Christinas Multiversum

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Archiv der Kategorie ‘Allgemein’



Sonniger Herbsttag am See

Es ist nun schon zwei Wochen her, seit wir zuletzt zum See spazierten. Ich finde, der See ist im Herbst und Winter besonders faszinierend. Vor allem, wenn das Wetter so sonnig und die Luft so klar ist, dass man bis nach Österreich blicken kann. Auch an diesem Sonntag war das wieder so. Das zog natürlich viele Besucher aus der Gegend an. Die Bänke auf der Strandpromenade waren allesamt besetzt. Am Strandkurhaus schienen Renovierungsarbeiten im Gange. Zumindest wird die Terrasse, die in den See führt, gerade neu hergerichtet. Die Boote vom Bootsverleih waren auch noch nicht Winterfest gemacht. Dafür tummelten sich die Blesshühner im See und tauchten nach Nahrung. Am Strand glitzerten die leeren Schalen der Teichmuscheln.

Wenn ich heute aus dem Fenster schaue und das matschige Weiß betrachte, das schon den ganzen Tag aus dem Himmelsgrau fällt, denke ich sehnsüchtig an diesen Vormittag am See zurück. Wenn ich das nächste Mal den See besuche, wünsche ich mir tief verschneite Landschaft und eine Eisfläche, auf der sich die Schlittschuhläufer tummeln. Vielleicht haben wir in diesem Winter ja Glück. Mal sehen!

 

Großbäckerei im November

Ein Berg aus Einhörnern

Das trübe Wetter passte, die Stimmung auch und die Zutaten standen ebenfalls bereit. Und so kam es, dass unser Backofen an diesem Wochenende nicht auskühlte.

Immer in der zweiten Novemberhälfte starten wir mit der Adventsbäckerei. Warum im November? Weil meine Mutter immer um den 1. Advent Geburtstag hat und ich dann schon mal das passende Geschenk habe, nämlich Elisenlebkuchen und Plätzchen.

An diesem Wochenende haben wir neben Einhornkeksen und Lebkuchen noch portugiesische Puddingtörtchen gebacken, ein Brot – wie immer am Wochenende – und am Sonntagmittag gab es auch noch Flammkuchen mit roter Beete und Gorgonzola.

Die optischen Eindrücke will ich natürlich niemandem vorenthalten.

 

 

Zeichen der Dürre

Herbst in den Bergen

»Hörst du das?«, fragte mein Mann.
Ich lauschte, doch da war nichts. »Nein.«
»Eben, da sind keinerlei Geräusche.«
»Stimmt.«
Wir standen zwischen hohen Bergen, am Ufer des Weitsees und um uns herum herrschte absolute Stille. Der Moment hielt leider nur ein paar Augenblicke an, dann näherte sich von fern das Brummen eines Autos auf der Uferstraße und störte die Ruhe.

Eine halbe Stunde vorher spazierten wir bei minus fünf Grad durch das mit Reif überzogene Gras zum Ufer des Mittersee. Auf Grund der Trockenheit ist der Bergsee nur noch eine Pfütze. Bis zum Wasser legten wir einen weiten Weg über den ausgetrockneten Boden zurück. Mein Mann erzählte, dass in den frühen neunziger Jahren der See bis fast an den Waldrand reichte. Heute hat er gerade mal eine Tiefe von 75 Zentimeter. Die ausbleibende Schneeschmelze und anhaltende Trockenheit hat den See verkümmern lassen. Im Schatten der Berge sah er an diesem Morgen wie ein verwunschener Ort aus. Ich wäre gern noch länger geblieben, aber es war so bitter kalt, dass wir zum Auto zurück gingen und zum Weitsee weiterfuhren.

Hier schien die Sonne. Der See dampfte in der kalten Luft. Der Wasserspiegel war nicht so stark gefallen, weil der See durch eine unterirdische Quelle gespeist wird. Die zunehmende Verlandung ist aber auch hier vor allem im oberen Bereich des Sees zu sehen. Nichtsdestotrotz sind die Alpseen zwischen Ruhpolding und Reit im Winkel einer der schönsten Orte in der Gegend. Im Sommer kann man an mehreren Stellen sogar baden. An diesem Novembertag war das Wasser aber kaum wärmer als die Luft. Wir spazierten in der Sonne, bewunderten die Färbung des Waldes, das Blau des Himmels, die steil emporragenden Felsgipfel und natürlich das blaugrüne Wasser der Seen.

Ein kalter aber schöner Sonntagsausflug im November.

