Christinas Multiversum

Ansichten, Rezensionen, Kommentare

rainbow

Neue Rolle

Das habe ich mir bisher nicht vorstellen können. Ich als Ausbilder … der Wahnsinn!

Ab Herbst bekomme ich nämlich einen Azubi, dem ich dann die Dinge beibringe, die ich selbst erst im zurückliegenden Jahr gelernt habe. Der junge Mann hat die letzten beiden Tage Probe gearbeitet und es hat ihm so gut gefallen, dass er sogar schon im Mai als Praktikant anfangen möchte.

Ich gebe ja zu, so ein bisschen anstrengend ist diese neue Rolle schon. Man ist plötzlich Vorbild und muss sich zusammenreißen. Und man muss viel erklären und zeigen. Dabei muss ich meinen Hang zum Perfektionismuss etwas zügeln, schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, wie es so schön heißt. Schwieriger ist es nebenbei noch die eigene Arbeit zu erledigen. Zumindest hält mich das beschäftigt.

Zum Glück ist der junge Mann recht pfiffig und hat mit Begeisterung die YouTube-Videos verschlungen, die es als Tutorials für die Software gibt. Da bin ich dann doch sehr froh, dass andere schon vorgearbeitet haben.

10 Jahre Simon’s Cat

Simons’s Cat hat 10-jähriges Jubiläum. Seit zehn Jahren erfreuen die Comics von Simon Tofield die Internetgemeinde. Auch ich warte immer sehnsüchtig auf ein neues Video.

Anlässlich des Jubiläums hat der Künstler einen Videoclip über sich gemacht. Er erzählt darin, wie alles angefangen hat. Sehenswert!

Frühsport

Seit ein paar Tagen mache ich wieder Frühsport. Soll heißen ich fahre mit dem Rad auf Arbeit.

Letzte Woche ging es beim ersten Mal noch ziemlich zäh. Die drei leicht aber stetig ansteigenden Kilometer zehrten an meinen Kräften. Ich brauchte doppelt so lange wie bei meiner Bestzeit im vergangenen Jahr.

Man merkt, dass der Winter und vor allem die vielen Erkältungen Spuren hinterlassen haben. Ich musste sogar eine Pause einlegen, weil ich völlig außer Atem war. Heute Morgen hat es dagegen Spaß gemacht. Die Sonne schien, die Vögel zwitscherten, es roch nach Frühling und nicht nach Gülle, wie sonst üblich. Ich brauchte nur 15 Minuten. Na gut, kein neuer Rekord, aber für die erste Woche gar nicht schlecht.

Mal sehen, wie es morgen wird. Ich hoffe ja, dass es in den nächsten Wochen morgens trocken bleibt. Denn bei Regen macht mir das Fahrradfahren keinen richtigen Spaß.

Ach ja, ich brauche einen neuen Sattel. Irgendwie ist mir der alte plötzlich zu hart. Aber, vielleicht ist das auch nur Gewöhnungssache.

Löcher im Mobilnetz

Dass wir im hochentwickelten Deutschland ein Problem mit dem Mobilfunknetz haben, sollte inzwischen wahrscheinlich jeder Besitzer eines Mobiltelefons mitbekommen haben. Bereits 2008 stellten wir in unserem Rumänienurlaub fest, egal in welcher abgelegenen Gegend wir unterwegs waren, wir hatten stets vollen Handyempfang.

Größere Löcher im Netz klaffen hier vor allem auf der Bahnstrecke zwischen München und Salzburg. Nach der Ausfahrt aus dem Münchner Ostbahnhof ist zunächst Schluss mit dem Empfang. Erst in Rosenheim zeigt das Handy wieder mehr als einen Balken an. Danach ist es aber bis Traunstein wieder vorbei. Mit LTE ist es komischerweise nicht ganz so schlimm. Aber auch in Waging sieht es mit den Handyempfang mau aus. In unserer Wohnung kann ich mit dem Handy weder telefonieren noch SMS verschicken. (Außer ich mache das Fenster auf und halte das Telefon raus.) Im Gegenzug kann ich auch keine SMS empfangen, was meine Kolleginnen ziemlich nervt, wenn sie mich morgens fragen wollen, ob sie mich mitnehmen sollen. Noch schlimmer ist es aber auf Arbeit. Sehe ich daheim zumindest noch einen mickrigen Balken auf dem Display, zeigt das Handy im Gewerbegebiet ausschließlich »Kein Netz« an. Vertreter, die unsere Firma zum ersten Mal besuchen und auf das Navi ihres Handys vertrauen, scheitern daran, uns zu finden.

