Nach echt höllischen Tagen an Arbeit, Seminaren und Besprechungen, in der ich nichtmal zum Bloggen gekommen bin, poste ich zum Wochenende etwas Lustiges von Simons Cat.
Hat schon mal jemand versucht eine Katze zu waschen? Normalerweise sind Katzen total wasserscheu. Das trifft aber nicht auf alle Exemplare zu. Wir hatten mal einen Kater, der nur nach draußen wollte, wenn es in Strömen regnete. Außerdem kam er angerannt, wenn jemand aus der Familie unter die Dusche wollte. Er war dann nur schwer davon abzuhalten, mit zu duschen.
Auch unsre Friedel liebte Wasser. Immer wenn wir Grundwasser aus dem Keller pumpen mussten, stand sie neben und unter dem Wasserschlauch und hat mit dem Wasser gespielt. Irgendwann schaffe ich es mal eines der Videos, die ich damals gemacht habe, hier zu posten. Das glaubt mir sonst keiner.
Na jedenfalls, gibt es wieder etwas Längeres von Simons Cat. Der erste Teil beginnt mit einem Bad und einer Katze, die auszog. Ich bin schon gespannt, wie die Geschichte nächsten Monat weitergeht.
Unlängst musste ich den Virenschutz meines PCs verlängern. Seit ein paar Jahren verwende ich die Internet-Security von Kaspersky, nachdem ich Jahre zuvor alle möglichen Anti-Viren-Programme ausprobiert hatte. Bei den meisten litt ich unter Performance-Problemen, sprich der Computer wurde unerträglich langsam, und bei einem fing ich mir sogar einen Virus ein, der den Bootsektor lahmlegte.
Da Kaspersky stabil und problemlos funktioniert, dachte ich auch dieses Jahr es zu verlängern, stellte aber beim automatischen Update fest, dass das Programm auf der Kaspersky-Seite inzwischen fast 40 Euro kostet. Anfangs habe ich dort 19 Euro bezahlt. Zuletzt 25. Ich schaute daraufhin mal bei anderen Anbietern und wunderte mich über eine Vielzahl von Preisen und Versionen. Von 19 Euro, über 25 Euro bis hin zu 29 oder 39. Für mehrere PCs waren oftmals auch mehr als 50 Euro fällig. Wer sich selbst davon ein Bild machen möchte, suche bei dem Onlinehändler mit dem »A« mal nach Kaspersky.
Ich war verwirrt. Welche Version brauche ich eigentlich? Tut die Version von 2017 genauso ihre Dienste wie die von 2019? Läuft die aktuelle Version eigentlich noch unter Windows 7? Fragen, die mir keiner beantworten konnte. Zumindest habe ich auf Anhieb nichts gefunden, was dieses Versionen- und Preis-Chaos irgendwie erklärt hätte. Nach einer Weile hilflosen Herumsuchen entschied ich mich die 40 Euro zu investieren und mir bei Kaspersky selbst, die Software für ein Jahr verlängern zu lassen. Das hat den Vorteil, dass ich das Programm sofort herunterladen und den Verlängerungs-Code am Bildschirm angezeigt bekomme. Ohne das dafür irgendwelche Bäume sterben oder Postboten sich abzuschleppen brauchen. Siehe den Blog-Beitrag hier.
Allerdings frage ich mich, welche Preispolitik dahinter steckt, wenn ich bei einem Anbieter 15 Euro weniger für die gleiche Version bezahle, als beim Hersteller selbst und die dann auch noch kostenlos per Post zugeschickt bekomme.
PERRY RHODAN NEO Band 196 – »Entscheidung auf Kahalo« von Susan Schwartz
Das Situativ mit Perry Rhodan erreicht den letzten Planeten in der Transmitter-Kette. Der Protektor hat große Gedächtnislücken und ist körperlich ziemlich mitgenommen. Dennoch steigt er aus, um den Transmitter zu aktivieren. Draußen erwartet ihn neben einer aggressiven Flora eine Bestie, die vor sehr langer Zeit von der Allianz als Wächter zurückgelassen worden war. Und dann ist da auch noch Hak Gekkoor der dem Terraner auf den Fersen ist und Rhodan an seinem Vorhaben hindern möchte. Auf der MAGELLAN versuchen Tifflor, Sud und Bell McGraw noch immer John Marshall aus dem Koma zu erwecken. Unerwartete Hilfe bekommen sie dabei von Nathalie. John erwacht und berichtet von seinem Ausflug ins Creaversum, kann sich aber nicht mehr an Details erinnern. Er weiß nur, dass die MAGELLAN nach Kahalo aufbrechen muss, um Perry Rhodan wieder an Bord zu nehmen.
