Literarisches Superschnäppchen

FederweltAuf dem Schreibseminar in Wolfenbüttel kam in den vielen Gesprächen, die ich dort führte, jemand auf die „Federwelt“ zu sprechen. Die „Federwelt“ ist eine Zeitschrift für Autorinnen und Autoren mit jeder Menge Tipps zum Schreiben und Veröffentlichen. Seitdem liebäugelte ich damit, mir mal eines dieser Hefte zu kaufen und näher anzusehen. Jetzt bot sich mir auf einer bekannten Online-Auktions-Plattform die ultimative Chance – 18 Ausgaben von Nr. 91-108 in einem Rutsch. Da musste ich einfach mitbieten und bekam schließlich auch den Zuschlag für ganze 11,40 EUR inkl. Versand. Was für ein Schnäppchen! (Der Originalpreis pro Ausgabe liegt bei 6,50 EUR.)

Die Hefte kamen gestern an und schon beim bloßen Durchblättern bin ich an einigen interessanten Artikeln hängengeblieben. Der Inhalt ist abwechslungsreich und reicht von Schreibtipps, über Marketingstrategien bis hin zu Interviews von Leuten aus der Branche. Ich glaube, da habe ich in der nächsten Zeit viel zu lesen und zu lernen. Über den einen oder anderen Artikel werde ich sicher hier berichten.

Khaaaaan!

Ich hatte wenig erwartet und war am Ende positiv überrascht. Die Rede ist vom letzten Star Trek Film mit dem düster klingenden Untertitel „Into Darkness“. Nein wirklich, es fühlte sich dieses Mal tatsächlich einwenig wie Star Trek an und die logischen Löcher in der Handlung waren nicht ganz so offensichtlich. Sogar der Maschinenraum (im ersten Teil noch ein absolutes „No Go“) konnte sich sehen lassen. Aber am meisten beeindruckte mich der Charakter des Khan. Benedict Cumberbatch mochte ich schon als „Sherlock“. Er spielt brillant und ist momentan nicht für umsonst Hollywoods Allzweckwaffe. Seine geniale Darstellung des Khan war derart überzeugend, dass ich die Handlungen des Charakters durchaus nachvollziehen konnte und stellenweise Mitleid mit ihm hatte. Das war endlich mal ganz großes Kino.

Beim Stöbern durch die Händlerräume auf der diesjährigen FedCon stieß ich am Stand vom CrossCult-Verlag auf einen Comicband, der sich ausschließlich mit der Figur des Khan beschäftigt. Ich bin ja eigentlich kein großer Comicleser. Irgendwie hab ich Probleme mit dem wenigen Text und bin mir nie sicher, in welcher Reihenfolge ich die Dialoge nun lesen muss. Aber allein das Cover dieses Comics zog mich so sehr in seinen Bann, dass ich mir sogar die Hardcoverversion gönnte. Das auch noch David Messina, der Teile des Comics gezeichnet hat, vor Ort war, war natürlich ein noch größerer Anreiz für mich, mir diesen Comic zu kaufen und so bekam ich auch noch eine Originalzeichnung mit Signet obendrein.

Und ich muss gestehen, die Geschichte überzeugt. Sie beleuchtet sowohl Vergangenheit als auch Gegenwart. Es ist die Lebensgeschichte eines mittellosen Jungen, der durch genetische Aufwertung zu einem Soldaten gemacht wird, der schließlich außer Kontrolle gerät und die Weltherrschaft an sich reißt. Es ist eine Geschichte von Krieg, Gewalt und Missbrauch. Hier erfährt man auch, warum Benedict Cumberbatch nicht aussieht wie Ricardo Montalban. :) Dies ist ja einer der Kritikpunkte der Fans, den die Autoren in diesem Comic intelligent gelöst haben. Die Storyideen sind zu jeder Zeit glaubhaft. Auch das Zeichnerteam hat großartige Arbeit geleistet. Die Figuren und ihre Bewegungen wirken lebendig, der Stil ist homogen. Das hat zur Folge, dass man sich an den Bildern nicht satt sehen kann.

