Christinas Multiversum

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Erotisches Gebäck

Erotik-Cookies

Der Advent steht vor der Tür und wie für so viele bedeutet das auch für mich und meinen Mann, dass wir wieder backen werden. Insbesondere Elisenlebkuchen und die Speziallebkuchen nach Siebenbürgen-Sächsischen Rezept in Form von Raumschiffen und Figuren aus Star Wars und Star Trek stehen auf dem Programm.

Dieses Jahr möchte ich noch etwas Besonderes backen. Der Grund ist die schwarze Zuckerschrift, die ich vor kurzem erstanden habe und bei der ich sofort eine Idee im Kopf hatte – Plätzchen mit einem Hauch von Erotik. Die hatte ich vor einigen Jahren meinem Mann einmal zum Geburtstag geschenkt.

Ich gebe zu, sie sind nicht einfach herzustellen. Weil ich aber komplizierte Dinge liebe, werde ich in diesem Jahr einen verregneten Novembernachmittag nutzen und liebevoll ein paar Mürbteigplätzchen dekorieren. Mit ruhiger Hand und etwas Fantasie kann man damit ein Lächeln auf das Gesicht von Männern, wie auch Frauen zaubern. Bis es soweit ist und ich das Ergebnis präsentieren kann, zeige ich hier schon mal die Erotik-Cookies von vor ein paar Jahren.

Neu bestromt

Es gab einen guten Grund, warum ich gestern nicht gebloggt habe. Wir haben endlich unser neues Auto in Empfang nehmen können.

Es leuchtete schon von Weitem. Das einzige blaue Auto auf dem Hof des Autohändlers. Nach dem wir jetzt sechs Jahre ein weißes Auto gefahren haben, muss ich mich erstmal dran gewöhnen. Es bekommt aber noch ein weißes Dach, weil das Schwarze im Sommer unpraktisch ist, da wird es zu heiß im Auto.

Schon im Januar klagte mein Mann, er würde gern ein neues Auto kaufen. Ich war von der Idee nicht so begeistert. »Wieso denn, es fährt doch und es ist noch nicht so alt«, waren meine Argumente. Noch im März versuchte mich mein Mann davon zu überzeugen, in dem er mir vorrechnete, was wir für unser Auto bekommen würden. Ich verstand trotzdem nicht, warum wir ein neues Auto brauchen. Doch da begann der Diesel-Abgas-Skandal und unser Auto verlor innerhalb eines Monats 1000 Euro an Wert. Da wachte ich endlich auf und wir gingen zum Autohaus und bestellten den Wagen, den sich mein Mann in Stundenlanger Recherche am Computer konfiguriert hat.

Jetzt ist er da und von der Motorisierung sind wir jetzt richtig umweltfreundlich. Das neue hat nämlich einen Hybridantrieb. Kein Diesel mehr, weniger Verbrauch (auch wenn bisher unser Corsa mit 4 Litern nicht wirklich viel geschluckt hat) und keine Befürchtung, dass man aus den Städten ausgesperrt werden könnte.

Am Freitag starten wir unsere erste größere Tour. Ich werde davon berichten und mit einem Foto dokumentieren.

Es soll Männer geben, die sich extra Geruchsspray mit Neuwagen-Duft kaufen. Also ich finde den Geruch von neuen Autos widerlich. Jedes Mal hat man die Nase voller Kunststoff, wenn man ins Auto steigt. Wie man sowas mögen kann, ist mir unbegreiflich.

Auf Shoppingtour

Eigentlich bin ich eine völlig untypische Frau. Zum Beispiel bin ich überhaupt nicht shoppinggeil, wenn es um Klamotten, Schuhe und Handtaschen geht. Bei Bastelsachen und Perlen sieht es dagegen ein bisschen anders aus. Aber auch das hat schwer nachgelassen, seit ich dem Schreiben mehr Spielraum in meinem Leben eingeräumt habe. Normalerweise kaufe ich nur ein, wenn ich etwas wirklich brauche. Spontankäufe mache ich höchst selten. Und in dem Dorf, in dem ich lebe, hat man ohnehin nicht so viele Möglichkeiten.

