Christinas Multiversum

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Informationen von Wert

Seit jeher gehören Informationen zu einem kostbaren Gut. In all den Jahrtausenden haben viele Menschen für die Beschaffung von Informationen ihr Leben geopfert. Noch im vergangenen Jahrhundert mussten Informationen teuer erkauft werden. Wer wissen wollte, was in der Welt passierte, kaufte sich eine Zeitung und bezahlte seinen Rundfunkbeitrag. Für spezielle Informationen gab es einschlägige Magazine und wer mehr über die Lieblingsschauspielerin, -band oder -Serie wissen wollte, der trat einem Fanclub bei und bekam für seinen Mitgliedsbeitrag ein Fanzine.

Das alles hat sich durch das Internet und die digitalen Medien gewandelt. Heute ist quasi auf Knopfdruck jede Information, die man möchte, kostenlos abrufbar. Rein Theoretisch braucht man weder Kochbücher noch Zeitungen oder Magazine. Auch Informationen zur Lieblingsserie sind sofort und ohne zu zahlen verfügbar.

Eines scheinen wir in der Informationsflut zum Nulltarif zu vergessen. Wovon werden die bezahlt, die die Informationen beschaffen? Was ist uns heute eine Information wert, dass wir dafür bezahlen würden oder käme das für uns nicht mehr in Frage? Es gibt Leute, die pochen auf ihr Recht, jede Info zu jeder Zeit kostenlos serviert zu bekommen. Doch ist das fair, jenen gegenüber, die alles zusammentragen oder die die Informationen erschaffen?

Wieviel ist mir eine Information wert? Eine Frage, die wir uns in Zeiten des Internets und des weltweiten, freien Informationskonsums häufiger stellen sollten.

4 Responses to “Informationen von Wert”

  1. Juli 13th, 2016 at 17:38

    :-) Sandra says:

    Die Medien finanzieren sich überwiegend aus der Werbung. Und das gar nicht mal schlecht.

    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/online-anzeigen-bewahren-springer-vor-gewinnrueckgang-a-1046589.html

    Ich habe auch nichts dagegen, vielleicht 1-3 Euro pro Artikel zu bezahlen. Das Problem ist aber auch, dass die Online-Magazine lieber ihre teuren Abos verkaufen möchten.

    https://angebot.handelsblatt.com/abo/digitalpass/business

    Tut mir leid, aber 30 Euro pro Monat für vielleicht 10 oder 15 Magazine, die ich so quer lese, kann und will ich mir nicht leisten. Hier müssten Bezahlmodelle her, bei denen ich wirklich nur pro Artikel bezahlen kann. 1 Euro für das Handelsblatt, 6 Euro für die Süddeutsche, 5 Euro für die FAZ etc. Das würde meinem Leseverhalten entsprechen.

    Denn Informationen sind ein kostbares Gut! Deshalb möchte ich mich auf keinen Fall nur aus einer oder wenigen Quellen informieren ;-)

  2. Juli 13th, 2016 at 18:55

    Christina Hacker says:

    Mir ging es bei meinen Gedanken weniger um die großen Informationsplattformen und mehr um die kleinen privaten Clubzeitschriften und Fanzines. Vielleicht hätte ich das besser herausstellen können.

    Aber davon abgesehen. 30 Euro zahlen meine Eltern pro Monat allein für ihre regionale Tageszeitung. Früher war das weniger, weil mehr Leute sie gelesen haben, die sich aber jetzt lieber im Internet informieren, was an sich ja nicht verkehrt ist (weil mehr Auswahl).

  3. Juli 15th, 2016 at 9:51

    Jonas says:

    Da du dich explizit auf private Seiten beziehst. Muss die Fragestellung dann nicht umgekehrt lauten?

    Wie viel Freizeit bin ich bereit für die Öffentlichkeit zu opfern?

    Wo ist die Schmerzgrenze?
    Seien es Serverkosten, Überwwachung einer Kommentarfunktion oder einfach nur der selbstgemachte innere Druck regelmäßig „liefern zu müssen“.

    Denn letztlich musst du deine Informationen nicht teilen, du (nicht explizit gemeint, hier meine ich damit alle Blogger, Wikischreiber, EZinemacher etc.) machst es gerne und freiwillig. Oder?

  4. Juli 15th, 2016 at 10:01

    Christina Hacker says:

    Gutes Argument! Es ging zwar explizit nicht um meinen Blog, aber du hast völlig recht.
    Wie viel meiner Energie möchte ich für andere opfern? Das wäre ein gutes Thema für einen Blogeintrag. Da denke ich drüber nach.
    Danke!

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