Das Heiratsverhalten der Akademiker

Heute stieß ich bei SPIEGEL ONLINE auf einen sehr interessanten Artikel. Darin geht es um einen der Gründe, warum in unserer Gesellschaft Arm und Reich immer weiter auseinander driften – nämlich dem veränderten Heiratsverhalten.

Auf den ersten Blick hätte ich das nie als eine der Ursachen festgemacht, aber bei Nahem betrachtet, klingt es durchaus logisch …

Früher, als es noch keine Emanzipation gab, als Frauen nicht studierten, sondern hauptsächlich in sozialen oder kaufmännischen Berufen tätig waren, blieb Männern mit akademischer Bildung gar nichts anderes übrig, als unter ihrem Stand zu heiraten. Einer „ärmeren“ Frau dagegen bot sich mit so einer Heirat eine Aufstiegschance. So wurde das Geld quasi verteilt.
Heute heiratet ein Arzt eine Ärztin und nicht mehr die Krankenschwester. Paare lernen sich schon im Studium kennen und man bleibt mehr oder weniger in der gleichen „Schicht“. Und weil dann alle beide gut verdienen, fällt das Vermögen am Ende doppelt so groß aus.

Interessante Tatsache, die aber keineswegs darüber hinwegtäuschen sollte, dass gewichtigere Gründe vorliegen, warum es immer mehr Arme und immer weniger Menschen mit mittlerem Einkommen gibt. Das geht bei Mindestlöhnen los und endet bei überzogenen Managergehältern. Dagegen ist das Heiratsverhalten von Akademikern nur eine Randerscheinung.

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