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STAR WARS für Erwachsene

Quelle: Wookieepedia

Quelle: Wookieepedia

Es ist mutig eine Vorgeschichte zu einem vierzig Jahre alten Film zu produzieren und funktioniert vermutlich nur bei einem so populären Franchise wie STAR WARS. Da Mut bekanntlich belohnt werden sollte, sahen wir uns gestern »Rogue One a STAR WARS Story« an.

Der Film ist STAR WARS und auch wieder nicht. Der Look passt; man sieht bekannte Gesichter, vertraute Raumschiffformen und faszinierende Außerirdische, doch die Handlung ist düsterer, alles wirkt etwas schmuddelig. Humor wird, wenn überhaupt, sparsam eingesetzt. Das Hauptcredo des Streifens ist Gewalt, Kampf und Krieg. Dabei wird sehr schnell klar, dass keine der beiden Seiten gut oder schlecht ist. »Rogue One« ist ein Kriegsfilm, der nicht nur mit drastischen Kampf- und Tötungsszenarios aufwartet, sondern die Kritik am Krieg auch in komplexe Dialoge verpackt. Man muss schon genau zuhören, wenn die Allianz das Für und Wider eines Angriffs bespricht, aber auch dann, wenn Kämpfer eingestehen, dass sie für die Rebellion nicht nur ehrenhafte Dinge getan haben. Krieg ist ein schmutziges Geschäft und hinterlässt immer tragische Schicksale.

Handlung und Figuren sind überzeugend. Selbst die am Anfang so kühl agierende Jyn Erso bekommt von Szene zu Szene mehr Farbe und trägt am Ende die Handlung fast allein. All ihre Mitstreiter sind gebrochene Figuren, die sich wohltuend von den heldenhaften Schönlingen sonstiger Hollywoodproduktionen unterscheiden. Und der eingefleischte STAR WARS-Fan fragt sich, wie es sein kann, dass die altbekannten Darsteller aus Episode IV scheinbar keine Minute gealtert sind.

Das die Geschichte kein Happy End haben kann, weiß der STAR WARS Kenner. Unvorbereitete Zuschauer werden vielleicht schockiert sein, dass das einzige, was das Schlachtfeld verlässt, die Informationen über den Todesstern sind. Keiner der Protagonisten überlebt und auch ein Großteil der Antagonisten wird ein Opfer des machtgierigen Imperiums.

Der Film ist vor allem eines – bildgewaltiger als seine Vorgänger. Die verschiedenen Planeten und exotischen Schauplätze sind teils atemberaubend, egal ob am Boden oder aus dem Orbit. Den Showdown in einer Südsee-Idylle kann man fast schon als »Schlacht im Paradies« bezeichnen. Die Kampfhandlungen an Palmen gesäumten Sandstränden wirken so bizarr, dass man sich ungläubig die Augen reibt. Aber auch im All kracht es gewaltig. Der Kampf der Imperialen Flotte gegen die Schiffe der Rebellenallianz ist beeindruckend choreografiert. Die kollidierenden Sternenzerstörer sehen am Ende wie aus, als würden sie in Legosteine zerfallen. Vor allem wegen der allgegenwärtigen Gewalt  ist der Film definitiv nichts für schwache Gemüter und schon gar nichts für Kinder unter 14 Jahren. Die Kampfszenen sind so lang und brutal, dass es manchmal schon fast zu viel des Guten ist, weil man regelrecht abstumpft. Kaum zu glauben, dass der Streifen von Disney produziert wurde.

»Rogue One« ist vor allem Eines: ein Film für die Fans; ein hundertprozentiges Prequel zu Episode IV. Es werden Zusammenhänge erläutert und zum Lauftext aus Episode IV hat man von nun an Bilder vor Augen:

»Es herrscht Bürgerkrieg. Die Rebellen, deren Raumschiffe von einem geheimen Stützpunkt aus angreifen, haben ihren ersten Sieg gegen das böse galaktische Imperium errungen.

Während der Schlacht ist es Spionen der Rebellen gelungen, Geheimpläne über die absolute Waffe des Imperiums in ihren Besitz zu bringen, den TODESSTERN, eine Raumstation, deren Feuerkraft ausreicht, um einen ganzen Planeten zu vernichten …«

Wer »Rogue One« gesehen hat wird Episode IV mit ganz neuen Augen sehen.

Lustiger Weihnachtsstammtisch

Quelle: Sandra

Quelle: Sandra

Am Freitag war es mal wieder soweit, das Weihnachtstrekdinner der Münchner Trekkies stand auf dem Programm. Im festlich geschmückten aber völlig überhitzten Nebenraum des Bar-Restaurante-Portugal trafen sich ca. 40 STAR TREK-Fans zur Weihnachtsfeier. Sogar aus Hamburg waren Begeisterte angereist, um mit den Münchnern zu feiern.

