Wechselwarmer Tagesverlauf

Mein Tag begann als Fischstäbchen im Meridian nach München. Steif und tiefgefroren stieg ich in eine überfüllte S-Bahn um. Dort kam ich mir ein wenig wie eine Sardine in einer Dose vor, zumindest war es dort kuschelig warm. In der U-Bahn saß sich im wahrsten Sinne des Wortes im „Zug“ weil überall die Fenster geöffnet waren. Nach drei Stationen stört einen auch der Ohrenbetäubende Fahrtlärm von draußen nicht mehr. Im Bus dann wieder Temperaturen wie am Südpol, während mich im Büro tropische Hitze empfing. Kein Wunder im vierten Stock bei Rundumverglasung mit Aluminiumfenstern. Da weiß man nicht, was wärmer ist, das Glas oder der Alurahmen. Zum Glück machte ich ein paar Versuche im Klimaraum, in den ich mich heute öfter zurückzog als sonst.

Als ich heute Nachmittag das Saunaähnliche Büro verließ, waren es mindestens 29° C im Raum; doch das war nichts gegen die sengende Hitze an der Bushaltestelle. Ich war froh, als endlich der Bus kam, dessen Klimaanlage tapfer gegen die Hitze ankämpfte und verlor. Im neuen Zug der U-Bahn herrschten dann vergleichsweise normale Temperaturen. Ich mag an den neuen U-Bahnen den simulierten Fahrtwind, der von der Klimaanlage durch den ganzen Zug geblasen wird, das ist fast so eine Art Cabrio-Effekt.

Die Hitze unter dem Glasdach am Hauptbahnhof war wiederum kaum auszuhalten, da bei jedem stehenden Zug die Klimaanlage auf Hochtouren lief, herrschten nicht nur extremer Lärm sondern auch Temperaturen wie im Dampfbackofen. Nicht nur mir lief da der Schweiß in Strömen. Die Deutsche Bahn überraschte ihre Fahrgäste dann noch mit einem kurzfristigen Bahnhofswechsel. Das hieß, dass mein Zug erst ab dem Ostbahnhof fahren würde und ich mitten im Feierabendverkehr mit der S-Bahn erst einmal bis dahin fahren musste. Wenn ich das früher gewusst hätte, wäre ich mit der U-Bahn gleich zum Ostbahnhof gefahren. Da stand ich dann wieder in dampfender Hitze, um auf den fünfundzwanzig Minuten verspäteten EC zu warten, bei dem bei der Hälfte der Wagons die Klimaanlage ausgefallen war. So endete mein Tag als Grillhähnchen im EC Richtung Salzburg.

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