Erneute Werbung für meinen Fanroman

Da habe ich mich doch mal gefreut. Im heute erschienenen PERRY RHODAN-Heftroman ist wieder eine Anzeige zu meiner FanEdition. Cool!

Und das solche Anzeigen tatsächlich etwas bringen, davon konnte ich mich in einem Gespräch mit dem Verantwortlichen des SpaceShop der PRFZ überzeugen. Solche Aktionen ziehen immer eine erhöhte Anzahl an Bestellungen nach sich.

Da freut sich das Autorenherz. Meines jedenfalls.

Vielen Dank von dieser Stelle an die PERRY RHODAN-Redaktion, die das möglich gemacht haben!

 

 

Mehr als nur Weiße Welten

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO 138 – »Die Weißen Welten« von Oliver Plaschka

Wie aus einem durchschnittlichen Drehbuch mittels eines guten Regisseurs ein großartiger Film werden kann, so macht auch Oliver Plaschka aus der suboptimalen Zyklushandlung einen perfekten Roman.

Er bindet den Leser emotional in die Handlung ein, wie es nur wenige NEO-Autoren können. Bei all dem Leid, was in den letzten Romanen beschrieben wurde, war es Oliver Plaschkas Schilderung von Leyles Schicksal, die mich zum ersten Mal in dieser Staffel tatsächlich zu Tränen gerührt hat. Ich litt mit der Ara, nicht weil, mich der Autor mit Bildern von toten oder leidenden Menschen und einer zerstörten Erde konfrontiert hat, sondern weil er mir einen Weg in die Gefühlswelt der Ara geebnet hat. Das berührte mich viel tiefer als alle Zerstörung aus der vergangenen Handlung.

Ebenso plastisch erzählt er von Zayabi-Dasi und der Geschichte der Bhrento. Das hat fast schon epischen Charakter und trägt viel dazu bei, dass ich Rhodans Dilemma nachvollziehen kann. Und auch den Protektor selbst, charakterisiert er durch die vielen Gespräche weit besser und tiefer, als es andere NEO-Autoren schaffen. (Rüdiger Schäfer mal ausgenommen.)

Aber es sind vor allem die sprachliche Ausgefallenheiten, die den Roman für mich so besonders machen sowie die kleinen Nebenhandlungen, die nur allzu menschliches offenbaren. Man spürt das Herzblut, das der Autor in seine Sätze gesteckt hat beinahe an jeder Silbe. Da ist alles durchdacht, bis auf … Ja, bis auf jenen plumpen Logikfehler aus dem Exposé, der bereits in Band 137 zu Kopfschütteln meinerseits geführt hat. Auch in Band 138 heißt es: »… nach wie vor saugten sie (Sitarakh) in großen Mengen das aus dem Sonnenchasma austretende Halatium ab … Dass der ausbleibende Halatiumzustrom das fragile bioelektrische Gleichgewicht der Erdbewohner zerstört hatte und die Menschheit aufgrund des Cortico-Syndroms am Abgrund stand, war den Invasoren egal.« Wenn es so wäre, könnten die Menschen nur im Sonnensystem existieren, und es müsste ihnen schon bei früheren Raumflügen aufgefallen sein.
Das ist aber auch das einzige, dass ich bemängeln kann und dies ist nicht einmal dem Autor zuzuschreiben, sondern ausschließlich den Expokraten.

Fazit: »Die Weißen Welten« ist intelligente Science Fiction auf sehr hohem Niveau. Hier stehen endlich wieder Abenteuer und Anspruch im Vordergrund und keine sinnlose Zerstörung der puren Action wegen. Gemeinsam mit Band 133 »Raumzeit-Rochade« von Michael H. Buchholz gehört der Roman zu meinen Highlights der Staffel »Meister der Sonne«, für deren Handlung ich mich bisher nicht sonderlich erwärmen konnte. Zumindest versöhnt mich der Autor für vieles Negative aus den vergangenen Bänden. Und wenn ich einen Wunsch äußern dürfte, dann wünschte ich mir mehr NEO-Romane aus der Feder von Oliver Plaschka.

Komplexes NEO-Debüt

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO 137 – »Schlacht um die Sonne« von Arno Endler

Arno Endler traf ich 2015 auf einem Schreibseminar in Wolfenbüttel. Sein eingereichter Romanauszug ist mir aufgrund seiner Lebhaftigkeit bis heute in Erinnerung geblieben. Daher freute ich mich, als ich seinen Namen in der Vorankündigung las und habe deshalb auch seinen Beitrag für PERRY RHODAN NEO relativ zeitnah gelesen.

