Zwischen Herzgeflecht und Arkonidenmutter

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 372 – »Jenseits der Stimmen« von Rüdiger Schäfer

Thora folgt der Spur ihrer Tochter Nathalie nach Olymp. Die wurde anscheinend von den Mehandor entführt, die sie an das Ava-Tor-Konsortium verkaufen wollen. Mit Hilfe des terranischen Geheimdienstes SolAb kann die Arkonidin die Mehandor-Matriarchin und ihre Sippe überwältigen und ihre Tochter befreien. Beide kehren wohlbehalten ins Solsystem zurück, wo sie auf dem Mond mit NATHAN und Perry Rhodan zusammentreffen. Da erreicht sie der Notruf eines Posbiraumers, auf dem sich die entführten cyboranischen Kinder befinden.
Die sieben Kinder wurden auf einen Fragmentraumer der Posbis verfrachtet und sollten nach Pharaduat, der Heimatwelt des Zentralplasmas Anich, gebracht werden. Doch etwas an Bord sorgt dafür, dass sich die Kinder geistig zusammenschließen und letztendlich die Posbis und den Fragmentraumer kontrollieren können. Selbst das Herzgeflecht des Fragmentraumers kann sich den geistigen Kräften der Sieben nicht widersetzen.
Anstatt nach Cybora zurückzukehren, beschließen die Kinder ihren Tod zu inszenieren und unterzutauchen. Sie senden einen Notruf aus und versenken in einem theatralischen Akt den Fragmentraumer in der Chromosphäre einer Sonne. Vor den Augen der Schiffsbesatzung der Terranischen Union lassen sie die Posbis Plasmaladungen zünden und versetzen das Schiff mittels Gedankenkraft in den Hyperraum. Alle glauben, die Kinder seien tot und verlassen das System. Doch der Fragmentraumer taucht aus der Sonne wieder hervor. Die Kinder sind nun auf sich gestellt und ahnen, dass ihre geistige Verbindung möglicherweise so mächtig ist, dass sie die Kontrolle darüber verlieren könnten, mit allen Konsequenzen.

Man merkt der Handlungszusammenfassung an, dass in dem Roman nicht allzu viel passiert. Rüdiger Schäfer bedient sich nur zweier Perspektiven, der von Thora und der von Lyrie – eines der sieben entführten Kinder. Man bekommt also jede Menge Innenansichten präsentiert und viele weise Gedanken. Was in den meisten Romanen des Autors gut umgesetzt ist, funktioniert bei diesem gar nicht. Der Roman las sich so zäh wie ein Telefonbuch. Ich schleppte mich von Kapitel zu Kapitel, doch statt neuer abwechslungsreicher Informationen erhielt ich immer wieder die gleichen blumigen Beschreibungen der Gefühlswelt von Lyrie und des sogenannten Konnektivs, was die Kinder ausgebildet haben. Eine eher esoterische statt bodenständige Verbindung, deren Art und Entstehung nicht erklärt wird.

Der Posbi PATR-CX17, genannt Patch, der das Mädchen auf Schritt und tritt begleitet, klingt in Tonfall und Ausdrucksweise wie C-3PO aus den Star Wars-Filmen. Ohnehin agieren die Kinder eher wie Erwachsene. Sie sind 13 Jahre alt und haben weder Heimweh noch übermäßige Angst. Im Gegenteil, sie fällen eine höchst logische Entscheidung und inszenieren ihren Tod, um den medizinisch psychologischen Untersuchungen auf ihrer Heimatwelt zu entgehen. Dabei werden diejenigen, die das vielleicht nicht möchten, mittels des Konnektivs auf Linie gebracht. Das fand ich nicht gut und auch nicht glaubhaft. Klar mögen diese Kinder nach ihrer Geburt mental verändert worden sein, aber es sind trotzdem noch Kinder. Ich finde das Ruben Wickenhäuser sie in Band 370 kindgerechter geschildert hat. Man hat von ihm mehr über die einzelnen Jungen und Mädchen erfahren, als durch Rüdiger Schäfer.

Thora auf Mission – eine Arkonidenmutter sucht nach ihrer Tochter und agiert knallhart, als sie die Entführer in die Finger bekommt. Das hat mir gut gefallen und ich hätte mir für diesen Handlungsstrang mehr Raum gewünscht. Denn er wird groß und spannend aufgebaut, um plötzlich einfach so zu enden. Ich hatte angenommen, das Thora und Nathalie auf dem Rückflug ins Solsystem noch mal angegriffen werden, aber sie kommen problemlos bei NATHAN an und treffen sich mit Perry Rhodan zum »Kaffeekränzchen«. Da war ich etwas enttäuscht.

