Christinas Multiversum

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Die Braunsche Scherung

Es ist wie mit den Tintenstrahldruckern, der Drucker kostet ein paar Euro in der Anschaffung, die Tinte zum Drucken ein kleines Vermögen.

Ich mag keine Bärte … schon gar nicht bei meinem Mann. Der konnte sich in den letzten Tagen nicht rasieren, weil der Scherkopf seines Braun-Rasierer am Wochenende kaputt gegangen ist. Im Sieb klafften nach der Rasur kleine Löcher. Damit hat der Scherkopf nicht mal ein Jahr gehalten, dafür aber 32 Euro gekostet. Der vorherige Scherkopf hielt immerhin ein komplettes Jahr und kostete nur 29 Euro. Als mein Mann nun einen neuen kaufen wollte, traf ihn fast der Schlag. Inzwischen kostet das Ding stolze 50 Euro, im Mediamarkt als Sonderangebot immerhin nur 43 Euro. Dabei wird auch noch ein Unterschied gemacht, ob man das Teil in silber oder schwarz bestellt. In schwarz ist es etwas billiger.

Ich finde es ist Verschwendung, den ganzen Scherkopf zu tauschen, nur weil das Sieb kaputt ist. Früher waren das zwei verschieden Teile, und die waren nicht annähernd so teuer. Es scheint, als würde das Zubehör immer teurer, je älter das Gerät wird. Wahrscheinlich will man damit bewirken, das Mann sich einen neuen Rasierer kauft. Aber die Scherköpfe der neuen Rasierer sind noch teuerer, womit sichergestellt ist, das Braun auch weiterhin am Kunden verdient. Verstehen würde ich es, wenn die Rasierer selbst nicht so exorbitant viel kosten würden.

Interessant ist, das die Teile auch nicht überall vorrätig sind. Auch beim Mediamarkt konnte man es nur bestellen und sie konnten nicht mal genau sagen, wann es kommt. Weswegen mein Mann nun doch noch einen bei Amazon bestellt hat. Er will ja nicht, dass ich unter seinem Bartwuchs leide.

5 Responses to “Die Braunsche Scherung”

  1. Februar 2nd, 2018 at 7:11

    Johannes Kreis says:

    Ich bin vor Jahren auf’s Nassrasieren umgestiegen. Meine bessere Hälfte findet es gut. Seitdem wird mir viel öfter um den dann nicht mehr vorhandenen Bart gestrichen!

  2. Februar 2nd, 2018 at 14:49

    Carsten says:

    Nassrasur mit einem sogenannten Rasier-„Hobel“ (So heißen diese Rasierer tatsächlich. Ist die einfache Art Rasierer, die Du wahrscheinlich von deinem Opa oder Vater kennst).
    Ein Päckchen Klingen „Gillette Bleu“ kostet in Frankreich irgendwas um die 2 EURO, und ist ausschließlich in Pappe und Wachspapier verpackt, ohne irgendwelchen Plastikmüll. (Noch dazu sind die Dinger klasse, aber bei uns nicht so einfach zu kriegen. Glücklicherweise lebe ich an der Grenze zu Frankreich.)
    Unglaublich welch ein unnötiger Schnickschnack mit Rasierern betrieben wird. Kürzlich erzählte mir jemand, dass es mittlerweile elektrische Rasierer mit zugehöriger App gäbe! *Kopfschütteln* Ich bin ja kein Maschinenstürmer, aber so mancher Fortschritt ist doch reiner Quatsch, der weniger von Ingenieuren sondern wohl hauptsächlich in der Marketing-Abteilung erdacht wird.

  3. Februar 2nd, 2018 at 17:03

    Christina Hacker says:

    Oh ja, so ein Teil habe ich noch von meinem Großvater. Schwere Messingausführung, ca. 100 Jahre alt. Ist, glaube ich, sogar von Gillette, aber nichts für meinen Mann, der schneidet sich damit nur.

  4. Februar 5th, 2018 at 7:28

    Johannes Kreis says:

    Für Grobmotoriker (also für mich) gibt’s Nassrasierer, bei denen die Klingen quasi hinter Gittern liegen. Dadurch wird das Verletzungsrisiko minimiert. Dann noch die Haut vorbefeuchten, Rasierschaum drauf, nicht so feste drücken – und schon fließt kaum noch Blut. Wenn doch welches fließt, ist das immer eine super Ausrede, um mich nicht so oft rasieren zu müssen :)

  5. Februar 5th, 2018 at 10:36

    Christina Hacker says:

    Mit so einem Ding hab ich mich mal so geschnitten, dass ich eine Blutspur durch die ganze Wohnung gelegt habe. Seitdem nutze ich einen Elektrorasierer. :-)

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