Wie immer gab es beim kniffligen Quiz viele schöne Preise zu gewinnen, Sandra und Florian hatten einen fotografischen Rückblick aufs Trekdinner-Jahr zusammengeschnitten und am Ende durfte wieder gewichtelt werden.

Da waren wir leider schon wieder auf der Autobahn. Schade, dass wir wegen der langen Heimreise immer nur bis 22 Uhr bleiben können, denn es war wieder sehr lustig. Neben den üblichen Gesprächsthemen zu STAR TREK wurde mit Vorfreude über den kommenden STAR WARS-Film »Rogue One« gesprochen, aber auch Themen abseits fannischer Aktivitäten wurden diskutiert. Ich bekam von einem Teilnehmer ein Feedback zu meiner FanEdition, was mich ganz besonders gefreut hat. Für ihn ist der Krimi aufgegangen, da er bis zum Schluss nicht erraten konnte, wer der Täter ist. Schön zu hören. Da scheine ich tatsächlich einiges richtig gemacht zu haben. Nebenbei konnte ich auch meine begrenzten Kenntnisse über Punks loswerden und bekam aus erster Hand einen Erfahrungsbericht vom »Billy Talent«-Konzert in München.

Beim Quiz haben landeten wir mal wieder auf den vorderen Plätzen. Was dazu führte, dass beim nächsten Mal derjenige mit den wenigsten Punkten zum Gewinnern gekürt werden soll, damit nicht immer dieselben gewinnen. Kann ich durchaus nachvollziehen, aber wir sind eben so richtige Nerds. Frei nach dem Motto: »Bringe deine Kenntnisse an den Mann, selbst wenn sie nicht gefragt sind.«

Unsere selbstgebackenen STAR TREK- und STAR WARS-Plätzchen waren innerhalb von zehn Minuten aufgegessen und die von mir zur allgemeinen Erheiterung ausgeteilten Fruchtgummis in Penisform fanden ebenfalls großen Zuspruch. Übrigens war ich nicht die einzige, die sich ein Wichtelmützchen aufgesetzt hatte. Ach ja, das Essen und die Cocktails waren natürlich auch wieder sehr lecker.

Mehr zum Weihnachtstrekdinner mit Fotos in Sandras Blog. Beim nächsten Mal vergessen wir hoffentlich nicht wieder die Kamera mitzunehmen.

NISSAN goes STAR WARS

Jetzt gibt es zum Start des nächsten STAR WARS Films „Rogue One“ ein passendes Auto für die Fans. Das nenne ich mal umfassendes Marketing, sowohl für den Film, als auch für den Autobauer.

Man mag davon halten, was man will, aber den Werbespot finde ich cool.

Positiv überrascht

Aufmerksamen Lesern meines Blogs und Freunden die mich kennen, wird aufgefallen sein, dass ich mich noch nicht zum neuen Star Trek Film geäußert habe. Das hatte einen guten Grund. Ich wollte erst dann ein Urteil fällen, wenn ich ihn zum zweiten Mal gesehen habe. Nach dem ersten Kinobesuch war ich mir nicht sicher, was ich von dem Film halten sollte. Daher habe ich ihn ihn mir gestern noch einmal in Ruhe angesehen und bin ziemlich angetan. Meine Befürchtungen haben sich allesamt nicht bestätigt.

Gut, der Plot steht auf wackeligen Beinen und ist ein wenig dünn, wird aber durch viele wunderbare Szenen gefüllt, die manchmal sogar als Herz gehen. Die Stärke der letzten drei Star Trek Filme liegt eindeutig in den Figuren. »Star Trek-Beyond« bildet da keine Ausnahme. Das Zusammenspiel der Crew und die Nebencharaktere sind glaubhaft und sympathisch. Mir gefällt der Charakter der Jaylah sehr gut, sie erinnert ein wenig an Ray aus »Star War-Das Erwachen der Macht«. Selbst der Bösewicht hat mich beim zweiten Anschauen überzeugt, obwohl seine Intentionen erst sehr spät herauskommen. Das könnte man als einen der wenigen Kritikpunkte des Films sehen.

Äußerst gut gefallen hat mir dieses Mal das Setting. Nicht nur an Bord der Enterprise oder auf dem Planeten. Es war vor allem die Raumstation »Yorktown« die mich mit offenem Mund hat staunen lassen. Eine solche Konstruktion habe ich noch nie zuvor gesehen, das ist eine ganz eigene Mischung von Motiven aus »Inception« und »Elysium«. Nur wird es auf einer Konstruktion wie dieser, wohl niemals ein Nachtleben geben, weil es nicht dunkel werden kann. Dennoch ist der Anblick etwas fürs Auge.