So richtig aufgewacht bin ich erst im letzten Drittel des Romans, als auf dem Fragmentraumer vor Lyrie plötzlich ein Nakk auftaucht. Doch das Auftauchen ist nur kurz und es wird schnell, meiner Meinung nach zu schnell, darüber hinweggegangen. Auch ein Versprechen, das im Roman nicht eingelöst wird.

»Jenseits der Stimmen« verspricht viel und löst nur wenig davon ein. Zumindest was meinen Wünsche an einen NEO-Roman angeht. Rüdiger Schäfer schreibt gewohnt gefühlsbetont, kann mich dieses Mal aber nicht packen. Es waren mir einfach zu viele Innenansichten und ein zu wenig an Handlung.

Frostige Weihnachten

Es ist kalt.

Heute Morgen waren minus neun Grad. Der See ist aber noch nicht komplett zugefroren. Nur ein paar Stellen sind mit einer dünnen Eisschicht bedeckt. Ich kann mich an vor zehn Jahren erinnern, als der See jeden Winter Zentimeterdick zugefroren war. Das passierte in den letzten Jahren gar nicht mehr. Ich bin gespannt, ob es in diesem Jahr mal wieder klappt, wenn’s weiter kalt bleibt.

Auf der Rückfahrt von Saalfeld am Sonntag waren die Straßen stellenweise mit Schnee zugeweht. Das war eine rutschige Geschichte mit dem Auto, sah aber überragend schön aus. Der aufgetürmte Schnee hatte das Aussehen von Schlagsahne.

Südlich von Regensburg schien dann die Sonne und es wurde richtig warm im Auto.

Kalt war es dagegen beim McDonald’s in Regenstauf. Ob die Heizung kaputt war, oder ob die Filiale sparen muss, weiß ich nicht, aber es war innen zu kalt, um ohne Jacke dort zu sitzen. Es waren Leute mit kleinen Kindern dort, die Mädchen hatten teilweise nur Strumpfhosen an. Die Eltern dürften sich über die Rotznasen am nächsten Tag gefreut haben. Wir haben uns einen Kaffee bestellt zum aufwärmen, sind dann aber raus ins Auto, das noch an der Ladesäule geladen hat, weil es dort wärmer war.

Ansonsten waren die Feiertage sehr ruhig. Wir haben kein lineares Fernsehen angeschaut und ich habe keinen Perry gelesen. Außer die halbe FanEdition die ich lektoriert habe, aber die ist eher historisch. Wir haben unsere Lieblingsweihnachtsfilme angeschaut und einen Review der 2. Staffel von Star Wars: Andor gemacht. Darüber werde ich noch etwas schreiben. Beim Essen haben wir uns sehr zurückgehalten. Weil mich zur Zeit diverse Magen-Darm-Probleme plagen, esse ich jetzt abends nichts mehr, soll auch beim Abnehmen helfen. Ab Donnerstag wollen wir jetzt immer ins Schwimmbad. Schauen wir mal, ob das was bringt. Gebastelt habe ich auch ein bisschen. Ich habe mir ein 3D-Puzzle vom Empire State Building gekauft und zusammengebaut. Und eine Tasche habe ich auch wieder geflochten. Inzwischen sind auch die Arbeiten an der SOL 121 weit fortgeschritten, die habe ich zwischendrin noch koordiniert. Und ich habe eine Anzeige für die 6. PERRY RHODAN-Tage gestaltet.

Am Wochenende vor Weihnachten waren wir in Wasserburg auf dem Weihnachtsmarkt und haben eine leckere Suppe gegessen. Das Wetter war an dem Tag großartig und wir sind bei schönstem Sonnenschein am Innufer spazieren gegangen.

Über die Geschehnisse aus aller Welt rege ich mich nicht auf, bringt eh nichts.

Roi Danton auf Speed

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO BAND 371 – »Theater des Wahnsinns« Stefan Pannor & Olaf Brill