Damit sich das ändert, hat jetzt unser neuer Bundesverkehrsminister eine »großartige« Initiative gestartet. Die Leute sollen sich melden, wenn sie ein Funkloch im Mobilfunknetz entdeckt haben. Dies wird dann in eine Karte eingetragen. Diese Karte wird dann den Mobilfunkanbietern gezeigt und es sollen gemeinsame Lösungen zum Netzausbau gefunden werden. Das heißt, es sollen Standorte für Mobilfunkmasten gefunden werden, welche die Löcher abdecken.

Das klingt, als wüssten die Mobilfunkanbieter nicht selbst, an welchen Stellen ihre Netzabdeckung schlecht ist. Jeder der möchte, kann sich auf den Internetseiten von Vodafone, O2 oder der Telekom über deren Netzabdeckung informieren. Vielleicht sind die Daten dort nicht vollkommen exakt, aber die Anbieter selbst haben sicher genauere Daten vorliegen. Wozu braucht man also die Mithilfe der Bevölkerung. Das ist doch Augenwischerei. Wahrscheinlich geht es einfach darum, welche Funklöcher die Leute stören und welche nicht. Letztere braucht man dann auch nicht abzudecken.

Doch selbst wenn die Karte erstellt sein sollte und die Standorte der zukünftigen Mobilfunkmasten feststehen, heißt das noch lange nicht, dass sie dort auch gebaut werden können. Wenn es so einfach wäre, hätten die Betreiber es vielleicht schon längst getan. Zum einen wird erstmal festgestellt werden müssen, wer den Ausbau bezahlen soll. Und dann finden sich bestimmt wieder genügend Bürgerinitiativen oder besorgte Bürger die den Bau der Handymasten zu verhindern wissen. Das sind dann solche Leute, die gegen schädliche Handystrahlung protestieren, gleichzeitig aber in der Küche mit ihren Reproduktionsorganen zehn Zentimeter vor einem 7 KW Mittelwellensender (Induktionsherd) stehen.

Wie immer wird es damit enden, dass wir uns durch unsere übertriebenen Vorschriften und Rechte mal wieder selbst im Weg stehen.

Ostern 2018

Ich wünsche allen Besuchern meines Blogs ein schönes Osterfest und einen fleißigen Osterhasen.

(Vielleicht wird das Wetter ja doch nicht so schlecht, wie vorhergesagt. Drücken wir die Daumen für einen Osterspaziergang im Trockenen.)

Frühblüher aus Perlen

 

Kosmologisches Feuerwerk

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 170 – »Abschied von Andromeda«

Die aus dem Transfernexus zwischen den Universen kommenden Raumschiffe greifen zunächst die DOLAN an. Rhodan kommt dem Schiff mit der MAGELLAN und ihren Beibooten zu Hilfe, doch sie haben gegen die Kalamarane der Crea keine Chance. Bevor die Verluste unter den Terranern zu groß werden, setzt die FERNAO die Transformkanone ein. Eines der Creaschiffe wird beschädigt, die anderen ziehen sich in die Nähe des Transfernexus zurück.
Ein Außenteam, dem neben Rhodan auch Mirona Thetin, Atlan und Faktor III angehören, untersuchen den weidwunden Kalamaran, der aus Kristallen zu bestehen scheint. Erst tief im Inneren des Raumschiffes treffen sie auf die Besatzung. Ein Kommunikationsversuch scheitert und die Crea eröffnen das Feuer auf Rhodans Team. Da erscheint Suator, Mirona Thetins Leibwächter, und rettet Rhodan und die Faktoren unter Einsatz seines Lebens.

