Christinas Multiversum

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Lärmgeplagte Schildbürger

Eine benachbarte Gemeinde hat eine neue Lärmschutzverordnung beschlossen. Darin steht tatsächlich, dass Fußballspielen auf dem gemeindeeigenen Sportplatz nur noch für zweieinhalb Stunden am Tag erlaubt ist. So, so! Das heißt bei zwei Spielen am Tag dauert das erste Spiel wie gewohnt 90 Minuten. Die zweite Mannschaft, darf aber nur noch 60 Minuten Fußball spielen. Echt jetzt!

Es kommt aber noch absurder. Die Musik zum Einlauf und zur Aufstellung darf nicht mehr 90 Sekunden dauern, sondern nur noch 60 Sekunden. Da müssen die Sportler eben schneller machen und auch der Stadionsprecher muss sich beeilen.

Ich frage mich, was in den Leuten vorgeht, die solche Entscheidungen treffen, oder auch nur solche Vorschläge einreichen. Ein Fußballplatz ist ein Fußballplatz und da wird Ball gespielt und das ist mit einer bestimmten Geräuschkulisse verbunden. Es ist ja nicht so, als ob der Platz neu angelegt wurde, oder die Häuser neu gebaut wurden. Der Platz ist dort schon seit Jahrzehnten und auch die Häuser stehen da schon lange. Früher hat das keinen gestört. Wieso kommt plötzlich einer auf die Idee, dass die Anwohner vor dem Lärm geschützt werden müssen?

Uns scheint es tatsächlich zu gut zu gehen, wenn wir keine anderen Probleme haben, als Lärmschutz für einen Fußballplatz zu fordern. Was kommt als nächstes: Lärmschutz für die Stadien der Bundesliga?. Dürfen die Reporter dann nur noch im Flüsterton kommentieren? Müssen Sprechchöre in Gehörlosensprache absolviert werden?

Andererseits hat letztens auch eine Mieterin auf Mietminderung geklagt, weil die Nachbarskinder zu laut waren. Wir haben echt ein Problem in Deutschland.

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