Die Cyboraner hatten versucht, den Inhalt des Vario-500 und damit das Bewusstsein von Roi Danton in die Positroniknetze des Planeten zu laden. Das führte zu einem totalen Chaos. Perry Rhodan kann nur mit viel Glück und unter Einsatz seines Lebens den Vario-500 vom Netz trennen. Die Regierungschefin Cyboras Hochkonsulin Sevenray gibt dem Vario-500 die Schuld für das Choas und fordert dessen Zerstörung.
Währenddessen tobt auf dem Planeten ein Krieg gegen die angreifenden Posbis, der viele Opfer unter den Cyboranern fordert. Die Roboter sind kaum aufzuhalten und gehen gnadenlos gegen die Menschen vor.
Perry Rhodan kann mit Hilfe der Cyboraner mentalen Kontakt zu Roi Dantons Bewusstsein aufnehmen. Im Theater des Wahnsinns, das in Rois Bewusstsein tobt, erhält er wertvolle Informationen über die Maschinenwesen, die Cybora angegriffen und mehrere Kinder entführt haben. Mit dieser Information kann der Angriff planetenweit gestoppt werden.
Mit Unterstützung von Reginald Bull gelingt es Rhodan, den Vario-500 auf das cyboranische Frachtschiff GODSPEED lll zu verfrachten, um ihn auf dem Erdmond in Sicherheit zu bringen. Doch kurz nach dem Start stellt sich ihnen ein Tesserakt der Posbis entgegen. Der Posbi Algron fordert die Besatzung der GODSPEED lll auf, den Vario-500 nach Makko zu schaffen. Der Kapitän der GODSPEED lll wird von Rhodan überredet, sich dem Befehl zu widersetzen, bis er von Dantons Bewusstsein mittels Mentalkontakt erfahren hat, warum die Posbis ihn haben wollen.
Sie tricksen den Tesserakt aus und springen ins Solsystem, wo sie in der Ortschen Wolke stranden. Dantons verwirrtem Bewusstsein ist es gelungen, die Schiffssysteme zu übernehmen und den Funk auszuschalten. Da treffen drei Raumschiffe der Anderposbis ein und nehmen die GODSPEED lll ins Visier. Nach der Frage »Seid ihr neues Leben« fordern auch sie die Herausgabe von Dantons Bewusstsein. Rhodan stellt zum wiederholten Mal einen Mentalkontakt zu Danton her, um an ihn zu appellieren, die Kontrolle über die Schiffssysteme zurückzugeben. Er erfährt, dass Danton im Körper des Vario-500 auf Zwottertracht entführt wurde und auf eine Dunkelwelt der Posbis gebracht wurde. Hier traf er Rhodans Sohn Thomas in dessen Körper er einst gesteckt hatte. Der ist auf NATHAN und Danton nicht gut zu sprechen und hat sich zum Anführer einiger Posbis gemacht, den sogenannten Anderposbis, und greift nun jeden an, der mit NATHAN kooperiert. Mit dieser Erkenntnis kann Rhodan die Angreifer überzeugen, abzudrehen. Der GODSPEED lll kommen zwei Schiffe der Terranischen Flotte zu Hilfe, die Danton – inzwischen komplett verrückt geworden – beschießt. Da taucht der Tesserakt mit Algron wieder auf und bringt alle zusammen nach Luna.

Uff! In dem Roman stecken sehr viele neue Informationen. Es gibt also zwei Posbigruppen. Von den Anderposbis ist Thomas Rhodan da Zoltral der Anführer und diese richten sich gegen die Menschen. Dass mit Rhodans Sohn wäre ein echter Knüller gewesen, wenn die PR-Redaktion nicht Tage vorher schon ein Video mit Thomas Rhodan gepostet und somit die NEO-Fans massiv gespoilert hätten. Sehr ungeschicktes Timing.

Roi Dantons Erinnerungen und seine geistige Verfassung sind sehr glaubhaft geschildert. Ich nehme an, dass Olaf Brill diese Kapitel geschrieben hat, während Stefan Pannor für den Handlungsstrang um Perry Rhodan verantwortlich war. Mich hat ein bisschen der Kapitän der GODSPEED lll genervt, der jedes Mal mit Rhodan darüber diskutiert, wer das Sagen hat und ob Rhodans Entscheidungen richtig sind. Warum hat Reginald Bull ihm kein Beiboot der TERRANIA II gegeben? Warum musste es unbedingt ein Frachtraumer der Cyboraner sein? Man musste doch damit rechnen, dass die Cyboraner sich querstellen.

Was ich auch nicht verstehe, warum Rhodan Algron misstraut, denn er zeigt keinerlei Aggression und scheint offensichtlich auf der Seite der Menschen zu stehen. Da war NATHANs Misstrauen den Posbis gegenüber wohl zu ansteckend. So hätte man sich zumindest das Versteckspiel in der Ortschen Wolke sparen können.

Nach dem hervorragenden Staffeleinstieg fällt »Theater des Wahnsinns« zwar etwas ab. Dafür bleibt die Handlung sehr schön bodenständig, sieht man vom Mentalkontakt zwischen Rhodan und Danton ab. Aber ein bisschen Sense of Wonder muss sein.