Der Roman gliedert sich in nicht weniger als vier oder fünf Handlungsebenen, was die Zusammenfassung der Handlung extrem schwierig macht und ich an dieser Stelle darauf verzichten möchte. Eine Menge Informationen erwarten den Leser in der Haupthandlung. So wird endlich das Geheimnis um Tuire Sitarehs Namen und seinen Auftrag gelüftet. Er wird von den Sitarahk gefangen und zur Sonne gebracht, weil der zweite Arbiter mehr über Tuires Aura erfahren will. Beim Anblick des Sonnenspalts hat Tuire Sitareh einen Erinnerungsschub. Er – der Sternenschließer – wurde von ES geschickt. Im gleichen Atemzug erfährt man auch, was die Sitarakh von der Sonne wollen. Sie ernten das Halatium (hieß das nicht mal Halaton) bzw. den Taalstaub, der durch den Spalt dringt.
Wissenschaftler an Bord der TERRANIA finden heraus, dass der Mangel an Halatium für das Cortico-Syndrom verantwortlich ist, da beim Auftreffen des Halatium auf die Erdatmosphäre eine Strahlung entsteht, die für die Menschen lebensnotwendig ist, weil sie sich im Laufe der Evolution daran gewöhnt haben. Diese Strahlung fehlt nun, weil das Halatium von den Sitarakh »abgeerntet« wird. (Positiver Nebeneffekt, der Taalstaub verschwindet und die Sky-Eyes arbeiten wieder.)
Diese Idee scheint mir von den Exposéautoren nicht wirklich bis zum Ende durchdacht, bedeutet es doch nichts anderes, als dass die Menschheit niemals Raumfahrt außerhalb ihres Sonnensystems betreiben könnte, denn in anderen Sternensystemen gibt es kein Halatium. Eigentlich dürften sich die Menschen nicht mal außerhalb der Erdatmosphäre aufhalten. Es erklärt auch nicht, warum die Schutzschirme der Raumschiffe vor dem Syndrom helfen. Schutzschirme halten Strahlung und anderes ab, aber sie können nichts herbeizaubern, was fehlt.

Um die Sitarakh von der Sonne wegzulocken, tüfteln die Taktiker der Terranischen Flotte ein Angriffsmanöver aus, das natürlich an der Überlegenheit des Gegners scheitert und außer großen Verlusten an Mensch und Material nichts einbringt. Die Schlacht hilft aber Tuire Sitareh den Sitarakh zu entkommen und sich an Bord der TERRANIA zu retten. Die Schlacht ist spannend beschrieben und erinnert ein bisschen an die Raumschlachten aus den STAR WARS Filmen. Letztendlich ist es aber eine Verzweiflungstat, ein letztes Aufbäumen der Menschheit. Denn inzwischen stehen auf der Erde weitere Modifikatoren vor der Fertigstellung und die Erdbevölkerung ist durch die Naturkatastrophen und das Cortico-Syndrom mindestens schon zu einem Drittel ausgelöscht.

Prof. Oxley, Whistler, Haggard und Leyle verteilen die Neurostreamdimmer und dringen dabei auch in den Stardust Tower ein, wo sie auf den wutschäumenden Masmer Tronkh treffen, der immerzu Rhodans Namen ruft. Das die Bestie nicht ganz dicht im Kopf ist, haben wir ja in den vergangenen Romanen bereits erfahren. Ich finde es nicht hilfreich, das jedes Mal aufs Neue zu erwähnen. Schon allein, weil mir der Antrieb des Antagonisten zu platt ist und in dieser Hinsicht kein gutes Licht auf die Leistung des Exposéteams wirft. Nein, da habe ich Vielschichtigeres erwartet.

Die Crew der LESLIE POUNDER ist weiterhin auf der Suche nach Hyperkristallen, dieses Mal auf der Eiswelt Uac. Zumindest scheint Rhodan schlauer geworden zu sein und lässt Dr. Leyden und sein Team ebenfalls mit einer Spacejet nach den Kristallen suchen. Ob es jedoch so klug war, die Wissenschaftler allein ohne militärische Unterstützung loszuschicken, weiß ich nicht, aber der Hyperphysiker hält sich sowieso nicht an Befehle. Nach kleineren Konfrontationen mit der Fauna des Eisplaneten und einer die Psyche beeinflussenden Strahlung entdecken die Wissenschaftler die Hyperkristalle und Leyden findet auch sofort den Grund für ihr Versagen. Erdbeben auf dem tektonisch instabilen Planeten geben Energie an die Hyperkristalle ab, die dadurch übersättigt werden und von innen heraus verbrennen, was sich in einer Änderung der Kristallfarbe und dem Zerfall des Kristallgitters äußert. Da die Kristalle für die lebenserhaltende Wirkung der Liduuri verantwortlich sind und durch den Zerfall immer weniger Strahlung abgeben, werden die Liduuri inklusive Avandrina in kürzester Zeit altern und sterben. An dieser Stelle habe ich meinen naturwissenschaftlichen Verstand in den Urlaub geschickt. Den Begriff Farbtemperatur in Zusammenhang mit der Farbe von Kristallen zu verwenden, ist gelinde gesagt fragwürdig, auch wenn sie Strahlung abgeben.
Kurz vor Schluss macht Leyden eine weitere wichtige Entdeckung. Die Energie der Erdbeben und der zerstörten Hyperkristalle verursachen Störungen im Hyperraum, die sich in einer Art EMP-Impuls entladen. Leyden kann noch eine Warnung an alle Spacejets und die LESLIE POUNDER und das Wasserschiff abgeben, da bringt der Impuls alle Spacejets zum Absturz.
Rhodan, Atlan, Rainbow und Schablonkski sowie Theta und Thora sind ebenfalls mit einer Spacejet auf Uac unterwegs. Als sie von der beeinflussenden Strahlung getroffen werden, gehen sich alle fast an die Gurgel. Konflikte brechen auf, die aber nach Einschalten des Schutzschirms schnell wieder abflauen, bei den Arkoniden aber im Gedächtnis bleiben werden.