Bei meinem Mann ist der Drang zum Einkaufen schon stärker ausgeprägt, aber auch das hält sich in Grenzen. Heute haben wir jedoch eine Ausnahme gemacht. Kurzentschlossen sind wir am Nachmittag zum Shoppen gefahren, wie es so schön heißt. Ganz einfach weil … mein Mann seit Wochen ungeduldig auf die Lieferung unseres neuen Autos wartet. Wir haben das Auto im Mai bestellt und der Händler in Norddeutschland hatte es auch schon Anfang Juli erhalten. Das der Transport von dort bis zu uns so lange dauert, konnte ja keiner ahnen. Es sollte bis zum 27. Juli geliefert werden, aber die Spedition bekommt es irgendwie nicht auf die Reihe und so kommt es wahrscheinlich erst in der nächsten Woche. Ich kann verstehen, dass dies frustrierend ist, vor allem für meinen autoaffinen Mann. Jedenfalls meinte er heute nach dem Mittagessen: »Komm, lass uns zum Mediamarkt fahren und eine Kamera und ein iPad kaufen. Ich brauche unbedingt ein neues Spielzeug, wenn ich schon so lange auf das Auto warten muss.«

Da konnte ich natürlich nicht nein sagen. Wir nutzten gleich die Gelegenheit, um vorher noch kurz ins Kaufland zu schauen, wo wir dann mehr für meine Eltern einkauften, als für uns selbst. Anschließend fuhren wir zum Mediamarkt und fanden auch gleich, was wir suchten … nur keinen Verkäufer. Auf der Suche nach jemanden, den man fragen konnte, gingen wir am Regal mit den Handys und Smartphones vorbei. Und da lächelte es mich an … ein iPhone SE – klein, rosa und zu einem vernünftigen Preis (günstiger als bei Amazon).

Nachdem mein zehn Jahre altes Nokia in der letzten Zeit häufig Aussetzer hatte und ich den Akku inzwischen fast alle vier Tage laden muss, ohne das ich telefoniere, bin ich gezwungen, mir so langsam mal ein neues Mobiltelefon zuzulegen. Und nein, keines der normalen Handys, die dort im Regal lagen, übte auch nur den Hauch eines Reizes auf mich aus. Nur das kleine rosa Ding von Apple strahlte mich an. Machen wir es kurz – ich wurde schwach. Leider hatte diese Filiale es nicht mehr in rosa vorrätig, aber man hat es für mich bestellt. In zehn Tagen kann ich es dort abholen und bin dann Smartphone-Besitzerin.

Hm! Ich habe mich ja lange gewehrt, aber letztendlich komme ich um den Kauf eines Smartphones nicht herum. Seien wir ehrlich, heutzutage ist man ohne so ein Teil aufgeschmissen, vor allem, wenn man wie ich, öfter mit der Bahn fährt. Und wenn es dann auch noch so schick aussieht … nun ja, da kann man als Frau einfach nicht nein sagen, oder?

Wohnwand, Teppichsuche und anderes

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Dieses Bild bin ich noch schuldig. Unsere Wohnwand steht und ist wieder eingeräumt. Großes Lob an meinen Mann, der das am vergangenen Wochenende ganz allein machen musste, während ich bei meinen Eltern in Thüringen war. Ich finde, er hat es sehr schön gemacht.

Heute waren wir noch im Möbelhaus und haben eine Schubladenbox für eines der unteren Fächer gekauft. Damit der ganze Krimskrams nicht so offen im Schrank herum liegt. Und wir haben nach einem neuen Teppich Ausschau gehalten. Leider vergeblich. Irgendwie hat uns keiner so richtig gefallen. Diejenigen, die vom Motiv gepasst hätten, waren zu groß oder zu dünn und bei denen die Größe stimmte, gefiel uns das Design nicht. Da müssen wir doch noch mal im Katalog schauen.

