Corona die Letzte

Hier die mein letzter Beitrag zum Coronavirus bevor ich diesen Blog zur Virusfreien Zone erkläre.

Wir befinden uns im dritten Weltkrieg gegen einen unsichtbaren Feind. Doch die Waffen, die wir gegen ihn einsetzen, zerstören nicht den Feind, sondern unsere Existenz. Das ist in etwa so, als würde man mit Atombomben auf Männer mit Speeren werfen. Und wenn jemand glaubt, die Krise sein in zwei bis drei Monaten vorbei, der irrt.

Expertenmeinungen zur Folge wird sie uns bis ins nächste Jahr beschäftigen. Bis dahin werden die Corona-Toten unser geringstes Problem sein. Denn dann werden wir vor einem Trümmerhaufen stehen, der einmal unser Land war. Jeder, jeder von uns wird mehr davon betroffen sein, als uns lieb sein wird. Wir werden unsere Arbeit verlieren, vielleicht sogar unsere Wohnungen und Häuser. Der Einzelhandel wird endgültig sterben und die großen Onlineriesen werden uns die Preise diktieren. Am meisten trifft es aber die Kultur. Es wird kaum noch Theater geben, keine Konzerte, keine Kinos. Autoren können schon jetzt nicht vom Schreiben leben, Musiker und Künstler werden dem ebenfalls zum Opfer fallen. Selbst wenn, werden wir uns Kultur nicht mehr leisten können.

Der Staat spricht von Soforthilfen. Das wird nicht reichen und auch nicht funktionieren. Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein. So viel Geld kann kein Land der Welt bereitstellen, wie wir brauchen werden, um uns in den nächsten zehn Jahren davon zu erholen. Nach nur einer Woche, haben die ersten Angestellten im Einzelhandel und der Gastronomie bereits ihre Kündigungen erhalten. Es werden die Handwerksbetriebe folgen, falls die Ausgangsperre kommt und keiner mehr auf die Baustellen und zum Kundendienst fahren darf (wie in Österreich). Die Großhändler können dann auch nichts mehr verkaufen usw.. Das ist eine endlose Kette. Die Automobilbauer schließen jetzt schon ihre Werke und bei vielen Firmen stockt die Produktion, weil keine Teile mehr geliefert werden. Das JustinTime-Prinzip unserer Wirtschaft ist auf so etwas nicht vorbereitet. Das rächt sich jetzt.

Wer damit argumentiert, dass wir bald so viele Tote haben werden, wie die Italiener/Spanier und Franzosen, irrt. Denn es gibt einen signifikanten Unterschied im Sozialverhalten. In Italien und Spanien steht »la Familia« im Zentrum. Dort leben oft mehrere Generationen zusammen. Die Alten werden von der Familie versorgt. In Deutschland leben sie entweder allein – die Kinder und Enkel kommen höchstens mal zu Weihnachten oder zum Geburtstag vorbei – oder wir haben unsere Alten in Altenheime abgeschoben. In Deutschland sind viel weniger alte Menschen infiziert, als sonst irgendwo. Hinzu kommt, dass in Deutschland auf 100.000 Menschen 28 Intensivbetten kommen. In Italien dagegen nur 12, in Frankreich 11 und in Spanien noch weniger. Selbst wenn ein Teil der Betten bereits belegt ist, können durch die Verschiebung unnötiger Operationen mehr Betten zur Verfügung gestellt werden. Das macht Hoffnung, das uns so apokalyptische Bilder wie aus Italien erspart bleiben.

Also liebe Leute bleibt auf dem Teppich und veraltet euch vernünftig. Das Verhängen von Ausgangssperren würde unserer Wirtschaft den Todesstoß versetzen. Denn diese Sperren bringen nämlich gar nichts, im Gegenteil. Das UV-Licht der Sonne ist nämlich ein nicht zu unterschätzender Viren-Killer. Sofern sich alle Leute an die Gebote halten und auf Abstand gehen, passiert auch nichts. Aber wenn Eltern, die Kinder der Nachbarn mit betreuen, weil die arbeiten gehen müssen. Und plötzlich fünf bis sechs Kinder in kleinen Zimmern zusammengepfercht spielen, dann bringt auch die Schließung von Schulen oder Kitas wenig.

Heute hat die FAZ einen wichtigen Artikel veröffentlicht, in der Mediziner und Psychologen über die Maßnahmen der Regierung diskutieren. Ich danke der FAZ für diesen wertvollen Beitrag, der die Fakten auf den Tisch legt. Es bestärkt mich darin, dass ich nicht allein bin mit meiner Meinung. Denn es ist tatsächlich Wahnsinn, was da gerade um uns passiert. Von der massiven Beschneidung unserer Bürgerrechte ganz zu schweigen. Vielleicht ist alles ein groß angelegter Stresstest: Wie weit können die Regierenden gehen, bis die Menschen sich das nicht mehr gefallen lassen? Wie lange, bis es zu Aufständen kommt? Werden die Behörden Waffen einsetzen, gegen diejenigen, die sich aus Angst und Panik daneben benehmen.

So und jetzt höre ich auf. Das alles ist meine persönliche Meinung zu diesem Thema. Wer das anders sieht, kann das gern tun. Wir sprechen uns in einem Jahr wieder und ich werde froh sein, wenn meine Befürchtungen nicht eintreffen. Aber glauben … glauben tue ich ehrlich gesagt nicht daran.

1 thought on “Corona die Letzte

  1. Ich habe kleinere Korrekturen am Text vorgenommen, offensichtlich war ich gestern Abend zu emotional.
    Mir sind noch ein paar Auswirkungen eingefallen, die die derzeitige Lage im nächsten Jahr hervorbringen könnte: eine höhere Selbstmordrate, wegen der Hoffnungslosigkeit vieler Menschen die ihre Existenz verlieren, eine höhere Scheidungsrate, weil Paare plötzlich den ganzen Tag zusammen sind, aber auch eine höhere Geburtenrate, wegen … na ja, ihr wisst schon, was man macht, wenn man zu viel Zeit hat und nicht raus kann.

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