Bis zur Hälfte des Romans, dachte ich: Was für eine sensationell gut geschriebene Geschichte. Spätestens im letzten Drittel, war die Spannung raus. Der Autorin gelingt es zwar sehr gut, nicht nur Rhodans schwindendes Bewusstsein, sondern auch John Marshalls Gemütszustand und Nathalie Rhodans kindliches Gemüt glaubhaft darzustellen. Das ist stellenweise richtig anrührend und ergreifend. Ich war ein paarmal ersucht, nach dem Taschentuchspender zu greifen. Doch je länger sich die Handlung zieht, desto mehr geht dieser Zauber verloren. Rhodans Kampf auf Kahalo zuerst mit den Pflanzen, dann mit der Bestie und später mit Hak Gekkoor, war gut erzählt, zog sich für meinen Geschmack aber zu lange hin. Als Rhodan schließlich sein Ziel die Pyramiden erreicht, ging alles viel zu schnell, ohne das man eine befriedigende Antwort bekommen hätte, was da gerade mit Rhodan passiert. Das klang ein bisschen zu sehr nach Fantasy und Hokuspokus als nach Science Fiction.
Ohnehin, fragte ich mich gleich zu Beginn, wieso Rhodan plötzlich schon am Ende seiner Reise ist. Wie viele Transmitter hat er aktiviert? Warum hat man mir das nicht gezeigt, sondern nur erzählt? Und wieso kommt er am Ende beim Sechseck-Transmitter und dem falschen Kahalo heraus, wenn sich doch das echte Kahalo, auf dem er agiert, in der Nähe der Erde befindet? Und hätte er nicht in Andromeda herauskommen müssen? Schließlich zieht sich der Aufriss zwischen beiden Galaxien entlang. Außerdem warte ich immer noch auf Tuire Sitareh. Nachdem seine Geschichte in Band 195 im Mittelpunkt gestanden hatte, dachte ich, dass er nun endlich zurückkehren und Rhodan beistehen würde.
Auffällig waren die vielen nachträglichen Erläuterungen, z. B. warum das Situativ nicht direkt an den Pyramiden gelandet ist, oder warum es nicht in der Luft blieb. Fragte sich da die Autorin selbst, warum das nicht im Exposé gestanden hatte, oder wurde sie erst darauf aufmerksam gemacht? Solche Fragen wurden erst im letzten Drittel thematisiert, dabei hätte man das schon bei der Landung erklären können.
Der zweite Handlungsstrang mit John Marshall hatte eine ähnlich psychologische Ausrichtung. Man bekam viele Innenansichten geboten. John, dessen Besuch im Creaversum seine Psyche massiv angegriffen hat. Nathalie, die mit ihrer Andersartigkeit besser klar kommt, als die Erwachsenen um sie herum und Belle, die vor Sorge um John nur noch ein seelisches Wrack ist. Nicht jedem Leser wird soviel geballte Psychoanalyse gefallen. Susan Schwartz gab sich sichtlich Mühe die Emotionen der Figuren an den Leser weiterzugeben. Bei mir ist ihr das auch gelungen.
Jetzt zu einer Sache, die mich inzwischen massiv nervt und an der die Autorin keine Schuld trägt, sondern die den Exposéautoren anzulasten ist. Ich meine, die fragwürdige Beziehungskiste zwischen John Marshall und Belle McGraw. Ich habe Belle als Charakter immer gern gemocht. Meines Erachtens schadet diese fast schon krankhafte Fokussierung auf John Marshall der Figur sehr. Belle benimmt sich nicht mehr wie die professionelle, intelligente Frau, als die sie einst dargestellt wurde. Seit Wochen sitzt sie tatenlos an John Marshalls Krankenbett. Sie hat doch Aufgaben auf der MAGELLAN zu erledigen, warum geht sie diesen Aufgaben nicht nach? Warum ruft sie nicht mal jemand zur Ordnung, sondern lässt sie gewähren? Das halte ich für unglaubwürdig. Klar sie sorgt sich um John, aber warum vernachlässigt sie darüber ihre Pflichten? Das klingt nicht nach der Bell McGraw, die ich kennengelernt habe. Hier fehlt einfach ein Eric Leyden, der sie mal so richtig zusammenstaucht. Den scheinen die Expokraten, aber leider fürs Erste geparkt zu haben.
»Entscheidung auf Kahalo« ist ein guter Roman von Susan Schwartz, der brilliant hätte werden können, wenn sie die Handlung etwas gestrafft und ein paar mehr Antworten geliefert hätte.