Die beschriebenen Figuren wirken lebendig, auch wenn Dr. Leyden nicht so genial rüberkommt, wie bei Kai Hirdt und bis auf ein paar falsche Perspektivwechsel ist auch der Plot solide geschrieben.

Gut fand ich die Streiflichter, kleine kurze Erzählungen über Menschen, ihren Alltag und wie sie über Rhodan denken. Die Kapitel spielen zu unterschiedlichen Zeiten sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart. Was beim Lesen etwas irritiert, wenn man die Kapitelüberschriften nicht genau liest. Die Streiflichter sind an einigen Stellen mit der Haupthandlung verknüpft. Das fand ich beim ersten Mal überraschend, beim zweiten oder dritten Mal aber bereits vorhersehbar. Das nahm dem Plot an einigen Stellen die Spannung, weil man ja schon wusste, was mit der Figur passiert. Hervorheben möchte ich die Figur der Stephanie Brixton, die Punkrockerin ist ein kleines Geschenk des Autors an den PR-Chefredakteur. Die Szenen mit ihr enthalten viele kleine Anspielungen für Insider der Karlsruher Punkszene. Sehr nett, das hat mir gut gefallen. Leider überleben die wenigsten Protagonisten der Streiflichter ihren Auftritt im Roman.

Es ist auffällig, dass die Haupthandlung durch die dazwischen gestreuten Streiflichter in viele kleine Kapitel gegliedert ist, die aus Sicht unterschiedlicher Figuren erzählt werden. Ich bin mir nicht sicher, ob sich der Autor damit einen Gefallen erwiesen hat, denn die Geschichte wirkt dadurch zerrissen. Auch das Ich-Präteritum für Figuren wie Belle McGraw, Thora oder Rhodan gleichermaßen zu verwenden, hat mich verwirrt, weil man sie eigentlich nur von Atlan kennt. Außerdem wechselt die Ich-Perspektive anfangs von Kapitel zu Kapitel, während andere Abschnitte in normaler Figurenperspektive geschrieben sind. Das ist gewöhnungsbedürftig, weil man oftmals nicht weiß, aus wessen Sicht man die Handlung gerade erlebt. Manches ist auch in auktorialer Perspektive geschrieben, zum Beispiel die Zerstörung von NYC durch die Flutwelle und liest sich dadurch distanziert und wie die Beschreibung eines Katastrophenfilms.

Auch mit der nichtlinearen Erzählweise des Romans hat sich der Autor mehr Arbeit geschaffen, als nötig gewesen wäre. Eine Geschichte nichtlinear zu erzählen, kann funktionieren, ist aber eine große Herausforderung, die viel Erfahrung und Können voraussetzt. Dinge, die ich Arno Endler nicht absprechen will, aber durch die vielen Informationen war der Plot schon kompliziert genug. Zusammen mit den vielen Charakteren sorgt er für die von mir wahrgenommene Zerrissenheit.

Fazit: Arno Endlers NEO-Debüt hat mir trotz aller Ungereimtheiten gut gefallen. Der Autor hat versucht innovative Ideen einzubringen, die leider nicht zur Gänze aufgehen. Hätte er sich beispielsweise auf eine Erzählperspektive und auf weniger Figuren beschränkt, hätte das dem Roman sicher gut getan. Aber anhand der Komplexität der Handlung sei dies einem Neuling verziehen. Ich bewundere seinen Mut sich einem Exposé zu stellen, dass man wegen seiner Komplexität normalerweise einem Rainer Schorm oder einem der beiden Exposéautoren anvertrauen würde.

Und jetzt noch etwas in eigener Sache. Wenn nicht die nächsten Romane von Oliver Plaschka, Kai Hirdt und Rüdiger Schäfer stammen würden, allesamt Autoren, deren Erzählstil ich sehr mag, wäre ich mit Band 137 bei NEO ausgestiegen. Mein Mann hat das schon längst getan. Ich weiß, das Science Fiction schon immer ein Kind seiner Zeit ist, aber, wenn ich etwas über Massensterben, Krieg und Vernichtung lesen wollte, dann schlage ich die Zeitung auf oder schalte den Fernseher ein. In einer zukunftslosen Zeit wie unserer Gegenwart ist es wichtiger den je, positive Visionen zu zeigen. Und ich kann meine wenige Freizeit sinnvoller nutzen, als der Vernichtung der Welt zuzusehen, zum Beispiel mit dem Schreiben eigener Geschichten. Das werde ich nach Band 140 definitiv auch tun.

Mutanten und andere Zwistigkeiten

Quelle: Perrypedia
Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 136 – »Tod eines Mutanten« von Rainer Schorm

Ich gebe offen zu, dass ich die Lektüre dieses NEO-Romans vor mir hergeschoben habe. Nach den schlimmen Ereignissen aus den letzten Romanen, dem martialischen Titel und mit dem Wissen, dass mir Rainer Schorms Schreibstil nicht sonderlich liegt, kostete es mich einige Überwindung den Roman zur Hand zu nehmen. Nun habe ich es getan und habe den Eindruck, dass auch die Autoren nicht unbedingt Gefallen an der aktuellen Zyklushandlung haben. Nicht anders sind die Worte, die Rainer Schorm seinen Protagonisten in den Mund legt, zu verstehen. Da steckt viel Kritik zwischen den Zeilen, berechtigt wie ich finde und das macht mir den Roman gleich wieder sympathisch.

