Frei(e)fahrt mit der DB

Als ich gestern den DB-Newsletter las, in dem mir eine Freifahrt nach Paris in Aussicht gestellt wurde, wenn ich meine BahnCard in eine Kreditkarte umwandele, entkam mir ein nur mühsam unterdrückter Fluch. Ich hatte nämlich eine halbe Stunde vorher am Fahrkartenautomaten festgestellt, dass ich am nächsten morgen nicht würde zur Arbeit fahren können. Streckensperrung wegen Bauarbeiten und das noch bis einschließlich Mittwoch!
Das hieß dann entweder Schienenersatzverkehr oder ein Tag Zwangsurlaub, an dem ich als Selbstständige natürlich kein Geld verdiene. Nun sind dreieinhalb Stunden Fahrt hin und dreieinhalb Stunden zurück kein Pappenstiel. Das wären sieben Stunden Fahrt für sieben Stunden Arbeit und das wollte ich mir dann doch nicht antun. So habe ich heute unfreiwillig einen Tag frei, die Firma motzt, ich verdiene kein Geld und das nur weil die Deutsche Bahn in den vergangenen Jahren gespart hat, wo sie nur konnte. Prima!
Es ist mir unverständlich wie man eine derart stark befahrenen Bahnstrecke, wie die zwischen Salzburg und München, einfach mal für eine ganze Woche sperren kann. Da fahren jeden morgen hunderte von Pendlern zur Arbeit und gerade in den Ferien sind viele Touristen in der Gegend unterwegs. Ich verstehe es einfach nicht, da hätte es doch sicher eine andere Lösung gegeben.

So nutze ich nun den freien Tag dazu, um an meinem Roman zu arbeiten. Richtig darüber freuen, kann ich mich aber nicht. Denn ich will keine Freifahrt nach Paris sondern nur freie Fahrt bis München.

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