Eine große und eine klein Tasche

Neues von der Kamihimo-Front: Ich war nicht untätig und habe zwei neue Taschen geflochten.

In die große Tasche habe ich einiges an Arbeit investiert. Der Grundkörper ging zwar schnell, aber die kleinen gelben und roten Stränge einzuflechten, war eine herausfordernde und eine echte Geduldsprobe. Weil das alles sehr eng und fest geflochten wurde, gingen die Streifen manchmal nicht gleich durch. Aber das Ergebnis überzeugt. Mit 30 Zentimeter Breite und 28 Zentimeter Höhe ist die Tasche recht groß ausgefallen. Für die Henkel habe ich auf Leder genommen. Ich hätte sie auch aus Kamihimo-Band machen können, finde aber, das wäre zu viel gewesen. So ist der Henkel eher schlicht und das Muster wird besser betont.

Die kleine Tasche habe ich an einem Tag gemacht. Die geht sehr einfach und sieht durch das bunte Band trotzdem sehr schick aus. Sie ist nur zwei Drittel so groß, wie die große Tasche, hat dafür aber Henkel aus Kamihimo. Wer genau hinguckt, kann erahnen, dass das Band die amerikanische Flagge darstellen soll. Das ist zwar momentan nicht gerade der richtige Zeitpunkt, aber das konnten die Hersteller des Kamihimobandes in Japan nicht voraussehen. Ich hatte das Band auch schon zwei Jahre hier rumliegen.

Hier noch ein paar weitere Fotos von den beiden Taschen:

Mikroplastikfreies Abwasser

Nebenstehendes Bild zeigt das Mikroplastik, welches nach zwei Wäschen mit unserer Waschmaschinen angefallen ist. Es wäre im Abwasser gelandet, wenn wir nicht den neuen Bosch Mikroplastikfilter hätten. Ich war schwer beeindruckt. Obwohl wir sehr wenig Kunststoffkleidung haben und viel auf reine Baumwolle und andere Naturmaterialien setzen, blieb noch genug im Filter hängen. Wow!

Das Gerät hat mein Mann gekauft. Der arbeitet ja in dem Segment und bekommt da viel mehr mit als ich. Bei mir wäre das nie auf dem Radar aufgetaucht. Es wird auch keinerlei Werbung dafür gemacht. Dabei finde ich das Tool sehr praktisch. Es wird einfach zwischen Waschmaschine und Abfluss angeschlossen und mit Strom versorgt. Bei uns steckt es in der gleichen schaltbaren Steckdose wie die Waschmaschine. Damit kann beides nach Gebrauch wieder ausgeschaltet werden.

Nach dem Anschalten und wenn die Waschmaschine startet, klingt es erstmal komisch. Es läuft aber tatsächlich nur, wenn die Maschine abpumpt. Dann sorgt ein Motor dafür, dass das Abwasser wie ein Strudel durch den Filter gepresst wird. Am Ende, wenn das Wasser komplett abgeflossen ist, bleiben die trockenen Reste übrig. Wenn der Filter voll ist, kann man den Inhalt herausschaben und im Hausmüll entsorgen und den Filter anschließend wieder einsetzen. Bitte nicht mit Wasser auswaschen, weil das kontraproduktiv wäre.

Ganz billig ist der Spaß nicht. Der Mikroplastikfilter von Bosch kostet ca. 200 Euro. Wir haben ihn etwas günstiger bekommen, weil es eine Rabattaktion gab. Es gibt auch von anderen Herstellern ähnliche Geräte, die billiger sind, aber da muss man die Filter immer wieder nachkaufen, was Folgekosten verursacht.

Grundsätzlich fände ich es gut, wenn die Hersteller von Waschmaschinen solche Mikroplastikfilter in ihre Waschmaschinen integrieren würden. Es gibt zwar Flusensiebe, aber nicht in jeder Maschine und selbst wenn, sind diese nicht so fein, um Mikroplastik herauszufiltern.

Lustiges vom Mars

So, zweiter Versuch: Der erste ist beim Aktualisieren des Browser verschwunden. Die Arbeit einer halben Stunde einfach futsch …

Die Rezensionen in Fanzines überblättere ich meistens. Nicht, das sie mich nicht interessieren, sondern weil ich auf die Idee kommen könnte, das Buch zu kaufen. Irgendwann kommen unsere Bücherregale an ihre Grenzen. Bei der letzten Ausgabe des »Paradise« vom Terranischen Club EdEN kam ich aber nicht aus. Die hatten zur Rezension eines Comics ein Interview mit dem Zeichner abgedruckt und eine Leseprobe. Die hat mich so begeistert, dass ich mir den Comic glatt bestellt habe.