Bemerkenswert sind auch die vielen lustigen Momente. Die Komik ist nie übertrieben. Außer McCoys Sprüchen, da wäre weniger mehr gewesen. Sehr schön auch die Szenen, in denen auf den Tod von Botschafter Spock eingegangen wird und die alte Crew am Ende noch eine kleine Ehrung erfährt. Beim »for Anton« im Abspann bekam ich unweigerlich Gänsehaut. Man merkt dem Film an, dass die Macher sehr viel liebevoller an die Materie herangegangen sind als bei den Filmen zuvor.

Was ich nicht so mochte, waren die hektischen Actionszenen, die mir teilweise auch zu brutal sind. Auch die Szenen um den Bösewicht sind eine Spur zu düster. Aber wahrscheinlich braucht man das heutzutage, um einen Film verkaufen zu können.

Ich gebe zu, ich bin positiv überrascht. »Star Trek-Beyond« ist meiner Meinung nach der beste Teil der Trilogie. Auch wenn Kahn als glaubwürdiger Bösewicht nicht zu toppen sein wird. Ich werde ihn mir den Streifen sicher noch öfter anschauen.

Religion im Bundeswehreinsatz

Quelle: JS-Magazin.de

Quelle: JS-Magazin.de

Durch Zufall stieß ich dieser Tage auf das JS-Magazin. Dabei handelt es sich um »Die evangelische Zeitschrift für junge Soldaten«. Aufgefallen ist mir das Magazin nur durch das Titelbild der Januarausgabe. Unter dem Aufhänger »Gott und Vader« – Religionen in Sci-Fi-Filmen findet sich im Heft ein toller Artikel mit Fotos. In dem präzise recherchierten Text wird der Umgang mit Religionen unteranderem in STAR WARS, STAR TREK und anderen SF-Filmen & -Serien beleuchtet. Das ist nicht Pulitzerpreisverdächtig, aber ordentlich in einer einfachen aber verständlichen Sprache verfasst. Die Informationen sind allesamt richtig und vor allem objektiv dargestellt. Hier wird nichts gewertet und nicht mahnend der Zeigefinger erhoben. Etwas, das man in der deutschsprachigen Presse äußerst selten findet, besonders bei einem so heiklen Thema wie Religion und SF.

Aber auch der Rest des Magazins hat mich überrascht. Viele Bundeswehrspezifische Probleme werden angerissen, Soldaten und Soldatinnen kommen zu Wort. Es wird über Politik gesprochen und Tipps von Seelsorgern abgedruckt. Ebenfalls fasziniert hat mich der Artikel über die Bürokratie beim Bund. Dabei habe ich mir nicht nur einmal die Haare gerauft.

Wer sich für den Artikel zu Religion & SF interessiert: das JS-Magazin gibt es kostenlos und natürlich auch zum Download.

Die Zukunft von Star Trek

Dieser Tage erschien ein Artikel im »Hollywood Reporter«, der sich mit den Zukunft von STAR TREK beschäftigt und den Chancen, die sich dem Franchise derzeit bieten.

Unter der Überschrift »Bei der aktuellen Übersättigung von STAR WARS, wohin geht STAR TREK?« sticht ein Satz heraus: »In seinen besten Zeiten war ›STAR TREK‹ das, was literarische Science Fiction für sich beansprucht: Es beeinflusste die Art und Weise, mit der ihr Publikum mit der Welt interagierte.« Eine, wie ich finde, bemerkenswert treffende Beobachtung.

In diesem Jahr wird STAR TREK 50 Jahre alt. Obwohl in wenigen Wochen der Film »STAR TREK-Beyond« in den Kinos anlaufen wird und im Januar 2017 eine neue Serie starten soll, scheint sich das Franchise in einer Art Midlife-Krise zu befinden. Die Frage, die sich die Macher stellen sollten, ist die Frage nach der ureigenen Identität von STAR TREK. Womit war man so viele Jahrzehnte erfolgreich und welchen Markt möchte man bedienen?

In Zeiten in denen STAR WARS und die Comic-Helden von Marvel und DC den visuellen Markt dominieren und die Wissenschafts-Science Fiction den Buchmarkt erobert, wo positioniere ich ein Franchise, das sich intellektuell stets von den anderen abzuheben versuchte. Das Visionen hervorbrachte, die Wirklichkeit wurden und eine Philosophie vermittelte, der heute noch Millionen Fans folgen.

