Christinas Multiversum

Ansichten, Rezensionen, Kommentare

rainbow

Posts Tagged ‘Sprachunfälle’



Leere Tine

Witziger Statusbericht

Heute am Plotter: Ich rief den Status meines Druckauftrages ab und bekam nebenstehende witzige Meldung angezeigt.

Da ist also die Tine fast leer. Das arme Tinchen. Hat man sie nicht richtig gefüttert oder droht ihr der Sprit auszugehen? Fragen über Fragen.

Ich finde es immer höchst erfreulich, wenn ich in Fehlermeldungen (auch am Computer) Tippfehler entdecke, dass macht den Computer oder das Gerät irgendwie menschlich. Obwohl ich weiß, dass es eigentlich der Programmierer war, der in diesem Fall geschludert hat. Aber ich freue mich trotzdem über solche kleinen Nachlässigkeiten, schließlich tun sie niemandem weh.

Nun bin ich gefragt, damit die Tine nächste Woche nicht mehr so darben muss, sollte ich die Tin(t)enkartuschen im Plotter tauschen. Nur sehe ich dann ich nicht mehr diese nette Anzeige. Schade eigentlich!

Nur für Schachspieler

Speiseplan für Schachfreunde

Seit Jahren halte ich Sprachunfälle aller Art mit der Kamera fest. Vor einiger Zeit entdeckte ich nebenstehenden Speiseplan im Schaufenster einer einheimischen Metzgerei.

Das angebotene Tagesgericht am Montag richtet sich wohl speziell an Schachspieler.

Wobei ich – selbst wenn es richtig geschrieben wäre – nicht genau wüsste, was man unter einem Schaschliktopf versteht. Wenn ich mich recht erinnere, ist Schaschlik ein Gericht aus dem Kaukasus bei dem Fleisch mit Paprika, Zwiebel und Speck auf Spieße gesteckt und gegrillt wird. Alles in einen Topf geworfen und gekocht, wird bei uns daheim eher als Soljanka bezeichnet.

So gut kann der »Schachlicktopf« jedenfalls nicht gewesen sein. Der Metzger hat seit einem Jahr geschlossen.

Steckerlfischer

regionale Bräuche

Heute gibt es mal wieder ein Highlight aus der Rubrik »Sprachunfälle«.

In der Gegend in der ich wohne, gibt es seltsame Bräuche, zum Beispiel »Fischerstechen«.

Den Begriff »Steckerlfisch« habe ich schon gehört. Das ist ein Fisch am Spieß über dem Feuer gebraten. Was es aber genau mit dem »Fischerstechen« auf sich hat und wer da wen sticht oder ersticht, dass weiß ich nicht so genau, aber es klingt ziemlich blutig. Vielleicht ist es so eine Art Angler am Spieß – zwecks ausgleichender Gerechtigkeit?

Da das Ganze nur bei guter Witterung stattfindet, nehme ich an, dass es sich um eine »Outdoor«-Aktivität handelt. Wahrscheinlich um so eine Art Lanzenstechen in Booten. Das hört sich spannend an, wenn … ja wenn dabei nicht auch noch »zünftige Blasmusik« gemacht würde. Das wiederum ist für mich ein Grund dort nicht aufzutauchen. Es reicht schon mitzubekommen, wenn bei uns die Straße rauf im Hotel mal wieder Heimatabend ist … dann gehe ich doch lieber auf ein Punkrockkonzert.

Schi-latten und Wellenreiterbrett

Vor fast genau zwei Jahren fand ich einen Zettel im Briefkasten. Eigentlich wollte ich ihn gleich wegwerfen, doch dann sah ich genauer hin. Die Wortschöpfungen des Autors, der vermutlich aus Ungarn stammt, waren so kreativ, dass sie mein Interesse weckten.

Da sind richtig tolle Übersetzungen dabei. Schi latten = Ski, Komputer maschine = Computer oder – mein persönlicher Favorit – Wellenreiterbrett für Surfbrett.

Interessant sind auch die Begriffe »Gestrüpp Schnittmeister« oder »Aggregat Schweißer«.  Ich nehme an, dass damit Heckenscheren und Schweißaggregate gemeint sind. Wobei »Bildrand« und »Kettensagen« auch ganz hübsch klingen. Faszinierend frage ich mich, was sich wohl hinter einer »Bastelei Maschine« verbirgt.

Was jedoch »Kolter« und »Gastfreund« bedeuten sollen, bleibt das Geheimnis des Verfassers.

Urlauberverkauf

Essener im Bioladen

Heute starte ich eine neue Rubrik im Blog, mit dem Titel: Sprachunfälle.

Als Fan der Happy-Aua-Bücher von Bastian Sick sammle ich Fehltritte der deutschen Sprache, die ich auf Schildern oder in Zeitungen entdecke. Eines meiner Fotos hat es sogar in Band 5 der Happy-Aua-Reihe geschafft.

Jetzt präsentiere ich hier in unregelmäßigen Abständen meine Fundstücke. Nicht immer sind es Schreibfehler, über die man lächeln muss, manches ist einfach nur missverständlich formuliert. So wie im heutigen Fall.

Waging ist ein Urlauberort. Im Sommer hat die Gemeinde doppelt so viele Einwohner wie im Winter. Das da hin und wieder mal ein Urlauber aus Norddeutschland verschwindet, fällt scheinbar nicht auf. Spätestens wenn die Waginger wieder unter sich sind, wird der Verschwundene dann an die Einheimischen verkauft. Anders kann ich mir das Schild vorm Bioladen nicht erklären.

An alle Urlauber aus dem Ruhrpott: Vorsicht! Wenn Sie in Waging Urlaub machen, könnten Sie im Regal im Bioladen landen.