Galaktische Köstlichkeiten

Ich habe meinen Mann mal wieder mit einer Geburtstagstorte überrascht. Eigentlich sollte ja normaler Zuckerguss auf die „Schweizer Rübli“ – Torte, aber dann konnte ich dem silbernen Fondant im REWE nicht widerstehen. Ich mag solche Spielereien, da kann ich ganz darin aufgehen. Also wurde aus einem einfachen Kuchen wiedermal eine Star Trek-Torte.

Zum Mittag entdeckten wir beim Griechen noch einen spannend klingenden Nachtisch, den wir unbedingt ausprobieren wollten. Was soll ich sagen, das Gericht hielt, was der Name „Galaktoboureko“ suggerierte. Es schmeckte „Galakto…“-fantastisch.

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Das Mädchen mit den neun Perücken

heuteblondNormalerweise meide ich Filme, von denen ich weiß, dass sie mich emotional so aufwühlen, das ich anschließend die halbe Nacht wach liege. Vor allem wenn es um Geschichten geht, die von Ärzten, Krankenhäusern und schweren Krankheiten handeln. Das ist nämlich Wasser auf die Mühlen meines hypochondrisch veranlagten Verstandes. Ich glaube ja ernsthaft, das ich nur deswegen zum Hypochonder geworden bin, weil ich zu viele Folgen „Emergency Room“ und „Dr. House“ gesehen habe. Aber das nur nebenbei.

Den Film „Heute bin ich Blond“ hätte ich mir sicher nicht angesehen, wenn nicht … Ja, richtig: David Rott!

Basierend auf dem autobiografischen Buch „Das Mädchen mit den neun Perücken“ von Sophie van der Stap, erzählt der Film die Geschichte von Sophie, die als 22jährige an einer seltenen Krebsform erkrankt. Er zeigt ein Jahr aus dem Leben einer jungen Frau, deren Zukunft von heute auf morgen endet, ein Jahr in dem sie mit den Folgen von Chemotherapie und vor allem gegen den Krebs kämpft. Kein einfaches Thema, dass im Film aber nicht so bierernst und bedrückend daherkommt, wie man annehmen möchte. Dagegen sind die Bilder von realitätsnaher Klarheit und voll lebensbejahendem Witz. Sophies Kampf ist hart, ihre Chancen gering und doch geht sie es mit fast stoischer Gelassenheit an. Hilfe bekommt sie von Familie und Freunden, die ihre Krankheit fester zusammengeschweißt. Helfen tun ihr aber auch ihre neun Perücken, weil jede von ihnen ihre Trägerin zu einer anderen Persönlichkeit macht und das nicht nur optisch.
In ihrem Blog schreibt sie darüber; wird so nicht nur zur Stütze von anderen Betroffenen, sondern erlangt die Aufmerksamkeit der Medien und findet so am Ende zu ihrer Bestimmung.
Die richtige Sophie hat wie ihr Alter Ego im Film den Krebs besiegt und lebt heute als erfolgreiche Autorin in Paris.

Den Darstellern, allen voran Lisa Tomaschewsky, gebührt mein voller Respekt. Diese Rolle war sicher nicht einfach, und sie mit solcher Überzeugung rüberzubringen gehört eine große Portion Mut. David Rott in einer Nebenrolle, als Sophies bester Freund, spielt zurückhaltend und ist genau deshalb so überzeugend.

Fazit: „Heute bin ich blond“ ist ein anrührender Film, der weder auf die Tränendrüse drückt noch verklärt und den ich mir gerne wieder anschauen werde.

Neues von der Telepathin

CoverTelepathin_SUps! Das habe ich doch glatt übersehen.

Als ich heute Nachmittag den PR 2791 von Uwe Anton beenden will, fällt mein Blick auf die kleine Anzeige auf Seite 57. Ich stutze, weil mir das Bild bekannt vorkommt. Und tatsächlich, da ist noch einmal eine Anzeige zu meiner Fan-Edition. Kein Wunder das sie sich so gut verkauft, wenn der Verlag gleich zwei Anzeigen für mich schaltet.

Mein Dankeschön geht an die Perry Rhodan-Redaktion!

