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Star Trek ist zurück

Spätestens seit gestern Abend weiß ich, Star Trek ist zurück auf dem heimischen Fernseher, auch wenn es nicht Star Trek heißt, sondern The Orville, aber das macht nichts. Es ist das Gefühl was zählt und bei der gestrigen Folge, in der es um Geschlechtsumwandlung ging, spürte man den Geist von Gene Roddenberry. Da war alles drin, das moralische Dilemma der Protagonisten, die Frage ob man die Gesetze fremder Kulturen den eigenen Moralvorstellungen unterordnen darf und jede Menge witziger Szenen, die das Zwischenmenschliche sehr viel lebhafter darstellen als in TNG. Die Kritik der Fans lautete damals häufig, dass TNG zu sauber war und zu wenig innere Konflikte enthielt – die Bedrohungen kamen immer von draußen. Das ist der Punkt in dem sich The Orville von den Star Trek-Serien unterscheidet.

Eine echte Parodie ist The Orville dennoch nicht. Es ist vielmehr eine liebevolle Hommage an das Star Trek aus den Neunzigern, als die Welt noch in Ordnung war. Wahrscheinlich mussten Seth MacFarlane und seine Leute bewusst propagieren, dass es eine Parodie ist, weil ihnen Paramount sonst auf die Finger geklopft hätte, wie seinerseits bei der Fanproduktion Star Trek: Axanar. Die waren wahrscheinlich mit ihrer Story zu nah an der Handlungszeit von Star Trek: Discovery, weshalb Paramount damals übertrieben hart eingeschritten ist. MacFarlane hat sich da geschickter angestellt. Nirgendwo taucht der Name Star Trek auf, aber jeder Fan erkennt es wieder.

Wegen mir darf das gern so weitergehen. Ich freue mich schon auf die nächsten Folgen.

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