Ganz scharfe Sachen

Unsere Terrasse ähnelt zur Zeit einem Gemüsegarten. Dort wachsen neben Brombeeren, Tomaten, Kartoffeln und Bohnen auch diverse Paprikasorten.

Weil wir’s gern scharf mögen, kaufte ich im Frühjahr auch ein kleines Habanero-Pflänzchen, das inzwischen schön gewachsen ist und jede Menge roter Früchte trägt. Mitte der Woche haben wir die ersten Früchte geerntet. Mein Mann, ahnungslos ob der Gefährlichkeit einer Habanero, schnitt eine der Schoten auseinander und entnahm die Kerne. Anschließend war er den Rest des Abends damit beschäftigt, seine Hände zu waschen. Doch vergeblich, die Schärfe wollte nicht weichen.

Was für ein Teufelszeug ich da gekauft hätte, fragte er mich morgens im Bett, als an seinen Fingern die Schärfe immer noch zu spüren war. Ich zuckte mit den Schultern und meinte, dass ich eine schwarze Chilischote auf der Schärfenskala gesehen hatte. Nur die Thai-Chili-Pflanze, die es auch zu kaufen gab, hatte noch mehr.

Immerhin haben wir die Schoten getrocknet und heute Mittag in einem Chili con Carne verarbeitet. Es war gut scharf, aber nicht so scharf, dass man es nicht mehr hätte essen können, so wie das Chili, das wir vor ein paar Jahren aus den Schoten einer Freundin aus Texas gemacht hatten. Mir hat es geschmeckt; meinem Mann auch. Und wenn uns beiden zum Schluss die Tränen in den Augen standen, dann lag das wohl daran, dass das Essen einfach zu heiß (!) war.

Habanero

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