Wenn der Topf aber nun ein Loch hat …

Ich komme nach Hause und aus dem Hauseingang ragt ein gelber Schlauch in die Tiefgarage, aus dem Wasser tröpfelt. Der Schlauch zieht sich durch den ganzen Keller bis in den Heizungsraum und endet direkt unter dem riesigen Warmwasserspeicher. An der Wand dahinter prangt ein Wasserfleck. Mein Mann kommt gerade vom Beiratstreffen der Eigentümer und berichtet mir, dass der Wasserspeicher ein Loch hat (Korrosion).

»Wie bitte?!« Haus und Heizung sind gerade mal 15 Jahre alt, wie kann da ein emaillierter Wasserspeicher durchrosten? »Und jetzt?«

Da sich das Loch wegen der Emailierung nicht abdichten lässt, muss der Warmwasserspeicher getauscht werden. Neben den unvermeidlichen Kosten einer Neuanschaffung gibt es ein noch ein weiteres »größeres« Problem. Als der Speicher nämlich eingebaut wurde, war dar Keller noch im Rohbau, dass heißt ohne Decke. Die kam erst später und mauerte den Speicher sozusagen ein. Um ihn rauszubekommen, müsste man entweder drei Türrahmen vergrößern oder den Kessel zersägen. Ein nicht unerheblicher Mehraufwand. Und weil sich schon ziemlich viel Feuchtigkeit im Boden und Mauerwerk gesammelt hat, muss dass ganze auch ziemlich schnell in Angriff genommen werden. Sprich wir und 25 weitere Wohnungen werden in der nächsten Woche für mindestens drei Tage kein warmes Wasser haben und am Ende auch noch die Zeche zahlen.

Wenn ich vergleiche: der Warmwasserspeicher im Haus meiner Eltern ist jetzt 25 Jahre. Inzwischen wurde bereits einmal die Heizung erneuert. Der Kessel wurde nur saubergemacht und anschließend weiterverwendet. Im Grunde kann so ein Ding eigentlich nicht kaputt gehen, vorausgesetzt er wurde vorschriftsmäßig behandelt. Denn bei einem emaillierten Innenleben, reicht ein Stoß von außen und die Emaille innen bekommt einen Riss, an dem sich dann Rost bilden kann. Aber bei dem Pfusch, den der Bauherr an den vier Mehrfamilienhäusern betrieben hat (fehlende Isolierung u.s.w.), wundert mich eigentlich gar nichts mehr.

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