Solider Vorabendkrimi

hölle im KopfIch habe gestern Abend meine erste Folge der deutschen SOKO-Reihe geguckt. Die Ausstrahlung am Montag Abend um 18 Uhr im ZDF hatte ich verpasst. Zu dieser Zeit, sehe ich einfach nicht fern, wenn, dann wird bei uns der Fernseher frühestens um Acht eingeschaltet. Aber zum Glück gibt es die Wiederholungen in der Mediathek.

Nun, was soll ich sagen. Der Plot von „Hölle im Kopf“ der Reihe SOKO 5113 aus München, ist geradlinig ohne große Verwicklungen. Die Figuren beschäftigen sich ausschließlich mit ihrem Fall und wälzen keine privaten Probleme, wie das in anderen Krimiserien ja gern gezeigt wird. Das hat mir schon mal gefallen. Das Thema „Kriegsveteranen in der Krise“ ist zwar nicht originell, passt aber zur Geschichte. In der zwei junge kriminell auffällige Männer von einem Unbekannten erstochen wurden. Wie sich bald herausstellt, passt das Verbrechen zu zwei Morden bei denen bereits vor zwei Wochen zwei Kriminelle starben. Damals war der Täter als Retter in der Not aufgetreten und hatte eine junge Frau und einen alten Mann im Rollstuhl vor den Übergriffen der Männer bewahrt. Es stellt sich dem Kommissar die Frage: Ist hier eine Art Batman unterwegs, der die Schwachen beschützen will und die Verbrecher tötet? …

Die mir allesamt unbekannten Hauptdarsteller wirken für mich ein wenig steif.  Mal davon abgesehen, dass die Serie in München spielt, sprechen alle Beteiligten, sowohl das Team als auch die Zeugen, perfektes Hochdeutsch, nur der Gerichtsmediziner hat einen aufgesetzt wirkenden bairische Dialekt. Die Tat- und Handlungsorte sind so nichtssagend, dass sie in jeder anderen deutschen Großstadt sein könnten.

Glanzlicht der Folge ist ohne Frage David Rott als psychisch angeschlagener Afghanistanheimkehrer. Der Schauspieler spielt alle an die Wand, ohne das es einen Hauch bemüht aussieht. In den wenigen kurzen Auftritten, stellt er die verletzte Seele eines Kriegsveteran glaubhaft zur Schau und lässt die weibliche Hauptdarstellerin Bianca Hein geradezu blass aussehen. Welche in einer anderen Szene, als sie der Mutter eines der Opfer die traurige Botschaft überbringt, unglaubwürdig und in aller Stille eine Träne verdrückt.

„Hölle im Kopf“ ist gut fundierte Unterhaltung ohne großen Anspruch, fürs Vorabendprogramm reicht es.

Fazit: Für David Rott Fans ein Muss, für alle anderen ein Kann.

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