Und weil ich gerade dabei bin, will ich hier auch nochmal Werbung machen. Es gibt nämlich eine zweite Auflage, weil die erste schon beinahe vergriffen ist. Wer den Roman bis jetzt noch nicht bestellt hat, kann das ab sofort im Shop der PRFZ nachholen.

… Und vielleicht auch mal eine Rezension verfassen. Meinungen können auch gerne hier als Kommentar hinterlassen werden. Ich würde mich freuen.

Abenteuer mit dem Mausbiber

Quelle: Perrypedia

Michelle Stern aus dem PR-Autorenteam durfte ich auf der Buchmesse im März persönlich kennenlernen. Grund genug auch mal über einen ihrer Romane zu sprechen.

„Faktor IV“ erschien ja schon vor ein paar Wochen, leider hinke ich der Heftserie immer ein wenig hinterher. Aber Michelles Roman konnte mich von vorn bis hinten überzeugen. Nicht nur weil ich den Mausbiber Gucky so mag, sondern weil ihre Geschichte ungemein spannend geschrieben ist, da fiebert man bis zum Showdown mit. Die Idee einen „Meister der Insel“ zu erwecken ist genial und trotz des Technobabble sehr gut beschrieben. Auch der Schauplatz Connoort ist exotisch, bleibt aber immer glaubhaft. Die Beschreibungen halten sich in Grenzen, so das man sich als Leser selbst ein Bild davon malen kann.

Die Charaktere sind überzeugend, nicht nur Gucky, Lordadmiral Monkey und der Feline Vazquarion sondern auch die Antagonisten wie Lan Meota und natürlich der Bösewicht Vetris-Molaud sind treffend gezeichnet. Von letzterem kann ich ja nicht genug lesen, weil die Figur so herrlich bipolar ist. Er ist nicht einfach nur böse; seine logischen Handlungen sind stets nachvollziehbar und gerade das macht einen guten Bösewicht aus. Man kann sich in ihn hineinversetzen, so wie in Khan aus Star Trek-„Into Darkness“.
Gut dargestellt, fand ich auch das Dilemma, indem sich Gucky befindet. Einerseits muss er die Befehle des Lordadmirals ausführen, andererseits will er aber auch seine moralischen Grundsätze nicht verraten. Zum Glück, wird ihm am Ende die Entscheidung zum Teil abgenommen und er bekommt seine Teleporterfähigkeiten zurück.

„Faktor IV“ ist ein rundum gelungener Roman, auch wenn ich eine Woche für seine Lektüre gebraucht habe, weil ich von solchen Katastrophen wie Stürmen unterbrochen wurde. Dafür habe ich es um so mehr genossen. Danke Michelle!

Übrigens, Gucky wurde von Zeichner Arndt Drechsler, der ja auch auf der Buchmesse war, wieder sehr gut getroffen. Der Mausbiber wie er leibt und lebt.

Rabenmutter

Im EC von München nach Traunstein hatte ich heute nachmittag ein ungeheuerliches Erlebnis. Irgendwo hinter Rosenheim, rannte plötzlich eine Schar Kinder durchs Großraumabteil. Ich dachte mir nichts dabei, weil der nächste Wagon der Speisewagen war. Als sie dann kurze Zeit später in Begleitung eines Schaffners laut schluchzend zurückkamen, wurde ich aufmerksam.

Da das Sonderabteil der Zugbegleiter dem Wagen angeschlossen war, in dem ich saß, bekam ich das ganze Drama mit:
Die Mutter der vier Kinder (das älteste vielleicht 8 Jahre) war wohl in Rosenheim aus dem Zug gestiegen, wahrscheinlich um zu Rauchen. Das der Zug dort aber nur kurz hält, hätte sie sich eigentlich denken können, tat sie aber nicht. Und so war der Zug ohne sie weitergefahren.
Nun wurden die völlig aufgelösten Kinder ohne Mutter vom Zugpersonal umsorgt und erstmal ins Sonderabteil verfrachtet. Dort würden sie ihre Reise bis Graz fortsetzen, wo sie gegen 22 Uhr eintreffen sollten. Da dies für heute aber der letzten Zug nach Graz war, wird sich das Wiedersehen mit Mama wohl noch ein wenig verzögern.