Mein Fazit: Eine umfassend gelungene Anschaffung.

Khan Messina

Eher Wissensbuch als Thriller

Blackout
Quelle: Amazon

BLACKOUT – Morgen ist es zu spät: Roman von Marc Elsberg

Wow! Das war das erste, was ich dachte, als mir eine Probeausgabe von Blackout im ICE in die Hände fiel und ich sie regelrecht verschlungen habe. Gleich nach meiner Ankunft am Zielbahnhof kaufte ich das Taschenbuch in der nächsten Bahnhofsbuchhandlung. Eigentlich ein fieser Marketing Trick, aber ich habe es nicht bereut.
Das Buch ist spannend, wenn auch kein richtiger Thriller. Die technischen Vorgänge sind hochinteressant und bis auf wenige Ausnahmen gut recherchiert. Man sollte aber auf jeden Fall technisches Verständnis und Interesse an der Materie mitbringen. Wer einen charakterbezogenen Thriller im Stile von Ken Follett erwartet, für den ist das Buch nichts. Die Spannung entsteht hier nicht durch die handelnden Figuren, sondern vielmehr durch das Wie und Warum. Daher wirken die Charaktere meist blass, was auch durch die Fülle der Personen gar nicht anders möglich ist.

Interessant sind die vielen Handlungsstränge, die zwar konsequent zu Ende geführt werden, doch manches hätte ich gern ausführlicher gehabt. Zum Beispiel: Wie und mit welchen verzweifelten Mitteln die Kraftwerksbetreiber versuchen den Fehler zu finden, bzw. im Falle des Atomkraftwerks, den Gau abzuwenden.

Die geschilderten Auswirkungen auf die Bevölkerung sind sehr beunruhigend, aber nicht ohne Realitätsferne dargestellt. Einzig der Zeitraum erscheint mir ein wenig zu kurz. Ich selbst habe meist für ein bis zwei Wochen Lebensmittel im Haus und tanken muss ich auch nur einmal im Monat. Also das bereits nach 10 Tagen eine Hungersnot ausbricht, so dass Katzen gefangen und Elefanten verspeist werden, halte ich für etwas unglaubwürdig.

Eine Personengruppe auf die in diesem Roman leider nicht eingegangen wird, sind all die SMS- und Internetjunkies, für die kein Leben mehr ohne Facebook und Co möglich ist. Eine Schilderung wie sie öffentliche Gebäude mit W-Lan-Anschluss stürmen, hätte ich doch zu gern gesehen. Dabei sei zu bedenken, dass wahrscheinlich alle deutschen Internetseiten auch die auf deutschen Servern lagernden Adressen, bereits seit den ersten Stunden des Stromausfalls offline sein müssten.

Die negativen Bewertungen zu diesem Roman bei Amazon kann ich nicht nachvollziehen. Wer aber mal genau hinschaut, sieht das die meisten davon zur Hörbuch-Version gehören. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Ich kann mir schon vorstellen, dass die Erklärung technischer Vorgänge als Hörbuch nicht so viel Spannung aufbaut.

Von mir bekommt das Buch jedenfalls fünf Sterne. Schon allein deswegen, weil ich noch nie ein Buch mit 800 Seiten in drei Tagen durchgelesen habe.

Auf der Wikipediaseite von „Blackout – Morgen ist es zu spät“ findet man den Link zu einer parallel dazu entstandenen Studie zum selben Thema, die die Schilderungen des Romans bestätigen. Hoffen wir, dass es nie dazu kommt.