Anschließend wartete ich eine Stunde vergebens bei meinem Arzttermin. Kurz bevor ich dran war, wurde der Arzt zu einem Notfall gerufen. Jetzt muss ich nächsten Freitag nochmal dahin. Dafür waren mein Mann und ich anschließend im Pasta Arte in Traunstein essen. Das kleine italienische Bistro hat sich auf exklusive Nudelgerichte spezialisiert. Viele davon sind vegetarisch, aber es gab heute auch Gerichte mit Fisch und Rinderfilet. Das ungewöhnliche an Pasta Arte ist, das es dort keine Speisekarte gibt, sondern die Gerichte jeden Tag vom Koch individuell festgelegt und auf Tafeln angeschrieben werden. Damit ist man Saisonal und als Stammgast kann man sich jeden Tag überraschen lassen. Die Preise sind moderat und für die Qualität des Essens absolut in Ordnung. Wir gehen immer wieder gern dorthin. Heute konnten wir uns unsere Spagetti sogar draußen schmecken lassen.

Zum Abschluss gab es noch ein Eis beim Italiener am Maxplatz, der hat nämlich die Sorte »Dunkle Schokolade« im Angebot. Göttlich!

Mein punkiger Beitrag zum Conbuch

Das Conbuch der 2. Perry Rhodan Tage Osnabrück

Vor lauter Urlaub, Redaktionsschluss und Con-Nachwehen habe ich doch glatt vergessen zu erwähnen, dass ich mit einem Beitrag im Conbuch der 2. PR-Tage Osnabrück vertreten bin. Die etwas ausgefallene Geschichte heißt »Der Weltraumpunk« und handelt von einem jungen Mann, der nach durchzechter Nacht in einer heiklen Situation erwacht. Dabei muss er sowohl den Reizen zweier Androidinnen bestehen, als auch seiner Mutter, die eine unliebsame Überraschung für ihren, dem Punkrock zugeneigten, Sohn hat.

Die Geschichte entstammt einer spontanen Idee und war meine eingereichte Textprobe beim Kurzgeschichtenseminar in Wolfenbüttel. Damals hatte ich nur acht Normseiten zur Verfügung und konnte die Geschichte nicht so zu Ende erzählen, wie ich es gern getan hätte. Weshalb ich sie mit einem offenen Ende versah. Woraufhin mir von einem der Seminarleiter bescheinigt wurde, dass der Plot ziemlich dünn sei. Manchmal braucht es eben länger, um eine Geschichte zu erzählen. Ich nutzte die Gelegenheit, den Text zu überarbeiten und einen neuen, originellen Schluss zu schreiben.

Dass die Geschmäcker von Lesern höchst unterschiedlich sind, beweist die Tatsache, dass meinem Mann der neue Schluss der Geschichte nicht so gut gefällt, wie das offene Ende zuvor. Mir war jedoch wichtig die Geschichte so zu erzählen, wie ich sie geplant hatte. Und ich war froh, dass sie im Conbuch einen Platz gefunden hat.

Denn in der kleinen Publikation ist sie in bester Gesellschaft. Neben weiteren Kurzgeschichten – u.a. von Alexandra Trinley, die ebenfalls einen Text aus einem Schreibseminar verarbeitete und einer originellen Erzählung von Norbert Fiks, in der er die »Helden seiner Jugend« wieder auferstehen und interagieren lässt – finden sich viele spannende Texte zu Perry Rhodan und Co.

Das Conbuch ist im Space-Shop der PRFZ erhältlich und kostet für Mitglieder 4 Euro und Nichtmitglieder 7 Euro.

