Zu Bruch gegangen

Muss ich mir jetzt Gedanken machen, dass ich eventuell zu viel gehäkelt habe? Vorgestern ist nämlich meine Lieblingshäkelnadel zu Bruch gegangen, die mit dem ergonomischen Griff.

Es hatte sich schon am Dienstag mit einem verdächtigen Knacken angekündigt. Ich war ganz erschrocken und habe die Nadel hin und her gedreht, aber nichts erkennen können. Da war kein Riss oder Sprung. Vorgestern brach sie dann völlig unerwartet mitten beim Häkeln durch. Ich nehme mal an, dass der Weichmacher aus dem Plastik diffundiert ist. Kunststoffgriffe halten eben nur eine begrenzte Zeit, dann werden sie spröde oder klebrig. Wie die Griffe unserer Lichtschwerter, die fassen sich ebenfalls so an. Also besser, wenn man die Lichtschwerter nur anschaut und nicht anfasst. Nicht, dass die guten Master Replicas noch auseinanderfallen.

Jetzt ist es nicht so, dass ich keine Häkelnadeln mehr hätte. Im Gegenteil, ich habe eine ganze Schachtel voll, aller Stärken. Die meisten haben aber leider keinen ergonomischen Griff. Noch besser wäre es, wenn es die ergonomischen Griffe aus Holz gäbe. Die Häkelnadeln meiner Mutter haben einen Holzgriff und sind bestimmt schon mehr als sechzig Jahre alt. Aber dann könnten die Hersteller nicht mehr so viele verkaufen, wenn die so lange halten.

Ach ja. Jetzt will bestimmt jemand wissen, was ich gehäkelt habe. Ich habe das Muster für die Baby-Chucks vergrößert. Die Kleinen wachsen so schnell raus und ich hatte inzwischen mehrere Anfragen für die Schuhe. So wie ich sie gehäkelt hatte, gingen sie weg wie warme Semmeln. Ich kam gar nicht hinterher. Von denen auf dem Bild geht am Wochenende wieder ein Paar weg. Dieses Mal sogar nach Malawi.

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