Unbequeme Menschen

An sich bin ich ja eher ein ausgeglichener Mensch, der stets versucht freundlich und hilfsbereit mit seinen Mitmenschen umzugehen. Aber es gibt Situationen in denen ich eine richtige Zicke sein kann, wenn ich nicht gar zur Furie werde. Meist passiert das dann, wenn ich mich Menschen gegenübersehe, deren schlechtes Benehmen mich geradezu anstachelt.
Seit über einem Jahr habe ich da mit einem Kollegen ein echtes Problem. Jedes Mal wenn ich mich mal wieder mit ihm angelegt habe, komme ich abends völlig aufgeregt nach Hause. Ich kann nicht verstehen, wie sich so viel Schlechtes in einem Menschen vereinen kann. Dieser Mensch ist etwa 10 Jahre jünger als ich und hat ein ähnliches Studium abgeschlossen. Da könnte man ja davon ausgehen, dass er ein gewisses Bildungsniveau hat. Vielleicht hat er das auch und er zeigt es nur nicht. Ich jedenfalls erlebe ihn stets als ziemlich bequemen und unwissenden Menschen. (Ich verwende hier lieber eine Umschreibung für die Adjektive mit dem f… und dem d…)  Das an sich könnte ich ja noch bedingt akzeptieren, aber der Typ ist zudem auch noch frech. Dabei ist es am schlimmsten, wenn man von ihm zu einem Problem befragt wird und man ihm eine ausführliche Antwort darauf gibt, er jedoch, die gegebene Antwort in Frage stellt und meint es viel besser zu wissen, ohne auch nur den Hauch einer Ahnung davon zu haben. Das ist etwas, was mich regelmäßig auf die Palme bringt. Ich habe da auch keine Scheu mal laut zu werden, was mir den einen oder anderen erschrockenen Blick der anderen Kollegen einbringt, die mir dann hinterher anvertrauen: „Dich möchte man lieber nicht zum Feind haben.“ An dem Kollegen selbst gleitet meine Kritik und die der anderen wie an einer Teflonbeschichtung ab, was mich wiederum noch mehr aufregt. Mal ganz von der Tatsache abgesehen, das man ihn mindestens drei oder vier mal dazu auffordern muss, damit er seine Arbeit erledigt. Ich kann nicht nachvollziehen, wie eine Firma einen solchen Mitarbeiter dulden kann. Ich hätte ihn längst gefeuert oder besser gar nicht erst eingestellt. Aber als freie Mitarbeiterin habe ich den geringsten Einfluss auf die Entscheidungen der Vorgesetzten und zum Glück muss ich den Menschen nur an zwei Tagen in der Woche ertragen. Inzwischen weiß er ganz genau, was er von mir zu halten hat, versucht aber stets aufs neue seine Grenzen auszuloten, die ich aber strikt zu setzen weiß.
Ärgerlich ist das aber allemal.

Geduldsprobe

Noch vor drei Wochen lobte ich die Verspätungspolitik der Deutschen Bahn.

Gestern auf selber Strecke eine völlig andere Situation. Zunächst kam der ICE mal wieder später, doch dieses Mal waren es ganze 30 Minuten. Spätestens da hatte ich meinen Anschlusszug in Nürnberg bereits abgeschrieben. Weil ich keine Lust hatte, eine halbe Stunde auf dem zugigen Bahnhof in Saalfeld (Haha „zugig“, das ist lustig. Warum muss es eigentlich auf Bahnhöfen immer so ziehen? Egal!) zu warten, nahm ich gleich den Regionalexpress, der zur gleichen Zeit in Nürnberg sein würde wie der ICE. Der Zugbegleiter gab sich auch große Mühe, mir eine alternative Verbindung herauszusuchen, aber mir war von vornherein klar, dass ich wohl mindestens eine Stunde später in Traunstein ankommen würde.

Eine Stunde später war aber plötzlich Schluss. Es hieß, alle müssten aussteigen und den Zug wechseln, weil dieser wieder zurückfuhr. Da stand ich nun in Lichtenfels auf einem noch zugigeren Bahnhof und wartete auf meinen verspäteten ICE. Immerhin betrug die Verspätung jetzt nur noch 25 Minuten. Der Zug kam, ich stieg ein und blieb erst einmal verdutzt im Gang stehen, weil der Waggon leer war – absolut leer. Der junge Mann, der hinter mir einstieg, schaute genauso perplex. Ich suchte mir einen Platz (Was in dem Fall gar nicht so einfach ist, schließlich hat man die Qual der Wahl.) und weiter ging’s.

