Der Autor als Handwerker

Als Autor ist man ja eigentlich mehr ein Handwerker als ein Künstler und wenn man seine Ansprüche auch noch hoch genug anlegt, so kann das Schreiben zu richtig harter Arbeit werden.

Ich bearbeite gerade Fassung Nummer sieben des Exposé meiner zweiten PERRY RHODAN-FanEdition oder ist es schon Fassung neun? Egal! Inzwischen formt sich so langsam die Geschichte zu etwas Greifbarem und wie ich finde auch tatsächlich Genialem heraus. Ich sehe endlich Licht am Ende des Tunnels, obwohl ich mir sicher bin, dass auch dies noch nicht die Endfassung sein wird.

Mein Schreibcoach Roman Schleifer, ich nenne ihn Augenzwinkernd auch gern »Den Schleifer von Wien«, wird ganz bestimmt wieder das eine oder andere Loch im Plot finden, wie schon in den Fassungen zuvor. Inzwischen frustriert mich das auch nicht mehr so sehr, sondern spornt mich an, meine grauen Zellen nur noch mehr anzustrengen. Das war nicht immer so. Noch vor einem Monat stand ich kurz davor, alles hinzuschmeißen. Ich war mir sicher, dass das alles keinen Sinn hat und das ich es niemals schaffen werde. Aber Roman hat viel Geduld bewiesen, mich immer wieder gefordert und mir Tipps gegeben, wofür ich ihm auch sehr dankbar bin. Stellte er mir anfangs die Frage, ob ich es schon bereue mit ihm zusammenzuarbeiten, so muss ich den Spieß jetzt umdrehen und ihn fragen, ob er es inzwischen bereut, mich als Gewinnerin des Exposé Wettbewerbs ausgesucht zu haben. Vielleicht hat er sich mit mir und dieser Art Roman keinen Gefallen getan. Wir werden es am Ende sehen.

Der Aufwand und die Komplexität des Exposé liegen hauptsächlich in der Art der Geschichte begründet, die ich erzählen möchte. Ohne hier viel zu verraten, kann ich sagen, dass ich noch nie so etwas in dieser Art geschrieben habe, und ich in meiner Naivität das Plotten eines solchen Projekts völlig unterschätzt habe. Das ich es inzwischen aber spannend finde, wie sich die Puzzleteile so nach und nach zusammenfügen und ich begreife, wie so ein Roman funktioniert. Allein dafür hat sich die viele Arbeit gelohnt.

So und wer wissen will, was Roman Schleifer selbst für Geschichten schreibt, sollte sich die aktuelle Ausgabe der c’t zulegen, dort erschien gerade eine Kurzgeschichte von ihm. Seine Geschichte gibt es gegen Bezahlung auch zum Download hier.

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