Auf der MAGELLAN kommt es indes zu einer Invasion durch die Crea. Sie versuchen die Speicherbänke des Flaggschiffes anzuzapfen. Dem Techniker Atila Ardal und Icho Tolot gelingt es, sie daran zu hindern. Nachdem Rhodan zurückgekehrt ist, kommt ein weiteres Schiff aus dem Universenriss. Es ist die Crea, der Rhodan bereits auf Aguerron begegnet war. Sie ist bereit mit Rhodan zu kommunizieren und tut dies telepathisch. Rhodan erfährt, dass die Crea die Bewohner des Einsteinuniversums für eine Bedrohung halten und sie verhindern möchten, dass die Fremden in ihr Universum vordringen. Auch weil ebenfalls Redrifts von Materie aus dem Einsteinuniverum im Creaversum stattfinden und den Bewohnern schaden. Die Crea handeln also aus den gleichen Motiven wie die Menschen und Thetiser. Perry Rhodan kann der Crea klar machen, dass keiner von ihnen an der Ruptur zwischen den Universen schuld ist und schließt mit der Crea Freundschaft, bevor sich diese wieder in ihr Universum zurückziehen müssen.
Noch während des Kampfes gegen die Crea, wird John Marshall von Bord der DOLAN an einen fremden Ort »teleportiert«. Dort trifft er Ernst Ellert, der ihm aber nur vage Hinweise geben kann, was es mit den Chasmas und der Ruptur auf sich hat. Er spricht von einem kosmischen Schachspiel das ANDROS gegen seine Schwester ES spielt. Ellert gibt ihm einen Gegenstand und schickt Marshall auf eine Reise durch die Universen, vom Creaversum bis zum Rande des Einsteinuniverums. Zum Schluss schwebt John im Raum zwischen den Universen. Er sieht das Creaversum als Beule am Universum der Menschen wachsen, bevor er mit Hilfe von Ellerts Geschenk an Bord der MAGELLAN zurückkehren kann.
Nachdem die Gefahr durch die Crea gebannt ist, führen Rhodan und Mirona Thetin ein Gespräch. Sie gibt zu, dass sie von ANDROS getäuscht wurde, aber sie ist nicht bereit, deswegen eine weichere Gangart gegenüber ihrem Volk einzuschlagen. Aber sie wird die intrigierenden Faktoren nicht exekutieren, sondern einen Dialog mit ihnen anstreben. Danach macht sie den Terranern das Angebot die MAGELLAN über den Sechseck-Transmitter in die Milchstrasse zurückzuschicken. Auch, damit sie untersuchen können, was auf dem Erdmond passiert. Rhodan stimmt zu und die MAGELLAN kehrt nach ausgiebigen Reparaturen auf der Paddler-Plattform zwei Wochen später in die Milchstrasse zurück.

 

Wenn Rüdiger Schäfer von PERRY RHODAN-Chefredakteur Klaus N. Frick so überschwänglich gelobt wird, dann ist das wie ein Ritterschlag oder die Verleihung des Literaturnobelpreises … Okay, Letzteres ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber es bedeutet, dass der Roman überdurchschnittlich gut sein muss.

In der Tat hat der Autor mit dem Abschlussband der Mirona-Staffel Überragendes geleistet. Er hat nicht nur die aufgeworfenen Fragen aus den vergangenen sieben Staffeln beantwortet, er hat zudem die Essenz der PERRY RHODAN-Serie für NEO neu interpretiert, ohne die Erstauflage zu verraten.

In der Tat ist das Leben nicht nur schwarz und weiß, es gibt nicht nur Gutes oder Böses. Die Realität besteht in der Regel aus einer Mixtur von Beidem und man muss als Mensch stetig Kompromisse eingehen, ohne den Rahmen der eigenen Moral zu sprengen. Rüdiger Schäfer lässt Perry Rhodan in dem Konflikt zwischen den Crea und den Meistern der Insel einen Zwischenweg finden, der vielleicht nicht ideal erscheint, der aber das Beste ist, was den Terranern in diesem Moment möglich ist.

Die Mischung aus actionreicher Handlung, tiefgründiger Charakterbeschreibung und philosophischer Betrachtung ist gleichermaßen gelungen wie die kosmologische Einordnung des »Schachspiels« zwischen ES und ANDROS. Dass Schäfer am Ende einen befriedigenden, und das meine ich jetzt nicht negativ, Abschluss der Andromedareise der MAGELLAN schafft und es ihm gleichermaßen gelingt, genügend Fragen für die folgenden Staffeln unbeantwortet zu lassen, finde ich stark.

Der Abschied von liebgewonnenen Figuren wie Tani Hanafe, John Marshall, Atlan, Tuire Sitareh und auch Baar Lun tut im ersten Augenblick weh, wird aber durch das Wissen, dass sie aus eigenem Wunsch in Andromeda zurückbleiben, und die Hoffnung ersetzt, sie irgendwann einmal wiederzusehen.

Fazit: Ein großartiger Abschlussroman, mit dem notwendigen Sense of Wonder und einer echten Verbeugung vor dem Geist der klassischen PERRY RHODAN-Serie.

Viel Raum für wenig Mensch

Wohnungsnot herrscht inzwischen nicht nur in den großen Städten, sondern auch auf dem Land. Zumindest in so beliebten Regionen wie der, in der wir leben. Der Mietwohnungsmarkt ist leergefegt. Es wird zwar viel gebaut, aber die Wohnungen gehen nur unter der Hand weg, oder sind für Familien schier unbezahlbar geworden. Für eine Wohnung zahlt man hier inzwischen so viel wie in anderen Regionen für zwei oder drei Einfamilienhäuser zusammen.