Also ich kann nicht verstehen, wieso eine Mutter mit vier Kindern, einfach mal so unterwegs aus dem Zug steigt. Ich nenne sowas unverantwortlich und wünschte, dass es für das entsprechende Elternteil Konsequenzen nach sich zieht. Tut es aber wahrscheinlich nicht. Hoffentlich holt wenigstens in Graz jemand die Kinder vom Zug ab.

Im Katzentempel

Ich habe mir einen Wunsch erfüllt und besuchte vergangene Tage ein besonderes Münchner Café.

Beim „Katzentempel“ handelt es sich, so viel ich weiß, um das erste Katzencafé in Deutschland. Die Idee dahinter stammt aus Japan, dort gibt es das schon seit einigen Jahren. Es zielt vor allem auf Leute aus Großstädten ab, die es sich, wegen beengter Wohnverhältnisse oder anderer Gründe, keine Haustiere halten können. Ins Katzencafé geht man, um in der Gesellschaft von Tieren ein paar schöne Stunden zu verbringen. Das haben wir auch getan.
Die sechs Miezen vom Katzentempel waren sichtlich entspannt, lungerten im Schaufenster oder auf den vielen Schlafgelegenheiten herum und ließen sich durch die Cafébesucher nicht stören. Ich war beeindruckt. Dazu servierte die nette Bedienung allerlei vegane und vegetarische Köstlichkeiten (alles Bio versteht sich). Ich probierte einen Matcha-Latte, der … (nun ja, ein wenig nach Milch mit Gras) … schmeckte und ein Stück Kokos-Buttercreme-Torte aus Dinkelmehl, welche sehr lecker war. Dazwischen beobachtete ich die Miezen und streichelte den dicken Kater, der sich mitten im Lokal platziert hatte, um auch genügend Aufmerksamkeit zu bekommen.

Das Café war gut gefüllt und das Publikum bestand aus älteren Leuten, Familien mit Kindern und Studenten. Wir verbrachten fast zwei Stunden hier, bevor wir uns verabschiedeten. Wenn wir wieder mal in der Nähe sind, werden wir ganz sicher wieder im Katzentempel vorbeischauen.

Das Café Katzentempel befindet sich im Herzen Schwabings in der Türkenstrasse unweit der Pinakotheken. Ein Abstecher in das besondere Ambiente lohnt auf jeden Fall, ist allerdings für Katzenallergiker ungeeignet.

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Ostereierbaum im TV

Einmal im Jahr wird ein kleiner Garten am Stadtrand von Saalfeld zur Pilgerstätte. Denn an jedem Osterfest zieht es hunderte von Menschen zum Saalfelder Ostereierbaum. In diesem Jahr werden es noch ein paar Besucher mehr sein, denn heute morgen konnte ganz Deutschland den Ostereierbaum von Familie Kraft in der „Sendung mit der Maus“ bewundern. Seit fünf Jahrzehnten behängt die Familie den Apfelbaum im heimischen Garten mit selbstdekorierten Ostereiern. Und weil der Baum in den Jahren immer größer wurde, vervielfachte sich auch die Zahl der Eier. Heuer sind es 10.000 Eier und es wird das letzte Mal sein, dass die Familie den Baum schmückt. Denn es braucht immerhin zwei Wochen, bis das letzte Ei am Baum hängt und nochmal genauso lange bis alle wieder abgehängt sind. Ein „Kraftakt“ im wahrsten Sinne des Wortes. Die liebevollen Einzelstücke werden von Frau Kraft jedes Jahr in Detailverliebter Arbeit selbst gefertigt.

Davon und mit welchen Techniken man 10.000 Eier an einen Baum bekommt, erzählt das kleine Filmchen, das in der ARD Mediathek zu sehen ist.

Wir besuchten 2008 den Ostereierbaum und selbst da war er, mit knapp 8.000 Eiern, wahrlich beeindruckend, wie man dem Foto entnehmen kann.

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Auf zur Jagd mit dem Hund

113323„Jagd und Hund“ heißt das neue Album von LOVE A.

Die Jungs aus Trier haben ein paar wirklich tolle Stücke eingespielt, an denen ich mich nicht satt hören kann. Die Texte sind kritisch und treffsicher, die Musik mal ruppig und mal melodisch.
Mein unumstrittener Favorit unter den Songs ist „100.000 Stühle leer“, aber auch die Songs: „Trümmer“, „Stagnation“, „Der beste Club der Welt“, „Ein Gebet“ (das ist ein tolles Lied über Wien) sowie „Brennt alles nieder“ finde ich großartig.