Eine Studie in Grau

Am Weitsee

Eine Insel im See

Die Reste des Mittersee

Hinweis für Autoren und Verlage

In den vergangenen Wochen erhielt ich vermehrt Rezensionsanfragen von Verlagen und Selfpublishern. Wenn ich wollte, könnte ich quasi den ganzen Tag nichts anderes tun, als zu lesen und zu rezensieren. Da ich aber irgendwie auch Geld verdienen muss und ich meinen Blog bewusst werbefrei halten möchte, kann ich nicht auf alle Rezensionsanfragen eingehen. Ich habe daher beschlossen, folgenden Text auf meine Infoseite zu stellen:

Ich nehme nur Rezensionswünsche entgegen, wenn sie sich auf das Genre Science Fiction beschränken. Ich lese keine Fantasy oder dystopische Romane! Ich rezensiere gern auch Romane, die sich mit Subkulturen des späten 20. Jahrhunderts beschäftigen. Ich behalte mir vor, keine Rezension zu veröffentlichen, wenn ich den Text als nicht lesbar erachte. Ich bin nicht daran interessiert, Verrisse zu schreiben oder Autorenbashing zu betreiben. Bin aber gern bereit, dem/der Autor/in meinen persönlichen Eindruck zum Roman in einer persönlichen E-Mail zu schildern.

Das klingt jetzt wahrscheinlich ein wenig arrogant, aber ich weiß mir momentan nicht anders zu helfen, da ich nicht die Zeit habe, auf jedes Angebot mit einer E-Mail einzugehen. Sorry!

Sommer im Herbst

Nachdem sich der Nebel lichtet, knallt die Sonne vom Himmel, als müsse sie die verlorene Zeit aufholen. Sie bringt die Farben des Herbstes zum Leuchten und den blauen Himmel gleich mit. An den Wegen blüht der Löwenzahn, gleichzeitig hat er Pusteblumen ausgebildet, die hoffen, beim nächsten Windhauch ihre Samen der Luft zu übergeben. Das Laub raschelt unter meinen Füßen. Es riecht nach Erde und modrigem Holz. Selbst das Licht scheint anders. Weich und mild senkt es sich über die Landschaft, lockt noch die letzten Pigmente aus Laub und Boden. Obwohl es in diesem Jahr so trocken war, zeigen sich die Bäume erstaunlich bunt. Selbst jetzt noch Mitte November. Die Wiesen sind grüner als im Sommer und weil es so warm und mild war, blüht der Raps. Die letzten Schmetterlinge flattern auf der Suche nach einem Winterquartier über die blattlosen Hecken. Zugvögel ziehen in Formation über den Himmel und machen mit lautem Geschnatter auf sich aufmerksam. Der See liegt da wie ein bleierner Spiegel, eingerahmt vom hellbraunen Schilfgürtel und reflektiert das flach einfallende Sonnenlicht.

Ich bin ein großer Herbstfan, in keiner Jahreszeit fühle ich mich wohler als im Herbst. Da kann der Himmel auch mal grau sein, denn es gibt dazwischen immer Tage wie gestern, an denen mich Licht und Farben begeistern. Nirgends im Jahr ist das Farbspektrum der Natur so umfangreich wie in den Monaten Oktober und November. In diesem Jahr scheint die Sonne besonders warm und hinterlässt am Abend einen rosa Schimmer in meinem Gesicht. Ich habe mir auf unserem zweistündigen Spaziergang tatsächlich einen Sonnenbrand geholt – im November! Nun, die Fotos waren es wert.

Mission complete

In dieser Woche ist unsere Wohnung fertig geworden. Am Mittwoch kam die Küche und gestern haben meine lieben Kollegen noch den Waschtisch im Bad angebracht. Jetzt ist alles so wie wir es uns vorgestellt haben.

Die neuen Küchenschränke und die Arbeitsplatte passen gut zu unserer vorhandenen Spaceküche. Wir haben nun nicht nur genug Raum für alle Koch- und Backutensilien, sondern endlich auch Platz für eine Brotschneidemaschine. Etwas, was ich in den vergangenen Jahren schmerzlich vermisst habe. Pünktlich zur Vorweihnachtszeit ist jetzt auch genügend Fläche vorhanden zum Teig ausrollen und Plätzchen dekorieren. Wir stehen uns zu zweit nicht mehr im Weg. Selbst die Lieferung und der Aufbau lief dieses Mal glatt, kein Vergleich zu dem Theater, was wir mit unserer Spaceküche erlebt hatten. Wir haben die Schränke bei einem anderen Möbelhaus bestellt, weil es unsere Küche leider nicht mehr gibt.

Den Badschrank hatten wir im Sommer in der Baywa entdeckt und uns sofort darin verliebt. Das Waschbecken ist aus mintgrünem Floatglas und könnte von hinten beleuchtet werden. Darauf haben wir dann aus Umweltgründen verzichtet. Es sieht auch so ganz schön aus.

Kassettenkind

Mein SKR-700

Viele Punkbands bringen ihre Songs wieder oder immer noch auf Vinyl heraus. Mangels Plattenspieler könnte ich die nicht mal abspielen. Ich könnte den wahrscheinlich auch gar nicht bedienen. Wenn ich als Kind irgendwas auf Platte anhören wollte, so haben die immer meine Eltern aufgelegt. Fasziniert war ich damals aber nicht von dem Plattenspieler, sondern am meisten von dem Marderhaarpinsel, mit dem man die Staubkörner von den Platten entfernte.