»Elon & Jeff on Mars« ist eine wunderbare Satire über zwei Milliardäre. Die Ähnlichkeiten zu lebenden Personen sind beabsichtigt.

Elon Dusk Chef des Automobilherstellers »Edison« und Jeff Jezos der Gründer von »TheShop« veranstalten einen Wettflug zum Mars. Warum? Weil sie es können! Dort angekommen, langweilen sie sich alsbald und wollen zurück. Doch ihre KI hat andere Pläne …

Der Autor des Comics Marc-Uwe Kling, ja der mit den Känguru-Chroniken, hat den beiden Milliardären witzige und sehr passende Dialoge in den Mund gelegt. Die Dekadenz und die Abgehobenheit wird deutlich gemacht und auch das Scheitern der beiden an den einfachsten Handgriffen. Ihre Rivalität ist köstlich inszeniert und Matt Damon, der für Dusk seine Figur aus »Der Marsianer« verkörpern muss, ist super eingeflochten.

Zeichner Bernd Kissel hat die Charaktere sehr gut getroffen und die Geschichte im frankobelgischen Stil hervorragend umgesetzt. Es macht extrem Spaß den Comic zu lesen.

Jedem der toll gezeichnete Satire mag und mal herzhaft lachen möchte, empfehle ich diesen Comic.

Perry der Rasenmähermann

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 370 – »Die Kinder von Cybora« von Ruben Wickenhäuser

Vor dreizehn Jahren verschwanden sämtliche Posbis von der Erde und den Kolonien der Menschheit, eingeschlossen diejenigen, die bei NATHAN auf dem Erdmond residierten. Die künstliche Mond-Intelligenz beauftragt Perry Rhodan damit einem mysteriösen Notruf von Cybora nachzugehen. Auch Protektor Reginald Bull erhält die Nachricht, dass Unbekannte die terranische Kolonie attackieren. Beide eilen mit einem Kampfverband nach Cybora.
Bei den Angreifern handelt es sich um Roboterwesen, die es auf sieben besondere cyboranische Kinder abgesehen haben. Die gleichen Kinder, die schon vor dreizehn Jahren von Posbis entführt worden waren. Während die Regierungchefin nach anfänglicher Ablehnung Bull beauftragt, die entführten Kinder zu finden, entdeckt Rhodan, wer den Notruf gesendet hatte. Es war sein alter Weggefährte Roi Danton. Aber die Cyboraner haben Danton, dessen Bewusstsein einst in einen Roboterkörper transferiert wurde, mit dem Positroniknetz des Planeten verbunden – was auf ganz Cybora zu Chaos führt.
Derweil macht sich Thora auf die Suche nach ihrer Tochter Nathalie, die aus ihrem Krankenbett im Lakeside Institut abgehauen ist.

Ruben Wickenhäusers Romane sind wie eine Wundertüte, man weiß nie ob einen der Inhalt begeistert oder nicht. Bei diesem Roman ist definitiv das erstere der Fall. Ich habe noch nie einen so strukturierten NEO von ihm gelesen. Da passen das Tempo, die Abläufe sind logisch und die Figuren stimmig charakterisiert. Es gibt keine von der Haupthandlung getrennte Nebenhandlung, alles läuft fast von allein ineinander über. So muss ein Staffeleinstieg sein.

Die Bodenständigkeit ist zurück. Die Geschichte liest sich wie NEO zu seinen besten Zeiten. Besonders gefallen hat mir das innenpolitische Geplänkel. Protektor Reginald Bull muss sich vorm Ersten Terraner Aurelian Voss für die Ausgaben der Flotte rechtfertigen und wird in seinen Freiheiten stark beschnitten. Es ist wie im realen Leben, da steht die Bürokratie dem Abenteuer im Wege. Ich habe mich großartig darüber amüsiert.

Ebenso musste ich schmunzeln, wie der Privatmann Perry Rhodan sich langweilt und seine Frau Thora herumerzählt, er würde gern den Rasen rund um seinen Bungalow am Goshunsee mähen. Das Bild bekomme ich so schnell nicht wieder aus dem Kopf. Dabei haben die Rhodan da Zoltras gerade ein ernstes Problem mit Tochter Nathalie. Die leidet seit der Rückkehr aus dem Universum der Laren, an manisch depressiven Schüben. Die Behandlung im Lakeside Institut scheint jedoch nicht erfolgreich und Nathalie fühlt sich von ihren Eltern vernachlässigt. Die Erkenntnis kommt ein bisschen spät, schließlich war sie es, die sich aus dem Staub gemacht hat und ihre Eltern zurückließ. Das ist das einzige im Roman, was ich nicht so ganz nachvollziehen konnte. Die Handlung um Nathalie nimmt aber nur den Anfang des Romans ein.