In Bamberg lüftete sich schließlich das Geheimnis, warum der Regionalzug nicht weitergefahren war. Zwischen Bamberg und Erlangen war nämlich die komplette Strecke wegen einer brennenden Oberleitung gesperrt. Was nichts anderes hieß, als das der ICE über Würzburg umgeleitet und die Verspätung auf geschätzte 2 Stunden anwachsen würde. „Prima!“ Für meine Verhältnisse blieb ich ausgesprochen ruhig, döste vor mich hin und tippte einen komplett neuen Prolog für meinen Roman „Parallelwelten“ in mein iPad. Jeder Fahrgast bekam im Bordrestaurant einen kostenlosen Kaffee. Eine großzügige Geste, die an diesem Tag wahrscheinlich überhaupt nicht ins Gewicht fiel, weil in den 4 Waggons insgesamt vielleicht 20 Leute saßen.

Als ich dann mit 110 Minuten Verspätung Nürnberg erreichte, blieb mir auch das Umsteigen erspart, denn um ein bisschen Zeit zu gewinnen, leitete man den Zug, der normalerweise über Augsburg weiter nach München fährt, über die die Ingolstädter Hochgeschwindigkeitsstrecke. Immerhin ein Zeitgewinn von 45 Minuten.

So schaffte ich in München auch noch den, mal wieder verspäteten, Eurocity Richtung Graz und kam etwa 2 Stunden später als üblich an. Statt 5 Stunden war ich fast 7 Stunden unterwegs gewesen. Blöderweise bekam ich aber keine Fahrpreiserstattung um die Hälfte, weil auf meinem Onlineticket ein anderer Zug stand. Im Gegenteil, ich musste mich im am Servicepoint in Traunstein noch von so einem Jüngelchen runtermachen lassen, als ich höflich danach fragte. Der ließ mich nicht mal ausreden, geschweige denn, dass er mein Fahrgastrechte-Formular ausgefüllt hätte. Wenn ich nicht so erschöpft gewesen wäre, hätte ich mich auf eine blutige Diskussion mit dem Kerl eingelassen und eine Beschwerde an seinen Vorgesetzten weitergeleitet. Aber so winkte ich nur ab. Ich war viel zu fertig und wollte nur noch nach Hause.

Dieser Tag hat mir wieder bewiesen: Die Deutsche Bahn ist eben auch nur ein Mensch, der mal gute und mal schlechte Tage hat.

E-POSTSCAN – Der Gipfel des Onlinewahns

Da flatterte doch letzte Woche, zusammen mit der üblichen Werbeflut, ein kleiner Flyer der Deutschen Post ins Haus. Nachdem ich ihn zunächst ignoriert und zur Seite gelegt hatte, warf ich gestern dann endlich einen Blick darauf. Was ich da las, hinterließ dann bei mir mehr als nur ein Stirnrunzeln.

Sie möchten jederzeit und überall auf ihre Briefpost zugreifen? Buchen Sie einfach E-POSTSCAN. Dann digitalisiert die Deutsche Post Ihre Briefpost, stellt sie Ihnen werktäglich per E-Post zu und Sie haben mit dem Smartphone, Tablet oder PC immer Zugriff. Selbstverständlich werden bei allen Schritten strengste Datenschutzrichtlinien eingehalten. Und die Originale stellen wir Ihnen nachträglich per Post zu.