Der Autor des Artikels, Graeme McMillan, bringt es auf den Punkt. »… die jüngsten STAR TREK-Filme erschienen mehr wie STAR WARS, und wer braucht das schon, wenn die reale Sache (sprich STAR WARS) wieder da und in aller Köpfe ist?«
STAR TREK sollte sich wieder auf das konzentrieren, was es groß gemacht hat, auf die Wurzeln aus denen es gewachsen ist. Mit intelligenten Geschichten in denen die Bösen eben nicht nur böse und die Guten nicht nur gut sind. Es sollte denkbare Alternativen aufzeigen, wie wir unser Miteinander gestalten können, ohne uns die Köpfe einzuschlagen. Und es sollte anregen Fragen zu stellen, nach uns und der Welt in der wir leben.

Den Unterschied zwischen STAR TREK und STAR WARS fasst der Artikel bestens mit den Worten zusammen: »Während STAR WARS eine Serie ist, die das Herz anspricht … ist STAR TREK dann am besten, wenn es das Gehirn anspricht, Fragen stellt und Ideen liefert, die den Status quo anfechten.«

Besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können.

Den ganzen Artikel gibt es hier.

Persönlichkeitsbildung mittels »Krieg der Sterne«

Starwarsidenties»Star Wars Identities« heißt die Ausstellung, die noch bis Oktober in der kleinen Olympiahalle in München zu sehen ist.

Mit einer Ausstellung hat das interaktive Multimedia-Abenteuer jedoch wenig gemein. So ist man als erwachsener Besucher zunächst irritiert, wenn man Daten-Armbändchen und Bluetooth-Headset ausgehändigt bekommt. Im filmisch inszenierten Intro werden die beiden Charaktere Anakin and Luke Skywalker vorgestellt und über die Entwicklung ihrer Persönlichkeit gesprochen. Das dies anfangs eher an belehrenden Schulunterricht erinnert als an den Besuch einer Ausstellung, sorgt beim älteren Publikum für Unverständnis …

… als es dann hieß, man sollte die Armbänder in die Felder an den einzelnen Stationen legen, um seine eigene Persönlichkeit zu entdecken, fragte ich mich schon ernsthaft, wo ich da hinein geraten war. Warum ich mich dennoch auf das Spielchen einließ, kann ich nicht genau sagen. Doch je länger ich mich durch den Parcours bewegte, umso faszinierter war ich. Die interaktiven Stationen rund um die, in Glasvitrinen ausgestellten, Originale, waren mit viel Sorgfalt entwickelt. Die im Scherenschnitt animierten und durch Filmausschnitte unterstützten Informationen zur Entwicklung menschlicher Persönlichkeit, sind nicht nur für Kinder wissenswert. Für sich selbst wählte man so eine Art Avatar, den man anschließend von Station zu Station anhand interaktiver Entscheidungen und dem Beantworten von Fragen eine eigene Persönlichkeit verleihen konnte. Das machte tatsächlich Spaß und die Zeit verging, ohne das man es bemerkte. Am Ende war ich um ein paar neue Erkenntnisse zur menschlichen Psychologie reicher und hatte meinem Avatar eine komplexe Persönlichkeit geschenkt, die ich mir per E-Mail zusenden konnte.

Besonders eindrucksvoll waren die Raumschiffmodelle, die in einer riesigen Vitrine ausgestellt waren. Wenn man sich davor stellte, wirkte es beinahe so, als würden die Schiffe mit Überlicht fliegen. Auch die Konzeptzeichnungen gefielen mir, dazu bekam man noch Informationen zum Dreh geliefert.  Im obligatorischen Shop am Ausgang konnte man T-Shirts und anderes Merchandise zu »Star Wars Identities« einkaufen.

Wir haben mit Freunden aus dem Trekdinner München die Ausstellung gemeinsam besucht (mehr dazu in Sandras Blog). Leider verloren wir zwischenzeitlich die Gruppe, weil doch sehr viele Leute gleichzeitig die Ausstellung besichtigten. Wahrscheinlich gingen wir auch zu schnell durch. Durch meine Nachtblindheit bekam ich nämlich zunehmend Probleme. Mir schmerzten die Augen, weil es in der Halle recht dunkel ist. Ach ja, ein paar Sitzgelegenheiten wären auch nicht verkehrt.

