniger friedlich wie gedacht. Es geschehen seltsame Dinge, in dessen Mittelpunkt ein zwölfjähriger Junge zu stehen scheint. Der Showdown am Ende offenbart eine unheimliche Wahrheit, die den Glauben der Menschheit an sich selbst auf eine harte Probe stellt …

Was sich wie ein Thriller anhört, ist zunächst auch weit weg von jedweder Science Fiction. Auch wenn die Geschichte auf einem fremden Planeten spielt, stehen eher die Figuren im Fokus. Wer auf fundamentale phantastische Beschreibungen einer entfernten Zukunft wartet, wird sich lange gedulden müssen. Erst gegen Ende des Romans kommt einwenig SF-Feeling auf. Das mag für manchen Leser, der auf eine spannende Fortsetzung und natürlich die Beantwortung der Fragen zu den Hypothetischen gewartet hat, eine herbe Enttäuschung sein. Als ein wenig nachteilig finde ich auch, dass nur eine der Figuren aus dem ersten Teil in Axis auftaucht.
Nichtsdestotrotz ist der Roman spannend geschrieben, die philosophischen Gedanken über die Hypothetischen in Analogie mit der Existenz Gottes, sind intelligent verfasst und klingen in weiten Teilen durchaus plausibel. Auch die gesellschaftliche Kritik, die bereits im Vorgängerroman angeschnitten wurde, wird in Axis nochmal verschärft. Interessant ist, dass die Menschheit in Wilsons fiktiver Zukunft nichts aus ihrer Vergangenheit gelernt hat. Sie haben die Erde bis an den Rand des Untergang geführt, bekamen eine zweite Chance, machen aber mit dem neuen Planeten weiter wie bisher. Egal ob es die Ölfelder, die sozialen Probleme in den Städten oder die Verfolgung der Vierten durch das MfGS (Ministerium für Genom-Sicherheit) sind. Das alles zeigt wie kritisch sich der Autor mit der vor allem amerikanischen Lebensweise auseinandersetzt. Kein Wunder denn Wilson ist, wenn auch in Kalifornien geboren, in Kanada aufgewachsen, da sind die kleinen Seitenhiebe auf den Nachbarstaat fast schon obligatorisch.

Zusammengefasst kann man sagen, dass Axis zwar eine interessante Fortsetzung zu Spin ist, aber an die Komplexität ihres Vorgängers nicht heranreicht. Ein Buch das man lesen kann, aber nicht unbedingt gelesen haben muss.

Nostalgisches Aschenputtel

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Quelle: TV-Movie

Die letzten beiden Tage haben mich ein wenig in die Vergangenheit geführt. Denn an den Nachmittagen flimmerte der zweiteilige Film „Cinderella 80“ über den Fernsehbildschirm. Die „80“ steht hierbei für die Achtziger wo der Film entstand. Die moderne Aschenputtelvariante hat mich damals 1987 völlig hingerissen, als ich zunächst die vierteilige Serie in der ARD und anschließend die auf Spielfilmlänge gekürzte Version im DDR-Fernsehen sah. (Übrigens jeweils mit eigener Synchronisation.)

Nach und nach wurden die Winnetou- und Pferdebilder an der Wand abgehängt und durch Poster der beiden Hauptdarsteller Bonnie Bianco und Pierre Cosso ersetzt. Wobei die Beschaffung solcher „Schätze“ eine große Herausforderung war. Wer nicht gerade Großeltern hatte, die mutig genug waren, die BRAVO über die Innerdeutsche Grenze zu schmuggeln, war auf die wenigen Abdrucke in DDR-Zeitschriften, wie der FF-Dabei (Fernsehzeitschrift) oder dem Neue Leben (Jungendzeitschrift) angewiesen. Aber auch hier musste man jemanden kennen, der ein Abo hatte, denn zu kaufen gab es diese begehrten Zeitschriften im offiziellen Handel nicht. Oftmals blieb einem nur der „Schwarzmarkt“ in der Schule, wo BRAVO-Hefte Seitenweise gehandelt oder abfotografierte Fotoabzüge verkauft wurden.

Ich habe die Serie bzw. den Film geliebt und jede Wiederholung im Fernsehen mit klopfendem Herzen angeschaut. Später wurde der Film in Ermangelung eines Videorekorders von mir auf Kassette aufgenommen. Die hörte ich dann beinahe jeden Tag während der Hausaufgaben. Was letztendlich dazu führte, dass ich heute noch den Text Satz für Satz mitsprechen kann.

Aus jetziger Sicht kann ich sagen, dass diese Zeit extrem prägend war. 1987 ist das Jahr, an welches ich mich am besten erinnern kann. Und wenn ich die Songs aus dem Film heute höre, fühle ich mich wieder als Dreizehnjährige.

Die beiden Hauptdarsteller haben sehr unterschiedliche Karrieren verfolgt. Während Bonnie Bianco, die eigentlich Lory Bianco heißt, sich auf die Musik konzentrierte und Ende der 90er ihr eigenes Plattenlabel gründete, wurde aus Pierre Cosso ein mehr oder weniger erfolgreicher Schauspieler. Seit vielen Jahren lebt er mit seiner Familie auf einem Boot in der Südsee. Er hat zwei Kinder und berichtet bei Instagram und Facebook über sein Leben im Südseeparadies. Leider ist die Seite nur auf Französisch, aber es gibt ja Google-Translate.

Erfreuliches zum Wochenende

Es sind die Kleinigkeiten im Leben, die glücklich machen. Eine freundliche Geste, ein kleiner Erfolg oder auch nur ein paar nette Worte können einen Tag zu einem positiven Ereignis werden lassen. So wie gestern …

Vormittags ergatterte ich im Zeitungsladen meiner Heimatstadt das letzte verbliebene Perry Rhodan-Heft mit der Nummer 2813 von Andreas Eschbach. Da hatte ich mal richtig Glück, meistens sind die sofort ausverkauft. Normalerweise kaufe ich die Hefte ja bereits am Donnerstagabend am Münchner Hauptbahnhof, leider war ich dieses Mal etwas zu früh dran und die Lieferung noch nicht ausgepackt.

In selbigem Heft fand ich eine sehr nette Besprechung von Hermann Ritter zum letzten Newsletter, den ich für die PRFZ redaktionell betreue. Er freut sich jedes Mal sehr über das Impressum. Diese Freude werde ich ihm auch weiterhin machen können. Der Newsletter mit der Nummer 9 ist schon in Arbeit.

Am Abend entdecke ich auch noch, dass Klaus N. Frick meine Rezension seiner Sardev-Novelle in seinem Blog „abfeiert“ und auf meinen Blog verlinkt, was mir wieder ein paar neue Besucher auf meinen Seiten bescherte. Das freut mich natürlich immer sehr.

Und dann ist da noch der nette Kommentar, den ich für meine Fan-Fiction Geschichte „Suraks Erben“ erhielt, und der mich dazu ermutigt, weiter mein Glück im Schreiben zu suchen.

Es sind solche Tage, die mich mit Zufriedenheit erfüllen und mir klar machen, dass man keinen Reichtum braucht, um glücklich zu sein.