In vier Handlungssträngen führt der Autor die Handlung auf der Erde und in M15 weiter. Zwei Handlungsstränge haben Julian Tifflor im Fokus. In einem geht es um Daten, die das Hippokratische Protokoll von Dr. Brömmers aufzeichnet. Durch die Augen des Erkrankten erfahren Tifflor und der Leser, was der Kybernetiker sieht und denkt. Die kurzen Einschübe sind mitunter etwas verworren formuliert und wirken nach dem dritten Mal wie Füllmaterial. Vom wissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen, versuche ich gar nicht erst zu verstehen, wie ein Mensch mittels eines Funksignals über mehrere Relaisstationen auf das Gehirn eines anderen zugreifen kann. Die Technik wird an dieser Stelle nicht hinreichend erklärt. Das klingt wie technisch gestützte Telepathie und könnte eigentlich jeden zum Telepathen machen.

Spannender ist dagegen der zweite Handlungsstrang um Julian Tifflor. Nicht nur das er dabei ist, als die TERRANIA die Botschaft von Mirona Thetin entdeckt, nein er stürzt sich auch wieder in einen Einsatz auf der Erde, um eines der Bauwerke der Sitarakh zu zerstören. Das wäre jetzt der wievielte Versuch? Dieses Mal gelingt das Manöver, auch wenn dabei wieder viele Zufälle aus dem Hut gezaubert werden. Rainer Schorm gibt sich zumindest Mühe alles einigermaßen zu erklären, wobei auch hier immer wieder Kritik des Autors durchklingt. So stutzt Tifflor die stellvertretende Administratorin Cheng Chen Lu zurecht, als die mit ihm und den Mutanten in den Einsatz auf die Erde gehen will. Er lehnt es ab, sie mitzunehmen, da sie nur ein Hindernis wäre und sie als einzige einsatzfähige Regierungsangehörige auf der TERRANIA am sichersten ist. Ja! Genauso sehe ich das auch.
Gut fand ich die Beschreibungen von NYC. Man merkt, dass sich der Autor auskennt. Schorm weiß, wovon er schreibt und hält sich nicht mit blumigen Beschreibungen von dahinvegetierenden Menschen auf. Wobei ich immer noch nicht ganz begreife, wieso manche Terraner noch einigermaßen klar im Kopf sind, während sich andere schon im Delirium befinden oder tot sind. Dazu wäre es schön, wenn in den nächsten Romanen nähere Angaben gemacht würden.

Die Bestie Masmer Tronkh will also wirklich nur Rache an Perry Rhodan nehmen und zerstört dafür die Heimatwelt des Terraners. Das Motiv finde ich wahrlich etwas dünn und hätte mir mehr erhofft. Noch schlimmer finde ich aber, dass die Sitarakh offenbar nur ein Hilfsvolk sind, das Tronkh für seine Zwecke benutzt und sie sich von ihm widerstandslos herumkommandieren lassen. Warum sie dann jedoch Interesse daran haben, herauszufinden wieso das Halaton bei den Menschen Mutationen hervorruft, vermag ich nicht zu verstehen. Denn das steht im krassen Gegensatz zu ihrer Hörigkeit der Bestie gegenüber. Dafür ist mir aber eines verständlicher geworden: warum die Sitarakh die Menschen weiterhin ihren Geschäften nachgehen lassen, ohne sie groß zu behindern – selbst die Terranische Flotte kann sich scheinbar ungehindert im System bewegen – die Menschen sind ihnen egal. Außer die Sache mit den Mutationen sind sie für die Sitarakh uninteressant.

Der Handlungsstrang mit Tuire und Ishy bringt ebenfalls einige Neuigkeiten über die Sitarakh, wobei auch hier die Logik wieder im Argen liegt. Die Sitarakh können also entstofflicht im Hyperraum existieren. Da stellt sich die Frage, warum tummeln sie sich überhaupt in dieser Realität? Warum verlassen sie den Hyperraum, wenn das ihr angeborener Lebensraum ist? Das ganze erinnert mich ein wenig an Spezies 8472 aus STAR TREK-VOYAGER, mit dem Unterschied, dass diese wenigstens einen Grund hatten, weshalb sie ihre angestammte Umgebung (den fluiden Raum) verlassen haben – weil sie gestört wurden.  Auch hätte Tuire wissen müssen, dass die Sitarakh die Para-Energie der Mutanten anmessen können. Warum hat man sie nicht gleich ins Terrania Medical Center gebracht, sondern erst in die Fabrik? Das hätte Olf Stagge das Leben gerettet. Der ganze Handlungsstrang macht auf mich einen sehr konstruierten Eindruck.