Mein Fazit: Für kleine und große Star Wars-Fans ist die Ausstellung durchaus zu empfehlen. Einzig der stolze Eintrittspreis von 20-25 Euro pro Person schlägt vor allem bei Familien mit Kindern auf die Geldbörse. Mehr Infos zur Ausstellung gibt es hier: starwarsidentities.de

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Kreativer Spaß

Für Kreative ist das Internet eine wunderbare Spielwiese. Und ich freue mich jedes Mal, wenn ich etwas finde, woran ich Spaß habe. So wie diesen Clip zu Star Wars. Den muss ich selbstverständlich gleich teilen.

Das wäre auch mal ein Auftritt für die Fedcon.

BB-8 Droide im Eigenbau

Es gibt viele unglaublich kreative und talentierte Leute, wenn die sich dann noch bei YouTube tummeln, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. So ging es mir am Wochenende, wo ich fast eine Stunde fasziniert mehreren YouTube-Filmen folgte, die zeigen wie jemand den BB-8 Droiden aus Star Wars VII in Lebensgröße baut.

Der Mann heißt James Bruton, stammt aus England und macht die abgefahrendsten Basteleien im Bereich Comic und SF, die ich bisher gesehen habe. Auf seiner Internetseite XRobots.co.uk kann man seine Werke bewundern, die nicht nur optisch perfekt aussehen, sondern hinter denen meist auch eine ausgeklügelte Technik steckt. Allein die Dokumentation zum Bau des BB-8 Droiden (Version 2) beweist, welche Fähigkeiten Bruton in sich vereint. Minutenlang sitzt man mit offenem Mund davor und staunt. Der Hobbybastler kennt sich nicht nur mit Design und Konstruktion im Allgemeinen aus, sondern auch mit Hardware-Programmierung von Elektronik. Für seine Projekte nutzt er 3D-Drucker, aber auch herkömmliche Techniken, für die er alles selbst entwickelt und das gewonnene Wissen in Tutorials allen zur Verfügung stellt. Ob Risszeichnungen oder Source Code, im Download-Bereich seiner Seite findet sich alles zum nachbauen.

Ich weiß nicht, als was der Mann arbeitet und für welche Firma. Aber es gibt sicher viele Firmen, die von so einem Multitalent nur träumen können.

Was mir bei seinen Video am besten gefällt, ist sein britischer Akzent, den finde ich überaus sympathisch.

In true 3D

Ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk machte ich meinem Mann. Der bekommt nämlich eine Actionfigur von sich selbst, quasi er als Jedi-Meister.

Auf die Idee kam ich vor dem Kinobesuch von Star Wars VII, als ich im Foyer des Mattäser in München beim Gang zur Toilette einen unscheinbaren Stand der Firma »print-your-mind« entdeckte. In einer Schauvitrine waren kleine und große Figuren ausgestellt. Sie zeigten Menschen in den verrücktesten Posen und alle waren schön bunt. Dahinter ragte eine zylinderförmige zirka 2,5 Meter hohe Kabine von ungefähr 2 Metern Durchmesser auf. Neben einem Pult mit Infomaterial wartete ein freundlicher junger Mann. Mir wurde sehr schnell klar, dass hier 3D-Scans gemacht werden konnten.

Auf meine Nachfrage, was denn der Spaß koste, legte mir der junge Mann eine Preisliste vor. Fünfzig Euro für den Scan und nochmal fünfzig für eine zwölf Zentimeter große Figur. Ich sah zu meinem Mann herüber und begann zu überlegen. Gerade heute trug er sein Jedi-Kostüm, wenn das nicht der passende Augenblick war. Kurzerhand holte ich ihn her und erklärte ihm, dass dies sein Weihnachtsgeschenk werden würde, auch wenn er die Figur erst im Januar bekäme. Mein Mann zeigte sich nicht desinteressiert und ließ sich von einem weiteren freundlichen Herrn in die Kabine bitten, während ich mit dem jungen Mann das Vertragliche regelte.

Bezahlen musste ich vor Ort erstmal nichts, was ich für seriös hielt. Die Rechnung für den Scan wurde erst fällig, als sicher war, dass aus den gescannten Daten ein Model berechnet werden konnte. Nach Überweisung der fünfzig Euro bekam ich eine E-Mail mit dem Link zum Shop, wo ich mir das Modell ansehen und die Figur in der gewünschten Größe bestellen konnte. Das habe ich gemacht und warte nun ganz sehnsüchtig darauf, meinem Mann als 3D-Figur in der Hand halten zu können. Darüber werde ich natürlich in meinem Blog berichten. Bis dahin gibts als Vorgeschmack ein Bild vom 3D-Modell. (Mit ausdrücklicher Erlaubnis der abgebildeten Person.)

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Cooles Spielzeug

Was es nicht alles gibt! Cool!

»Das ist der Droide, nach dem ihr sucht!«