Arkons Spiegeluniversum

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 388 – »Der dunkle Imperator« von Lucy Guth

Von Eric Weidenburn erfahren Perry Rhodan und seine Gefährten, dass jedes Entfernen der Artefakte von ihrem Fundort dramatische Schäden an der Raum-Zeit hinterlässt. Sie wollen sich deshalb auf die Suche nach den Artefakten machen, die der mysteriöse Varek da Sharib entwendet hat, um sie an ihre Bestimmungsorte zurückzubringen. Doch dabei erzeugen sie einen Riss im Universum und fliegen mit der TERRANIA II hinein. Sie landen in jener anderen Realität aus der Varek da Sharib stammt. Er herrscht als diktatorischer Imperator über das arkonidisches Imperium, das dort immer noch existiert. Zu seinen Handlangern gehört auch Thora Rhodan da Zoltral, die dort eine böse vom Gram zerfressene Frau ist. Bei der Begegnung beider Thoras bricht die Thora aus Perrys Realität zusammen und droht zu sterben. Durch die Anwesenheit zweier Thoras fließt nicht nur die Energie von ihr auf die andere Frau über, sondern auch das Wissen von Thoras dunkler Doppelgängerin auf sie. Sie erfährt, dass diese Chronophase instabil ist und da Sharib und seine Anhänger in ihr Normaluniversum wechseln wollen, um dort die Republik Arkon zu stürzen. Zurückgekehrt in ihrer angestammten Realität wollen Perry und Co das verhinden.
Thora reist nach Arkon, um die Flotten der Republik und die des Adels aufzufordern mit der TERRANIA II in die parallele Realität zu wechseln, um da Sharibs Flotte aufzuhalten. Die Konfrontation endet jedoch in einer tödlichen Niederlage für die Raumschiffe aus dem Normaluniversum, denn da Sharib benutzt die geraubten Artefakte, als verheerende Vernichtungswaffen.
Zurück im Normaluniversum stellt Thora fest, dass nicht nur der Regierungschef der Republik Arkon, Varek Tolgran, in der anderen Realität zurückgeblieben ist, sondern auch das nun die dunkle Thora ihren Sitz im Rat der Kelche einnimmt. Allein Atlan kann verhindern, dass sich Arkons Adel nicht gleich und sofort auf da Sharibs Seite schlägt.
Da taucht Veiyerdal auf und fordert die Menschen auf, ihm zu helfen, ein besonderes Artefakt von da Sharib zu holen, das zum Auslöser einer Katastrophe werden könnte. Über das Portal, das Varek da Sharib für seine Besuche im Nomaluniversum nutzt, gelangen sie in die andere Realität und entdecken im Keller des Regierungspalastes Lee Norskwod und den stark geschwächten Varek Tolgran, dessen dunkler Zwilling Varek da Sharib ist. Als sie fliehen wollen, werden sie von da Sharib und der bösen Thora gestellt.

Diese Zusammenfassung enthält nur die Handlung der Kapitel um Perry und Thora. Es gibt noch einen zweiten Handlungsstrang um Lee Norskwod, der die Zusammenhänge zwischen den Artefakten näher erklärt. So viel staffelrelevante Handlung hatten wir in dieser Staffel bisher in keinem Roman. Daraus hätte man locker drei NEOs machen können. Mir persönlich ging das zu schnell, die Autorin konnte vieles nur anreißen, macht das aber mit Bravour.

Die Auflösung vieler Fragen kommt also wieder in einem Roman, wie schon in vielen Staffeln zuvor. Meiner Meinung nach hätte man sich einige der vorangegangenen NEOs sparen können, wenn man die Handlung aus Band 388 auf mehrere Bände verteilt hätte. So wirkt das ganze komprimiert und teilweise auch schwer nachvollziehbar. Beispielsweise erzeugen Dao-Lin-H‘ay und Eric Weidenburn einen Spalt in der Raumzeit und die Besatzung der TERRANIA II hat nichts besseres zu tun, als da mal schnell durchzufliegen. Echt jetzt? Keiner weiß, wohin der Spalt führt, es wird nicht mal eine Sonde gestartet und man fliegt einfach munter drauf los … Dafür hätte es eine bessere Begründung gebraucht. Das eigentliche Ziel der Mission von Perry Rhodan und seiner Frau, ihre Tochter Nathalie zu finden, gerät bei dem ganzen Artefaktenchaos zudem irgendwie aus dem Fokus.

Man muss die Leistung von Lucy Guth bewundern, dass es ihr so scheinbar mühelos gelingt, all die verschiedenen Situationen, die unterschiedlichen Figuren und Schauplätze nicht nur in einem Roman zu vereinen, sondern das alles auch einigermaßen glaubwürdig und im Stil der Serie zu beschreiben.

»Der dunkle Imperator« ist ein NEO, den man mindestens zweimal lesen muss, um alles zu verstehen und um den Überblick über die Geschehnisse zu behalten.

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