Im Labyrinth der Umleitungen

Der Pfingstsonntag begann regnerisch. Gleich nach dem Frühstück checkten wir aus unserem Hotel aus und fuhren in Richtung Ulm. Auf geradem Weg war das aber nicht möglich, weil alle paar Kilometer die Straße gesperrt war. Eine Umleitung nach der anderen blockierte unseren Weg. Ich hatte die Karte auf dem Schoß und lotste meinen Mann quer durch die schwäbische Pampa. Denn wenn wir nach den Umleitungsschildern gefahren wären, wären wir wahrscheinlich nie dort angekommen, wo wir in wollten. Der Wust an Umleitungsschildern war am Ende so groß, dass man nicht mehr wusste, welches Schild zu welcher Umleitung gehörte. Zumindest kam man an Ortschaften vorbei, von denen man nicht mal geahnt hätte, dass es sie gibt. Außerdem war kaum Verkehr und so war die Fahrerei nicht so stressig.

Den Mittag und Nachmittag verbrachten wir auf einer Geburtstagsfeier. Inzwischen hatte es auch aufgehört zu regnen. Und als wir am späten Nachmittag auf der A8 nach Hause fuhren schien sogar die Sonne vom weißblauen Himmel.

Heute habe ich erstmal die Fotos gesichtet und fügte die Besten zu den Blogeinträgen dazu.

Interessante Ortschaften am Wegesrand.

Rezept-Test

Heute schreibe ich mal über etwas Kulinarisches im Blog. Keine Angst, ich werde bestimmt keine »Food-Bloggerin« oder wie immer das auch heißen mag.

Mein Mann und ich kochen gern und regelmäßig. Am Wochenende sowieso und an den Tagen, an denen ich zu hause arbeite, bekommt mein Mann immer etwas zu essen, wenn er nachmittags von der Arbeit kommt. Wir bevorzugen Gerichte mit Gemüse, Fleisch gibt es selten (und wenn vom Bio-Metzger), einmal im Monat kochen bzw. braten wir auch mal Fisch. Ja, ich weiß, man sollte mehr Fisch essen, aber wegen der Überfischung gibt es das bei uns nicht zu oft. Neue Gerichte werden erst von mir ausprobiert und wenn sie gut sind, landen sie in unserem Rezeptordner.

In den letzten Wochen probierte ich mal wieder etwas neues. Ich gehöre eigentlich nicht zu den Leuten, die ihr Mittagessen im Internet posten. Aber das Ergebnis sah so sensationell aus, dass muss ich teilen.

Zum einen hatte ich im aktuellen Eve-Magazin (3/2017) ein neues Spargelrezept entdeckt. Da ich Spargel sehr mag, und immer wieder mit Zubereitungsarten jongliere, musste ich das unbedingt nachkochen. Spargel im Blätterteig-Käse-Mantel. Ich kann nur sagen, es schmeckt so lecker, wie es aussieht. Da spielte es auch keine Rolle, das im Orignialrezept grüner Spargel verwendet wird.

Und dann entdeckte ich vor einiger Zeit bei YouTube in einer Maggi-Werbung die Rosenmuffins. Das klang einfach und ich probierte das am Montag gleich mal aus. (Leicht abgewandelt, weil ich keine Tütengerichte vertrage.) Meinen Kollegen hat es geschmeckt und optisch war es auch eine Schau. Am besten wirken die Muffins mit Salamischeiben. Beim nächsten Mal versuche ich die Zucchini in runde Scheiben zu schneiden, das sieht optisch noch mehr nach Rose aus.

Spargel in Blätterteig-Käse-Mantel

Rosenmuffins

Ein Tag im April

Gestern vor genau zehn Jahren, saß ich abends im Biergarten vom »Schlösselgarten« in München/Bogenhausen. Es war ein heißer Tag für einen Freitag im April. Bei Temperaturen von über 25° C kam ich schon fast ins Schwitzen. Neben mir saß meine Mutter, die gerade zu Besuch war, mir gegenüber saß ein junger Mann, der schon seit ein paar Jahren regelmäßig zum Trekdinner kam, aber mit dem ich bisher nur ein paar wenige Sätze gewechselt hatte. Wir unterhielten uns über Dies und Das. Irgendwann kamen wir auf Politik und Gesellschaft zu sprechen. Wir plauderten über die DDR und ich las aus seinen Worten heraus, dass auch er nicht in Bayern geboren worden war. Mich beeindruckte dabei, dass seine Meinung zu den verschiedenen Themen meiner eigenen entsprach.

