Alarmierend heiße Sachen

Seminare an der BA in Wolfenbüttel sind immer eine coole Sache, auch wenn dieses klimatisch aus dem Rahmen fällt. Es ist schlichtweg irrsinnig heiß. Ich schwitzte den ganzen Tag vor mich hin und habe gestern und heute so oft geduscht wie in der gesamten letzten Woche nicht.

Doch eigentlich waren die Stunden im Seminar viel zu spannend, um über das Wetter zu reden. Die Gruppe arbeitet fantastisch zusammen. Jeder trägt seine Meinung zu den Texten der anderen bei. Etwas, das ich in den letzten beiden Seminaren an der BA, vermisst habe. Da beteiligten sich nur einzelne. Diese Gruppendynamik ist unheimlich gut und wichtig. Es wird konstruktiv miteinander diskutiert, jeder findet die richtigen Worte, um seine Sicht der Geschichten darzulegen.

Richtig gut gefielen mir auch die beiden Schreibaufgaben, die wir heute absolvieren mussten – dies kam bei den Romanseminaren in der Vergangenheit leider zu kurz. Wir sollten den Beginn einer Kurzgeschichte zu schreiben, in der die Hauptfigur auf einer Raumstation zum ersten Mal einen Außerirdischen trifft, und der ist tot. Im Anschluss war ein Dialog zwischen zwei Figuren in einem Verhör gefragt. Das war spannend und fordernd, obwohl ich heute keinen guten Tag hatte. Mein Output war mir persönlich zu unmotiviert, weil ich die Hintergrundidee der Geschichte für mich selbst noch nicht festmachen konnte. Da waren die anderen deutlich besser. Vielleicht fällt mir heute Nacht etwas ein, wenn ich wieder schlaflos im Bett liege. Aber ich finde Schreibaufgaben für ein Seminar essentiell.

Richtig überrascht haben mich dabei die anderen. Eigentlich alle haben in der Schreibaufgabe bessere Texte verfasst, als mit ihren Geschichten im Reader. Das war stark und hat mich schwer beeindruckt. Auch habe ich aus ihren Texten mehr gelernt als aus meinem eigenen. An meiner Geschichte wurde für meinen Geschmack zu wenig kritisiert. Drum merke: Niemals eine gute Geschichte einreichen, sondern lieber eine, mit der man selbst nicht zufrieden ist.

Für alle, die sich fragen, was das »alarmierend« im Titel soll. Heute Vormittag ging mitten im Seminar der Feueralarm los. Der gellende Lärm vertrieb uns aus dem Seminarraum hinaus auf die Terrasse. Wo wir bei schwüler Hitze darauf warteten, dass jemand den Alarm abstellte, denn es waren weder Rauch noch sonstige Gefahren zu erkennen.

Schade finde ich, dass das Seminar schon wieder fast um ist. Die Zeit schien mir heute durch die Finger zu gleiten. Ich wünschte, ich könnte diese besonderen Momente festhalten. Nun, zumindest Bildlich wurde heute einiges von Olaf Kutzmutz in seinem Twitter Account festgehalten.

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