Kommen wir zur Handlung in M15. Das beste daran ist, dass alles aus Atlans Perspektive im bekannten Ich-Präteritum erzählt wird, inklusive der Auseinandersetzungen mit dem Extrasinn. Zumindest hier fühlt sich der Perryfan heimisch. Die Handlung ähnelte der von Band 134 wobei Rainer Schorm mit den Zwistigkeiten zwischen den Protagonisten ein wenig übertreibt. Das ist stellenweise wie eine Schlacht mit Worten und untergräbt zuweilen die Ernsthaftigkeit der Handlung.
Die Sache mit den Würmern und den Geoden in denen die Wurmbabys sitzen, hat mir ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert. STAR TREK lässt grüßen. Da »rettet Horta ihre Kinder« im wahrsten Sinne des Wortes. Es fehlte nur noch das »Schmerz!«, welches Spock bei Kontakt mit der Kreatur ausgerufen hat.
Atlan gehen dagegen ganz andere Dinge durch den Kopf. Und auch hier wurde ich das Gefühl nicht los, dass der Autor an den Exposéautoren offene Kritik übt. »Dass ich mit Rhodans Entscheidungen in zunehmenden Maße nicht mehr einverstanden war, erwähnte ich nicht … Aber die Flucht vor den Sitarakh war mir ein Dorn im Auge … Dass er nun, anstatt nach Arkon zu fliehen, Avandrinas Anliegen vorzog, nahm ich ihm unverändert persönlich übel.« Dem kann ihm nur zustimmen. Ich hielt es von Anfang an nicht richtig, dass sich Rhodan aus dem Staub gemacht hat. Wenn da mal nicht der Autor durch Atlan spricht.
Leyden und sein Team bekommen zwar Arbeit, stehen in diesem Roman aber eher im Hintergrund. Wobei ich in den vergangenen Romanen anscheinend nicht mitbekommen habe, dass die Spannungen zwischen Abha und Luan so zugenommen haben, dass sie jetzt schon nicht mehr miteinander reden.

Fazit: Keine Frage »Tod eines Mutanten« ist spannend geschrieben. Rainer Schorm vermag qualitativ zu überzeugen. Er bemühte sich mit eher zweitklassigen Ideen dem Roman Leben einzuhauchen. Nur fühlte ich mich an manchen Stellen von dem technischen Vokabular erschlagen, dass der Autor sehr gut beherrscht und einzusetzen weiß. Der Humor in den vielen Streitgesprächen, die sich durch alle Handlungsebenen ziehen, ist oft sehr zynisch. Ich bin mir nicht sicher, ob der Autor damit seinen Unmut bekunden wollte, oder es ein hilfloser Versuch ist, dem todernsten Thema des Zyklus‘ eine heitere Seite abzugewinnen.

Das Beste am ganzen Roman ist jedoch das Cover von Dirk Schulz. Von der Dynamik her ist es absolut stark.

 

Perry, Perry und nochmals Perry

In den letzten zwölf Monaten habe ich mich eigentlich mit nichts anderem beschäftigt, als mit PERRY RHODAN. Es ist ja schön, ein erfüllendes Hobby zu haben, aber manchmal möchte man auch mal etwas anderes sehen und hören und vor allem lesen. Die PERRY RHODAN-Redaktion hat den Lesern in diesem Jahr eine immense Fülle an Publikationen geboten, die ich fast schon ein bisschen erdrückend finde. Ich weiß, ich weiß, das Geschäftsleben ist hart vor allem im Buch- und Zeitschriftenhandel. Man muss präsent sein und publizieren was geht, um die Marke zu erhalten. Doch die Auswahl für die Leser, die möglichst alles von ihrer Lieblingsserie aufsaugen möchten, war in diesem Jahr besonders groß.

Neben der seit 1961 laufenden Erstauflage (EA), die heuer mit Band 2875 in einen neuen Zyklus startete, gibt es noch PERRY RHODAN NEO, der »Reboot« aus dem Jahr 2011. Zu 55 Jahren EA kommen also 5 Jahre NEO; das bedeutet nicht nur jede Woche einen neuen Heftroman, sondern zusätzlich alle vierzehn Tage ein NEO-Taschenheft mit dem doppelten Umfang wie ein Heftroman. Und um Lesern den Einstieg in die Serie zu erleichtern, bringt der Verlag regelmäßig abgeschlossene Miniserien in 12 Heften heraus. Anfang des Jahres startete auf diesem Weg »ARKON«, die Serie habe ich im Blog besprochen. Gleich darauf schloss sich ohne Pause »JUPITER« an, die Serie, die in dieser Woche ein Ende finden wird. Und als wäre das nicht genug, gab es im Oktober und November noch eine sechsteilige E-Book Serie mit dem Namen »TRIVID«. Vergessen wir nicht die Silberbände, die mehrmals im Jahr erscheinen und in denen frühere Romane der EA zusammengefasst und überarbeitet abgedruckt sind.

Ich weiß ja nicht, wie die PR-Redaktion in Rastatt das hinbekommt. Wahrscheinlich verfügen die Mitarbeiter über Mutanten-Fähigkeiten oder Geräte zur Zeitmanipulation. Ich lese momentan parallel zu NEO auch »JUPITER«, »TRIVID« und den Silberband »Lemuria«, was mich komplett vereinnahmt. Ich würde ja gern auch einzelne Romane der EA lesen, wie zum Beispiel die von Robert Corvus, aber das bekomme ich zeitlich einfach nicht auf die Reihe. Ich schaffe es ja nicht mal die »JUPITER«-Romane zu rezensieren, dabei gefallen mir die Hefte richtig gut.

