Zeitreise in die Siebziger

Quelle: Amazon

Die ersten Folgen der Fernsehserie »Life on Mars« sah ich noch im TV, bis der Sender die BBC-Serie ins Spätabendprogramm verbannte. Weil ich jedoch wissen wollte, wie die Serie endet, beschloss ich sie mir jetzt auf DVD anzusehen.

Gestern haben wir die letzte Folge der beiden Staffeln gesehen und mein Fazit fällt überaus positiv aus. Die Geschichte um einen Polizisten aus dem Jahre 2006, der nach einem Autounfall 1973 aufwacht, ist ungemein spannend. Ich mag ja Kriminalgeschichten nicht so sehr, aber die Mischung aus Drama und Krimiserie mit Science Fiction-Elementen hat mich überzeugt. Als Zuschauer weiß man zu keiner Zeit, was mit Sam Tyler passiert ist. Liegt er im Koma, oder ist er tatsächlich in die Vergangenheit gereist? Die Psychospielchen, die die Drehbuchautoren mit der Figur veranstalten, sind brillant inszeniert und überraschen in fast jeder Folge mit neuen Details.

Der Reiz der Serie geht, meiner Meinung nach, aber von dem Flair der Siebziger aus. Das rüde Verhalten der Polizeikollegen, oder die rücksichtslosen Methoden bei der Aufklärung sind für einen Menschen von heute ebenso erschreckend wie faszinierend. Wie in der damaligen Zeit mit Frauen umgegangen wurde, hat nicht nur einmal zu Kopfschütteln meinerseits geführt. Die Serie gewährt einen echten Einblick in die siebziger Jahre und unterhält dabei noch mit spannenden Kriminalfällen. Dabei wird ziemlich deutlich, wie sehr sich die Polizeiarbeit in den letzten Jahrzehnten geändert hat.

Das Ende lässt mich dennoch etwas unbefriedigt zurück. Ohne hier Spoilern zu wollen, hatte ich mir etwas anderes für Sam Tyler gewünscht. Vielleicht ist auch die Erwartungshaltung während der 16 Folgen so gestiegen, dass man diese einfach nicht befriedigen kann. Egal, wie man die Serie beendet hätte. Sehenswert ist »Life on Mars« allemal. Aber bitte nur das englische Original und nicht das amerikanische Remake.

Noch etwas zu den DVDs. Für die Fernsehausstrahlung wurden die Folgen gekürzt, die DVD-Box enthält die ungekürzten Folgen. Die rausgeschnittenen Stellen haben keine deutsche Synchronisation, weshalb man hier das Original mit Untertiteln verwendet hat. Das fand ich sehr gut, weil manche der Szenen für das Verständnis wichtig sind.

Ich überlege mir gerade, ob ich mir auch die Nachfolgeserie »Ashes to Ashes« bestellen soll.

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