Durch meine Arbeit sehe ich die Grundrisse der Häuser und Wohnungen und staune immer, wie groß heutzutage gebaut wird. Kleine Einfamilienhäuschen oder Reihenhäuser gibt es quasi nicht mehr. Dafür werden riesige »Paläste« mit 150-200 Quadratmeter hingestellt, in denen dann maximal vier Leute wohnen. In manchen Eigentumswohnungen ist das Wohnzimmer so groß wie unsere ganze Wohnung. Wie ich in einer Fachzeitschrift lesen konnte, liegt die durchschnittliche Wohnfläche in Deutschland inzwischen bei 45 Quadratmeter pro Person. Demzufolge wohnen immer weniger Leute auf immer größerer Fläche. Eine, wie ich finde, fatale Entwicklung. Durch den massiven Neubau von Wohnungen und Häusern wurden in den vergangenen Jahren in der Gegend ganze Ortsteile aus dem Boden gestampft. Und das auf einer Fläche, auf der doppelt so viele Leute hätten wohnen können, wenn man zurückhaltender gebaut hätte. Leiden tut darunter nicht nur die Natur.

Dieser Gigantismus geht soweit, dass man im Möbelhaus inzwischen schon Probleme hat, Mobiliar für kleine Wohnungen zu bekommen. So taten wir uns vor zwei Jahren ziemlich schwer, für unser kleines Wohnzimmer eine Couch zu finden, die nicht gleich die Hälfte des Raumes einnahm. Am Samstag wollten wir einen Nachtschrank kaufen. Als ich der Dame im Möbelhaus erklärte, dass er nicht breiter als 38 Zentimeter sein dürfte, weil er sonst nicht ins Eck zwischen Bett und Wand passt, schüttelte sie verständnislos den Kopf. Die schmalsten Modelle, die sie führten, wären 45 Zentimeter breit. Sie schlug mir vor, doch einen Beistelltisch zu verwenden. Wir haben später doch noch ein passendes Stück gefunden, aber die Situation ist sinnbildlich.

Immer größer, immer weiter, immer höher … lange werden wir das nicht treiben können. Schon jetzt kann sich eine Familie den Bau eines Eigenheims kaum noch leisten. Die meisten Wohnungen, die ich plane, werden von gutverdienenden Pärchen oder von Rentnern gekauft, die ihr Haus verkauft haben und in eine Wohnung ziehen möchten. In den meisten Kinderzimmern, die es in diesen Wohnungen gibt, werden keinen Kinder wohnen. Sie werden zu Büros oder getrennten Schlafräumen gemacht. Was für eine Verschwendung. Nicht das ich das den Leuten nicht gönnen würde, schließlich bezahlen sie sehr viel Geld dafür. Aber ich frage mich, was machen die Eltern, die gerade soviel verdienen, dass sie über die Runden kommen? In wie vielen Familien müssen sich die Geschwister ein Zimmer teilen? Oder haben, wie ich damals, nur ein abgetrenntes Stück vom Elternschlafzimmer zur Verfügung.

Eigentlich wäre genügend Platz für alle da, wenn wir ein bisschen bescheidender wären und nicht buchstäblich auf so großem Fuß leben würden. Auch das ist eine Form von Energiesparen und Umweltbewusstsein. Doch dafür müssten auch die Bauherren, Immobilienfirmen und Kommunen umdenken. Leider geht es aber wie immer nur ums Geld.

Übrigens mein Mann und ich haben jeder 26,5 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung.

Toyota Yaris Hybrid – ein Praxisbericht

Ein Dreivierteljahr fahren wir jetzt mit dem Yaris durchs Voralpenland. Bis dahin hatten wir einen Corsa mit Dieselmotor und waren eigentlich sehr damit zufrieden. Als im Frühjahr 2017 der Dieselskandal seinen Lauf nahm, beschlossen wir umzusteigen. Weil es bei Opel keinen bezahlbaren Hybrid gibt, entschieden wir uns für den Toyota.

Nach acht Monaten sind wir ziemlich ernüchtert. Das Auto hält nicht, was es verspricht. Der vom Hersteller angegebene Verbrauch von 3,6 l pro 100 km haben wir nicht ein einziges Mal erreicht. Trotz umsichtiger Fahrweise sind eher 4,6-5,1 l die Regel. Dabei gilt, je kälter es ist, desto mehr schluckt der Motor. Viele werden jetzt sagen, dass das doch ein guter Verbrauch für einen Benziner ist, aber wer zuvor einen Diesel mit 3,9 l gefahren hat, für den ist ein Liter mehr, nicht akzeptabel. Selbst der C3 von meinen Vater verbraucht als Benziner bei normaler Fahrweise nur 6 Liter.