Später, alle Mitglieder des Stammtisches hatten sich inzwischen nach drinnen verzogen, weil es kühl geworden war, sprachen wir immer noch miteinander. Ich erzählte ihm von einer Internet-Seite mit englischsprachigen Fan-Geschichten zu Trip und T’Pol – zwei Figuren aus STAR TREK ENTERPRISE. Es stellte sich heraus, das die beiden auch seine Lieblingscharaktere waren. Als wir uns verabschiedeten, sagte ich zu ihm: »Ich schick dir mal den Link.«, und meinte dabei den Link zu jener Internetseite.

Etwas, das ich am nächsten Tag auch tat. Ich bekam daraufhin eine nette E-Mail zurück, auf die ich antwortete. Bekam wieder eine E-Mail, antwortete erneut und so schrieben wir uns jeden Tag. Die E-Mails wurden immer länger und ausführlicher. Beim nächsten Trekdinner im Mai konnte ich nicht dabeisein, denn ich war bei meinen Eltern. Hier hatte man gerade das Nachbarhaus abgerissen und unser Stadthauses stand auf 30 m Länge im Freien. Von meiner Wohnung im Erdgeschoss mussten sogar die Außenwände an einer Seite eingerissen werden, weil das Nachbarhaus keine eigene Wand gehabt hatte.

Deshalb trafen wir uns erst am 15. Juni wieder. Dieses Mal privat und nicht beim Stammtisch …

Heute, zehn Jahre später sind wir seit sieben Jahren glücklich verheiratet. Wir sind beide immer noch große STAR TREK Fans, besuchen immer noch das Trekdinner und sind auch sonst meistens einer Meinung. Heute ist wieder Trekdinner in München, nicht mehr im Schlösselgarten, dafür im Bar-Restaurant Portugal am Ostbahnhof. Wir haben geplant hinzufahren, auch des Jubiläums wegen. Doch im Gegensatz zu vor zehn Jahren ist das Wetter miserabel. Es schneit schon den ganzen Tag. Die Autos fahren mit einer dicken Schneeschicht umher und wir haben bereits Sommerreifen aufgezogen. Das sieht nicht gut aus …

Verkehr, Windrad und Ostereierbaum

Ostereierbaum 2017

»Es macht keinen Spaß mehr!«

… das war der Kommentar meines Mannes, als wir gestern Nachmittag endlich aus dem Auto stiegen. Er war immer ein leidenschaftlicher Autofahrer, aber bei dem Verkehr auf der A9 am Gründonnerstag war es tatsächlich nicht mehr schön unterwegs zu sein. Besonders in den Ballungsräumen um München und Nürnberg war die Autobahn so dicht befahren, dass man selbst als Beifahrer hochkonzentriert durch die Windschutzscheibe starren musste. Das lag vorallem auch an den unvernünftigen Autofahrern. Da wurde von links nach rechts gekreuzt, rechts überholt oder links vorbeigerast. Die LKW spielten Elefantenrennen und hatten die rechte und mittlere Fahrspur fest im Griff. Es war echt anstrengend zu fahren, obwohl wir so gut wie staulos durchkamen. Ich atmete dennoch tief durch, als wir von der Autobahn abfuhren.

Bei Hof bewunderten wir an der Autobahn ein zerstörtes Windrad, das den letzten Sturm nicht überstanden hatte. Laut Presse entstand der Schaden durch eine Windböe. Ich dachte zunächst an einen Blitzeinschlag, weil die Flügel regelrecht zerrissen waren. Wer sich das mal anschauen möchte, dem empfehle ich den Artikel in der Frankenpost. Es ist schon erstaunlich, welchen Schaden ein Sturm mit nur 90 km/h anrichten kann.

