TAN oder Nicht-TAN

… das ist neuerdings die Frage beim Online-Banking.

Seit September gelten verschärfte Bedingungen beim Bezahlen im Internet und auch beim Online-Banking. Ich begrüße das, macht es doch den Zahlungsverkehr im Netz sicherer. Das es aufwändiger werden würde, damit hatte ich gerechnet. Stand ich doch unlängst beim Fahrkartenkauf im Internet mit Kreditkarte vor einem kaum lösbaren Hindernis. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung funktionierte nicht so richtig. Sprich, ich konnte nicht bezahlen, weil bei der Bank gerade die Server unten waren und die App keine Verbindung herstellen konnte. Zum Glück habe ich noch ein PayPal-Konto. Es hilft also, sich mehrere Bezahlwege offenzuhalten.

Beim Online-Banking benötigt man jetzt eine TAN, um sich seinen Kontoauszug anzeigen zu lassen. Hm! Etwas nervig, aber wenn es sein muss …  Umso überraschter war ich, als ich nach meiner letzten Überweisung folgende Meldung erhielt:

Wie jetzt? Ich kann eine Liste anlegen, auf der ich Kontonummern eintragen kann, für die ich keine TAN brauche, wenn ich dorthin etwas überweisen möchte. Eine Liste, die dann auf einem Computer gespeichert wird und von irgendwelchen Hackern (nein, nicht von mir) beliebig manipuliert werden kann! Äh, da kann ich es doch mit der verschärften Sicherheit gleich sein lassen. Wieso erst etwas sicherer machen, um es dann wieder zu entschärfen? Klar geht es hier um Bequemlichkeit. Wahrscheinlich haben sich nicht wenige Kunden bei den Banken und Sparkassen beschwert, weil das Shoppen und Überweisen ein wenig aufwendiger geworden ist. Und die Banken sind eingeknickt und versuchen auf diesem Weg die neuerrichteten Sicherheitssperren zu umgehen. Da kann man sich eigentlich nur noch an den Kopf greifen.

2 thoughts on “TAN oder Nicht-TAN

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