Seit „Moon Landing“ von James Blunt im letzten Jahr, hat mich kein Album in letzter Zeit so stark bewegt.
LOVE A bietet rundum perfektes Hörerlebnis, das jeden Euro wert ist.

Ich gebe zu, dass ich nicht viel von Musik verstehe, daher stelle ich mir fasziniert die Frage: Ist das wirklich Punk!

Wer sich für die Band interessiert, auf ihrer Homepage findet man Videos und Hörproben zu ihren Liedern und einen kleinen Shop. Man kann die Musik aber auch auf allen gängigen Internet-Plattformen wie iTunes etc. kaufen.

Interstellarer Wirrwarr

PicStreet-InterstellarWenn man zu viele Botschaften in eine Geschichte packt, dann macht das meist mehr kaputt, als gut für sie ist. Genau dieses Gefühl hatte ich bei „Interstellar“, den wir uns gestern auf Blu-ray angesehen haben. Der Film ist nicht schlecht, hat aber nicht die Qualität, die ich mir erhofft hatte.

Eigentlich wollten wir den Film im Herbst im Kino anschauen, leider war der Streifen schneller aus den Kinos raus, als man Popcorn sagen kann. Seit gestern weiß ich auch warum. Der Film ist modernes intelligent gemachtes Kino, das Mitdenken erfordert und eben nicht der übliche SF-Action-Popcorn-Kinofilm, den die meisten Zuschauer erwarten. Er ist eine Mischung aus „2001-Odyssee im Weltraum“ und „Contact“, wobei er jedoch an die Qualität beider Filme nicht heranreicht. Das liegt weder an der Idee noch an den Effekten, auch nicht an dem phänomenalen Soundtrack, es liegt daran, dass sich die Geschichte in zu vielen Botschaften verzettelt. Da werden szenenlang Diskussionen geführt und viele unterschiedliche Probleme gewälzt, das Hauptproblem aber, die Vernichtung der irdischen Ressourcen und die Gründe der sich verändernde Umwelt werden nur beiläufig angesprochen. Hier wäre die Reduktion auf ein Thema besser gewesen. Eine gestraffte Handlung hätte den Film zwar kürzer gemacht, ihm aber besser getan. Außerdem ist der Plot, um das sich selbst erfüllenden Paradoxon, schon früh vorhersagbar.

Mir fehlte an „Interstellar“ das überraschende Element und auch ein bisschen die Vision. Einerseits können die Menschen der Zukunft Habitate im All bauen, aber die Geräte im Krankenhaus sehen aus wie heute. Genauso wie der Umgang mit der zerstörten Umwelt: Die Atmosphäre ist verpestet, aber die Autos fahren immer noch mit Benzin und in den Büros der NASA trinkt man Kaffee aus Pappbechern. Auch das Monokulturen keine dauerhafte Lösung sind, weiß man heute schon.
Was mir besonders negativ aufgefallen ist, ist die stark amerikanisierte Sichtweise. Wie es scheint, sind es in der gezeigten Zukunft nur die Amerikaner, die etwas tun. Ein solches Projekt, wie es im Film dargestellt wird, kann aber nur in einem globalen miteinander funktionieren.