Später besaß ich selbst auch ein oder zwei eigene Platten. Eine haben mir meine Eltern im Intershop gekauft, eine andere erreichte mich in einem Westpaket. Irgendwo habe ich die auch noch und meine Eltern haben noch mindestens zwei, wenn nicht gar drei Plattenspieler herumstehen (und ein Grammophon), aber wie gesagt, ich wüsste wirklich nicht mehr, wie man die bedient.

Ab 1988 war ich Kassettenkind, denn da bekam ich zur Jugendweihe und Konfirmation meinen ersten Kassettenrekorder. Einen SKR 700 – gute DDR-Ware. Der hat damals mit 1540 Ostmark ein Vermögen gekostet (für das Geld mussten meine Eltern zwei bis drei Monate arbeiten), aber dafür funktioniert er heute noch. Der Rekorder hatte den Vorteil, dass ein Radio integriert war und man die Lieblingssongs direkt und ohne Kabel aufnehmen konnte. Ein Mikro hatte er aber auch. So kam es, das ich 1988 und 1989 jeden Freitagabend vor dem Radio verbrachte und bei der Hitparade auf Bayern 3 eifrig mitgeschnitten habe. Und wehe der Moderator hat in den noch laufenden Song reingequatscht …

Irgendwann kam ich auf die Idee mangels Videorekorder auch Filme und Serien vom Fernsehen aufzunehmen. Leider hatte unser alter Fernseher keine Buchse für das »Überspiel- /Diodenkabel« und ich musste das integrierte Mikrophon des SKR benutzen. So wurden die Eltern kurzerhand zum Schweigen verurteilt, während im Fernsehen der Lieblingsfilm lief und ich hektisch die Kassette drehte, wenn eine Seite fertig bespielt war. Später hörte ich das Aufgenommene immer während der Hausaufgaben. So kommt es, dass ich einige Filme aus meiner Jugendzeit noch heute Wort für Wort mitsprechen kann – so oft habe ich die Kassetten gehört.

Happy Halloween in Space

Das ungewöhnlichste Foto zu Halloween stammt in diesem Jahr nicht von der Erde sondern aus dem All. Die drei Astronauten der ISS haben es sich nicht nehmen lassen, sich zu kostümieren. Es wird ihnen allerdings schwerfallen, mit ihren Kostümen um die die Häuser zu ziehen. Denn nach dem fehlgegangenen Start der Sojusrakete, werden die drei noch eine Weile an Bord ausharren müssen. Angesichts des Bildes scheint das den Dreien nicht viel auszumachen.

Interessant finde ich ja die Auswahl der Kostüme … ein Russe als Elvis, eine Amerikanerin als Geisterjägerin und Alexander Gerst als Darth Vader. Einfach genial!

In dem Sinne Happy Halloween!

Quelle: dpa

Zweites Berliner Sci-fi Filmfest

Sci-fi Filmfest

Nach der sehr erfolgreichen ersten Veranstaltung findet in Berlin das zweite Sci-fi Filmfest vom 16. bis 17. November 2018 statt.

Dieses Jahr werden 144 Filme aus über 30 Ländern in allen 3 Kinosälen im Babylon (Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178 Berlin) gezeigt. Darunter viele Kurz- und Independence-Filme, sowie die Dokumentation ZERO GRAVITY-MISSION IN SPACE – Das Weltraumabenteuer von Alexander Gerst

Außerdem erwartet die Besucher ein buntes Zusatzprogramm rund um das Thema Science Fiction, z.B: Panels, Workshops, Cosplayer, eine Ausstellung, Games und vieles mehr.

Informationen, Programm und Online Tickets gibt es hier:

https://babylonberlin.eu/programm/festivals/berlin-science-fi-filmfest

Wenn Berlin nicht so weit weg wäre, würde ich glatt mal dorthin gehen.

Ernüchternde Diagnose

Meine Endometriose ist wieder da.

Nach sechs Jahren Ruhe meldet sie sich mit einer eindrucksvollen Zyste zurück. Was ich schon seit Frühjahr befürchtet habe und was mir seit Juni gesundheitlich zu schaffen macht, hat sich nun bewahrheitet. Vier Zentimeter und kugelrund klebt sie im linken Unterbauch zwischen Bauchdecke und Darm. Das erkannte ich auf dem Ultraschall diese Woche beim Frauenarzt sofort. Normalerweise verursacht ein Zyste von dieser Größe noch keine Probleme. Bei mir aber schon, was wahrscheinlich an meiner Krankengeschichte liegt, über die ich hier schon mal berichtet habe.

Nach der letzten großen OP, mit Hysterektomie und Darmresektion hatte ich eigentlich gehofft, endlich Ruhe zu haben, aber die Natur lässt sich halt nicht austricksen. Dabei wäre es nicht sinnvoll, mich vorzeitig in die Wechseljahre zu schicken, denn meine Mutter hatte mit über siebzig noch eine Zyste. Nun muss ich mal sehen, wie lange ich die monatlichen Schmerzen und Darmprobleme aushalte. Früher oder später werde ich mich wieder unters Messer legen müssen.

Seufz!

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