Sehr schön fand ich die Kapitel um die sieben Kinder, die offensichtlich erweiterte mentale Fähigkeiten besitzen und geistig untereinander verbunden sind. Was hinter ihrer Entführung steckte, war in NEO 365 von Stefan Pannor in der vergangen Staffel nicht aufgeklärt worden. Insofern finde ich schön, wie an die Geschichte hier angeknüpft wird. Allerdings ist mir erst da aufgefallen, dass nach Rhodans Rückkehr etwa zwölf bis dreizehn Jahre vergangen sind. Da hätte vielleicht ein dezenter Hinweis am Beginn des Romans geholfen.

»Die Kinder von Cybora« ist der perfekte Einstieg in die neue Staffel und vielleicht auch in die NEO-Serie. Ruben Wickenhäuser hat einen sehr guten Roman geliefert, wenn nicht gar seinen bisher besten bei NEO. Es bleibt zu hoffen, dass die Handlung weiter so bodenständig und strukturiert weitergeht.

Ende und Anfang eines Universums

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 369 – »Das Konzil« von Rüdiger Schäfer

Nach seinem Zusammenbruch wird Perry Rhodan Zeuge der Lebensgeschichte des letzten Zgmahkonen Dramoth. In einem Universum vor dem der Menschen erkennen die Bewohner, dass ihr Universum sterben wird. Sie beschließen, sich in das Nachfolgeuniversum zu retten. Wissenschaftler aus sieben fortschrittlichen Zivilisationen, dem Konzil der Sieben, entwickeln eine Möglichkeit Teile ihrer Galaxie in Granulone zu verkapseln und von ihrem sterbenden Universum zu trennen.
Dramoth als führender Wissenschaftler ist bereit, sich während eines Testlaufs für das Projekt zu opfern. Doch die Strahlung, die ihn trifft, tötet ihn nicht, sondern wandelt seine Körperstruktur um. Er wird unsterblich und erlebt das Ende seines Universums und die Geburt eines neuen Universums mit. Doch das Projekt hat fatale Folgen für das junge Universum, bei dem es sich um das uns bekannte NEOversum handelt. Dieser Geburtsfehler erklärt die unzähligen kosmischen Bedrohungen, gegen die Perry Rhodan und die Menschheit in der Vergangenheit zu kämpfen hatten. Vom Creaversum über Catron bis zur Symaios, für all diese Phänomene liegt die Ursache in der von den Granulonen gestörten Geburt des Universums.
Dramoth erkennt das und möchte es am liebsten rückgängig machen, doch die Zgmakohnen sind während ihrer Isolation im Granulon ausgestorben. Das Konzil der Sieben ist zerfallen. Es gibt niemandem, der ihm helfen kann. Außerdem planen die Laren den Durchbruch ins Einsteinuniversum, in dem sie die Frequenz des Quantenflimmerns des Einsteinraums ihrem eigenen anpassen. Durch den Kollaps des Vela-Pulsars ist die Verbindung zwar unterbrochen, doch die Laren könnten Mittel und Wege finden, sie wieder herzustellen und die Milchstraßenvölker zu bedrohen.
Dramoth tritt dem todkranken Perry Rhodan gegenüber und warnt ihn, dass die Gefahr durch die Laren keineswegs vorüber ist. In einem letzten großen Akt überträgt er seine Lebensenergie auf den sterbenden Terraner, dann findet der unsterbliche Zgmakohne seine letzte Ruhe.
Perrys Körper regeneriert sich schnell und bald sieht er sich mit dem Aufstand der Posbis in der Lokalen Blase der nächsten Katastrophe gegenüber.

Wow! Was für eine komplexe Erzählung. Ich mag ja die technischen und wissenschaftlichen Erläuterungen von Rüdiger Schäfer sehr. Er hat sich fundiertes Wissen über die Entstehung des Kosmos angeeignet und lässt uns nun in großer Detailtreue daran teilhaben. Allein für die Darstellung der Zivilisation der Zgmakohnen hätte er einen Literaturpreis verdient. Das klingt fremdartig und vertraut zu gleich. Aber manchen Leser könnte die Vielzahl an Fremdwörtern und das Technobabble abschrecken, weil es eine hohe Konzentration beim Lesen erfordert.