Es gab auch viel Positives. Witzig und irgendwie treffend fand ich die Stelle, in der die Lehrerin dem Vater erklärt, dass die Mondlandungen in den 60ern nie wirklich stattgefunden haben. Das war ein Seitenhieb auf das amerikanische Schulsystem. Klasse!
Gut finde ich auch, dass der Film vor allem mit den Niederungen des menschlichen Charakters spielt. Ob es der Wissenschaftler Dr. Mann ist oder der Astronaut und Familienvater Cooper, jeder ist am Ende doch nur ein Mensch mit Fehlern. Auch die Aussage, das Emotionen wie Liebe die Zeitschranke überwinden können, macht den Film besonders.
Vom wissenschaftlichen Standpunkt aus, haben sich die Macher um Regisseur Christopher Nolan sehr viel Mühe gegeben, obwohl ich bei manchen Szenen doch den Kopf schütteln musste. Allein die Besiedelung eines Planeten in Erwägung zu ziehen, der sich in so großer Nähe zu einer Singularität befindet, war Unsinn. Die Gezeitenkräfte, die an einem solchen Objekt zerren, verbieten eine Besiedelung schon in der Theorie, was sich dann in der Realität auch so herausgestellt hat. Auch das Eintauchen in das Schwarze Loch gegen Ende des Films ist ein wenig fragwürdig, wenn auch schwer zu beweisen, weshalb ich mich dazu nicht weiter äußern möchte.
Gestört hat mich die wechselnde Aussage, wohin das Wurmloch führt: Einmal hieß es in eine andere Galaxie, dann wieder an den Rand unserer Galaxis. Ich muss mir dazu unbedingt mal die Originalfassung ansehen.

Die Theorie allerdings, dass es die Menschen selbst sind, die sich zu fünfdimensionalen Wesen entwickelt haben und nun versuchen ihre Vorfahren und damit sich selbst zu retten, finde ich grandios, kann aber angesichts der derzeitigen Situation auf unserer Welt nicht wirklich dran glauben.

Mein Fazit: Interstellar ist ein Film, der zu viel wollte und gerade deshalb nicht das geworden ist, was er hätte sein können. Durch die beeindruckenden Bilder und die Musik von Hans Zimmer, ist er dennoch sehenswert.

Autorin in der Depression

young_adult-poster_ukCharlize Theron machte als rotzige Enddreissigerin in dem Streifen „Young Adult“ gehörigen Eindruck auf mich.

Die Geschichte handelt von der Autorin Mavis, die für eine Romanreihe für junge Erwachsene schreibt. Dabei ist sie sowas wie ein Ghostwriter, denn statt ihrem Namen erscheint auf dem Cover nur der der Herausgeberin. (Da haben die Perry Rhodan-Autoren ja richtig Glück. Aber das nur nebenbei.)
Mavis‘ Problem ist, dass sie ihr Leben als Erwachsene nicht in den Griff bekommen hat. Sie lebt zusammen mit ihrem Hund in einem anonymen Hochhaus der Metropole Minneapolis. Außer ihrer Schönheit und den Erinnerungen an die tolle Highschoolzeit ist ihr nichts geblieben. Als sie die E-Mail ihres Highschool-Schwarms Buddy mit dem Foto seiner neugeborenen Tochter erreicht, zerbricht ihr Leben endgültig zu einem Scherbenhaufen. Sie beschließt in ihre Heimatstadt zu reisen, um den glücklich verheirateten Buddy, zurückzuerobern. Das sie Buddy nicht zurückgewinnen kann, wird dem Zuschauer schnell klar. Mavis dagegen braucht bis zum Schluss und eine öffentliche Bloßstellung, um es zu begreifen.

Der Film zeichnet das Leben einer amerikanischen Kleinstadt in schlichten starken Bildern und blickt hinter die Kulissen einer vom Schönheitswahn getriebenen Frau, die mit ihrem Leben hadert. Jeder bewundert Mavis weil sie den Absprung geschafft hat und sich aus dem Kleinstadtmief lösen konnte und als Autorin erfolgreich ist. Viele möchten so sein wie sie, doch keiner ahnt, dass hinter Mavis‘ Fassade ein verletzter unsicherer Mensch steckt, der alles andere als erfolgreich ist. Ausgerechnet ein ehemaliger Mitschüler und Krüppel durchschaut sie und hält ihr einen Spiegel vor. Nach einem offene Ende, bei dem der Zuschauer nicht erfährt, wie es mit Mavis weitergeht, kann dann jeder seine eigene Fantasie spielen lassen.
Charlize Theron stellt die depressive Schönheit Mavis mit all ihren Macken wie Alkoholismus und Trichotillomanie (das Herausreißen von Haaren) so intensiv dar, dass man emotional mitgerissen wird und jede Minute mit ihr leidet.

„Young Adult“ ist ein wunderbarer Film darüber, wie Schönheit und Erfolg allein nicht glücklich machen, sondern das dies nur die Liebe vermag.

Der Film ist aus dem Jahr 2011. Wer mag kann sich den Trailer hier ansehen.