Meine Rückkehr ins Solare Imperium

In den zwanzig Jahren zwischen 1992 und 2012 kümmerte ich mich nicht um das Perryversum. Ich wusste zwar, dass es immer noch existierte, aber es war nicht mehr mein Universum. Zu sehr hatte STAR TREK den Platz in meinem Herzen eingenommen. Es gab dort so viel zu sehen und noch viel mehr zu lesen. Inzwischen hatte ich selbst mit dem Schreiben begonnen und ich schrieb vor allem Geschichten, die im STAR TREK-Universum spielten. Ich mochte die wissenschaftliche Herangehensweise, dass dort Wert gelegt wurde auf präzise Auslegung der physikalischen Gesetze. Und ich mochte die Figuren, die mir in so langer Zeit ans Herz gewachsen waren, so dass ich sie in- und auswendig kannte. Außerdem war STAR TREK zu einer Philosophie geworden, der ich bedingungslos folgen würde und die sich in einigen markanten Punkten von dem unterschied, was ich bei PERRY RHODAN kennengelernt hatte.

Und doch … hin und wieder riskierte ich im Buchhandel einen Blick auf die glänzenden Buchrücken der PERRY RHODAN-Silberbände. »Irgendwann«, schwor ich mir, »lese ich die einmal ganz von Anfang.« Dann würde ich vielleicht auch den Cappin-Zyklus zu Ende lesen können. Im Gespräch mit meinem Mann, stellte sich heraus, dass auch er in den Neunzigerjahren lange Zeit PERRY RHODAN gelesen hatte und ihn die Silberbände ebenfalls reizten.

Im Mai 2012 entdeckte ich bei booklooker.de – einer Internetplattform für antiquarische Bücher – ein Angebot, dass ich nicht ausschlagen konnte. Die ersten zwanzig Silberbände für einen unschlagbaren Preis. Ich kaufte sie, um damit meinen Mann zu überraschen. Anschließend passierte etwas Unerwartetes …

Ich selbst las mich in den Büchern fest, verschlang fast jede Woche einen Roman, so dass mein Mann nicht hinterher kam. Meist war ich ihm fünf Bände voraus. Und das Fieber hielt an. Als ich feststellte, dass die Silberbände nicht alle Heftromane enthielten, kaufte ich einzelne Heftromane als E-Books nach, außerdem die Plophos-Bände. Ich wollte nichts von der langen Geschichte verpassen.

Bereits sehr früh konzipierte ich eine Geschichte, die das Perryversum mit dem STAR TREK-Universum verbinden sollte und begann daran zu schreiben. Zu diesem Zeitpunkt lag mein letzter Fanfiction-Roman Jahre zurück. Ich hatte irgendwann aufgehört, weil mich Job und gesundheitliche Probleme zu sehr in Anspruch nahmen. Das Schreiben der ersten Seiten erlebte ich als ungemein befreiend. Ich stellte fest, das mir genau das gefehlt hatte. Als ich im Frühjahr 2014 das Projekt beendete, wollte ich mehr. Da entdeckte ich die FanEdition der PRFZ. Ein Projekt, das Fans die Möglichkeit bot, einen Heftroman zu schreiben. Das wollte ich tun und ich bewarb mich mit einem Exposé. Der Rest ist Geschichte. Im Dezember 2014 erschien bei der PRFZ mein Roman »Die Telepathin« als Band 15 der FanEdition. Fast gleichzeitig fragten mich die Verantwortlichen der PRFZ, ob ich nicht die Redaktion des Newsletters übernehmen wollte, was ich mit Begeisterung tat. Ich wollte wieder Teil von etwas Großem sein und der Serie etwas zurückgeben, die mir in den Monaten zuvor so viel geschenkt hatte.

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