Wo bin ich? Tag 3

Die Antarktis Expedition geht weiter.

Mit einer weiteren Lage Kleidung am Leib, stiefelten wir heute Morgen los, um einen anderen Teil der Großstadt zu erkunden. Trotz Feiertag war richtig viel los an diesem späten Vormittag. Vielleicht lag es auch daran, das jeder die U-Bahn bis 12 Uhr kostenlos nutzen konnte. Das ist eine tolle Sache, daran sollten sich die Münchner Verkehrsbetriebe eine Scheibe abschneiden, ebenso was Takt und Pünktlichkeit der mitunter doch altersschwachen Züge angeht. Hier wartet man nie länger als vier Minuten auf den nächsten Zug. Und für 1,90 Euro kann man im gesamten Innenstadtbereich herumfahren. (Und der ist viel größer, als der in München.) Dafür ist das Umsteigen von U-Bahnlinie zu U-Bahnlinie etwas komplizierter und durch die vielen Treppen, Gänge und Tunnel auch anstrengender.

Bei minus vier Grad Celsius bummelten wir durch die engen Straßen, wobei bummeln das falsche Wort ist. Man musste schon zügig gehen, damit einem warm wurde. Ich fand viele schöne Ecken zum fotografieren. Leider ließ sich die Kamera und das ipad mit Handschuhen schlecht bedienen und so blieb die Kamera öfter in der Tasche, als mir lieb war. Nach sechs Kilometern und fast eineinhalb Stunden fuhren wir wieder ins Hotel zurück, um uns aufzuwärmen.

Am Nachmittag zogen wir noch einmal los, weil ich unbedingt noch die Freiheitsstatue sehen wollte. (Spätestens jetzt weiß wahrscheinlich jeder, wo ich bin.) Anschließend statteten wir noch dem berühmten »Rotlichtviertel« einen Besuch ab, wo sich zwischen drei U-Bahn Haltestellen tatsächlich ein Sexshop an den anderen reiht und die Touristen die Straßen verstopfen.

In einem kleinen Lokal direkt am Hotel aßen wir sehr gut zu Abend. Ein würdiger Abschluss eines schönen, wenn auf kalten Kurzurlaubs.

Ach ja, den Jahreswechsel verbrachten wir ganz für uns unter den beeindruckenden Monumenten am »Platz der Wiedervereinigung«. Um uns rauschte der Verkehr, von ferne hörte man kurzzeitig ein Feuerwerk und dann war er schon wieder rum der Silvesterabend.

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