Die Zitate, die der Autor seinen Protagonisten in den Mund legt, zeugen von großer Klugheit und einem riesigen Erfahrungsschatz. Ebenso die philosophische Ansichten der fremden Gesellschaften. Mit den zwischenmenschlichen (bzw. zwischenspezies) Interaktionen kann mich der Autor ebenfalls einfangen. Ich stelle mir dabei immer die Frage, wie viel davon auf seinen eigenen Erfahrungen basiert.

Der Roman kommt ohne nennenswerte Aktion aus und nur mit einer beschränkten Anzahl an Dialogen, dennoch ist er zu keiner Zeit langweilig. Was beweist, dass es keine Raumschlachten oder Zweikämpfe und auch keine Dialoge benötigt, um eine spannende Geschichte zu erzählen. Die Spannung entsteht aus dem inneren Konflikt Dramoths, seinen Bedenken und seinen Schuldgefühlen.

Eines ist mir aber dann doch nicht so klar geworden. Rüdiger Schäfer schreibt zu Dramoth: »Seine Unsterblichkeit war nie ein Geschenk gewesen, sondern eine Funktion. Er blieb am Leben, solang die Granulone existierten – und die Granulone existierten, solang er am Leben blieb.«
Wenn er am Ende in Perrys Armen stirbt, sollte das nicht auch das Ende für die Granulone bedeuten? Und damit auch für die Bedrohung durch die Laren?

Die Zwischenkapitel aus der Sicht Thoras, gehen ebenfalls ans Herz. Da ist eine starke selbstbewusste Frau, die sich um ihren geliebten Mann sorgt und zugleich als Anführerin Zuversicht ausstrahlen muss. Ihre emotionale Zerrissenheit hat Rüdiger Schäfer sehr gut eingefangen und transportiert sie auf die Leser. Damit hat er mich nicht nur einmal im Roman zum Weinen gebracht.

»Das Konzil« setzt einen starken Schlussstrich unter eine eher schwache Staffel. Der Roman punktet, durch die vielen kosmologischen Details und eine starke emotionale Bindung an den Protagonisten. Der Roman erklärt zudem viele offene Fragen und setzt den Kosmologischen Entwicklungen des NEOversums ein vorläufiges Ende. Lesenswert ist der Roman auf alle Fälle.

Mein Staffelfazit

Vielleicht war die Bedrohung durch die Laren zu überdimensioniert. Sie lässt Perry und Co kaum eigene Angriffspunkte und keine Möglichkeiten zur Lösung der Probleme. Gefangen in einem fremden Teiluniversum mit übermächtigen Gegnern und ohne starke Verbündete hatten die Terraner von Anfang an keine Chance. Das daraus resultierende Flüchten, Verstecken, enttarnt werden und wieder Flüchten ist der einzige rote Faden zwischen den Geschichten.

Es gab ein paar gute Einzelromane, aber auch viele Schwachstellen. Die Ungereimtheiten innerhalb des Weltenbaus waren deutlich stärker ausgeprägt als in anderen Staffeln. Da scheint die Absprache untereinander nicht so richtig funktioniert haben. Woran man sehr gut erkennt, das PERRY RHODAN Teamarbeit ist und jeder seinen Teil zur Serie beitragen muss, damit sie reibungslos funktioniert. Das gilt bei NEO genauso wie bei der Hauptserie.

Außerdem merkte man den von Rüdiger Schäfer als »Übergangsstaffel« bezeichneten zehn Romanen an, welchen Einfluss Rainer Schorm auf die Serie gehabt hat und wie wichtig er für NEO in den vergangenen Jahren gewesen ist. Sein Ideenreichtum und die Fähigkeit das Große und Ganze im Blick zu behalten, fehlte und zementiert sich in dem chaotischen Verlauf der Pulsar-Staffel, bei der die Auflösung am Schluss die komplette Handlung erklärt. Anstatt, dass die einzelnen Romane eine Spur zum Finale legen zu lassen.

Nun, schauen wir nach vorn auf die nächste Phase der NEO-Serie mit dem neuen Expokratenteam Rüdiger Schäfer und Kai Hirdt.