Ich hoffe, dass man in der Redaktion den Lesern über den Jahreswechsel eine kleine Pause schenkt, man selbst durchatmet und die nächste Miniserie erst später in 2017 startet. Dann könnte ich endlich mein Lesedefizit aufholen und auch mal wieder etwas anderes lesen als über Perry und seine Freunde. Die STAR TREK »Prometheus«-Reihe von Christian Humberg und Bernd Perplies zum Beispiel. Wenn es schon STAR TREK aus Deutschland gibt, dann sollte man das als Fan auch gelesen haben.

Neue Herausforderung

sol-84
Quelle: www.prfz.de

Ich bin schon seit Tagen ziemlich hippelig. Warte ich doch sehnsüchtig auf das Erscheinen der SOL, dem Magazin der PRFZ. Heute war es dann soweit, die SOL 84 lag in meinem Briefkasten und in dem aller anderen Mitglieder hoffentlich auch. Und nun darf ich es endlich herausposaunen. Ab der nächsten Ausgabe übernehme ich die Chefredaktion. Mein Vorgänger hat im Oktober aus privaten Gründen seinen Rücktritt angekündigt.

Ich habe mir anschließend ein paar Tage Zeit genommen, um darüber nachzudenken und natürlich auch, um das mit meinem Mann zu besprechen. Es ist ja nicht das erste Mal, dass ich eine Redaktion übernehme. Von 2004 bis 2012 war ich für den DfwG-Report verantwortlich (die Mitgliederzeitschrift der Deutschen farbwissenschaftlichen Gesellschaft e.V., der ich nach wie vor angehöre). Diese Verantwortung habe ich schweren Herzens aus gesundheitlichen Gründen Ende 2012 abgeben müssen. Mit der Übernahme des Newsletters 2014 ist bei mir das Feuer wieder entfacht worden. Ich habe viel Spaß an der Arbeit und nach zwei Jahren in der PRFZ und im PR-Fandom, fühlte ich mich auch bereit für größere Aufgaben.

Eigentlich werkele ich ja bereits seit Mitte Oktober im Hintergrund, denn so eine Übernahme will vorbereitet sein. Außerdem konnte ich bei der Abwicklung der SOL 84 schon mal üben und mich mit den Abläufen vertraut machen. Ich habe dabei gelernt, dass Kommunikation in dem Fall das A und O ist. Leute ansprechen, zum Handeln auffordern und zeitnah auf ihre E-Mails eingehen und möglichst nichts Wichtiges vergessen. Am meisten freue ich mich darüber, ein Team gefunden zu haben, das motiviert ist und gut funktioniert. Bei kleineren Missverständnissen konnte ich vermitteln und diese relativ schnell aus dem Weg räumen.

Ich werde also in Zukunft nicht nur für den Newsletter der PRFZ die Verantwortung tragen, sondern auch für die SOL. Eine wichtige Aufgabe für die ich mir viel vorgenommen habe.

Ach ja, und das in der SOL 84 drei Artikel von mir enthalten sind, sollte ich vielleicht auch noch erwähnen. Meine NEO-Kolumne »NEOisiert«, ein Interview, das ich mit Andreas Eschbach geführt habe und mein Werkstattbericht über die Zusammenarbeit mit Roman Schleifer an der FanEdition 18. In der kommenden Ausgabe werden die Leser dann erst einmal Ruhe vor mir haben, dort schreibe ich dann  lediglich das Editorial.

»Durch die Wüste«

Quelle: Perrypedia
Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 135 – »Fluch der Bestie« von Susan Schwartz

Eigentlich hatte ich erwartet, dass der Band mit der Nummer 135 von Rüdiger Schäfer kommen würde, weil er in den vergangenen Staffeln immer die fünfer und nuller Romane geliefert hat. Anscheinend wurde das Muster in dieser Staffel durchbrochen. Der »Fluch der Bestie« kommt leider aus der Feder von Susan Schwartz. Ich sage leider, weil mich bereits ihr letzter NEO-Roman nicht so richtig vom Hocker reißen konnte. So werden auch hier meine Befürchtungen bestätigt. Dabei kann die Autorin zum Teil gar nichts dafür. Es ist im Grunde das Szenario um die Sitarakh, welches mich zunehmend stört. Und das Susan Schwartz nur die, von den Exposéautoren vorgegebene Staffelhandlung vorantreibt, deshalb kann man ihr keinen Vorwurf machen. Sie tut ihr Bestes und versucht den Leser in fremde – irdische – Welten zu entführen, kommt dabei aber nicht ohne Klischees aus. Der Weg von Julian Tifflors Gruppe durch die Rub al-Chali ist von den Fakten zwar interessant, für mich als Leser, der Science Fiction erwartet, aber irritierend. »Karl May trifft NEO« könnte man den Roman betiteln. Dabei riskieren die Mutanten und der Arzt ihr Leben, für nichts und wieder nichts. Dieses Hin und Her ist inzwischen ziemlich frustrierend. Die Invasoren sind übermächtig, ihre Ziele unklar und die Menschen sind ihnen absolut ausgeliefert. Dazu eine auf Rache sinnende Bestie. Worauf das hinausläuft, kann ich mir schon ausmalen. Da muss am Ende eine ziemlich große Deus ex machina Lösung her, um das wieder aufzulösen.