Heute bummelten wir durch die Saalfelder Fußgängerzone und fotografierten den Ostereierbaum. Der stand viele Jahre in einem Privatgarten. Da die Besitzer aber inzwischen zu alt sind, um auf Leitern zu steigen und die 10.000 Eier aufzuhängen, hat die Stadt das übernommen und präsentiert den Baum erstmalig in der Fußgängerzone. Eine schöne Idee, die heute ganz viele Leute anlockte.

Tortenparade

Mein Mann hat morgen Geburtstag. Wie jedes Jahr bekommt er von mir auch in diesem Jahr eine Torte bzw. einen Kuchen. Das hat sich seit 2008 als eine Tradition bei uns eingebürgert. Je nachdem ob wir Besuch erwarten oder alleine feiern, fallen die Torten mal aufwendiger und mal weniger aufwendig aus. Morgen kommt die Familie zur Feier zusammen und daher gibt es wieder mal eine große Torte. Dafür haben wir heute fleißig gebacken und verziert. Meistens haben die Torten einen Bezug zu Star Trek oder Star Wars. Das muss sein.

Ich arbeite gern mit Fondant, weil sich daraus die schönsten Dinge zaubern lassen. Früher war die Zuckermasse schwer zu bekommen. Ich kann mich erinnern, dass ich mein erstes Fondant in einer Konditorei besorgt habe. Für unsere Hochzeitstorten bestellte ich es im Internet und heute kann man es in jedem größeren Supermarkt bekommen. Sogar schon gefärbt und in Silber und Gold. Als ich meinen Mann heute fragte, ob wir überhaupt noch Fondant hätten, hat er nur milde gelächelt und unsere Backschublade aufgemacht. »Okay«, sagte ich, »wenn wir von allem so viel hätten wie Fondant …«

Mein Meisterstück ist und bleibt aber die erste Torte von 2008. Da steckten 6 Tortenböden, zwei Sorten Buttercreme und 6 Stunden Arbeit drin. So viel Aufwand habe ich für keine Torte mehr betrieben.

Hier nun das Ergebnis von heute und die Geburtstagstorten und -Kuchen aus den vergangenen Jahren.

2017

2016

2015

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

Im Busenladen

»Schau mal da drüben – ein Busenladen!«, rief ich.
Mein Mann sah mich entgeistert und verständnislos an. »Was?«
»Na, das Miedergeschäft dort drüben.« Ich zeigte auf ein Schaufenster voller Dessous tragender Schaufensterpuppen. Und dann begriff ich erst, dass mein Mann den Begriff »Busenladen« gar nicht kennen konnte. Den Begriff hatte ich als kleines Mädchen geschaffen.

Meine Mutter ging hin und wieder in das Miederwarengeschäft in unserer ostdeutschen Kleinstadt, um sich einen BH oder Unterwäsche zu kaufen. Ich stand dann immer vor dem großen Ladentisch und staunte über die vielen BH’s die dahinter an der Wand oder im Schaufenster hingen. Ich weiß nicht, wie alt ich damals war, aber ich ging sicher noch nicht zur Schule.
Als wir längere Zeit einmal nicht dort waren, fragte ich meine Mutter, wann wir denn mal wieder in den Busenladen gingen. Es dauerte, bis sie begriff, was ich meinte, dann lachte sie.
Von da ab, war für mich jedes Miederwarengeschäft ein Busenladen.

»Warum heißt das eigentlich Miederwaren?«, fragte mein Mann, als wir weitergingen.
Ich erklärte ihm, dass der Begriff noch aus Zeiten stammt, als Frauen noch Mieder trugen.
Er fand das ziemlich altmodisch.
Ich überlegte. »Wahrscheinlich nennt man das heute ›Dessous Shop‹.«
Mein Mann schüttelte den Kopf. »Da gefällt mir Busenladen viel besser.«