Die KI füttern

Ich habe in den letzten Monaten häufig darüber nachgedacht, ob sich mein Blog hier eigentlich noch lohnt. Gibt es noch Leute, die es interessiert, was ich hier schreibe, oder füttere ich nur noch die KI mit kostenlosem Content?

Anfang des Jahres gingen die Zugriffszahlen meines Blogs durch die Decke. Da freut man sich zunächst, doch irgendwann wurde mir das unheimlich und ich habe mal geschaut, wer da wann von wo auf die Seiten zugreift. Schließlich wurde mir schnell klar, dass es keine realen Personen waren, sondern nur irgendwelche KI Crawler, die den Inhalt meines Blogs ausgelesen haben. Ich habe dann ein größeres WordPress-Update gemacht und ein zusätzliches Plug-In installiert. Seitdem halten sich die Zugriffe in Grenzen. Sie sind immer noch hoch, aber vermutlich muss ich damit leben, dass man die KI Schnüffler nicht mehr los wird.

Die Grundsatzfrage jedoch bleibt: Für wen schreibe ich hier?

Nach dem Tod meines Vaters hatte ich schon daran gedacht, ganz mit dem Bloggen aufzuhören. Doch dann hat mir gerade das Schreiben seines Nachrufs geholfen wieder runterzukommen. Es war irgendwie befreiend und beruhigend zugleich. Die Tage zuvor war ich unruhig, aufgekratzt und nervös. Nachts fand ich keinen Schlaf und tagsüber war ich wie aufgedreht. Nachdem ich den Blogeintrag geschrieben hatte, konnte ich das erste mal wieder eine Nacht durchschlafen.

Ich habe das Schreiben schon immer als Therapie gesehen. Es hat mir bereits in jungen Jahren sehr geholfen, es hat mir die Einsamkeit erleichtert und so manchen Liebeskummer geheilt. Wenn mich Dinge beschäftigen, dann hilft es mir, darüber zu schreiben. Das habe ich in den vergangenen Monaten zeitlich einfach nicht mehr geschafft und das merke ich nun. Obwohl ich regelmäßig E-Mails und Artikel für die PRFZ geschrieben habe, oder meine Kolumne für die PERRY RHODAN-Serie, stelle ich fest, ich muss wieder mehr schreiben und zwar für mich selbst. Ob das allerdings für den Blog hier sein wird, oder ob ich mal wieder eine längere Geschichte schreiben werde, weiß ich noch nicht.

Sollen die KIs meinetwegen hier mitlesen. Bei meinen Tippfehlern und der mangelhaften Zeichensetzung lernen sie vielleicht ein paar Fehler mehr zu machen.

Holprige Rückkehr eines Genies

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 381 – »Im Dienst der Republik« von Jaqueline Mayerhofer

Auf der Suche nach einem mysteriösen Artefakt, das ihrer Tochter helfen kann, machen sich Perry Rhodan und seine Frau Thora an Bord der TERRANIA II auf die Suche. Nahe des Kugelsternhaufen M13 finden sie eine Flotte zerstörter Mehandorschiffe vor, die das Artefakt an Bord gehabt haben müssen. Es sieht so aus, als wäre es den Händlern gestohlen und die Besatzungen der Schiffe gnadenlos massakriert worden – und zwar von Schiffen der arkonidischen Flotte. Um herauszufinden warum die Arkoniden das getan haben, muss die TERRANIA II tiefer ins Zentrum von M13 fliegen.
Dort wird auf einer Forschungsbasis Erik Weidenburn in einem goldenen Käfig gehalten. Der Sohn von Atlan und Mirona Thetin ist vor Jahrzehnten aus dem Tiefschlaf erwacht. Er weiß nicht, wie er die drei Jahrhunderte seit der Symaios überlebt hat und wo er sich befindet. Zunächst verdingt er sich auf einer arkonidischen Kolonialwelt bei einem Bergbauunternehmen, bis er sich einer Mehandorsippe anschließen kann. Doch aus seiner Reise zurück in die Milchstraße und ins Solsysem wird nichts. Ein arkonidischer Wissenschaftler überredet Weidenburn an den Artefakten zu forschen, die in der ganzen Milchstraße auftauchen. Weidenburn findet die Arbeit zunächst interessant, bis er merkt, dass man ihn in der Forschungsstation auf dem abgelegenen Planeten gefangen hält. Nach einem gescheiterten Fluchtversuch ergibt er sich in sein Schicksal.

Anfangs hat mich der Roman verwirrt. Irgendwie schien das alles nicht zusammenzupassen. Mehandor, die in einem Nebel havarieren und auf einen unbekannten Gegner treffen, ein missglücktes Experiment mit einem Artefakt, das eine Arkonidin verschlingt und dann bekommt Reginald Bull von Aurelian Voss einfach so die TERRANIA II, um mit Rhodan auf Rettungsmission zu gehen. Unwahrscheinlich! Natürlich ist es mal wieder Nathalie, die Hilfe braucht und Dao Lin H’ay hat außer ein paar Koordinaten nicht viel zu der Suche beizutragen. Also nichts, was man nicht schon gefühlte hundert Mal bei NEO gelesen hätte.

Spannend wird es erst als Eric Weidenburn ins Spiel kommt. Mit der Lebensgeschichte des Thetiser kann mich die Autorin wieder einfangen. Ihr gelingt es, mir das Schicksal des (zunächst) jungen Mannes nahezubringen und gleichzeitig, mein Interesse für die Geschichte rund um die Artefakte zu wecken. Da bin ich wirklich gespannt, wie es weitergeht.

Nach einem schwachen Start wird »Im Dienst der Republik« dann doch noch richtig spannend. Für Fans von Eric Weidenburn ein absolutes Muss.