Der Handlungsstrang um Tuire und Ishy las sich dagegen wie ein Zombie-Film. Ich weiß nicht, wer sich da von »The Walking Death« inspirieren ließ, aber das ist eigentlich das Letzte, was ich in einem NEO-Roman lesen will. Für meinen Geschmack versuchen die Expokraten auch viel zu viel in NEO zu verwursteln. Neben ES und Anti-ES zaubern sie nun noch die Aphilie und Whistler aus dem Zylinder. Darunter ging’s wohl nicht?

Dieses Mal reicht das Rätselraten von Eric Leyden in der Handlung auf der LESLIE POUNDER (Bitte, gebt dem Schiff einen anderen Namen) nicht aus, um meinen Frust zu besänftigen. Guckys Einsatz wirkt bemüht und die Liduuri Avandrina erwacht gerade rechtzeitig, um ein paar Anhaltspunkte zu liefern, um dann wieder wegzudämmern. Es scheint, als haben sich die Expokraten in eine Sackgasse geschrieben, aus der sie nun nur noch mit Tricks wieder herauskommen. Ich habe wenig Hoffnung für die nächsten fünf Romane, dass sie das noch einigermaßen glaubhaft auflösen können.

Überhaupt, die Hoffnungslosigkeit und das permanente Sterben in den vergangenen Romanen, stört mich inzwischen massiv. Wenn das so weitergeht, überlege ich ernsthaft, ob ich aus der Serie aussteige. Wir werden täglich mit schlechten Nachrichten und Gewalt überschüttet. In Filmen und Serien folgt eine Dystopie der anderen. Dann will ich nicht auch noch in meiner Lieblingsserie lesen müssen, wie Millionen von einer Seuche dahingerafft werden oder in Sandstürmen und Tsunamis umkommen. (Wenn es ihnen um die Beseitigung der Menschheit ginge, hätten die Sitarakh auch sofort alles Platt machen können.) Wir brauchen positive Visionen, um gegen unsere hoffnungslose Realität anzukämpfen und keine weiteren Katastrophenszenarios, nur weil das gerade »IN« ist.

Der Reportagenhafte, treibende Stil der Autorin macht es nicht besser, dafür klingt es zu sehr nach früher EA. Es gibt sicher viele Fans, denen es gefällt, wenn die Handlung schnell vorangetrieben wird, mir fehlt dabei etwas. Ich vermisse den Bezug zu den Figuren, das Innehalten und Reflektieren über Empfindungen. Ich will nicht sagen, dass der Roman lieblos geschrieben ist, aber er packt mich einfach nicht. Die Sätze plätschern an mir vorbei und ich ertappte mich dabei, manche Passagen nur quergelesen zu haben.

Ich mach’s kurz. Ich bin zutiefst enttäuscht. Der Roman stellt einen neuen Tiefpunkt in der Serie dar, an dem Susan Schwartz nur bedingt Schuld ist. Das einzig Positive: ich weiß jetzt eine Menge über die Wüste und wie man ein Kamel (Dromedar) reitet.

NEO: zwischen Wildschweinen und Drachen

Quelle: Perrypedia
Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 134 – »Das Cortico-Syndrom« von Madeleine Puljic und Kai Hirdt

Einen soliden Roman legen Kai Hirdt und Madeleine Puljic vor. Da ist alles drin, was man von einem NEO erwartet. Spannung, gut gezeichnete Figuren, ein paar wissenschaftliche Fakten, alles gewürzt mit einer Prise Humor ist »Das Cortico-Syndrom« leichtere Kost als sein Vorgänger. Die Handlung konzentriert sich einerseits auf die Erde, auf der das Team um Julian Tifflor versucht herauszufinden, warum die Menschen nicht schlafen können. Andererseits führt uns die Handlung auf die LESLIE POUNDER. Hier erleben wir Eric Leyden und seine Wissenschaftler beim Rätseln, was es mit den weißen Welten auf sich hat. Während Rhodan, Schablonski und Rainbow zusammen mit zwei Jungspunten auf Chay landen, um die Proben der Hyperkristalle zu bergen. Im dritten, sehr kurzen, Handlungsstrang können sich Tuire und Ishy gerade noch rechtzeitig aus ihrer prekären Lage im Orbit befreien. Die Aktion erinnerte ein bisschen an eine Mischung aus »Der Marsianer« und »Gravity« war aber gut gelöst. Nachdem die beiden mit dem Weltraumlift in Terrania gelandet waren, stellte ich mir die Frage, ob die Schlaflosigkeit auch an Bord der Orbitalstation herrscht.

Sie Handlung ist dicht, temporeich und homogen. Man merkt dem Roman nicht an, dass er von zwei Autoren geschrieben wurde. Wobei ich glaube, dass Kai den Leyden-Teil übernommen hat. Ein Satz wie: »… Sie fragte sich, ob das brillante Hirn des Hyperphysikers sich aufgehängt hatte und wie man ihn wohl im Zweifel rebooten konnte …« kann eigentlich nur von ihm kommen. Während ich die Handlung um Tifflor und Rainbow eher Madeleine Puljic zuordne. Wildschweine und Drachen, sind eben mal was Neues bei NEO, wobei ersteres sehr gut passt, hatte ich bei den Drachen so meine Schwierigkeiten. Wovon leben die auf einem brennenden Planeten, nur von Energie?