Mal ehrlich, wie soll man sich das jetzt vorstellen? Sitzt da jemand bei der Post, der meine privaten Briefe öffnet, in einen Scanner legt und das gescannte Exemplar dann an meine E-Mail Adresse schickt? Selbst wenn die Dokumente automatisch gescannt werden, muss doch irgendjemand die Briefe öffnen. Wie ist das dann mit dem Briefgeheimnis? Und wenn, warum sollte ich meine Post unbedingt digital haben wollen?
Ich weiß, da werden jetzt ganz sicher einige Leute aufschreien und sagen, dass das doch ein ganz toller Service ist, auf den sie schon immer gewartet haben. Was für ein Quatsch, also wirklich!
Ich muss nicht immer alles online haben, die Briefe von Behörden oder Freunden schon mal gar nicht und ich habe auch keine Lust, das Fremde meine Post lesen. Vielleicht (Achtung Verschwörungstheorie!) ist das ja auch ein genialer Schachzug der NSA, um auch noch die letzten Geheimnisse aus uns herauszusaugen. Oder die Deutsche Post möchte eine großflächige Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ins Leben rufen, um all den Arbeitslosen in Deutschland eine vernünftige Arbeit zu bieten, zumindest das wäre ja als positiv zu werten. Aber daran glaube ich ehrlicherweise nicht.
E-POSTSCAN – ehrlich, brauchen wir das? Ich sage nein! Ich mag mein analoges Leben so wie es ist und möchte meine Briefe auch in Zukunft lieber selbst öffnen.

Vor 25 Jahren …

… war ich 15 Jahre alt und frisch verliebt. Vielleicht ein Grund dafür, dass ich mich nicht mehr genau daran erinnere, was ich am 9. November 1989 gemacht habe. Ich erinnere mich aber noch sehr genau daran, das ich am 12. November zum ersten Mal gesehen habe, wie es auf der anderen Seite der Berge aussieht, die man von unserem Wochenendhaus sieht (Siehe Foto). 15 Jahre lang habe ich diese Berggipfel angeschaut und gewusst, das irgendwo dahinter die Grenze sein muss. Manchmal hat man nachts das Flutlicht vom Grenzzaun gesehen oder die Hubschrauber, die auf westlicher Seite patrouillierten. Doch wie es dahinter aussah, blieb mir verborgen, schließlich war für jeden DDR-Bürger fünf Kilometer vor der Grenze Schluß. Ab diesem 12. November durfte jeder diese Sperrzone betreten. Die Nachricht darüber verbreitete sich wie ein Lauffeuer und jeder in der Wochenendsiedlung sprang fast sofort ins Auto und fuhr los.
Man durfte sogar durch Probstzella fahren, ein Grenzort an dem die Interzonenzüge (zwischen Berlin und Nürnberg) hielten und kontrolliert wurden. Ich hatte eine Freundin in diesem Ort, die ich aber nie besuchen durfte. Jetzt konnte ich zum erstem Mal sehen, wo sie lebt.

Komisch, wenn ich heute darüber nachdenke, rührt mich das irgendwie. Damals hat man das „Eingesperrtsein“ einfach so hingenommen, weil man es nicht anders kannte. Städte wie Paris oder New York waren mir damals so fern wie der Mond und auf den kann man ja bis heute nicht. Ich will damit nur sagen, dass ich mich als Kind oder Jugendliche nie eingesperrt gefühlt habe. Wie sollte ich auch etwas vermissen, was ich nie kennengelernt habe. Das ist heute vielleicht  traurig, damals war es das für mich nicht.

Das untenstehende Foto deutet es an, die Kammline am Ende des Talausschnitts markiert die ehemalige fünf Kilometerzone. Was sich hinter den Bergen verbirgt, ist heute zum Glück kein Geheimnis mehr.