Ein NEO ohne Ausweg

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 368– »Universum ohne Ausweg« von Dietmar Schmidt

Perry Rhodan, seine Frau Thora und seine Tochter Nathalie versuchen gemeinsam mit Gucky, Aveline Celestaris und dem Laren Roctin-Par aus dem Hypergranulon der Laren zu entkommen. Doch die Flotte von Hotrena-Taak lässt ihnen und ihrem SVE-Raumer VINDICA keine Verschnaufpause. Als die Laren ihre Truppen um Xeitrass zusammenziehen, hoffen die Sechs unerkannt bis zum Stato und von dort aus ins Einsteinuniversum gelangen zu können.
Sie finden sich inmitten einer Raumschlacht zwischen Archontreuen Laren und rebellierenden Kanarshul wieder, dessen Anführer Roctin-Par seine Truppen im Kampf opfert, um Perry Rhodan und seinen Gefährten die Flucht zu ermöglichen. Das Auftauchen eines Raumschiffs der Zgmahkonen beendet die Schlacht kurzzeitig. Doch der Anführer der Laren Raskor-Maguul, lässt sich vom Konzilführer Dramoth nichts mehr befehlen und ignoriert die Drohungen zunächst.
Dann fliegt die Tarnung der VINDICA auf. Rhodan und die Flotte der Kanarshul müssen sich aus dem System zurückziehen. Ihre Flucht beginnt von vorn. Da ereilt sie ein Ruf von den Greikos, die Vogelartigen öffnen für die Menschen einen Bypass zum Stato. Doch die Laren Raskor-Maguul und Hotrena-Taak versuchen mit ihren Flotten Rhodans Flucht zu verhindern. Roctin-Par verheizt seine Truppen, um den Menschen die Flucht durch den entstehenden Hypertunnel in ihr angestammtes Universum zu ermöglichen. Aber erst das Eingreifen des Zgmahkonen Dramoth beendet die Schlacht. Nach der Drohung den Laren jegliche Konziltechnik zu entziehen, entschließen diese sich schließlich zum Rückzug.
Dramoth trifft sich mit Perry Rhodan und berührt ihn an der Stirn. Er zeigt Ehrfurcht vor dem Terraner und gibt ihm ein paar kryptische Warnungen mit auf dem Weg.
Die VINDICA fliegt schließlich durch das Wurmloch und landet im Einsteinraum in der Nähe des Vela-Pulsar. Der droht gerade von Hyperenergien aufgelöst zu werden. Sie versuchen sich schnellstmöglich zu entfernen, doch die Schiffssysteme versagen. Das Schiff löst sich nach und nach in dem ihm fremden Universum auf. In letzter Sekunde erscheint der Teleporter Ras Tschubai und bringt sie zur TERRANIA II. Kurz nach ihrer Ankunft fällt Perry Rhodan in ein rätselhaftes Koma. Er spricht: Mein Name ist Dramoth. Ich bin der letzte Zgmahkone.

Tarnen und täuschen, flüchten und verstecken, so geht das immer und immer wieder. Beinahe in jedem Roman waren Perry Rhodan und seine Begleiter auf der Flucht. Das ist nicht nur für den Terraner ermüdend, sondern auch für die Leser.

Zur Auflockerung gab es dieses Mal ein paar Raumschlachten zu bestaunen, die zwar sehr actionreich beschrieben werden, aber wenig zur Handlung beitragen. Genauso wenig wie die endlosen Schilderungen über die Larische Gesellschaft. Das wäre in Band eins oder zwei dieser Staffel noch interessant gewesen, ist im vorletzten Band jedoch völlig fehl am Platz. Möchte ich wirklich wissen, wie Roctin-Par riecht und warum er sich parfümiert? (Was er übrigens in keinem der Vorgängerromane gemacht hat.)

Endlich greifen die Zgmahkonen in den Konflikt ein und man fragt sich, warum sie die Laren so lange gewähren ließen? Schließlich scheinen sie technologisch weit überlegen zu sein. Vielleicht weil Dramoth offenbar der letzte und einzige Zgmahkone ist. Roctin-Par bleibt nun doch zurück, um den Widerstand gegen Raskor-Maguul weiterzuführen, obwohl seine Kanarshul Truppen arg dezimiert wurden.

Der Roman las sich bis auf die letzten zwanzig Seiten zäh wie Kaugummi. Ich war tatsächlich versucht, manche Kapitel einfach zu überblättern. Richtig spannend wird es erst, als Rhodan und Co das Hypergranulon verlassen und die VINDICA im Einsteinuniversum zu zerfallen droht. Da fiebert man mit und da kann auch der Autor seine Qualitäten zeigen.

Meine Motivation für NEO hat mit diesem Roman einen weiteren Dämpfer erlitten. Ich lese den letzten Band der Staffel nur, um herauszufinden, wer Dramoth ist und wie diese ganze Konzil-Sache zusammenhängt.

»Universum ohne Ausweg« fühlt sich streckenweise wie ein Roman ohne Ausweg an. Langwierig und langweilig wie ein Datenblatt, kann mich der Autor nur am Schluss mit einer spannenden Handlung fesseln.