Die Staffelhandlung wurde auf jeden Fall vorangebracht. Man erfährt ein bisschen mehr über das Funktionieren der weißen Welten, wird im Falle der Ziele der Sitarakh aber immer noch im Dunkeln gelassen. Gut gefiel mir, dass ein paar irdische Theorien angebracht wurden. Bei dem Begriff »stimmloser palatarer Frikativ« stutzte ich, grinste dann breit und googelte. Das gibt’s tatsächlich, somit erhielt ich nebenbei noch eine Lehrstunde in Linguistik.

Das bei der Handlung auf der Erde immer wieder bekannte Orte eine Rolle spielen, die man auf dem ersten Blick nur schwer mit Science Fiction in Verbindung bringt – in diesem Fall Strasbourg – ist ebenfalls erfrischend. Auch wenn ich Julian Tifflor nicht verstehe, warum er die offensichtlich angeschlagene Politikerin weiterhin mit sich herumschleppt. Sie ist definitiv ein Klotz am Bein und hat in dem Fall die Mission und ihn selbst in Gefahr gebracht, ohne das sie für das Team nützlich wäre.

Der Roman ist nicht herausragend aber befriedigend. Schon allein wegen der Szenen mit dem Leyden-Team ist »Das Cortico-Syndrom« lesenswert! Für ihr NEO-Debüt hat Madeleine Puljic anständige Arbeit geleistet. Prima!

Perry in der BILD

computer_bild_small
.

Wer hätte gedacht, das Perry Rhodan mal in einem Derivat der BILD-Zeitung landet?

Da staunte ich nicht schlecht, als ich in der Ausgabe 22/2016 der COMPUTER BILD vom 15.10.2016 auf einen Artikel über die größte SF-Serie der Welt stieß. Unter der Überschrift »Er muss sterben, um zu Leben« liefert der Text einen recht stimmigen Abriss über 55 Jahre PERRY RHODAN. Der unteranderem darüber erzählt, wie von »Unternehmen Stardust« (1961) bis zu »Die vereisten Galaxis« (2016) aus geplanten 30 Heftromanen inzwischen mehr als 2875 wurden, zuzüglich der Planetenromane, Comics, Miniserien und diverser Begleitliteratur. Richtig beschrieben wird auch die Arbeit des Autorenteams. Bei der Bemerkung, das die Autoren bereits in »der dritten oder gar vierten Generation« schreiben, konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Das klingt fast so, als würde das Schreiben im Perryversum weitervererbt.

Auch die NEO-Serie wird kurz vorgestellt und dabei ziemlich gut dargelegt, mit was sich der NEO-Perry im Vergleich zum Perry der EA auseinandersetzen muss. »Statt mit dem Kalten Krieg befasst er sich mit Umweltschäden, Drogen, Verteilungskämpfen.« Momentan beschäftigt er sich zwar eher mit einer Invasion, aber ganz so falsch ist das Geschriebene nicht.

Die COMPUTER BILD gratuliert der Serie mit einem besonderen Geschenk. Auf der Heft-DVD findet sich nämlich nicht nur das Hörbuch zu Band 2875 »Die vereiste Galaxis« von Exposéautor Christian Montillon sondern auch das E-Book zum NEO-Roman von Rainer Schorm »Der Kontrakt«. Ein Gratisgeschenk auch an die Fans und die, die es vielleicht noch werden.

Ich persönlich halte dies für eine wunderbare Idee die Grenzen des »Perryversum« auszudehnen, um neue Leserquellen zu erschließen. Gerade mit Hörbüchern und E-Books in einem Computer-Magazin ist man damit auf dem richtigen Weg.

Newsletter im Fokus

Im aktuellen PERRY RHODAN-Heftroman ist eine Anzeige zum Newsletter der PRFZ abgedruckt, den ich redaktionell betreue. Das freut mich natürlich und macht mich auch ein wenig stolz. Als ich vor genau zwei Jahren das Angebot bekam, den Newsletter zu übernehmen, hätte ich mir nie träumen lassen, dass die PERRY RHODAN-Redaktion mal eine Anzeige in einem Romanheft dafür schalten würde. Ein großes Dankeschön von dieser Stelle an die Verantwortlichen.

Der aktuelle Newsletter mit der Nummer 16 ist in Arbeit. Das Interview mit Robert Vogel ist schon im Lektorat, die restlichen Texte, über den BuCon, die AustriaCon Reader und diverse andere Artikel folgen. Ab Montag stehen die Vorbereitungen für’s Layout an. Ich hoffe, dass ich bis Ende nächster Woche alles über die Bühne bekomme. Danach wartet eine weitere größere Aufgabe auf mich. Darüber darf ich an dieser Stelle noch nichts verraten, in zwei bis drei Wochen wisst ihr mehr.

Den Newsletter können alle Mitglieder der PRFZ auf deren Homepage kostenlos abonnieren.

anzeige_nl_bunt