Moorwanderung

Weil momentan so schönes Wetter ist, waren wir gestern ausgiebig spazieren. Im Schönramer Filz, einem renaturierten Hochmoor, ist es zu dieser Jahreszeit besonders schön. Obwohl die Laubfärbung in diesem Jahr etwas zu wünschen übrig läßt. Das mag daran liegen, das der Sommer zu feucht und der Oktobermonat zu warm war. Dennoch es ist immer wieder ein Erlebnis.
Das triste Gewand der Heide, das niedrige Buschwerk und die wenigen Birken, die den schmalen Pfad säumen, sind von schlichter Schönheit. Der Boden fühlt sich weich an, beinahe lebendig, wenn man darüber geht. Jeder Schritt erzeugt ein hohles Geräusch, das einwenig besorgniserregend daherkommt. Die Luft ist feucht und modrig, im angrenzenden Wald riecht es nach Pilzen und dem Harz knorriger Kiefern. Vögel hört man kaum, nur ab und zu drängt der Schrei eines Bussards von den angrenzenden Felder herüber.
Eine Stunde benötigt man für die große Runde. Aufgestellte Schautafeln informieren über das Moor und seine Renaturierung oder die Zwangsarbeiter, die während des 2. Weltkriegs hier als Torfstecher dingen mussten.
Das Schönramer Filz ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Es kostet nichts, man ist an der frischen Luft und wenn man mag, kann man nach Moor schmeckende Blaubeeren sammeln. Ich komme oft und gerne hierher.
 

Blick übers Moor zu den Alpen
Blick übers Moor zu den Alpen
Überflutetes Moor
Überflutetes Moor

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