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Gartenarbeit

Bild368Mir ist nicht klar, wie manche Menschen Gartenarbeit als entspannend empfinden können. Ich mag einfach nicht in der Erde rumgraben (vor allem nicht mit den Händen), Unkraut zupfen oder so wie heute Kiloweise Blumenzwiebeln stecken. Nach wenigen Minuten tut einem der Rücken weh, die Erde trocknet an den Händen und wenn’s hochkommt, blüht im Frühjahr von all den Tulpen, Narzissen und Krokussen nur ein Bruchteil. Den Rest haben nämlich die Wühlmäuse als Winterfutter konfisziert.
Ich finde das alles ziemlich unbefriedigend und anstrengend dazu. Warum ich dann diesen Job jedes Jahr wieder für meine Eltern mache? Das liegt wahrscheinlich nur daran, weil ich eine so hilfsbereite Tochter bin, die dabei zwar lautstark zedert und murrt, es am Ende aber dennoch gerne tut.

Wie man auf dem Foto sieht, hat wenigstens das Wetter mitgespielt.

Stellarspektrografie

solarspectrum_noaoIch hatte ja schon mal erwähnt, dass ich mich in meiner Freizeit mit Sternen beschäftige. Dazu nenne ich eine große Bibliothek mein eigen. Sie enthält Literatur zu Astronomie, zu Kosmologie, zu Sternen und Planeten und allem was irgendwie mit dem Thema zu tun hat. In all der Vielzahl der Bücher habe ich einen Zweig der Astronomie für mich entdeckt, der mir besonders gefällt und mir so viel Spaß bereitet, das ich schon Vorträge dazu gehalten habe. Ich spreche von der Stellarspektrografie.

Licht ist die einzige Informationsquelle, die wir von einem Stern bekommen. Jeder einzelne Stern hat sein eigenes Spektrum und das ist so unverwechselbar wie ein menschlicher Fingerabdruck. Diese Spektren lassen sich klassifizieren und so die Sterne quasi einer Familie zuordnen. Im Laufe seines Lebens durchläuft ein Stern verschiedene Spektralklassen und man kann seinen Lebensweg vorhersagen, indem man Sterne anderer Spektralklassen beobachtet, da das Leben eines Sterns für menschliche Verhältnisse so unvorstellbar lang ist, das wir es niemals in seiner Gänze werden beobachten können, nicht einmal mit Zellaktivator. :)

Aber Spektren verraten noch viel viel mehr. Ich habe vor längerer Zeit dazu einen kleinen Artikel verfasst, den ich niemandem vorenthalten möchte. Wer mag kann ihn sich HIER als PDF herunterladen.

Quizmaster

Da das Weihnachtstrekdinner seine Schatten vorauswirft und wir uns in diesem Jahr freiwillig als Quizmaster gemeldet haben, nutzten wir das vergangene Wochenende für die Vorbereitungen.
Mein Mann dachte sich 40 knifflige Fragen aus, ich erstellte vier Kreuzworträtsel und das alles zum Thema Star Trek. Am Ende sind es vier Bögen mit je zehn Fragen und einem Kreuzworträtsel geworden, vier deshalb, damit niemand vom anderen abschreiben kann. Ich weiß, das ist gemein. :)
Dabei war das gar nicht so einfach, denn ich musste Fragen mit unterschiedlichen Schwierigskeitsgraden so gleichmäßig verteilen, damit alle Bögen gleich schwer bzw. gleich leicht sind. Außerdem hatten die Kreuzworträtsel eine ungleiche Anzahl an auszufüllenden Feldern. Da aber jedes Feld ein Punkt zählen soll, musste ich mir noch ein Lösungswort zu jedem Rästel ausdenken, das exakt so viele Buchstaben hat, damit alle Kreuzworträtsel mit Lösungswort auf die gleiche Punktanzahl kommt. Klingt kompliziert, nicht wahr? Ist es auch. Aber was macht man nicht alles für sein Hobby.

Ich bin mal gespannt, ob es jemandem gelingt alle 135 Punkte zu erreichen. Denn wir haben’s den Fans nicht gerade leicht gemacht. Aber, da wir in den letzten Jahren meist selbst, die Hauptpreise abgeräumt haben, bleibt zumindest das unseren Mitstreitern beim Münchner Trekdinner in diesem Jahr erspart. :)