Auf den Berg geschleppt

Ich bin echt nicht mehr in Form. Als wir am Samstag zu einer Wanderung auf die Mittelstation des Hochfelln aufbrachen, war ich schon nach wenigen Höhenmetern außer Puste. Das Corona-Frühjahr hat seine Spuren hinterlassen.

Mit meiner Fitness war es schon vorher nicht so weit her, aber am Samstag war es echt schlimm. Ich fühlte mich elend, wie ich mich Schritt für Schritt die 450 Höhenmeter den Forstweg hinaufquälte. Immer kurz vorm Asthmaanfall. Mein Mann ging geduldig neben mir her. Für ihn war es ein leichter Spaziergang, da er in diesem Jahr schon zweimal bis auf den Gipfel rauf und wieder runtergewandert war.

Ich hielt zumindest bis zur Mittelstation durch und wir gingen sogar noch ein paar Meter weiter zur Bründling Alm. Ich war seit bestimmt drei Jahren nicht hier oben. Es war unglaublich viel los. Ich glaube, ich habe noch nie so viele Leute dort oben wandern gesehen. Schon gar nicht an einem Samstag. Wir suchten uns abseits des Weges eine Bank und tranken eine Kleinigkeit. Die Sonne schien fast zu warm, dafür war es beim Aufstieg durch den Wald angenehm gewesen.

Rückwärts nahmen wir die Seilbahn, weil der Abstieg meinem Knie nicht gut bekommen wäre. Abwärts war die Kabine auch nicht zu voll und mit Maske war das auch zu ertragen. Die Schlange Menschen an der Talstation war allerdings bemerkenswert. Die Kabinen waren so voll, da wäre ich sicher nicht mitgefahren.

Zurück zu meiner mangelnden Fitness. Schon am Samstagnachmittag tat mir alles weh: Waden, Oberschenkel und Arme. Sonntagmorgen hab ich überlegt, wie ich am besten aus dem Bett komme, ohne mich zu sehr bewegen zu müssen. Zum Glück wurde es im Laufe des Tages besser. Wir saßen die meiste Zeit im Auto, weil wir nach Ulm gefahren sind. Aber ich spürte die körperliche Erschöpfung noch bis Dienstag.

Das heißt, ich muss das am Wochenende wiederholen. Dieses Mal mit einer kombinierten Rad- und Wandertour. Mal sehen, das Wetter soll ja schön werden.

Anbei ein paar schöne Fotos. Mein Mann hat auch welche von mir gemacht. Aber den Anblick möchte ich allen lieber ersparen.

 

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