Ursachenforschung – Warum ist das so? Es liegt vorallem am Gelände. In der Ebene und in der Stadt spielt der Elektromotor seine Vorteile aus. Selbst auf der Autobahn, wenn man einmal die 130 erreicht hat, rollt das Auto sparsam dahin. Besonders bei Stop and Go Verkehr macht er sich gut. Wir benutzen das Auto aber vorwiegend für Überlandfahrten durch hügeliges und bergiges Gelände. Damit kommt der Hybrid überhaupt nicht zurecht. An Steigungen heult der Motor auf, ohne dass das Auto spürbar beschleunigt. Man sitzt drinnen und bittet, das Automatik-Getriebe möge doch endlich schalten. Selbst beim Überholen und auf dem Beschleunigungsstreifen einer Autobahn muss man schon das Bodenblech durchdrücken, um dann doch nicht vor einem LKW auffahren zu können. Von den 100 PS, die das Auto haben soll, ist in solchen Situationen nichts zu spüren. Dafür steigt der Spritverbrauch, und trotz vollem Akku schaltet sich der Motor viel zu oft dazu.

Doch das ist nicht das einzige Problem, was wir mit dem Auto haben. Der große Wendekreis erschwert das Einparken auf engen Parkplätzen und in Tiefgaragen. Eine Tipfunktion beim Blinker gibt es nicht, was besonders auf der Autobahn nervt. Die Bedienung der Sitzheizung ist mit weiteren Schaltern unter der Handbremse versteckt und vom Fahrer nicht einsehbar. Die Verkehrszeichenerkennung funktioniert nur zu 50 Prozent. Und die automatischen Scheibenwischer schalten sich auch schon mal ein, wenn es nicht regnet.

Ich könnte die Liste noch weiterführen. Wir sind ziemlich unzufrieden mit dem Auto, vor allem der hohe Verbrauch stört uns. Wir wollten ein sparsames Auto und bekamen einen Spritschlucker, der auch noch schwach auf der Brust ist. Weshalb wir das Auto verkaufen werden und uns wieder einen Corsa zulegen werden. Und ja, dem Trend zum Trotz wird es wieder ein Diesel werden. Wenn man auf dem hügeligen Land sparsam unterwegs sein will, kommt man momentan an einem Diesel nicht vorbei. Interessanterweise zahlen wir für den Toyota zwar weniger Steuern, dafür aber mehr Versicherung als für den Opel. Was sich in der Summe schließlich aufhebt.

Sommerzeit

Während die meisten meckern, möchte ich mich als Fan der Sommerzeit outen.

Endlich schlafe ich wieder bis zum Weckerklingeln und wache nicht eine Stunde zuvor auf, um mich dann schlaflos im Bett zu wälzen und um just fünf Minuten vor dem Aufstehen wieder einzuschlafen. So wie in den vergangenen vier Wochen, seit es morgens früher hell wird.

Ich war schon immer ein Frühaufsteher. Ich werde meistens wach, wenn draußen der Morgen graut. Auch die Jalousien helfen wenig, weil das Schlafzimmer nach Osten ausgerichtet ist. Die Abschaffung der Sommerzeit hieße für mich, dass ich noch früher aufwachen würde, als ohnehin schon. Denn dann würde es im Mai und Juni schon zwischen drei und halb vier Uhr morgens hell werden. Außerdem wäre es im Sommer abends schon früher dunkel und man könnte viel weniger draußen unternehmen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand das gut findet.

Die Zeitumstellung ist für viele nur gefühlt lästig. Der Körper hat die eine Stunde innerhalb eines Tages kompensiert. Da ist so ein richtiger Jetlag von acht Stunden und mehr deutlich stressiger.

Also, ich finde die Sommerzeit gut und bin dafür sie beizubehalten.

Kletterpartie

Katzen klettern gern auf Bäume.

Jeder Katzenbesitzer, dessen Katzen nach draußen dürfen, kennt das sicher. Einem Baum kann eine Katze nur schwer widerstehen. Ich kann mich erinnern, das unsere Friedel, als sie noch klein war, liebend gern auf die Bäume in der Nachbarschaft geklettert ist und dann miauend oben stand und allein nicht wieder herunter kam. Mein Vater musste ein paar mal nachts über die Zäune der Nachbargärten klettern und sie aus ihrer misslichen Lage »retten«. Zum Glück hat sie es irgendwann gelernt.

Simon Tofield ging es wohl ähnlich, denn in seinem neusten Video von Simon’s Cat erzählt er eine wahre Geschichte. Ich wünsche viel Spaß dabei.